Im Verteidigungsministerium wird über die künftigen Kompetenzen des Afghanistan-Einsatzes gebrütet. Spätestens seit der Operation "Harekate Yolo II" im vergangenen Herbst ist klar: Das Bundeswehr-Mandat ist an seine Grenzen gestoßen.
Taliban

Pakistanische Sicherheitskräfte haben in einem Großeinsatz einen der ranghöchsten Talibanführer verwundet und festgenommen - den früheren Taliban-Militärchef Mansur Dadullah. Er hatte anscheinend die Unterstützung seiner Mitkämpfer verloren.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung spricht nur ungern über Gefahren für die deutsche Kampftruppe – und den Druck durch Nato-Verbündete. Mit der Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe will der Minister die Partner besänftigen.

90 Prozent des weltweit hergestellten Opiums stammen immer noch aus Afghanistan. Die Hauptverdiener sind die Taliban im Süden des Landes. Die Polizei will jetzt 50.000 Hektar der Drogenanbauflächen zerstören.
Zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Pakistan hat ein Selbstmordattentäter in der Nähe des Armee-Hauptquartiers in Rawalpindi mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen.
Der CIA ist offenbar ein schwerer Schlag gegen das Terrornetz Al Qaida gelungen. Amerikanische Sicherheitskreise und islamistische Websites berichten übereinstimmend, ein Mitglied des Führungszirkels von Al Qaida, der Libyer Abu Laith al Libi, sei am Montag bei einem Raketenangriff in Pakistangetötet worden.
Ein Selbstmordattentäter hat in Südafghanistan den stellvertretenden Gouverneur der Provinz Helmand und fünf weitere Menschen mit in den Tod gerissen - auch in der Hauptstadt Kabul schlug ein Attentäter zu.
Wer Soldaten nach Afghanistan entsendet, rechnet mit Kampf. Und er rechnet mit Verwundeten und Toten. Diese unangenehme Wahrheit muss jetzt ausgesprochen werden, meint Robert Birnbaum.

Fußball in Afghanistan war lange unmöglich, besonders für Frauen. Die Nationalmannschaft schwankt zwischen Angst und Freiheit.
Afghanistan erlebt einen der schlimmsten Winter aller Zeiten – die Helfer stehen vor enormen Problemen
Der scheidende deutsche Isaf-General zieht eine positive Bilanz seiner Zeit in Afghanistan: Man habe die Taliban in die Defensive gedrängt.
Bei neuen schweren Kämpfen im Nordwesten von Pakistan sind mindestens 90 Extremisten getötet worden. Präsident Pervez Musharraf will dennoch am Sonntag zu einer Europa-Reise aufbrechen.
Mit gestohlenen Waffen und Munition verließen etwa 400 Talibankämpfer das gestern eroberte Armeefort. Bei dem Angriff waren 47 Menschen getötet worden.
Rund 400 Taliban-Kämpfer haben einen wichtigen Stützpunkt des pakistanischen Militärs im Norden des Landes erobert; dabei soll es Dutzende Tote gegeben haben. Die Armee bereitet derzeit eine Offensive vor, um das Fort wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die Bundesregierung plant offenbar die Entsendung von 250 zusätzlichen Soldaten nach Afghanistan, die dort "Jagd auf Terroristen" machen sollen. In Berlin spricht man bereits von einer "neuen Qualität" des Engagements am Hindukusch.

Die Verfilmung des „Drachenläufers“ wird zum Politikum. Denn die Hauptdarsteller, Kinder im Alter von 11 und 14 Jahren, wurden im Dezember in die Arabischen Emirate ausgeflogen. Ein Film, den die Realität einholt.

Extremisten in Afghanistan greifen immer öfter Ausländer an. Wie in dem Luxushotel in Kabul, bei dem acht Menschen ums Leben kamen. Die Taliban kündigt bereits weitere Anschläge auf Nicht-Einheimische an.
Einen Tag nach dem Terroranschlag auf das einzige Fünf-Sterne-Hotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit mindestens sieben Toten haben die Behörden erste Verdächtige festgenommen. Die USA überlegen ihre Truppen vor Ort zu stärken.

In Kabul haben zwei Selbstmordattentäter einen Anschlag auf das schwer gesicherte Serena Hotel verübt. Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Darunter auch ein norwegischer Journalist.

Pakistan kommt nicht zur Ruhe. Mindestens 40 Menschen sind heute infolge von Kämpfen und eines Bombenanschlags getötet worden.

Die Fortschritte, die Afghanistan seit dem Ende der Taliban-Herrschaft gemacht hat, seien groß, sagt Ban Ki Moon. Und sie seien in Gefahr, wenn sich die Weltgemeinschaft am Hindukusch nicht mehr ausreichend einbringt. Ein Gastbeitrag des UN-Generalsekretärs.
In Deutschland konnten Anschläge von militanten Islamisten bislang unterbunden werden. Doch Sicherheitsexperten halten Europa inzwischen für gefährdeter als die USA und rechnen auch weltweit 2008 mit größeren Anschlägen.
Das Schicksal des vor mehr als zwei Wochen in Afghanistan verschleppten Deutschen Harald K. bleibt ungewiss. Bisher hat sich noch niemand zu der Entführung bekannt - was die Behörden gehörig irritiert.
Die Frage, woran Benazir Bhutto starb, ist ungeklärt und dürfte auch im Dunkeln bleiben – denn eine Autopsie gab es nicht

Ginge es nach Recht und Moral, müsste der Westen jetzt eine unabhängige Untersuchung des Attentats an Benazir Bhutto verlangen. Stattdessen werden die USA und die EU ihre Besorgnis ausdrücken - und sich mit dem Militärregime arrangieren. Ist das nicht empörend? Nein, meint Christoph von Marschall
Dass es nicht einfach ist, mit den Taliban an einen Tisch zu kommen, erfuhr SPD-Chef Kurt Beck Anfang des Jahres. Trotzdem gilt: Mit rein militärischen Mitteln wird in Afghanistan kein Frieden zu erreichen sein.
Die Regierung in Kabul hat den Chef der EU-Mission und einen britischen UN-Vertreter wegen angeblicher Kontakte zu den Taliban aus Afghanistan ausgewiesen. Die USA kritisieren die Kontakte zu den "Terroristen des 11.Septembers".
Darf man mit den Taliban verhandeln? Agenten des britischen Geheimdienstes MI6 haben das offenbar getan, obwohl Großbritannien derartige Gesräche bisher offiziell stets ausgeschlossen hat. Die USA sind verärgert. Zwei UN-Mitarbeitern droht wegen eines ähnlichen Vorwurfs die Ausweisung aus Afghanistan.
Paris - Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat den französischen Soldaten, die im Rahmen der Nato in Afghanistan im Einsatz sind, einen Blitzbesuch abgestattet. Von einem Truppenabzug, den er als Präsidentschaftskandidat noch erwogen hat, ist keine Rede mehr.
Die Entführer des Deutschen Harald K. haben sich offenbar in eine unzugängliche Bergregion zurückgezogen. Ermittler fürchten inzwischen einen politischen Hintergrund der Tat - und damit nervenaufreibende Verhandlungen mit den Taliban.
Versteck von Deutschem angeblich geortet
Am vierten Tag nach der Entführung Harald K.s hat die afghanische Polizei vier Männer festgenommen. Hintergrund ist vermutlich eine Familienfehde.
Jedoch fehlt weiter jede Spur von dem Deutschen

Die afghanische Regierung hat im Entführungsfall des Deutschen Harald K. nun erste Tatverdächtige inhaftiert. Der Ex-Verlobte der jetzigen afghanischen Ehefrau von K. soll angeblich der Strippenzieher sein.
Im Westen Afghanistans sind bei einem Angriff radikalislamischer Taliban 15 afghanische Sicherheitskräfte getötet worden. Die Männer arbeiteten für eine US-Firma.

In Afghanistan ist erneut ein Deutscher entführt worden - samt seiner Familie. Der 42-Jährige aus Bayern, der mit einer Afghanin verheiratet ist, wurde in der Provinz Herat aus dem Auto gezerrt und verschleppt.
Wieder wurde ein Deutscher in Afghanistan entführt, wieder ist es ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. Der Mann reiht sich damit ein in die traurige Liste zahlreicher Entführungs-Opfer.
US-Verteidigungsminister Robert Gates kritisiert weiterhin ungerührt die Nato-Partner für ihr Engagement in Afghanistan. Die reagieren pikiert. Heute treffen sich die Vertreter der Staaten, die Truppen im Süden Afghanistans stationiert haben. Gates fordert eine neue Strategie.

Zehn Monate nach dem Einmarsch der Taliban in Musa Kala haben britische und afghanische Truppen die Aufständischen aus ihrer südafghanischen Hochburg vertrieben. Gordon Brown stattet Hamid Karsai unterdessen einen Überraschungsbesuch ab.

Afghanische Truppen sind nach Angaben der Nato in die von den Taliban kontrollierte Stadt Musa Kala im Süden des Landes eingedrungen. "Die Operation zur Befreiung von Musa Kala ist im Gange", so der britische Militärsprecher Richard Eaton.