zum Hauptinhalt
Thema

Taliban

Pakistans Armee sieht in den afghanischen Extremisten strategische Partner und hat kein Interesse, konsequent gegen die Islamisten durchzugreifen. Und der Anti-Amerikanismus im Land steigt.

Von Ruth Ciesinger

Außenminister Steinmeier ist überraschend zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. In der Hauptstadt Kabul stehen unter anderem Treffen mit Präsident Hamid Karsai und Außenminister Rangin Dadfar Spanta auf dem Programm.

Drogen sind der Kraftstoff für den Terrorismus, da hat der General recht, der in Afghanistan den Kampf gegen die Dealer organisieren soll. Denn mit dem illegalen Geld werden Aufständische wie die Taliban bezahlt.

Drogen sind der Kraftstoff für den Terrorismus, da hat der General recht, der in Afghanistan den Kampf gegen die Dealer organisieren soll. Denn mit dem illegalen Geld werden Aufständische wie die Taliban bezahlt. Hier nun gerät die Bundeswehr ins Blickfeld.

Von Stephan-Andreas Casdorff

Für die Kameras spielen sie den Rückzug, doch im pakistanischen Buner treiben Taliban weiter ihr Unwesen – weil die Regierung nur zögernd eingreift.

Nicht nur der Krieg in Afghanistan entscheidet sich zuerst in Pakistan. Das Land ist inzwischen auch die Kaderschmiede Nummer eins des globalen Terrors. Der Westen beruft einen Krisengipfel ein, damit der Atomstaat nicht kippt.

Buddha

Gandhara steht für eine ganze Kultur. Hier verbreitete sich ab dem 1. Jahrhundert nach Christus der Buddhismus und wirkte bis nach Afghanistan, später bis nach China fort. Kunstschätze aus der Taliban-Region sind nun im Berliner Gropius-Bau zu sehen.

Zum zweiten Mal war die Kanzlerin in Afghanistan, in dem Land, in dem bald 4400 deutsche Soldaten dazu beitragen sollen, den Frieden zu gewinnen, die Taliban von der Macht fern- und Al Qaida vom Terror abzuhalten. Viele Aufgaben erfüllt die Bundeswehr außerdem dort, was dazu führt, dass die zivilmilitärische Zusammenarbeit großen Belastungsproben ausgesetzt ist.

Verwirrung um Merkels geheime Reise nach Afghanistan und den Raketenbeschuss eines deutschen Feldlagers in Kundus

Von Sven Lemkemeyer

Nach Angaben der Polizei und des FBI waren die Taliban nicht für den blutigen Amoklauf in der US-Kleinstadt Binghampton verantwortlich. Zuvor hatte sich der pakistanische Taliban-Führer Baituallah Mehsud zu dem Attentat bekannt.

Die blutige Geiselnahme mit insgesamt 14 Toten im US-Bundesstaat New York geht angeblich auf das Konto der pakistanischen Taliban. Der ranghohe Kommandeur Baitullah Mehsud bekannte sich zu dem Amoklauf. Allerdings bestehen Zweifel an dessen Glaubwürdigkeit.

Die Vereinten Nationen haben den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai scharf kritisiert: Der vom Westen unterstützte Politiker habe ein neues Gesetz unterzeichnet, das ausdrücklich die Vergewaltigung in der Ehe erlaubt, lautet der Vorwurf.

Die Internationale Konferenz in Den Haag bringt der US-Politik breite Zustimmung. Auch Iran nahm an der Konferenz teil - kritisiert aber die Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan.

Die internationale Gemeinschaft trifft sich mit Präsident Karsai zur Positionsbestimmung in Den Haag. Dabei soll es vor allem um die neue US-Strategie für Afghanistan gehen: Außenministerin Clinton verspricht mehr Truppen und will auch Pakistan in Zukunft stärker einbinden. Die Bundesregierung begrüßt den Kurswechsel.

Von Ulrike Scheffer

Ein Dutzend Militante überfielen am Montag eine Polizeiakademie in der Millionenmetropole Lahore, nur zwölf Kilometer vor der Grenze zu Indien. Mindestens elf Menschen starben, fast 100 wurden verletzt. Hinter der Tat werden örtliche Terrorgruppen oder die Taliban vermutet.

Wie immer freitags ist die Moschee in der pakistanischen Provinzstadt Jamrud nahe der Grenze zu Afghanistan bis zum letzten Platz gefüllt. Vertieft ins Gebet, knien die 300 Betenden Seite an Seite auf dem Boden, als sich der Selbstmordattentäter unter die Menge mischt und in die Luft sprengt.

Swat-Tal

Ihre Häuser sind ihr Gefängnis - denn sobald die Frauen aus dem pakistanischen Swat-Tal sich allein vor die Tür trauen, bringt sie das in Lebensgefahr. Sie haben fast keine Rechte mehr.

console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })