Die Kundus-Affäre ist vorbei. Die Ermittlungen gegen Oberst Georg Klein wurden eingestellt. Nun herrscht Klarheit. Also nichts da mit dem von übereifrigen Oppositionspolitikern herausposaunten und stets aufs Neue skandalisierten "Tag der Schande". Auch ist das gezielte Töten von Taliban in diesem Krieg weder "vollkommen indiskutabel" noch eine "Todesstrafe ohne Gerichtsverfahren".
Taliban

Ahmed Rashid spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über die Berliner Politik, Abzugspläne und die Rolle Pakistans. Der 61-jährige pakistanische Journalist gehört zu den besten Kennern der Taliban und Al Qaida.
Dirk Niebel hat ein Problem. Der Entwicklungsminister von der FDP hat für den Norden Afghanistans eine groß angelegte Aufbauinitiative versprochen. Dafür wurde die Hilfe auf 250 Millionen Euro jährlich verdoppelt. Eine Studie für das Entwicklungsministerium über die Wirksamkeit der Afghanistanhilfe wirft jedoch Fragen auf.

Peter Schneider wird 70. Ein Gespräch über ’68, Deutschland und Amerika – und das schlechte Gedächtnis der Schriftsteller.
Die Bundesanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen Oberst Georg Klein wegen des Luftangriffs vom 4. September 2009 bei Kundus in Afghanistan eingestellt. Es liege weder ein Verstoß gegen das Völkerstrafgesetzbuch noch gegen das Strafgesetzbuch vor.

Trauerfeier in Afghanistan/Differenzen zwischen Bundeswehr und Isaf
Renate Künast sprach mit dem Tagesspiegel über rot-grüne Erfahrungen, die Mobilität der Zukunft und drängende Fragen an die Kanzlerin zu Afghanistan.

Pakistans Militärchef steigt zur Schlüsselfigur auf und signalisiert eine Wende in der Afghanistan-Politik

Erst attackierten die Taliban die Bundeswehrsoldaten mit einer Sprengfalle, dann wurde die Rettungsmannschaft beschossen

Nach dem Tod von vier Bundeswehrsoldaten beginnt in der Bundespolitik eine neue Debatte darüber, ob das bisherige Mandat der Bundeswehr der neuen Lage und Strategie in Afghanistan noch gerecht wird.
In Afghanistan sind erneut deutsche Soldaten bei Gefechten ums Leben gekommen. Wie konnte es dazu kommen?
Vor einer Woche drei gefallene Soldaten, jetzt vier Tote. Die Angriffe der Taliban im werden durch immer mehr Kräfte vorgetragen. Sich der lebensbedrohenden Gefahr durch Abzug zu entziehen, wie das in Teilen der Opposition empfohlen wird, wäre aber kein Ausweg.
Die Ruhe trügt: Deutsche Denkmalpfleger sichern die Überreste der gesprengten Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan.

Wie dem Tagesspiegel bestätigt wurde, sind bei Kämpfen im nordafghanischen Kundus vier Bundeswehr-Soldaten getötet worden. Die Deutschen wurden demnach auf einer Patrouille von Kundus nach Baghlan mit Panzerfäusten angegriffen. Weitere Soldaten wurden verletzt. Verteidigungsminister Guttenberg hielt sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht mehr in Afghanistan auf.

Bei einem Besuch in Afghanistan verkündet Verteidigungsminister Guttenberg: Die Bundeswehr in Kundus wird aufgerüstet.

Der Verteidigungsminister sendet ein Signal an die Truppe und in die Heimat. Bei einem Besuch in Afghanistan verkündet Guttenberg: Die Bundeswehr in Kundus wird aufgerüstet.
„Kunduz, 04. September 2009“ im Kunstraum
Vor dem Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in Kundus ist das Bundeswehr-Feldlager dort mit Raketen angegriffen worden. Karsai rief die Taliban in Kundus zu einem Ende der Gewalt auf.
„Als Besatzer taugen wir nicht“ von Gerd Appenzeller und „Wehrbeauftragter: Schwere Panzer nach Afghanistan“ von Hans Monath und Michael Schmidt vom 7. April Der vom designierten Wehrbeauftragten des Bundestages Königshaus geforderte Einsatz von Leopard-2-Kampfpanzern in Afghanistan wird nicht für mehr Sicherheit der dort eingesetzten Soldaten sorgen sondern das Gegenteil wird eintreten.

Wer Anregungen zur Verbesserung von Ausrüstung oder Ausbildung der Bundeswehr hat, soll diese zunächst intern vorbringen. Eine öffentliche Debatte hält Kanzlerin Merkel nicht für förderlich.

Die Ortsschilder sind schwarz umflort, in den Schaufenstern hängen Fotos. Die Menschen in Selsingen trauern um die in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten. Und alle haben die gleiche Frage: Hatte dieser Tod einen Sinn?

Mit einer Trauerfeier hat Deutschland am Freitag Abschied von den drei in Afghanistan getöteten Soldaten genommen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht am Samstag überraschend das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Angesichts der jüngsten Anschläge auf deutsche Soldaten in Afghanistan und der „neuen Qualität“ beim dortigen Einsatz wolle sich Merkel direkt informieren lassen, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans am Freitag in Berlin.
Am Tag der Trauerfeier für die drei in Nordafghanistan getöteten Soldaten ist die Bundeswehr in Kundus nach afghanischen Angaben erneut zum Ziel eines Anschlags geworden. Allerdings wurde dabei niemand verletzt.

UPDATE Kanzlerin Merkel müsse an der Gedenkveranstaltung für die drei am Karfreitag in Kundus getöteten Soldaten teilnehmen, hatten mehrere Koalitionspolitiker gefordert. Nun ist der Termin bei ihr eingetragen.
Afghanistans Präsident Karsai brüskiert die von ihm gerufenen ausländischen Truppen
Afghanistans Präsident Karsai brüskiert die von ihm gerufenen ausländischen Truppen - sollen sie bleiben?

Der designierte Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, fordert im Interview mit dem Tagesspiegel den Einsatz von schweren Kampfpanzern und Mörsergranaten zum besseren Schutz der Bundeswehr in Afghanistan. Der Bundeswehr stehe nicht alles Gerät zur Verfügung, das sie zum eigenen Schutz brauche.
Am Karfreitag starben drei deutsche Soldaten in Afghanistan. Angehörige ihrer Einheit hatten sich vor ihrem Einsatz über Defizite bei der Ausbildung beschwert.

Afghanistans Präsident, Hamid Karsai, droht mit einem Veto gegen eine geplante Nato-Offensive. "Ohne eure Einwilligung wird es in Kandahar keine Militäroperation geben", sagte Karsai zu örtlichen Stammesführern. Zuvor hatte Karsai heftige Vorwürfe zu angeblichen ausländischen Wahlmanipulationen geäußert.
Selbstmordattentäter sprengt sich bei Parteiveranstaltung in die Luft / Angriff auf US-Konsulat in Peshawar
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg trauert um deutsche und afghanische Soldaten und verteidigt den geplanten Strategiewechsel in Afghanistan.

Rund 200 Menschen haben sich am Montag am Berliner Ostermarsch beteiligt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Marsches standen die "Standorte der Rüstungslobby".
In Pakistan sind mindestens 38 Menschen bei kurz aufeinander folgenden Anschlägen getötet worden. Ein Ziel der Attentäter war das US-Konsulat in Peschawar.
Von Sicherheit kann in Afghanistan keine Rede sein. Das ist zuallerletzt den Soldaten vor Ort anzulasten.
Nach dem Tod von mindestens fünf afghanischen Soldaten durch Beschuss der Bundeswehr hat der Gouverneur der Provinz Kundus eine bessere Koordination der Militäreinsätze gefordert. Mohammed Omar sagte, der Tod der Afghanen hätte vermieden werden können.
Im Zusammenhang mit den schweren Gefechten gegen Aufständische in Afghanistan haben deutsche Soldaten am Karfreitag aus Versehen mehrere afghanische Sicherheitskräfte erschossen. Verteidigungsminister Guttenberg drückte sein Bedauern aus.
Die Bundeswehr in Afghanistan ist in eine neue Spirale der tödlichen Gewalt geraten. Im Zusammenhang mit dem schweren Gefecht am Karfreitag, bei dem drei deutsche Soldaten getötet wurden, erschoss die Bundeswehr aus Versehen mindestens fünf afghanische Sicherheitskräfte, die sich einer Fahrzeugkontrolle verweigert hatten.
Bei einem schweren Gefecht mit aufständischen Taliban sind drei Bundeswehr-Soldaten getötet worden. Sie wurden beim Minensuchen erschossen. Fünf weitere Soldaten wurden schwer verletzt. Etwa 100 Taliban attackierten die deutsche Patrouille. Angela Merkel nannte die Tat "verabscheuungswürdig und hinterhältig".
Seit Beginn der deutschen Beteiligung an der Nato-Truppe Isaf im Januar 2002 wurden in Afghanistan bei Gefechten und Anschlägen 22 Bundeswehrsoldaten getötet. Dazu starben 17 Soldaten bei Unfällen.