Von Günther Anders, dem 1992 verstorbenen und zu Unrecht vergessenen Philosophen, stammt der Satz: "In keinem anderen Sinne, als Napoleon es vor 150 Jahren von Politik, und Marx es vor 100 Jahren von der Wirtschaft behauptet hatte, ist die Technik heute unser Schicksal." Was für Anders und etliche seiner Zeitgenossen noch Grund zu höchster Besorgnis gewesen war, stößt mittlerweile auf unaufgeregte Zustimmung: Selbstverständlich ist die Technik unser Schicksal - was immer wir von der Gegenwart und nahen Zukunft erwarten, ist nicht nur an technische Innovationen gebunden, diese erscheinen uns mittlerweile als einziger und verlässlicher Garant zur Einlösung des aufklärerischen Projekts einer Verbesserung des Menschengeschlechts.
Science-Fiction
Wir werden immer älter. Aber wo liegt die Grenze?
Auf diese Idee muss man erstmal kommen! Der 30-jährige DFFB-Absolvent Hannes Stöhr hat im heutigen Berlin einen Science-Fiction-Film gedreht, ohne die Wirklichkeit auch nur im Geringsten zu verändern.
Für die NASA war es der beste Tag seit Jahren. In einem Manöver wie aus einem Science-Fiction-Film landete erstmals in der Geschichte der Raumfahrt eine Sonde auf einem Asteroiden knapp 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Der US-Schauspieler John Travolta ist als Kandidat für die "Goldene Himbeere" für den schlechtesten Hollywood-Schauspieler nominiert worden. Der Science-Fiction-Film "Battlefield Earth" mit Travolta in der Hauptrolle wurde nach Angaben der Organisatoren der Verleihung in acht Kategorien für den so genannten Gegen-Oscar vorgeschlagen.
Der Mensch mit ausgestreckten Armen und Beinen ließ sich einst in ein Quadrat und einen Kreis einpassen. Seine Maße schienen dem römischen Baumeister Vitruv so perfekt wie geometrische Figuren.
Jede Reise in die Welt ist auch eine Reise ins Ich. Selbst die äußere Ausschweifung, die Sehnsucht, den Grenzen der eigenen Haut, Kultur oder Geographie zu entkommen, birgt die Hoffnung, irgendwo die eigene Existenz zu befestigen, abzubilden.
Ein Science-Fiction-Klassiker. Ein Höhepunkt des Weimarer Kinos.
Die Premiere von "Metropolis" fand am am 10. Januar 1927 im Berliner Zoo-Palast statt.
Die Volksbühne setzt ihre Versuchsreihe zur genoptimierten Zukunft des Menschengeschlechts fort. Was mit Castorfs Adaption von Houellebecqs Roman "Elementarteilchen" als Ausflug in den Swingerclub begann, wird in Johann Kresniks neuer Inszenierung mit einer Abenteuersafari durch die jüngsten Skandalthemen fortgesetzt: BSE!
Der Chef der Tele München Gruppe, Herbert Kloiber, plant nach Informationen des Magazins "Focus" eine Konkurrenz zu Leo Kirchs Bezahlfernsehen Premiere World. Kloiber habe bei der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien eine Lizenz für einen digitalen Pay-TV-Kanal mit Action-, Abenteuer- und Science-Fiction-Filmen beantragt.
Die Wände sind rot und auch das Polster, in das die Gäste gerade eingesunken sind, ist rot. Aber Alarmstufe Rot muss hier niemand ausrufen.
2000 - das war die Zukunft. Eine strenge, glatte, griffige Zahl - und, seien wir ehrlich, ziemlich marktschreierisch.
Wer jemals das großartige Video zu Aphex Twins Elektro-Hit "Come to Daddy" gesehen hat, hält kommerzielle Clips für Kunst. Der von Starregisseur Chris Cunningham inszenierte Albtraum ist von solcher Intensität, dass Video- und Kurzfilmkunst aus dem High Art-Bereich dagegen verblassen.
Vielleicht ist es mit Filmen nicht anders als mit früheren Geliebten. Wenn man sich zehn, fünfzehn Jahre später über den Weg läuft, gibt es zwei Möglichkeiten.
Warum Politik auf den ersten Blick zäh wirkt? Vielleicht kann man es so beschreiben: Wer irgendwann in seiner Jugend anfängt, sich für Politik zu interessieren, Zeitungen liest, die Tagesschau sieht und beim Abendessen mit den Eltern streitet, fühlt sich wie ein Zuschauer, der zu spät bei einer Fernsehserie eingestiegen ist.
Als im Sommer dieses Jahres von Bestrebungen britischer Politiker berichtet wurde, das so genannte "therapeutische Klonen" gesetzlich zu ermöglichen, hielten sich ihre deutschen Berufskollegen mit Stellungnahmen noch zurück. Aber die Entscheidung des britischen Unterhauses vom Dienstagabend, den Weg zum therapeutischen Klonen und zur Gewinnung von Stammzellen im Zeitraum bis zu 14 Tagen danach zu ebnen, hat jetzt auch die deutschen Politiker aufgeschreckt.
So viele Geschenke bleiben unentdeckt. Wir haben sie trotzdem gefunden.
1818 schrieb die Engländerin Mary Shelley ihren Schauerroman "Frankenstein". Für die Gegner des therapeutischen Klonens hat sich die Horrorvision jetzt in Großbritannien erfüllt: "Das Parlament will die künstliche Schaffung eines menschlichen Wesens erlauben," verurteilte der Vorsitzende der Gesellschaft zum Schutz des ungeborenen Lebens, Jack Scarisbrick, die Entscheidung des Londoner Unterhauses, das Klonen von Embryos für therapeutische Zwecke zu erlauben.
Dieses Wort hört sich für mich irgendwie unwirklich an, als ob es noch in weiter Ferne liege oder aus einem Science-Fiction-Film stammen würde. Ich habe immer gedacht, dass das die Zukunft ist.
Der Alltag ist absurd genug. Man muss nicht im Weltall schweben, um Erzählstoff zu finden.
Arnold Schwarzenegger hat sich durch selbstlose Körperdeformation in die erste Liga der Hollywoodstars gestemmt. Seitdem fordert sein gebildeter Body die Drehbuchautoren zu immer neuen Experimenten heraus.
Maximilian Schell, gebürtiger Wiener, aufgewachsen in der Schweiz, stand schon mit 11 Jahren in Zürich auf der Bühne. Nach dem Studium begann er seine Karierre am Stadttheater Basel.
Edelgard Bulmahn (SPD) ist seit 1998 Bundesbildungs- und forschungsministerin im Kabinett Schröder. In der Opposition war sie bereits Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses, dann bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.
Jennifer Lopez hat ein Problem: In ihrem neuesten Film "The Cell" wird sie in das krude Gehirn eines Killers geschleust. Sie erlebt einen Horrortrip durch dessen Schlächterphantasien, ein wahrer Albtraum für die Schöne und ihre Fans.
Allein mit der Kraft der Gedanken einen Roboter steuern: Was nach Telekinese klingt und bisher nur in Science-Fiction-Filmen möglich war, ist nun amerikanischen Forschern gelungen. Die Wissenschaftler unter Leitung von Johan Wessberg von der Duke-Universität in Durham (US-Bundesstaat North Carolina) nutzten Nervensignale aus dem Gehirn von Affen, um einen Roboterarm zu bewegen.
Stefan von Holtzbrinck, Geschäftsführer des Wissenschaftsmagazins "Nature", konnte gleich zu Beginn des Abends mit einer Überraschung aufwarten. Am 1.
Mit dem Begriff "Heimat" und "Heimatfilm" tut man sich in Deutschland schwer. Andernorts hat man damit weniger Probleme.
Der wechselseitige Einfluss von Wissenschaft und Fiktion ist Thema einer Diskussionsveranstaltung, die am 2. November den Höhepunkt des Erstsemestertages der Technischen Universität Berlin bildet.
Die Frage wird derzeit immer wieder gestellt, doch niemand kann sie vernünftig beantworten: War die Expo 2000 in Hannover denn nun ein Erfolg? Einiges spricht dafür.
Wenn Tom Kummer aus dem Fenster seines Appartements schaut, dann sieht er eine "geometrische Unendlichkeit aus parallel verlaufenden und rechtwinklig sich kreuzenden Straßenzügen", und "die Suchscheinwerfer der Polizeihubschrauber kreisen lautlos über den Häuserblocks". Er sieht es, aber er glaubt es nicht.
Wer sich wie die Berliner Schaubühne zum Auftakt einer Gesprächsreihe Jean Baudrillard einlädt, beweist ein Urvertrauen in die Macht der Debatte. Denn der französische Philosoph, der mit den Begriffen Simulation und Virtualität in den 80er Jahren bekannt wurde, ist ein Partisane des Sinns.
Glückliche Royal Academy! Keinen Pfennig erhält sie von der öffentlichen Hand und meldet trotzdem stolze Gewinne.
Tarkowskis "Stalker" aus dem Jahre 1979, sieben Jahre vor dem Unglück von Tschernobyl als düstere Gralssuche nach dem Sinn des Lebens gedreht, ist ein Traum. Mit Bildern, schwarzweiß oder blaustichig, von zerstörter Industrie in geheimnisvoller Landschaft, - und von Menschen, die sich durch die labyrinthischen Irrgärten dieser Landschaft als nachdenkliche Sinnsucher bewegen.
Wie klingt eine Welt, in der Schmetterlinge so groß wie Taschentücher sind, Spinnen so groß wie Mäuse und Fliegen so groß wie Vögel? Wahrscheinlich gibt es im amazonischen Regenwald auch noch unentdeckte Flussarme, Pflanzen, ja sogar Menschen.
Es klingt wie Science Fiction, und dennoch ist die Bedrohung ganz real: Die Erde läuft Gefahr, von Asteroiden und Meteoriten getroffen zu werden. Zur Prüfung der Risiken hatte die britische Regierung eine Kommission eingesetzt, die am Montag ihren Bericht vorlegte.
Irgendwann in ferner Zukunft rast ein einsames Frachtraumschiff durch fremde Galaxien und wird nach schwerer Beschädigung durch umherfliegende Meteoritentrümmer zur Notlandung auf einem entlegenen Planeten gezwungen. Bereits die ersten Einstellungen des Films machen die B-Picture-Atmosphäre deutlich: Gab sich Altmeister Brian De Palma in "Mission to Mars" kürzlich noch große Mühe mit kunstvoll choreographierten Einstellungen, die dem Kinobesucher zumindest einen kleinen Eindruck von der Schwerelosigkeit im All vermitteln sollten, so scheint die Besatzung dieses Raumschiffes der gleichen Schwerkraft zu unterliegen wie auf der Erde.
Seit den Science-Fiction-Filmklassikern scheint kein Weg mehr an dieser Zukunft vorbeizuführen: Über das Wohl der Menschen wacht eine Weltregierung. Und ein Weltparlament.
Matthias Hickls Wilmersdorfer Altbauwohnung sieht aus wie eine Galerie. Im großen Mittelraum mit den minnesängerartigen Stuckbemalungen verteilen sich die Arbeiten Hickls zum fantasievollen Arrangement.
Als er zwölf Jahre alt und ein Wanderzirkus in der Stadt war, wurde Ray Bradbury von Mr. Electrico, dem Karnevalsimpresario, hinter die Kulissen geführt.