Schlechte Zeiten für afghanische Friseure: Taliban-Führer Maulvi Faqir Mohammed droht mit schweren Strafen für Männer, die ihren Bart rasieren. Sich zu rasieren sei "unislamisch", betonte er.
Taliban
Rücksichtnahme auf CSU
Washington - Nach sechs Jahren Haft in Guantánamo hat das Pentagon Sami al Hadsch freigelassen und in seine Heimat Sudan gebracht. Der Kameramann des arabischen Senders Al Dschasira war nach Angaben der „New York Times“ der einzige Journalist in dem Lager für Terrorverdächtige auf dem US-Militärstützpunkt auf Kuba.

Die Bundeswehr wird nach Ansicht des ehemaligen deutschen Außenministers Joschka Fischer in absehbarer Zeit auch im besonders gefährlichen Süden Afghanistans kämpfen müssen. Nach dem bevorstehenden Regierungswechsel in den USA werde sich die Bundesregierung entsprechenden Forderungen der Nato-Verbündeten nicht mehr länger verschließen können, sagte Fischer dem Tagesspiegel in Toronto.

Als einen großen Fehler bezeichnet Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer die Zurückhaltung der Deutschen in Afghanistan. Damit trifft er den Nerv der Amerikaner, die aus Frust über das mangelnde Engagement der Nato-Partner nun selbst für eine höhere Truppenpräsenz sorgen wollen. Die Bundesregierung hält sich weiterhin zurück.

Der afghanische Entführer der beiden deutschen Ingenieure Rudolf Blechschmidt und Rüdiger D. hat laut "Spiegel" zugegeben, dass seine Männer vor knapp zehn Monaten den herzkranken D. erschossen haben. Der Kopf der Entführerbande, Nissam Udin, bezeichnete die Erschießung von D. im Gespräch mit dem "Spiegel" als Missverständnis.

Am Hindukusch hat sich die Sicherheitslage weiter verschärft – für Soldaten und Zivilisten gleichermaßen. Hunderte Sicherheitskräfte sahen lediglich zu, als Präsident Karsai bei einer Militärparade nur knapp dem sicheren Tod entging.

Einen Tag nach dem Taliban-Angriff auf eine Militärparade in Kabul ist ein Anschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi in Nordafghanistan verübt worden. Zu den Hintergründen gibt es widersprüchliche Angaben.

Afghanistans Industrieminister Farhang, den der BND ausspioniert hatte, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Nachrichtendienst und die deutschen Medien. Zu einer Reise nach Deutschland habe er gerade "überhaupt keine Lust".
Die Lage in Afghanistan ist nicht stabil. Der Nato-Einsatz ist deshalb richtig, aber auch gefährlich. Doch die Bundesregierung scheut sich, genau das den Deutschen zu erklären.
Die radikalislamischen Taliban haben nach eigenen Angaben am Sonntag einen Anschlag auf eine Militärparade in der afghanischen Hauptstadt Kabul verübt. Der anwesende afghanische Präsident Hamid Karsai überlebte den Angriff offenbar.
Experten sagen: Die USA und die Briten kennen bei der Spionage kein Tabu. Der Bundesnachrichtendienst soll das ganze Ministerium infiltriert haben. Steinmeier bedauert indes den Lauschangriff des BND.
Der afghanische Minister Amin Farhang ist vom BND abgehört worden. Ein Porträt des 68-Jährigen.
Die Polizei beschlagnahmt bei einer Razzia gegen Islamisten reichlich Material. Auch in Berlin wurde ermittelt.

Die Affäre um die Bespitzelung des afghanischen Handels- und Industrieministers und einer Journalistin schlägt weiter hohe Wellen. Das Parlament entzog dem BND sein Vertrauen, doch BND-Chef Uhrlau darf im Amt bleiben. Der ausspionierte Minister hat Angst: "Ich kann morgen auf der Straße erschossen werden".

Offenbar hat der Bundesnachrichtendienst (BND) bei seiner umstrittenen Observation in Afghanistan vor allem den afghanischen Handels- und Industrieminister Amin Farhang im Visier gehabt. BND-Präsident Uhrlau steht weiter unter Druck.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich dafür ausgesprochen, die EU-Polizeimission in Afghanistan deutlich auszuweiten. Die Sicherheitsprobleme sind weiter gravierend. Im Südwesten des Landes wurde am Donnerstag erneut ein verheerender Anschlag verübt.
Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf einen Kontrollposten in der südafghanischen Provinz Kandahar sind mindestens elf Polizisten ums Leben gekommen.

Auf eine Patrouille der Bundeswehr in Afghanistan ist am Mittwochabend ein Selbstmordattentat verübt worden. Der Täter kam dabei ums Leben, die Taliban bekannten sich zu dem Angriff.

Sie haben die Nase voll von Drohungen, Gewalt und Toten. Die Afghanen wollen nur Eines: in Frieden leben. Wie der Süden Afghanistans versucht, in ein normales Leben zurückzufinden.
Afghanistan braucht Sicherheit, damit wieder normales Leben stattfinden kann
Die Nato braucht Unterstützung für ihre Vorhaben: Mit einem internetgestützten Fernsehsender will das Bündnis den Krieg der Bilder - und so die Köpfe der Menschen - gewinnen.
Deutschland wird wegen seines Einsatzes in Afghanistan nicht an den Pranger gestellt werden, denn Gipfeltreffen sind ihrer Natur nach Harmoniedemonstrationen. Der Druck durch die anderen Nationen aber bleibt.
Eine Gruppe von Bundeswehr-Soldaten ist bei einem Einsatz nahe Kundus angegriffen worden. Ihr Leben verdanken sie möglicherweise ihrem gepanzerten Fahrzeug.
Der Ruf der USA nach einem stärkeren Engagement der Bundeswehr in Afghanistan ist unüberhörbar. Deutschland sollte sein Bleiben an Bedingungen knüpfen - wie Kanada.
Deutschlands Afghanistanpolitik ist verlogen. Wenn Deutschland wirklich am Hindukusch verteidigt wird, muss es auch Truppen in den Süden des Landes schicken.
Bei Gefechten in der südafghanischen Unruheprovinz Urusgan sind am Sonntag nach offiziellen Angaben zahlreiche Kämpfer der radikalislamischen Taliban ums Leben gekommen. Bereits am Freitag starben zwei Soldaten der internationalen Schutztruppe.

Wer soll in Afghanistans Kampfgebiete? Vor dem Nato-Gipfel streiten die Länder – auch mit den Deutschen.
Eigentlich wollten die Taliban US-Soldaten töten. Getroffen haben sie hauptsächlich Zivilisten. Es ist bereits der zweite Selbstmordanschlag, der dieses Jahr in Kabul verübt wurde.
Chinesische Zustände: Kurz vor den Olympischen Spielen in Peking legt Berndt Thamm eine besorgniserregende Studie vor.

Nach zehn Wochen Kampfeinsatz in Afghanistan ist der britische Prinz Harry vorzeitig in seine Heimat zurückgekehrt. Der 23-Jährige landete am Samstagmittag in einer Truppen-Transportmaschine auf dem Stützpunkt der britischen Luftwaffe in Brize Norton westlich von London. Sein Vater Prinz Charles sagte, er sei "enorm stolz" und "sehr erleichtert", dass sein jüngster Sohn zurück sei.
US-Präsidentschaftsbewerber der Demokraten verlangt von Europa mehr Einsatz in Afghanistan

Windsor-Sprössling Prinz Harry macht meist durch seine öffentlichen Eskapaden Schlagzeilen. Doch seit Beginn dieses Jahres war der Sohn von Prinz Charles gegen Taliban im Einsatz. Damit ist es nun vorbei.

Der führende Präsidentschaftskandidat der Demokraten fordert von den europäischen Verbündeten deutlich mehr Einsatz am Hindukusch. Dabei benutzt Barack Obama, dem offenbar enorme Spendengelder für seinen Wahlkampf zufließen, deutliche Worte.
Brigadegeneral Dammjacob über Herausforderungen für seine Isaf-Truppe im Norden Afghanistans
In Afghanistan hat es erneut Tote bei einem Selbstmordanschlag gegeben. Das Attentat ereignete sich im umkämpften Süden des Landes. Erst gestern waren dort beim blutigsten Anschlag seit dem Sturz der Taliban mindestens 100 Menschen getötet worden.

In Kandahar hat ein Mann eine Bombe gezündet und sich damit in die Luft gesprengt. Mitten in der Menschenmenge kam es zu einer gewaltigen Explosion. Unter den Opfern ist auch ein Kommandeur, der lange gegen die Taliban gekämpft hatte.
Buddha zerfiel vor Scham
Der Regierungsberater Markus Kaim fordert von Kanzlerin Merkel, Deutschlands Afghanistaneinsatz besser zu erklären. Die Regierung müsse die Ziele und auch die Risiken klar darlegen und nicht so tun, als ob es um eine "Wiederaufbaumission" gehe.

Der Film "Son of a Lion" von Benjamin Gilmour zeigt eine brutale Welt: Blutrache, Waffenfetischismus, rigider Ehrenkodex - keine günstigen Bedingungen für den elfjährigen Niaz, der die Kunst liebt.