zum Hauptinhalt
Thema

Taliban

Die Debatte über Afghanistans Bodenschätze kommt den USA gelegen – sie drängt die schlechten Nachrichten in den Hintergrund.

Von
  • Kevin P. Hoffmann
  • Ulrike Scheffer

Berlin - Der deutsche Kommandeur der internationalen Schutztruppe Isaf im Norden Afghanistans, General Frank Leidenberger, hat die Debatte um die Bewaffnung der Bundeswehr erweitert. Nachdem zuletzt unter anderem der Wehrbeauftragte, Hellmut Königshaus (FDP), gefordert hatte, Leopard-2-Panzer an den Hindukusch zu verlegen, will Leidenberger nun Kampfjets der Luftwaffe direkt gegen die radikalislamischen Taliban einsetzen können.

Der Rückhalt für Präsident Karsai nach der Friedens-Dschirga in Afghanistan ist offenbar geringer als zunächst angenommen

Von Ulrike Scheffer

Bitter ist es. Da wollen 1600 Afghanen über einen Weg zum Frieden reden, sie werden von 12 000 Sicherheitskräften bewacht.

Von Ingrid Müller

Bitter ist es. Da wollen 1600 Afghanen über einen Weg zum Frieden reden, sie werden von 12.000 Sicherheitskräften bewacht. Und dann schlagen dennoch Raketen ein, dringen Radikale bis an das Versammlungsgelände vor. Kabul am Mittwoch.

Von Ingrid Müller

Elf Tage vor der sogenannten Friedens-Dschirga in Kabul sind bei einem verheerenden Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt mindestens 18 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Internationalen Schutztruppe Isaf sind unter den Toten sechs ausländische Soldaten.

Mit einer Militäraktion sind die US-Truppen im afghanischen Kundus einem angeblichen Angriff der radikal-islamischen Taliban zuvorgekommen. Die Soldaten griffen ein Versteck der Extremisten mit Hubschraubern an. Unter den Toten sollen auch drei Taliban-Kommandeure sein.

Berlin - Die Vorstellungen des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai für einen politischen Umgang mit Radikalislamisten nehmen zunehmend Kontur an. Nach einem Bericht des britischen „Guardian“ will er Stammesführern auf einer für Ende Mai geplanten Konferenz in Kabul vorschlagen, den Anführern der Taliban im Gegenzug für einen Friedenspakt den Gang ins Exil zu ermöglichen.

Ein Vietnam-Veteran entdeckte am Times Square eine Autobombe – vom Täter gibt es bisher keine Spur

Von Christoph von Marschall

Elf Tage nach dem tödlichen Angriff auf die Bundeswehr in Nordafghanistan ist den Taliban in der Region ein schwerer Schlag versetzt worden. Nach offiziellen afghanischen Angaben wurde am Montag der Kommandeur der Aufständischen für dieProvinz Kundus getötet.

Einer von 43. Der Oberstabsarzt Thomas Broer wurde am 15. April in der Provinz Baghlan getötet. Bei der Trauerfeier in Ingolstadt kondoliert der Verteidigungsminister. Foto: dpa

Deutsche Soldaten sterben am Hindukusch. Der Afghanistan-Einsatz wird mehr und mehr zum Thema in der deutschen Öffentlichkeit, aber eine existenzielle Debatte steht noch aus. Gedanken eines ehemaligen Afghanistankämpfers.

Verteidigungsminister Guttenberg bittet bei der Trauerfeier für vier in Afghanistan getötete Soldaten im Ingolstädter Münster um Verzeihung.

Von Sabine Beikler

Die Kundus-Affäre ist vorbei. Die Ermittlungen gegen Oberst Georg Klein wurden eingestellt. Nun herrscht Klarheit. Also nichts da mit dem von übereifrigen Oppositionspolitikern herausposaunten und stets aufs Neue skandalisierten "Tag der Schande". Auch ist das gezielte Töten von Taliban in diesem Krieg weder "vollkommen indiskutabel" noch eine "Todesstrafe ohne Gerichtsverfahren".

Von Malte Lehming
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })