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Thema

Taliban

Die Kundus-Affäre ist vorbei. Die Ermittlungen gegen Oberst Georg Klein wurden eingestellt. Nun herrscht Klarheit. Also nichts da mit dem von übereifrigen Oppositionspolitikern herausposaunten und stets aufs Neue skandalisierten "Tag der Schande". Auch ist das gezielte Töten von Taliban in diesem Krieg weder "vollkommen indiskutabel" noch eine "Todesstrafe ohne Gerichtsverfahren".

Von Malte Lehming

Dirk Niebel hat ein Problem. Der Entwicklungsminister von der FDP hat für den Norden Afghanistans eine groß angelegte Aufbauinitiative versprochen. Dafür wurde die Hilfe auf 250 Millionen Euro jährlich verdoppelt. Eine Studie für das Entwicklungsministerium über die Wirksamkeit der Afghanistanhilfe wirft jedoch Fragen auf.

Von Ulrike Scheffer
Starker Mann. Armeechef General Ashfaq Parvez Kayani – hier beim Besuch des Swat-Tals nach einer Offensive gegen die Taliban – bestimmt mittlerweile die Außenpolitik Pakistans. In Afghanistan setzt er nicht mehr auf die Ex-Verbündeten Taliban. Foto: dpa

Pakistans Militärchef steigt zur Schlüsselfigur auf und signalisiert eine Wende in der Afghanistan-Politik

Von Christine Möllhoff
Betroffen. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Foto: ddp

Erst attackierten die Taliban die Bundeswehrsoldaten mit einer Sprengfalle, dann wurde die Rettungsmannschaft beschossen

Von
  • Robert Birnbaum
  • Frank Jansen
Die Linke fordert "Abziehen statt aufstocken". Immer mehr Menschen in Deutschland stimmen dieser Forderung zu.

Nach dem Tod von vier Bundeswehrsoldaten beginnt in der Bundespolitik eine neue Debatte darüber, ob das bisherige Mandat der Bundeswehr der neuen Lage und Strategie in Afghanistan noch gerecht wird.

Von Christoph Seils

In Afghanistan sind erneut deutsche Soldaten bei Gefechten ums Leben gekommen. Wie konnte es dazu kommen?

Von
  • Frank Jansen
  • Sven Lemkemeyer

Vor einer Woche drei gefallene Soldaten, jetzt vier Tote. Die Angriffe der Taliban im werden durch immer mehr Kräfte vorgetragen. Sich der lebensbedrohenden Gefahr durch Abzug zu entziehen, wie das in Teilen der Opposition empfohlen wird, wäre aber kein Ausweg.

Von Gerd Appenzeller

Die Ruhe trügt: Deutsche Denkmalpfleger sichern die Überreste der gesprengten Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan.

Von Bernhard Schulz
Insgesamt sind damit seit Beginn des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan 43 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Wie dem Tagesspiegel bestätigt wurde, sind bei Kämpfen im nordafghanischen Kundus vier Bundeswehr-Soldaten getötet worden. Die Deutschen wurden demnach auf einer Patrouille von Kundus nach Baghlan mit Panzerfäusten angegriffen. Weitere Soldaten wurden verletzt. Verteidigungsminister Guttenberg hielt sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht mehr in Afghanistan auf.

Von Frank Jansen
Guttenberg

Der Verteidigungsminister sendet ein Signal an die Truppe und in die Heimat. Bei einem Besuch in Afghanistan verkündet Guttenberg: Die Bundeswehr in Kundus wird aufgerüstet.

Von Sven Lemkemeyer

„Als Besatzer taugen wir nicht“ von Gerd Appenzeller und „Wehrbeauftragter: Schwere Panzer nach Afghanistan“ von Hans Monath und Michael Schmidt vom 7. April Der vom designierten Wehrbeauftragten des Bundestages Königshaus geforderte Einsatz von Leopard-2-Kampfpanzern in Afghanistan wird nicht für mehr Sicherheit der dort eingesetzten Soldaten sorgen sondern das Gegenteil wird eintreten.

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Die Ortsschilder sind schwarz umflort, in den Schaufenstern hängen Fotos. Die Menschen in Selsingen trauern um die in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten. Und alle haben die gleiche Frage: Hatte dieser Tod einen Sinn?

Von Michael Schmidt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht am Samstag überraschend das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Angesichts der jüngsten Anschläge auf deutsche Soldaten in Afghanistan und der „neuen Qualität“ beim dortigen Einsatz wolle sich Merkel direkt informieren lassen, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans am Freitag in Berlin.

Am Tag der Trauerfeier für die drei in Nordafghanistan getöteten Soldaten ist die Bundeswehr in Kundus nach afghanischen Angaben erneut zum Ziel eines Anschlags geworden. Allerdings wurde dabei niemand verletzt.

Karsai

Afghanistans Präsident, Hamid Karsai, droht mit einem Veto gegen eine geplante Nato-Offensive. "Ohne eure Einwilligung wird es in Kandahar keine Militäroperation geben", sagte Karsai zu örtlichen Stammesführern. Zuvor hatte Karsai heftige Vorwürfe zu angeblichen ausländischen Wahlmanipulationen geäußert.

Nach dem Tod von mindestens fünf afghanischen Soldaten durch Beschuss der Bundeswehr hat der Gouverneur der Provinz Kundus eine bessere Koordination der Militäreinsätze gefordert. Mohammed Omar sagte, der Tod der Afghanen hätte vermieden werden können.

Von Michael Schmidt

Im Zusammenhang mit den schweren Gefechten gegen Aufständische in Afghanistan haben deutsche Soldaten am Karfreitag aus Versehen mehrere afghanische Sicherheitskräfte erschossen. Verteidigungsminister Guttenberg drückte sein Bedauern aus.

Von Michael Schmidt

Die Bundeswehr in Afghanistan ist in eine neue Spirale der tödlichen Gewalt geraten. Im Zusammenhang mit dem schweren Gefecht am Karfreitag, bei dem drei deutsche Soldaten getötet wurden, erschoss die Bundeswehr aus Versehen mindestens fünf afghanische Sicherheitskräfte, die sich einer Fahrzeugkontrolle verweigert hatten.

Bei einem schweren Gefecht mit aufständischen Taliban sind drei Bundeswehr-Soldaten getötet worden. Sie wurden beim Minensuchen erschossen. Fünf weitere Soldaten wurden schwer verletzt. Etwa 100 Taliban attackierten die deutsche Patrouille. Angela Merkel nannte die Tat "verabscheuungswürdig und hinterhältig".

Seit Beginn der deutschen Beteiligung an der Nato-Truppe Isaf im Januar 2002 wurden in Afghanistan bei Gefechten und Anschlägen 22 Bundeswehrsoldaten getötet. Dazu starben 17 Soldaten bei Unfällen.

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