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Thema

Taliban

Osama

Osama bin Laden ist der meistgesuchte Mann der Welt. Wie mächtig ist der Al-Qaida-Chef noch und warum ist es bislang nicht gelungen, ihn zu fassen?

Von
  • Ruth Ciesinger
  • Frank Jansen

Militärische Absicherung und ziviler Aufbau in Afghanistan gehören zusammen. Wer das nicht weiter versuchen will, riskiert, dass das Land erneut in Taliban- und Al-Qaida-Hand fällt.

Von Malte Lehming

Fassen wir zusammen: SPD-Fraktionschef Peter Struck möchte, dass die Kanzlerin den Deutschen, vor allem aber der SPD, erklärt, warum der Afghanistaneinsatz ganz doll wichtig ist. Verteidigungsminister Franz Josef Jung trägt sich derweil mit dem Gedanken, die Beteiligung Deutschlands am Antiterroreinsatz „Enduring Freedom“ zu reduzieren, damit es den Skeptikern bei der SPD — und in seiner eigenen Partei – leichter fällt, einer Verlängerung des Afghanistan-Engagements zuzustimmen.

Nach sechs Wochen in Geiselhaft lassen die Taliban die Südkoreaner endlich frei. Doch zu welchem Preis? Westliche Geheimdienste sehen in den direkten Verhandlungen zwischen der südkoreanischen Regierung mit den Taliban einen "Durchbruch der Terroristen auf der internationalen Bühne".

Berlin - Die Sicherheitslage im Einsatzgebiet der Bundeswehr in Afghanistan hat sich nach Einschätzung des SPD-Wehrexperten Rainer Arnold entgegen einem verbreiteten Eindruck nicht verschlechtert. „Die Sicherheitslage hat sich im Norden nicht geändert“, sagte Arnold dem Tagesspiegel nach der Rückkehr von einer fünftägigen Reise in die Region.

Von Robert Birnbaum

DER FREUNDZalmay KhalilzadNach dem Sturz der Taliban wurde der gebürtige Afghane Khalilzad erst zum Sondergesandten der US-Regierung für Afghanistan, später dann US-Botschafter in Kabul. Sein Einfluss auf Hamid Karsai war sehr groß.

„Bundesregierung will gemäßigte Taliban einbinden“ vom 14. August Es ist schon beeindruckend, mit welchen Kunstgriffen unsere Politiker fehlendes Rückgrat und ihre Bereitschaft zum einknicken gegenüber islamistischen Terroristen zu bemänteln versuchen.

Rund vier Wochen nach der Entführung des Bauingenieurs Rudolf B. gibt es wieder ein Hoffnungszeichen. Der Kontakt zu der Geisel sei wieder hergestellt, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Beobachter bremsen die Erwartungen.

Frankfurt am Main - Außenpolitiker der Union haben Regierungssprecher Thomas Steg kritisiert, der „moderate, vernünftige“ Taliban in den afghanischen Versöhnungsprozess einbeziehen will. „Außer dem stellvertretenden Regierungssprecher und dem SPD-Chef kenne ich niemanden, der je einen ,vernünftigen Taliban‘ getroffen hätte“, sagte Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) der „Frankfurter Rundschau“.

Afghanistan braucht beides: einen robusten Militäreinsatz gegen die Taliban genauso wie den zivilen Wiederaufbau. Mit Gulaschkanonen und runden Tischen allein werden die Probleme zumindest nicht aus dem Weg zu schaffen sein. Die Debatte offenbart indes wieder einmal mehr über deutsche Befindlichkeiten als über die Wirklichkeit in Afghanistan.

Von Clemens Wergin

Pakistans Alleinherrscher braucht die Extremisten, um den Westen das Fürchten zu lehren. Der sollte dennoch auf Demokratie setzen

Von Ruth Ciesinger
Afghan

Stammesfürsten in Afghanistan wollen ein Ende der Gewalt – vom Westen sehen sie sich falsch verstanden. Aus den USA wird unterdessen Kritik an der afghanischen Führung und dem Umgang mit den entführten Südkoreanern laut.

Von Elke Windisch
Treffen der Stammesführer

Hunderte Stammesführer sind in Afghanistans Hauptstadt gereist, um mit Präsident Karsai über die angespannte Lage im Land zu beraten. Doch der wichtigste Teilnehmer hat abgesagt: Pakistans Präsident Musharraf versucht Zuhause, sein Regime zu retten.

Sükoeranerinnen

Es ist ein kalkuliertes Angebot: Die Taliban möchten entführte Südkoreanerinnen gegen inhaftierte Taliban-Frauen austauschen. Doch Zugeständnisse wird es nicht geben. Afghanistans Präsident Karsai kündigt stattdessen ein Treffen mit 700 Stammesführern an.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier galt stets als perfekt. Doch in den vergangenen zwei Wochen hat er sich gleich dreimal im Ton vergriffen. Plötzlich zeigt Dr. Makellos Unsicherheiten und macht Fehler.

Von Malte Lehming

Im Kampf um die Freilassung der 21 südkoreanischen Geiseln erwägt die Regierung in Seoul ein Treffen mit den radikal-islamischen Taliban. Ein Gespräch zwischen den Rebellen und dem südkoreanischen Botschafter in Afghanistan, Kang Sung Zu, könnte im Verlauf des Tages stattfinden.

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