Den Blick abwenden kann man tatsächlich nicht, vom meistdiskutierten Titelbild dieser Tage: das zerstümmelte Gesicht der Afghanin Bibi Aisha auf dem Cover des US-Nachrichtenmagazins „Time“. Dazu die Zeile: „Was passiert, wenn wir Afghanistan verlassen.
Taliban
Die Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation, die im Nordosten von Afghanistan ermordet wurden, reisten unbewaffnet. Inzwischen weiß man, das deutsche Opfer stammt aus Sachsen. Waren sie leichtsinnig?

Einen Tag, nachdem im Norden Afghanistans die Leichen von zehn Menschen entdeckt wurden, gibt es offenbar eine Spur. Die Taliban bekannten sich zu der Tat - doch das glauben die Behörden nicht.
Taliban bekennen sich zu Überfall in Afghanistan
Bei einem Selbstmordanschlag auf ausländische und einheimische Sicherheitskräfte in der nordafghanischen Provinz Kundus sind am Donnerstag sieben afghanische Polizisten getötet worden. Die Taliban haben sich zu dem Angriff bekannt.

Der britische Premier David Cameron will sich trotz anhaltender Empörung nicht für seine unverblümte Kritik an Pakistans „doppelzüngiger“ Terrorismuspolitik entschuldigen. Das belastet den Besuch von Präsident Zardari in London.
Das Geschrei an der Heimatfront ist so erwartbar wie verlogen. Die amerikanischen Truppen am Hindukusch sollen noch härter vorgehen gegen die Extremisten; sie sollen gezielt Jagd auf Taliban machen, die zur Führungsriege der Extremisten zählen. Sie töten.

US-General David Petraeus wendet sich mit einem flammenden Appell an die Truppen in Afghanistan. Der neue Kommandeur schwört alle Isaf-Soldaten auf einen harten Kampf gegen die Taliban ein.

Die geheimen US-Armeereporte aus Afghanistan zeigen: Mehr und mehr setzen die Isaf-Truppen auf dubiose Milizenführer als Stützen von Recht und Ordnung.
Längst geht es am Hindukusch um mehr als die Taliban und etwaige Demokratisierungsprozesse. Es geht um die nächste Runde im Great Game – dem jahrhunderte alten Großen Spiel im Kampf um die Vorherrschaft in Zentralasien – der Region mit der größten Dichte an Nuklear- und Möchtegern-Nuklear-Mächten.
Die Berichte über das Wirken der US-Spezialeinheit Task Force 373 in Afghanistan erhitzen die Gemüter. Die Opposition fordert Aufklärung über den Einsatz der US-Spezialkräfte im deutschen Verantwortungsbereich.
Zwei Tage nach der Veröffentlichung von 92.000 als "vertraulich" eingestuften Dokumenten zum Krieg in Afghanistan kommen Amerikas Medien und Experten für die Region zu dem Schluss, dass die Unterlagen keine sensationellen Neuigkeiten enthalten und keinen Anlass geben, die Strategie zu korrigieren.

92.000 geheime Dokumente des US-Militärs sind öffentlich geworden. Unser Autor hat große Teile ausgewertet und sie dann mit seinen Recherchen im Land am Hindukusch abgeglichen. Seine Analyse zeigt: Der Konflikt wird mit jedem Tag schwieriger zu lösen
Was die Experten der Parteien meinen

Es ist der Alptraum für jeden Geheimdienst: Im Internet ist eine Sammlung von mehr als 90.000 Militär-Dokumenten über den Krieg in Afghanistan aufgetaucht. Die USA sind empört.
Deutschland unterstützt in Nepal die zivile Wiedereingliederung maoistischer Ex-Rebellen – das könnte ein Vorbild für Afghanistan sein.
Taliban: Wir haben die zwei Männer entführt
Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan haben offensichtlich zwei US-Soldaten entführt und möglicherweise einen davon getötet. Vier weitere amerikanische Soldaten starben am Samstag bei einem Bombenanschlag im Süden des Landes.
Von:Julius Wolf An: werbinich@tagesspiegel.de Betreff: Berlin – ich komme!
Der Westen sollte im Afghanistankrieg die Taliban als Verhandlungspartner akzeptieren
Ab 2014 soll Afghanistan selbst für seine Sicherheit sorgen. Präsident Karsai und die afghanische Bevölkerung sehen das positiv - vor dem Hintergrund einer breiten antiwestlichen Stimmung.
Der Westen sollte im Afghanistankrieg die Taliban als Verhandlungspartner akzeptieren.
Blut aus dem Mund, Wunden im Fleisch. Zuhra, 20, wurde von ihrem Mann geprügelt, dann lief sie fort – und kam in eins von fünf afghanischen Frauenhäusern. Es ist für sie eine Zeit im Nichts. Aber sie lebt.

Am Dienstag treffen sich Vertreter aus mehr als 60 Ländern in Kabul, um über Afghanistans Zukunft zu beraten. Wie könnte die aussehen?
Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die afghanische Regierung davor gewarnt, die mühsam erworbenen Frauenrechte im Land am Hindukusch bei Friedensverhandlungen mit den radikalislamischen Taliban zu opfern. „Afghanische Frauen wollen ein Ende des Konflikts“, heißt es in einem 65-Seiten-Bericht, den die Organisation am Dienstag vorlegte.
Die Regierung in Kabul will Talibanführer von UN-Terrorliste streichen lassen, um Friedensgespräche führen zu können.
Kabul will Talibanführer von UN-Terrorliste streichen lassen, um Friedensgespräche führen zu können
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland das nächste Opfer in Afghanistan zu beklagen hat. Die Aufständischen im Einsatzgebiet der Bundeswehr, im Norden des Landes, sind in der Offensive.
In der Offensive: Die Taliban sind weder geschwächt noch kompromissbereit und machen weiter wie bisher.

US-General David Petraeus hat sein Amt als Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan angetreten. In seiner Antrittsrede machte er deutlich, dass sich an der ISAF-Strategie durch den Wechsel an der Spitze nichts ändert.

Die Taliban haben ein privates US-Hilfsunternehmen an gegriffen. Ein 32-jähriger Objektschützer aus Schleswig-Holstein ist bei dem Angriff am Freitag in Kundus getötet worden.

Bei einem Taliban-Angriff in der nordafghanischen Stadt Kundus ist am Freitag ein deutscher Wachmann getötet worden. Auch die Bundeswehr wurde erneut attackiert.
Afghanischer Experte fürchtet Zugeständnisse von Präsident Karsai an die Taliban
Die rund 120 000 Soldaten der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf müssen nach Ansicht ihres neuen Kommandeurs David Petraeus „mit allen Mitteln“ geschützt werden. Ungeachtet der „schwierigen Zeiten in Afghanistan“ sei jedoch keine Änderung der Einsatzregeln nötig, sagte der US-General am Donnerstag in Brüssel nach seinem Antrittsbesuch bei Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.
General David Petraeus hat schon einmal einem US-Präsidenten das politische Leben gerettet. Drei Jahre ist das her.
US-Präsident Barack Obama hat seinen Afghanistan-Kommandeur ausgewechselt. Was bedeutet das für den Einsatz?
Die pakistanischen Sicherheitsbehörden haben Anfang der Woche einen deutschen Islamisten festgenommen, der offenbar die Terrorszene verlassen und nach Deutschland zurückkehren wollte. Der Mann war bei seiner Festnahme mit einer Burka verkleidet.
Das "Islamismuspotenzial" in der Bundesrepublik umfasst 36.270 Personen. Angesichts der unvermindert hohen Gefahr islamistischer Terroraktionen will der Verfassungsschutz mit einem Aussteigerprogramm gegensteuern.

Aufklärung ist nicht totalitär: Die Soziologin und Autorin Necla Kelek verteidigt in Berlin ihre Thesen zu Integration und Islam.

Die Nato kämpft um Rückhalt bei den Afghanen – und will ihre Präsenz in Kandahar verstärken. Einen raschen Abzug der Truppen wird es dem US-Sonderbeauftragten, Richard Holbrooke zufolge, wohl kaum geben.