Ereignisse wie die von New York und Washington zwingen uns dazu, inne zu halten. Aber sie verleiten auch angesichts des Ausmaßes des Schreckens zur Überinterpretation.
Science-Fiction
King Kong. Independence Day.
"An Wunder glaube ich nicht", sagt Stanislaw Lem. Aber an die Magie der Worte.
In einer der berühmtesten Sequenzen der Filmgeschichte hat Stanley Kubrick Jahrmillionen der menschlichen Evolution in einem einzigen Schnitt zusammengefasst. Triumphierend schleudert ein Urzeitaffe den Knochen, mit dem er einem Rivalen den Schädel eingeschlagen hat, in die Luft, der Knochen dreht sich, wird immer langsamer und verwandelt sich in ein majestätisch schwebendes Raumschiff.
Wie eine im Computerdrucker zerquetschte Stubenfliege aus Mr. Buttle den gesuchten Terrorist Tuttle macht und der brave Spießbürger von einer Terrorbekämpfungseinheit einkassiert wird, ist nur der Auftakt zu Terry Gilliams ebenso schriller wie brillanter Science-Fiction-Satire "Brazil" von 1984 (!
Der britische Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Sir Fred Hoyle, der den Begriff "Urknall" prägte, ist im Alter von 86 Jahren in Bournemouth gestorben. Durch Radiosendungen wurde er in den 50er Jahren zum bekanntesten Astronomen Großbritanniens.
"Hallo-Hallo. Hier spricht Tornado X-13.
Horrorfilme gehen uns an die Nieren. Weil ihre Helden oft ganz normale Menschen sind, die durch irgendein Ereignis in eine außergewöhnliche Situation geraten.
Manche Besucher des Britischen Museums in London schwören noch heute, beim Betrachten des Ausstellungsstückes 22542 ein Gefühl der Beklemmung zu spüren. Lange rieten die Museumswärter, nicht zu lange vor dem Mumiensarg in Vitrine 35 stehen zu bleiben.
Mit Mamah Borthwick Cheney, seiner Geliebten, kam Frank Lloyd Wright 1909 nach Berlin, um über eine Werkmonographie zu verhandeln. Seine Frau und sechs Kinder hatte er im selbst entworfenen Haus in Oak Park, Illinois, zurückgelassen.
Wummern. Beinahe subsonisches Wummern, dass die Beschallungsanlage an ihre Grenzen treibt.
Andreas Barner ist Forschungsvorstand im Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Herr Barner, die Stammzellforschung verspricht für die Zukunft revolutionäre Heilungsmöglichkeiten.
Eine Revue der besonderen Art verbindet englische Barockmusik mit einem lokalpatriotischen Science-Fiction-Plot: Begünstigt von klimatischen Veränderungen bricht die Köpenicker Altstadtinsel die Brücken zum Festland ab und bittet die englische Krone um Aufnahme als Kanalinsel. In "Reif für die Insel mit Henry Purcell" bemühen sich die Ex-Berliner, echt britische Landlebensart zu beweisen.
Es ist nicht einfach, die Leberzüchter zu finden. Der Weg führt vorbei an einem Motorradreifenhändler, einem strengen Pförtner, einer Tischlerei und dann quer durch eine weiträumige Halle mit kleinen Privatflugzeugen und einem Rettungshubschrauber.
Herbert Kroemer (72) erhielt im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Physik. Seine Forschungen waren grundlegend für die Entwicklung von Lasern in CD-Playern oder die Kommunikation über Glasfasern.
Wer je "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams verschlang, der wird auch Stefano Benni lieben. Seine Romane sind in Italien Bestseller.
Die Zelle ist eine winzige Fabrik. Moleküle laufen darin über Schienen und transportieren Lasten von einem Ort zum anderen.
Es war nicht vorauszusehen, dass man in dieser Nacht in Barcelona auf dem Musikfestival Sonar an Angela Merkel und Ray Kurzweil denken würde. Die Parteivorsitzende der CDU hat ein Faible für das Thema Künstliche Intelligenz, für die Frage, was es bedeutet, wenn die Grenze zwischen Mensch und Maschine zu verwischen beginnt.
Hattest du schon mal einen Traum, Neo, der dir vollkommen real schien? Was wäre, wenn du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst?
"Besondere Kennzeichen: Malerei" hieß eine Gruppenausstellung, die in München und zu Jahresbeginn in der Wiener Kunsthalle Exnergasse präsentiert wurde. Es sollte gezeigt werden, welche Veränderungen die Erfahrung neuer medialer Bildformen für die malerische Praxis zur Folge hat.
Das Maß aller Dinge im Fernsehen, soweit die Quote nicht der einzige Anspruch der Macher ist, bleiben Produktionen aus Großbritannien und den USA. Jedenfalls nach Ansicht der Jury, die aus knapp 1000 eingereichten Programmen wieder die 20 besten Spielfilme, Serien und Dokumentationen für die Cologne Conference vom 22.
Was steht bei Kindern hoch im Kurs, wenn man sie nach ihrem Berufswunsch fragt? "Eisverkäufer oder Astronaut", schallt es einem dann naiv entgegen.
Höher, schneller, weiter - nein, kürzer! Forscher erzeugen mit Lasern immer kürzere Lichtblitze.
Mit "Brazil" hatte Terry Gilliam das Genre der intelligent-verschachtelten, postapokalyptischen Science-Fiction-Komödie neu erfunden. "12 Monkeys" setzte 1995 noch einen drauf: Die Geschichte um einen unwilligen Zeitreisenden aus einer biologisch verseuchten Zukunft, der in verschiedene Vergangenheiten geschickt wird, um seine katastrophale Gegenwart zu verhindern, ist nicht nur aus den üblichen Zeitparadox-Gründen zu aberwitzig, um nacherzählt zu werden.
Zum Glück gibt es Mütter, die nichts wegwerfen können. Weder die schönen Kinderkleidchen (für mögliche Enkel), noch Muscheln (von früheren Verehrern) und auch nicht Rezepte aus Frauenzeitschriften.
Die Entscheidung fällt an Sommerabenden nicht immer leicht: Lieber ins Kino oder an die frische Luft? Zum Glück lässt sich beides kombinieren, denn die Saison der Freiluftkinos hat begonnen.
Als Commander McLane in der Science-fiction-Serie "Raumpatrouille" prägte er eine ganze Fernsehgeneration. Diese Rolle machte ihn unsterblich, die "Orion"-Fans waren verrückt nach ihm.
Täglich werden es mehr, die sich als verzweifelte Opfer mysteriöser nächtlicher Dröhnattacken offenbaren - ein Massenphänomen wie aus einem Science-Fiction-Film. Mittlerweile sind es fast 300 Menschen allein in Baden-Württemberg, die sich einhellig über ein penetrantes nächtliches Geräusch beschweren, das sie um den Schlaf und oft auch um die Gesundheit bringt.
Am verbeulten Blechbriefkasten des Hauses Nummer 66 in der Ulica Narwik steht in Großbuchstaben "STANISLAW LEM". Von dem handgemalten Schildchen scheint eine deutliche, aber unausgesprochene Warnung auszugehen: Achtung!
In den Laboratorien der Computer-Ingenieure, Gen-Mediziner und Nano-Techniker wird an der Welt der Zukunft gebastelt. Einer Welt, wie wir sie bisher nur aus Science-Fiction-Romanen kannten: Intelligente Roboter konkurrieren mit dem menschlichen Bewusstsein, der Mensch wird genetisch optimiert und mit elektronischen Implantaten aufgerüstet, milliardstelmillimeter messende Nanowerkzeuge sollen unsere Lebenswelt völlig neu erschaffen - schöner, effizienter.
Ich gestehe, ich bin süchtig - nach einer fantastischen und dann auch noch US-amerikanischen Fernsehserie. "Star Trek" oder auf deutsch: "Raumschiff Enterprise".
Freitag für Freitag schreiben abwechselnd unsere Kolumnisten über ihr Leben mit den Kursen. Der Heißsporn, der ohne die tägliche Hektik nicht leben kann.
1983 hatte David Lynch schon mal Hand an das Science-Fiction-Epos von Frank Herbert angelegt: "Dune - Der Wüstenplanet" wurde damals mit immensem Geld- und Materialaufwand produziert, zog aber nur wenige Weltraumfreaks in die Kinosäle.Im Jahr 2000 haben sich mehrere TV-Sender nochmals an den Stoff herangewagt, ihn mit teuren Special-Effects aufgemotzt und mit William Hurt sogar einen Hollywood-erfahrenen Schauspieler für das Projekt an Land gezogen.
Geklonte Weltmeister und Olympiasieger aus dem Genlabor sind (noch) Utopie, aber der weltweite Wettlauf um "die Medaille aus der Retorte" ist voll im Gange. Dies sagte Professor Klaus Müller, der Leiter des IOC-Kontrolllabors in Kreischa, bei einem Vortrag in Berlin.
Am Vorabend der Oscar-Verleihung hat John Travoltas "Battlefield Earth" (Schlachtfeld Erde) das Gros der "Goldenen Himbeeren" für den schlechtesten Film des Jahres 2000 erhalten. Gleich sieben der unerwünschten "Auszeichnungen" gingen an das Science-Fiction-Epos.
Im Februar 1997 berichteten Ian Wilmut und seine Mitarbeiter vom schottischen Roslin-Institut im Fachblatt "Nature", ein Schaf aus der Brustdrüsenzelle eines erwachsenen Tieres geklont zu haben. "Dolly", die Verheißung des biotechnischen Zeitalters, war geboren.
Peter Sloterdijk ist der publizistisch erfolgreichste zeitgenössische Philosoph in Deutschland. Sein Bestseller "Kritik der zynischen Vernunft" gilt als das am besten verkaufte philosophische Buch in Europa.
Sind wir allein im All? 1960 startete der Versuch, diese Frage ein für allemal zu beantworten - mit technischen Mitteln.
Bis zum Nikolaustag hatten die deutschsprachigen Verlage ein fast normales Jahr hinter sich. Bei S.
Ich war noch ziemlich jung, als ich "Blade Runner" zum ersten Mal gesehen habe, 14 vielleicht, und ich weiß noch genau, wie benommen ich aus dem Kino kam. Der Film, Science Fiction, malt ein ziemlich düsteres Bild von der Zukunft, und da man das in den 80er Jahren ja ohnehin hatte - Aufrüstung, Waldsterben, Atomkraft - war ich regelrecht in Endzeitstimmung.