Die Berliner Polizei reagiert auf Drohungen von Islamisten auf Bahnhöfen und Flughäfen. Die Hauptstadt folgt damit der Lageeinschätzung des Bundes - setzt aber nicht auf das Zeigen optischer Präsenz.
Taliban
Innenminister Schäuble ist angesichts der Häufung terrorististischer Drohvideos besorgt. Im laufenden Monat haben sich mutmaßliche Terroristen bereits sieben Mal an auf diesem Weg gemeldet. Dennoch: Das Ministerium will sich nicht nicht "in den Zustand der Erregung" versetzen lassen.
"Von den Fehlern anderer lernen" sollten die Europäer, heißt es in einer Audiobotschaft, die Osama bin Laden zugeschrieben wird. Zudem gibt es ein neues Video der afghanischen Taliban. Ein Sprecher des Innenministeriums nannte es "das konkreteste Drohvideo, das sich je gegen Deutschland richtete".
Obama weiß, dass er für einen Abzug aus Afghanistan mehr tun muss
Die Forderung von US-General Stanley McChrystal nach mehr Truppen für Afghanistan ist von der US-Regierung mit Zurückhaltung aufgenommen worden. Präsident Barack Obama, sein Verteidigungsminister und seine Außenministerin reagierten skeptisch.
US-Präsident Obama spielt auf Zeit. Dabei weiß er längst, dass er für einen Abzug aus Afghanistan mehr tun muss.

Die Kalaschnikow ist die meistverkaufte Waffe der Welt. 70 Millionen Mal wurde sie gebaut. Mindestens. Plagiate nicht mitgerechnet. Trotzdem soll der Hersteller soll Millionenschulden haben.
Talibanführer gibt sich siegesgewiss / Mehr CIA-Präsenz in Afghanistan
Die islamistische Terrorszene steigert ihre Versuche, Deutschland Angst einzujagen. Sicherheitsexperten sprechen von psychologischer Kriegführung, sehen aber weiterhin keine akute Gefahr eines Anschlags in der Bundesrepublik. Am Sonntag tauchte ein weiteres Video auf.

Jeden Montag beantwortet "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe vier Fragen zur Außenpolitik. Heute über die US-Raketenabwehr, Afghanistan, China und die Buchmesse sowie den Wahlkampf.
Dänisches Militär und Regierung toben über so viel Ungehorsam und fahren überraschend schwere Geschütze in einem weiteren, sonderbaren Konflikt über die Pressefreiheit im Königreich auf. Der Grund: Am Mittwoch hatte die Zeitung „Politiken“ den vollständigen Erlebnisroman eines dänischen Elitesoldaten über dessen Einsätze im Irak und in Afghanistan veröffentlicht.
Den strahlenden Sieger gab Hamid Karsai nicht, als er am Donnerstag erstmals seit den Wahlen in seinem hoch gesicherten Palast vor die Presse trat. Afghanistans Präsident weiß, dass er tatsächlich um sein politisches Überleben kämpft.
Der dänische Elitesoldat Thomas Rathsack hat ein Buch über seine Einsätze im Irak und in Afghanistan geschrieben. DIe Armee wollte die Veröffentlichung verbieten. Jetzt wurde der Soldat suspendiert.
Die US-Kommandeure in Afghanistan wollen mehr Soldaten am Hindukusch. Doch Präsident Obama zeigt sich wenig geneigt, ihren Wünschen nachzukommen.
Die Bundeswehr soll die Sicherheit im Norden Afghanistans gewährleisten. Doch für den gefährlichen Einsatz fehlen den Streitkräften Kampfhubschrauber und Panzer.
Die Verkündung des Endergebnisses der Wahl wird sich um Wochen verzögern. 15 afghanische Präsidentschaftskandidaten fordern derweil Neuwahlen – und machen dem Amtsinhaber und seinem Rivalen schwere Vorwürfe.
Nun ist es praktisch amtlich: Bei dem von der Bundeswehr in Afghanistan angeordneten Luftangriff auf zwei von den Taliban entführte Tanklastwagen sind auch Zivilisten umgekommen. Laut der von Präsident Karsai eingesetzten Kommission sollen es 30 sein.
Wie viele Zivilisten sind bei dem Angriff auf einen Tanklastwagen umgekommen? Mit letzter Sicherheit wird sich nie klären lassen, wie schuldig oder unschuldig die einzelnen Opfer waren
Zum deutschen Einsatz in AfghanistanUnsere Politiker sollten endlich die Realitäten anerkennen und die Bundeswehr abziehen. Afghanistan ist der größte Opiumproduzent der Welt, in Afghanistan versenkte die westliche Welt bisher ca.
Der Tod eines afghanischen Kollegen bei der Befreiung des "New York Times"-Reporters sorgt für Unmut im Land am Hindukusch – Verbände fordern Untersuchung.
Die Polizei verkündet einen Erfolg im Kampf gegen den Terror, die Taliban beklagen einen Vertrauensbruch: Muslim Khan sei auf dem Weg zu Friedensgesprächen gewesen.
Es konnte niemand erwarten, dass die Afghanen in den rund sieben Jahre nach der Vertreibung der Taliban aus Kabul mit internationaler Hilfe eine Demokratie nach Westminster-Standard etablieren würde. Dazu weiß jeder Zeitungsleser heute zu viel über die mangelnde Durchsetzungskraft der Zentralregierung in vielen Landesteilen, über das Ausmaß der Korruption, über patriarchalische Clanstrukturen und die Bedrohungen durch Islamisten.
Den Wahlen in Afghanistan fehlt die Legitimation. Wenig spricht jedoch dafür, dass Neuwahlen ein glaubwürdigeres Ergebnis bringen würden
Der britische Geheimdienst soll die Aktion gestartet haben, obwohl mit den Taliban Verhandlungen über ein Lösegeld liefen.
Der für den umstrittenen Luftangriff bei Kundus verantwortliche Oberst wird noch im September nach Deutschland zurückkehren. Mit dem Vorfall soll das nichts zu tun haben.
In Sicherheitskreisen gibt es weiterhin Zweifel, dass bei dem von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff in Afghanistan Zivilisten getötet wurden.

Munadi studierte in Erfurt, um später in seinem Land zu helfen. Dort wurde er von Taliban entführt – und starb bei einer Befreiungsaktion.

Der von Deutschland befehligte Luftangriff auf die von Taliban entführten Tanklastwagen steht in der Kritik. War der Einsatz berechtigt oder übertrieben? Für Oberstleutnant Jürgen Rose ist klar: Es ist an der Zeit, einzugestehen, daß sich mit solchen Mitteln Menschenrechte, Freiheit und Demokratie nie werden gewinnen lassen - weder für die Menschen in Afghanistan noch sonstwo auf der Welt.

Guido Steinberg, einer der führenden Experten im Kampf gegen Terrorismus, hält eine Aufstockung der Nato-Truppen in Afghanistan und auch des deutschen Kontingents für dringend notwendig. Das sagt Steinberg im Tagesspiegel-Interview zum achten Jahrestag des 11. September 2001.
Stephan-Andreas Casdorff über Merkels Regierungserklärung zu Afghanistan

Zwei entführte Tanklaster, ein umstrittener Befehl zum Luftangriff, unterschiedliche Angaben zu den Todesopfern: Nach dem jüngsten Bundeswehreinsatz in Afghanistan machte Merkel das Land am Hindukusch zur Chefsache. In einer Regierungserklärung nahm sie nun Stellung.
Die Nato hat eingestanden, dass bei dem Luftangriff am Freitag im Norden Afghanistans Zivilisten verletzt und getötet wurden. Die Staatsanwaltschaft Leipzig prüft unterdessen, ob gegen den verantwortlichen Oberst ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet werden muss.
Wenn die Amerikaner oder Franzosen Deutschland jetzt scharf kritisieren, begleichen sie alte Rechnungen. Schon immer ist den Deutschen in Afghanistan vorgeworfen worden, sie seien feige. Aber es ist wohlfeil, den Deutschen vorzuwerfen, sie würden sich nicht an die neue Strategie halten, dem Schutz der Zivilisten oberste Priorität zu geben.

Afghanistan: Vielen deutschen Soldaten fehlt das Verständnis für die Kultur des Landes – das schafft Ängste und Probleme. Eine Analyse.
Michael Schmidt beobachtet Verteidigungsminister Jung in einem der wichtigeren Momente seiner Amtszeit.
Mit harten Worten hat der afghanische Präsident den Luftangriff auf die Taliban verurteilt. Die Zahl der Opfer liegt offenbar weit höher als bekannt.
Die deutsche Politik ist mit massiven Vorwürfen von Nato-Partnern konfrontiert, nachdem ein durch die Bundeswehr im afghanischen Kundus angeforderter Bombenangriff auf von Taliban entführte Tankfahrzeuge viele Tote gefordert hat. Oberst Georg Klein, der deutsche Kommandeur vor Ort, ging von einer Gefährdung seiner Soldaten aus, als er die Kampfflugzeuge einsetzte.
Die deutsche Politik ist mit massiven Vorwürfen von Nato-Partnern konfrontiert, nachdem ein durch die Bundeswehr im afghanischen Kundus angeforderter Bombenangriff auf von Taliban entführte Tankfahrzeuge viele Tote gefordert hat.

Jeden Montag beantwortet "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe vier Fragen zur deutschen Außenpolitik. Heute über Kritik an den Deutschen, den UN-Chef, Managerbezüge und den deutschen Wahlkampf.
Bei dem Nato-Angriff in Afghanistan wurden laut einem Bericht deutlich mehr Menschen getötet, als das Bundesverteidigungsministerium bisher angibt. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Darstellungen?