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Thema

Taliban

Stunde der Komödianten: Stephen Colbert (li.) und Jon Stewart.

Es war die bisher größte Kundgebung im US-Wahlkampf, doch die kam gänzlich ohne Politiker aus – eingeladen hatten TV-Komiker.

Die USA werfen Pakistan vor, die Al-Qaida-Führung zu schützen – doch Islamabad weist das zurück

Von Christoph von Marschall
Neue Spekulationen. Al-Qaida-Chef Osama bin Laden – hier ein Archivbild – soll nach einem Medienbericht in relativem Komfort leben.

Die USA werfen Pakistan vor, die Al-Qaida-Führung zu schützen – doch Islamabad weist das zurück. Die Spekulationen über bin Ladens Aufenthaltsort fallen in eine Zeit, in der Nato und USA eine Doppelstrategie forcieren, um ihren Abzug aus Afghanistan vorzubereiten.

Von Christoph von Marschall

Es ist Zeit für robusten westlichen Egoismus in Afghanistan. Nach neun Jahren Stabilisierungsmission der Nato droht sich dort ein hässliches Provisorium zu verewigen. Der Westen muss den Druck auf Kabul erhöhen – auch durch Gespräche mit den Taliban.

Von Christoph von Marschall
Blutiger Alltag. US-Soldaten stehen am Sonntag vor den Trümmern, die eine Explosion vor dem Hauptquartier der Polizei in Kandahar hinterlassen hat. Bei dem Anschlag wurde mindestens ein Mensch getötet. Foto: Ahmad Nadeem/Reuters

Barack Obama will so schnell wie möglich raus aus dem Hexenkessel am Hindukusch. Deshalb suchen die USA fieberhaft nach einer Friedenslösung für Afghanistan und billigen auch Verhandlungen mit den Taliban.

Von Christine Möllhoff

Im Osten Afghanistans haben am Mittwoch hunderte Menschen gegen die US-Streitkräfte protestiert, weil Soldaten ihren Angaben zufolge zwei Zivilisten getötet haben. Die Männer blockierten eine Straße außerhalb der Stadt Dschalalabad an der Grenze zu Pakistan, riefen antiamerikanische Slogans und trugen die beiden Leichname.

Peshawar - Ein Selbstmordattentäter hat am Freitag im Nordwesten Pakistans mindestens 65 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach offiziellen Angaben sprengte sich der Täter in der unruhigen Stammesregion Mohmand an der Grenze zu Afghanistan vor einem Regierungsbüro inmitten einer Menschenmenge in die Luft.

Berlin/Kabul - Die Entschädigung der Opfer des Luftschlages von Kundus im Herbst des vergangenen Jahres ist geregelt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Donnerstag werden die Familien der insgesamt 102 Toten und überlebenden Verletzten jeweils 5000 US-Dollar (umgerechnet etwa 3800 Euro) erhalten.

Klima der Angst. Ein Bundeswehrsoldat sichert bei Kundus einen Weg, auf dem Dorfbewohner entlanggehen.

Mit dem Tod von Gouverneur Omar verliert die Bundeswehr ihren wichtigsten Partner. Der Mord an Omar könnte nach Ansicht eines Militärexperten auch die Zerrissenheit innerhalb der Taliban widerspiegeln.

Von Martin Gerner
Riskanter Einsatz. Auch im April gab es tödliche Angriffe auf die Bundeswehr in Afghanistan. Das Foto zeigt Bundeswehrsoldaten, die damals im Feldlager des Wiederaufbauteams Kundus an einer Trauerfeier für gefallene Kameraden teilnahmen. Foto: Steffen Kugler/dpa

Nach dem Attentat auf die Bundeswehr in Afghanistan spricht Merkel von einem „feigen Anschlag“

Brennende Nato-Fahrzeuge. Immer häufiger werden Tankwagenkonvois in Pakistan angegriffen. Foto: Arshad Arbab/dpa

Die Zwischenfälle durch US-Truppen belasten das Verhältnis zwischen Washington und Islamabad schwer

Von Christine Möllhoff

Die Bundeswehr ist am Donnerstag in Nordafghanistan erneut Ziel eines Angriffs geworden, bei dem ein deutscher Soldat getötet und sechs weitere verletzt wurden. Seit Beginn der deutschen Beteiligung an der Nato-Truppe Isaf im Januar 2002 wurden damit am Hindukusch bei Gefechten und Anschlägen insgesamt 27 Bundeswehrsoldaten getötet.

Faisal Shahzad.

Ein Gericht in New York hat den 30 Jahre alten Faisal Shahzad zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Er hatte am 1. Mai seinen Wagen mit einer selbstgebauten Bombe auf dem Times Square in Manhattan geparkt. Der Sprengsatz war allerdings nicht detoniert.

Afghanistan ist in Deutschland heute das Synonym für Krieg. Doch es gibt eine kleine Insel: Bamian. Dort liegen unwirklich blaue Seen und der erste Nationalpark. Es ist das Tal der Buddha-Statuen, die die Taliban im März 2001 sprengten.

Von Ingrid Müller
Kirk W. Johnson

Wer Afghanistan verlässt, darf die Afghanen nicht verlassen. Deutschland hat die moralische Verpflichtung gegenüber denen, deren Existenz der Westen übersieht.

Von Kirk W. Johnson
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