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Thema

Science-Fiction

Die Vorstadt-Teenies kreischen, als Byung-Gi Ahn die Bühne betritt. Der 33-jährige Regisseur ist groß und dünn und hübsch, hat in der Mitte gescheitelte, bis auf den Kragen fallende Haare und sieht aus wie zwanzig.

Von Daniela Sannwald

Die Biografie von Danny Thüring erscheint gradlinig wie ein deutsches Lineal: Abitur, Studium der Betriebswirtschaft, Flucht aus dem Mief einer sachsen-anhaltinischen Kleinstadt nach Frankfurt am Main, Software-Programmierer in einer Multimedia-Firma. Er ist 25 Jahre alt und hätte eigentlich keinen Grund zu klagen, verdient er doch ein Mehrfaches von dem, wovon Gleichaltrige in seiner Heimat Wittenberg oft nur zu träumen wagen.

Ein ungewöhnliches Team: Michael Althen, 37, ist Filmkritiker der Süddeutschen Zeitung, Dominik Graf, 47, gehört mit Filmen wie "Die Katze" und "Die Sieger" zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehregisseuren. "München - Geheimnisse einer Stadt" wird erstmals auf dem Münchner Filmfest gezeigt, das heute eröffnet wird.

Wer zum Firmensitz von Aventis in die Gegend von Straßburg reist, merkt gleich, dass es hier um Zukunft geht: Das riesige Konzerngebäude in Schiltigheim ist aus Glas und wirkt, zwischen grünen Wiesen, wie aus einem Science-Fiction-Film. Hier also residiert der deutsche Vorstandschef Jürgen Dormann, 60, einer der umstrittensten Manager in Europa.

Zukunftsvisionen sind nur Projektionsflächen der GegenwartTilmann Warnecke Für 4000 Globo eine Zeitreise in eine Kabine auf der Titanic buchen? Oder lieber noch einmal tausend Globo drauflegen und dafür einen Platz mit guter Sicht bei der Kennedy-Ermordung erwischen?

Von Tilmann Warnecke

Bisher gab es in der Medizin zwei Sorten von Robotern, die Operateuren bei der Arbeit halfen: Per Joystick gesteuerte Handlanger auf der einen und vollautomatische Fräsmaschinen, auf deren Bewegungen der Operateur nach Beginn des Programms keinen Einfluss mehr hatte, auf der anderen Seite. Letztere, zum Beispiel der in Deutschland entwickelte CASPAR, kommen vor allem bei Hüftgelenksoperationen zum Einsatz.

Ein Treppenhaus Marke DEGEWO, dann ein Hausflur mit grün changierenden Kacheln, einem Fahrrad, Briefkästen, hölzernem Treppengeländer oder auch ein langgestreckter Korridor mit rotem Teppich und einer ganzen Reihe von Türen zu beiden Seiten: Solche Motive, kreisrund im Ausschnitt, sehen mit ihrer verzerrten Fischauge-Perspektive aus, wie durch einen Türspion beobachtet.Doch nein, diese knapp einen Meter großen, auf Fotopapier belichteten Bilder (jeweils 6000 Mark) sind keine Fotos, obgleich eine gewisse Ähnlichkeit durchaus vorhanden ist.

In den Zeitschriftenregalen stapeln sich neben dem Ratgeber-Klassiker "Schöner Wohnen" neuerdings Magazine wie "Modern Living", die das Wohnen zum Ausdruck des Individuellen stilisieren und Life-Style als innovatives Vier-Wände-Programm verkaufen. Doch redaktionell verordneter Nonkonformismus führt selten zu brauchbaren Resultaten: Auch die Ästhetisierung der Lebenswelt folgt einem zyklischen Prozess der Moden und Stile, in dem Design vielleicht das Bewusstsein bestimmt, aber gewiss nicht den eigenen Privatismus zum Schauplatz des Subjektiven erhebt.

Seit den siebziger Jahren erfreuen Zaubertafeln kleine und große Kinder: Auf eine Kunststofffolie kann man Texte und Bilder kritzeln und anschließend mit einem Schieber in Sekundenschnelle wieder verschwinden lassen. Ebenfalls seit den siebziger Jahren arbeiten US-Forscher daran, das Grundprinzip der Zaubertafel zu perfektionieren.

"Wir sind froh, dass wir nicht in diesem Apartmenthaus gewohnt haben", hatte Stéphane Franke dem Tagesspiegel im Rahmen eines Gespräches über den Fall Dieter Baumann bereits vor einigen Wochen gesagt. Franke hatte auch erklärt, ebenso wie Damian Kallabis nur den Massageraum des unter anderen von Familie Baumann bewohnten Hauses benutzt zu haben.

Von Jörg Wenig

Der Modedesigner Wolfgang Joop hat große Bedenken gegen einen sofortigen Börsengang seiner früheren Firma geäußert. Er halte die nun zum Hamburger Wünsche-Konzern gehörende Joop GmbH, an der der Designer nur noch eine Minderheit hält, noch nicht für börsenfähig, sagte er dem "Manager Magazin" einer Vorabmeldung vom Dienstag zufolge.

Genau drei Wochen nach ihrer Schließung durch das Wirtschaftsamt hat die Szene-Videothek "Videodrom" an der Mittenwalder Straße gestern wieder ihre Türen öffnen können. Vorausgegangen waren Gespräche mit Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) und dem Wirtschaftsamt, bei denen die Betreiber versicherten, dass Jugendschutzbestimmungen und andere gesetzliche Vorschriften "weiterhin und noch stärker befolgt" würden.

Von Cay Dobberke

Bei einer Durchsuchungsaktion in einer auf Horror- und Science-Fiction-Filme spezialisierten Videothek an der Mittenwalder Straße in Kreuzberg hat die Polizei am späten Dienstagnachmittag nach eigener Aussage gewaltverherrlichende Schriften und Filme sichergestellt. Das Geschäft wurde bis auf weiteres auf richterliche Anordnung versiegelt.

Infantilität ist längst kein Schimpfwort mehr. Seit Wallace & Grommit, ein Hund und sein Junggeselle aus Knetgummi, vor wenigen Jahren im Kino eine Fangemeinde deutlich über 18 Jahren erobern konnten, erlauben sich auch die Künstler wieder mehr, sich ihren Hang zum Kneten, Friemeln und Basteln einzugestehen.

Grit Poppe, deren 1998 erschienener Debütroman "Andere Umstände" von der Kritik vor allem wegen seiner dichten Atmosphäre, seiner Skurrilität und seinem rabenschwarzen Humor gelobt wurde, erweist sich jetzt in ihrem ersten Kinderbuch, dem vierhundert Seiten starken Fantasyroman "Alabusch oder das Herz des Vulkans", auch als Meisterin sprachlicher Bilder, die nicht nur poetisch, originell und oft auch komisch sind, sondern auch so sinnlich, dass Kinder sie unmittelbar verstehen können. Ganze Bildwelten hat Grit Poppe für "Ala-busch" entworfen.

Fremde Intelligenzen, die in das Innere eines anderen Lebewesens schlüpfen und es in einen willenlosen Sklaven ihrer eigenen Interessen verwandeln: Was auf den ersten Blick wie ein Science-Fiction-Film der 50er Jahre wirkt, ist im Dauerkrieg zwischen Parasiten und ihren Wirtsorganismen grausame Realität. Viele Schmarotzer sind darauf perfektioniert, wie an einem Schaltpult am Nervensystem ihrer ahnungslosen Opfer herumzupfuschen.

Julie Thompson kann noch die Stelle sehen, wo sie vor zwei Stunden auf die Straße eingebogen ist. "Eine Strecke von drei Stunden wird heute wohl eher zehn Stunden dauern", sagt die Urlauberin, die auf dem Weg von ihrem Ferienort Myrtle Beach ins Landesinnere im Stau steht.

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