Berlin - Im Drama um die Entführung von Bundesbürgern in Afghanistan warnen Sicherheitskreise vor den Versuchen der Taliban, westliche Medien zu manipulieren. Trotz anderslautender Meldungen der Rebellen lasse sich „definitiv ausschließen“, dass die Taliban nach Ablehnung eines angeblichen Ultimatums an die Bundesregierung eine Geisel hingerichtet hatten, betonten die Experten.
Taliban
Die Bundesregierung knüpft eine Ausweitung des Afghanistaneinsatzes an Bedingungen
In Afghanistan bangt noch eine deutsche Geisel um ihr Leben. Wie soll die Bundesregierung am besten auf Geiselnahmen reagieren? Zahlen oder nicht zahlen?
Versinkt Afghanistan bald im Chaos? Die Europäer jedenfalls begehen zwei Fehler: Sie denken zu westlich und wollen zu viel.
Zur Berichterstattung über Afghanistan Sicherlich erscheint ein Rückzug unserer Helfer und Soldaten aus Afghanistan im Hinblick auf unsere Verpflichtung in der Allianz als kaum denkbar, allerdings brauchen wir eine klare Konzeption der weiteren Politik in der Sache. Wenn es wahr ist, dass die Stammesfürsten und die Taliban sich gemeinsam an den Mohnfeldern, zu denen Rekordernten gemeldet werden, beteiligen, um damit ihre Interessen zu finanzieren und wenn so unsere Helfer und Soldaten die bestehenden Strukturen weiterhin durch Ihre Anwesenheit stützen, wäre jeder Verbleib zum Schaden für die Region, für die europäische und die amerikanische Politik und für uns selbst.

Das Terrornetz wird engmaschiger und fächert sich gleichzeitig immer weiter auf. Wie Al Qaida sich weltweit dezentral neu organisiert.

Die Taliban wollen nach Expertenmeinung durch Fehlinformationen Einfluss auf den Westen nehmen. Beim Auswärtigen Amt spricht man gar von einem „Medienkrieg“.
In Italien wachsen die Zweifel an der US-geführten Antiterrormission Enduring Freedom (OEF) in Afghanistan.
Für die Freiheit der bulgarischen Krankenschwestern ist viel Geld nach Libyen geflossen. Doch nicht nur das: Zwischen Brüssel, Paris und Berlin entbrannte gar ein peinlicher Streit, wer sich am engsten an Gaddafi ankuscheln darf. Was, wenn das Beispiel Schule macht?
Der deutsche UN-Sonderbeauftragte Koenigs teilt den deutschen Pessimismus zu Afghanistan nicht.

Der frühere König Afghanistans, Muhammed Sahir Schah, ist tot. Seit seiner Rückkehr aus dem Exil lebte er zurückgezogen in Kabul.
Ein Ende des Terrors ist in beiden Ländern nicht abzusehen, aber Pakistan ist nicht Afghanistan.

Ermittler haben inzwischen die Leiche des in Afghanistan ums Leben gekommenen Deutschen untersucht. Eine erste Obduktion ergab, dass dem Ingenieur offenbar mehrfach in die Brust geschossen wurde.
Nach dem Tod einer deutschen Geisel in Afghanistan bemüht sich das Auswärtige Amt intensiv um die Freilassung des zweiten Entführten.
In Afghanistan werden längst auch Zivilisten Opfer von Entführungen – die lokale Polizei ist machtlos
Die internationale Gemeinschaft ist mit der Mission Afghanistan gescheitert – gnadenlos.

SPD-Fraktionschef Peter Struck über Grenzen der Terrorabwehr, die Linke und Tom Cruise als Schröder.

Beim Sturm auf die Rote Moschee in Pakistan wurde der Anführer der Extremisten und Vizeleiter der Moschee erschossen. Wer war Abdul Rashid Ghazi?
Beim Sturm auf die Rote Moschee in Pakistan wurde deren Vizeleiter erschossen – er wollte als Märtyrer sterben
Hinter dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan stehen immer mehr Fragezeichen. Die Zweifel wachsen, ob sich die ursprünglichen Ziele des Westens noch umsetzen lassen.
In Afghanistan gehen die Kämpfe zwischen den radikal-islamischen Taliban und dem Militär unvermindert weiter. Seit Freitag sollen über 100 Taliban ums Leben gekommen sein.
Die am Donnerstag zu Ende gegangene Entführung eines Deutschen in Afghanistan bleibt ein Rätsel.
Nach der Freilassung des deutschen Staatsbürgers in Afghanistan bleiben viele Fragen offen. Die Geiselnahme ist untypisch verlaufen. Auch der Übersetzer des Mannes ist frei. Beide sind in der Obhut der internationalen Schutztruppe Isaf.
Die Entführer des in Afghanistan entführten Deutschen haben sich offenbar an Stammesälteste im Bezirk Bakwa gewandt. Sie sollen 40.000 Dollar Lösegeld fordern.
Im Fall des in Afghanistan entführten Deutschen sind in diesen Stunden Verhandlungen mit den Geiselnehmern geplant. Bei dem Gespräch in der südwestafghanischen Provinz Farah sollen Bewohner eines Dorfes vermitteln.
Pakistans Militär will radikale Koranschule stürmen

In Afghanistan und im Irak ist die Zahl der Entführungen in den vergangenen Jahren extrem angestiegen.
Nach Ablauf einer Frist zur Abgabe ihrer Waffen haben sich in Islamabad mehr als 700 Koranschülerinnen und Koranschüler ergeben. Ein harter Kern von rund 200 Islamisten verschanzt sich jedoch weiterhin mit weiteren Schülern in der Roten Moschee.
SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose über den Afghanistaneinsatz und die Vorbehalte seiner Partei.

Der SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose spricht mit dem Tagesspiegel über den Afghanistaneinsatz, die Gefahr einer Irakisierung und die Vorbehalte seiner Partei gegen mehr Soldaten am Hindukusch.

Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage der Linksfraktion gegen den Tornado-Einsatz in Afghanistan abgewiesen. Durch die Entsendung der Aufklärungsflugzeuge würden keine Rechte des Bundestags verletzt, hieß es.
Das Vorgehen der internationalen Truppe in Afghanistan steht in der Kritik. Bei Luftangriffen werden immer wieder Zivilisten getötet.
Ausländische Streitkräfte haben in Afghanistan bei Luftangriffen offenbar fast 70 Zivilisten getötet. Die Nato beantragte daneben bei der Bundesregierung eine Verlängerung des Tornado-Einsatzes der Bundeswehr.
Washington/Berlin - Die Union hat die SPD eindringlich gewarnt, das deutsche Mandat für die Antiterroroperation „Enduring Freedom“ (OEF) infrage zu stellen. „Ein teilweiser Ausstieg aus diesem Mandat wäre kurzsichtig“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU, Bernd Siebert (CDU), dem Tagesspiegel.

Bayerns Innenminister Günther Beckstein warnte im Bezug auf die Terrorwarnung des Bundesinnenministeriums vor Panikmache. Europol hingegen nennt Lage aber „ernster denn je“
Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums verstärkt ins Zielspektrum terroristischer Aktivitäten geraten. Wie konkret ist die Gefahr wirklich?
Filmfestival Kabul: Wie afghanische Regisseure vom Alltag in ihrem geschundenen Land erzählen.
Propaganda-Offensive der Taliban in Deutschland: Ein Video zeigt 300 Kämpfer in einem Trainingscamp, die Selbstmordanschläge in Europa und den USA durchführen sollen.

Ein deutscher Trainer versucht in Kabul, den afghanischen Fußball aufzubauen – ein gefährlicher Job.

Der Selbstmordanschlag in Kabul ist auch ein Angriff auf die europäische Polizeimission in Afghanistan.