Lieblingsbuch— Rory Stewart:So weit die Knie tragen. Aus dem Englischen von Giò Waeckerlin Induni, Malik Verlag, 2007, 400 S.
Taliban
Denis Scheck, Literaturredakteur beim Deutschlandfunk, bespricht einmal monatlich die „Spiegel“-Bestsellerliste und wechselt dabei zwischen Belletristik und Sachbüchern – parallel zu seiner ARD-Sendung „Druckfrisch“. Diesmal: Belletristik.
Berlin - Der Anführer des Terrornetzes Al Qaida, Osama bin Laden, hat die Europäer in einer neuen Tonbandbotschaft zum Abzug aus Afghanistan aufgerufen. Der Krieg in Afghanistan sei ungerecht, „die meisten Opfer dort sind Frauen und Kinder“, heißt es auf dem Tonband, das der arabische Nachrichtensender Al Dschasira veröffentlichte.

Die jüngste mutmaßliche Tonband-Botschaft von Osama bin Laden ist offenbar erstmals auch als Video mit deutschen Untertiteln veröffentlicht worden. Experten sehen darin Anzeichen für Anschläge in Europa.
Fahima ist fünf Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf in Afghanistan. Bei einem Raketenanschlag der Taliban verbrannte der Großteil ihrer Haut. Um Opfer wie sie kümmert sich die Berliner Hilfsorganisation „Placet“.
Neuer grausiger Höhepunkt des Afghanistan-Krieges: Radikal-islamische Taliban-Kämpfer haben in der südlichen Provinz Kandahar sieben Polizisten enthauptet.
Zwei Kinder und eine Frau sind bei einem Angriff der Koalitionstruppen in Afghanistan ums Leben gekommen. Insgesamt wurden bei dem Granatbeschuss 18 Menschen getötet. Sie sollen zum Teil der radikalislamischen Taliban angehört haben.
Das Verteidigungsministerium schweigt zu der Bundeswehr-Operation im Westen Afghanistans

Die Bundeswehr in Afghanistan leidet unter gravierenden Versorgungsmängeln. Es fehlt an Ersatzteilen, Ausrüstung und sogar Munition. Das ist nicht nur ärgerlich für die Soldaten, sondern könnte mit der Winteroffensive der Taliban richtig gefährlich werden.
Der Einsatz gegen Taliban wird auch im Westen des Landes geführt. Die festgelegten Grenzen für die Operation wurde mehrfach überschritten. Das Kabinett verlängerte unterdessen den Antiterroreinsatz "Operation Enduring Freedom" der Bundeswehr.
Meryl Streep, die Journalistin, liefert sich einen Schlagabtausch mit Tom Cruise, dem Senator. Jedes Argument für eine neue Militärstrategie in Afghanistan zerlegt sie im Nu.
Der kanadische Verteidigungsminister Peter MacKay ist bei einem Truppenbesuch in Afghanistan einem Angriff der Taliban nur knapp entgangen. Vier Soldaten wurden leicht verletzt, als mehrere Raketen auf dem Militärstützpunkt Wilson einschlugen.
Denis Scheck, Literaturredakteur beim Deutschlandfunk, bespricht einmal monatlich die „Spiegel“-Bestsellerliste, abwechselnd Belletristik und Sachbuch – parallel zu seiner ARD-Sendung „Druckfrisch“.
Regierungsmitarbeiter sehen „keine Strategie“ beim Antidrogenkampf, aber Fortschritt beim Polizeiaufbau
Berlin - Mit wachsender Sorge beobachten in- und ausländische Sicherheitsexperten den Zerfall staatlicher Autorität in mehreren Ländern Asien, Afrikas und Lateinamerikas sowie in Teilen des Balkans. Mehr als zwei Milliarden Menschen und damit ein Drittel der Weltbevölkerung lebten „in Räumen begrenzter Staatlichkeit“, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, am Donnerstag bei einem Symposium seiner Behörde in Berlin.
Bei Gefechten in der südafghanischen Provinz Urusgan sind nach offiziellen Angaben mehr als 50 Taliban-Kämpfer getötet worden. In Helmand gab es einen Selbstmordanschlag.

Geliebtes, dunkles Land: Olaf Ihlaus und Susanne Koelbls einzigartiges Buch über Afghanistan. Die beiden Autoren offenbaren einen intimen Blick in das unbekannte Land. Ihr Buch regt zum Nachdenken an.
Robert Redfords Afghanistan-Film „Von Löwen und Lämmern“ – und eine Diskussion mit Joschka Fischer in Berlin
Islamisten haben im Nordwesten Pakistans Selbstjustiz geübt und sechs mutmaßliche Verbrecher öffentlich geköpft sowie drei weitere ausgepeitscht. Die Polizei konnte nicht eingreifen, weil die Taliban-nahe Gruppe sehr groß und zudem stark bewaffnet war.
Rudolf B. kam offenbar frei, weil die örtlichen Behörden die Entführer unter Druck setzen konnten. Man hatte es nicht mit Hardcore-Taliban zu tun, wie in manchen Medienberichten gemutmaßt wurde, sondern mit Kriminellen mit religiösem Anstrich.
Die bisherigen Auslandseinsätze sind strategische Desaster Von Michael Wolffsohn
Das Opiumproblem in Afghanistan lässt sich nur mit Geld lösen. Der Antidrogenkampf der USA hat die Situation verschärft. Auf Druck der Schutzmacht ließ Kabul zahlreiche Mohnfelder umpflügen und die Ernten vernichten – und zerstörte damit die Existenzgrundlage vieler Bauern.
Berlin - Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan sind nach Meinung des Bundeswehr-Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan mit militärischer Gewalt nicht zu bezwingen. In einer offenen Fraktionssitzung der SPD zum Thema Afghanistan sagte der höchste Offizier der Bundeswehr nach Angaben von Teilnehmern am Dienstag, das Problem der Taliban könne rein militärisch nicht gelöst werden.
Wer ein heikles Amt aufgibt, provoziert in der Regel Spekulationen über den tieferen Grund der Entscheidung. So geht es nun dem UN-Sonderbeauftragten für Afghanistan, Tom Koenigs.
Rory Stewart hat Afghanistan zu Fuß durchquert. Seine Erzählung steht in der Tradition der großen britischen Reiseliteratur.
Wenige Tage vor der Bundestagsabstimmung zum Afghanistan-Einsatz am Freitag zeichnet sich eine breite Mehrheit für eine Verlängerung des Bundeswehrmandats ab. Die Grünen hingegen wollen sich ihrer Stimme enthalten, die Linke fordert gar den Abzug der deutschen Truppen.
Berlin - Mehrere deutsche in Afghanistan aktive Hilfsorganisationen fordern künftig eine strikte Trennung von militärischem und zivilem Engagement und damit eine Abkehr von der bisherigen Wiederaufbaustrategie in dem Land. Jürgen Lieser, Vorstandsmitglied vom Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen, Venro, erläuterte am Dienstag in Berlin die Ablehnung der Hilfsorganisationen des Systems der sogenannten Provincial Reconstruction Teams (PRTs) und forderte „keine humanitäre und zivile Wiederaufbauhilfe mehr durch das Militär“.
In Pakistan sind die Weichen für einen Rücktritt des Präsidenten Pervez Musharraf vom Amt des Armeechefs gestellt worden. Beim Absturz eines Begleithubschraubers Musharrafs, der auf dem Weg nach Kaschmir war, starben vier Soldaten.
Kabul/Berlin - Innerhalb einer Woche hat in Afghanistans Hauptstadt zum dritten Mal ein Selbstmordattentäter einen Anschlag verübt. Dabei ist nach Medienberichten ein Soldat der Koalitionstruppen getötet worden, außerdem starben mindestens fünf Afghanen.
Bei einem Selbstmordanschlag auf einen US-Militärkonvoi in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind ein Soldat und mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.
Die Beteiligung der Taliban an der Macht bleibt ein Risiko.
Die Entführung von vier Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Zentralafghanistan ist unblutig zu Ende gegangen. Die Geiselnahme sei ein Missverständnis gewesen, hieß es seitens der Taliban.

Hamid Karsai wurde gewählt, um sein Land in die Moderne zu führen. Er war der Liebling des Westens, doch die Afghanen haben sich von ihm abgewandt.

Der mühsame Weg zu Normalität und Stabilität: Grünen-Chef Reinhard Bütikofer will die Eigenverantwortung der Afghanen stärken und sie mit der Nato verbünden.

Malalai Joya kämpft für ein demokratisches Afghanistan – und fordert dafür den Abzug aller Truppen. Sie will, dass sich ihr Land selbst befreien kann.

Trotz massiver Gegenmaßnahmen wächst die Anbaufläche des Opiumrohstoffs Schlafmohn in Afghanistan weiter. Die internationale Gemeinschaft müsste den Bauern alternative Anbaupflanzen nahebringen - samt einer Infrastruktur.
Afghanische Politiker bitten ihre deutschen Kollegen, die Bundeswehr im Land zu lassen.
Grünen-Vordenkerin Antje Vollmer im Gespräch mit dem Tagesspiegel über Afghanistan, den Grünen-Parteitag und ideologischen Alkoholismus.

Neutralität ist Vergangenheit: Die Rolle der Journalisten in Zeiten des Terrors hat sich gewandelt. Sie laufen Gefahr durch die zunehmende Medialisierung des Terrors für Propaganda instrumentalisiert zu werden.
Seoul hat für die Freilassung südkoreanischer Geiseln direkt mit den Taliban verhandelt. Diese haben jetzt der afghanischen Regierung ein offizielles Gesprächsangebot gemacht. Wie soll man mit dem Angebot verfahren?