Die Vorstadt-Teenies kreischen, als Byung-Gi Ahn die Bühne betritt. Der 33-jährige Regisseur ist groß und dünn und hübsch, hat in der Mitte gescheitelte, bis auf den Kragen fallende Haare und sieht aus wie zwanzig.
Science-Fiction
Der Start einer Concorde ähnelt einem Tagtraum: ein paar Wimpernschläge nur, und sie ist verschwunden. Was eben noch ein kleiner Fleck auf einer Rollbahn war, hängt plötzlich als dunkler Schatten über uns, um einen Moment später wieder nur ein kleiner Fleck zu sein, der nichts als einen leeren Himmel hinterlässt.
Die Biografie von Danny Thüring erscheint gradlinig wie ein deutsches Lineal: Abitur, Studium der Betriebswirtschaft, Flucht aus dem Mief einer sachsen-anhaltinischen Kleinstadt nach Frankfurt am Main, Software-Programmierer in einer Multimedia-Firma. Er ist 25 Jahre alt und hätte eigentlich keinen Grund zu klagen, verdient er doch ein Mehrfaches von dem, wovon Gleichaltrige in seiner Heimat Wittenberg oft nur zu träumen wagen.
Wenn der Computer selbstständig denkt, wird es gefährlich. Zumindest in Klassikern wie Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum", in dem Hal, der Computer, Dinge wahrnimmt wie ein Mensch, und Gefühle wie Angst oder Mitleid entwickelt.
Trotz Umweltverschmutzung singen immer noch Vögel. Auch wenn Rachel Carson und der Club of Rome mit ihren Büchern "Der stumme Frühling" und "Die Grenzen des Wachstums" das Verstummen der Natur voraussagten.
Auch die Sprache hat Atome, kleinste Teilchen, in die sich Texte, Sätze und Wörter zerlegen lassen. Ebenso wie bei der Materie sind diese "Atome" der Sprache unsichtbar: Es sind grammatische Regeln, die wir im "Kopf" haben und immer, wenn wir sprechen, automatisch anwenden.
Ein ungewöhnliches Team: Michael Althen, 37, ist Filmkritiker der Süddeutschen Zeitung, Dominik Graf, 47, gehört mit Filmen wie "Die Katze" und "Die Sieger" zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehregisseuren. "München - Geheimnisse einer Stadt" wird erstmals auf dem Münchner Filmfest gezeigt, das heute eröffnet wird.
Anwälte reden gern und viel. Aber reden sie auch gut?
Wer zum Firmensitz von Aventis in die Gegend von Straßburg reist, merkt gleich, dass es hier um Zukunft geht: Das riesige Konzerngebäude in Schiltigheim ist aus Glas und wirkt, zwischen grünen Wiesen, wie aus einem Science-Fiction-Film. Hier also residiert der deutsche Vorstandschef Jürgen Dormann, 60, einer der umstrittensten Manager in Europa.
Ob am Mittelmeerstrand oder abends in der Disco, im Winter bei Regen und Schnee oder der ersten Frühlingssonne: Manche Menschen haben ihre Sonnenbrille immer auf der Nase. Wie Alex aus dem RTL2-Big Brother-Container zum Beispiel - der setzte sie selbst im Bett nicht ab.
Sie müssten ihm dankbar sein, wird er gesagt haben. Millionen haben sie durch ihn schon verdient.
Literaten und Leseratten werden diese Nacht lieben: Zum Sonnenuntergang stehen am kommenden Sonnabend die Bücher in der Oranienstraße wieder im Mittelpunkt. Genau genommen beginnt die "3.
Mr. Adams, die meisten Menschen kennen Sie nur als Autor des Kultbuches "Per Anhalter durch die Galaxis".
Zukunftsvisionen sind nur Projektionsflächen der GegenwartTilmann Warnecke Für 4000 Globo eine Zeitreise in eine Kabine auf der Titanic buchen? Oder lieber noch einmal tausend Globo drauflegen und dafür einen Platz mit guter Sicht bei der Kennedy-Ermordung erwischen?
Der Zuschauer wird von der ersten Sekunde an in die Geschichte hineingezogen. "Hartes Brot" von Nathalie Percillier ist ein Film, an dessen Schnitten man nicht hängenbleibt.
Bisher gab es in der Medizin zwei Sorten von Robotern, die Operateuren bei der Arbeit halfen: Per Joystick gesteuerte Handlanger auf der einen und vollautomatische Fräsmaschinen, auf deren Bewegungen der Operateur nach Beginn des Programms keinen Einfluss mehr hatte, auf der anderen Seite. Letztere, zum Beispiel der in Deutschland entwickelte CASPAR, kommen vor allem bei Hüftgelenksoperationen zum Einsatz.
Gibt es ein Leben nach dem Studium? In unserer Rubrik erzählen in loser Folge Absolventen und Abbrecher über ihre erste Zeit "draußen".
Ein Treppenhaus Marke DEGEWO, dann ein Hausflur mit grün changierenden Kacheln, einem Fahrrad, Briefkästen, hölzernem Treppengeländer oder auch ein langgestreckter Korridor mit rotem Teppich und einer ganzen Reihe von Türen zu beiden Seiten: Solche Motive, kreisrund im Ausschnitt, sehen mit ihrer verzerrten Fischauge-Perspektive aus, wie durch einen Türspion beobachtet.Doch nein, diese knapp einen Meter großen, auf Fotopapier belichteten Bilder (jeweils 6000 Mark) sind keine Fotos, obgleich eine gewisse Ähnlichkeit durchaus vorhanden ist.
In den Zeitschriftenregalen stapeln sich neben dem Ratgeber-Klassiker "Schöner Wohnen" neuerdings Magazine wie "Modern Living", die das Wohnen zum Ausdruck des Individuellen stilisieren und Life-Style als innovatives Vier-Wände-Programm verkaufen. Doch redaktionell verordneter Nonkonformismus führt selten zu brauchbaren Resultaten: Auch die Ästhetisierung der Lebenswelt folgt einem zyklischen Prozess der Moden und Stile, in dem Design vielleicht das Bewusstsein bestimmt, aber gewiss nicht den eigenen Privatismus zum Schauplatz des Subjektiven erhebt.
Seit den siebziger Jahren erfreuen Zaubertafeln kleine und große Kinder: Auf eine Kunststofffolie kann man Texte und Bilder kritzeln und anschließend mit einem Schieber in Sekundenschnelle wieder verschwinden lassen. Ebenfalls seit den siebziger Jahren arbeiten US-Forscher daran, das Grundprinzip der Zaubertafel zu perfektionieren.
Von außen sieht das Ganze wie ein bunt bemalter Wohnwagen ohne Räder aus. Im Inneren wird es noch farbenfroher: Trotz diffuser Beleuchtung strahlen die Neonfarben nur so um die Wette, eine rotierende Diskokugel wirft Lichtflecken, deren Effekt der silberne Boden noch verstärkt.
Die Retrospektive der 50. Berlinale zeigt 50 Filme von 1905 bis 1997Claudia Lenssen Doktor Frankenstein: ein Urbild des mad scientist.
"Wir sind froh, dass wir nicht in diesem Apartmenthaus gewohnt haben", hatte Stéphane Franke dem Tagesspiegel im Rahmen eines Gespräches über den Fall Dieter Baumann bereits vor einigen Wochen gesagt. Franke hatte auch erklärt, ebenso wie Damian Kallabis nur den Massageraum des unter anderen von Familie Baumann bewohnten Hauses benutzt zu haben.
Der Modedesigner Wolfgang Joop hat große Bedenken gegen einen sofortigen Börsengang seiner früheren Firma geäußert. Er halte die nun zum Hamburger Wünsche-Konzern gehörende Joop GmbH, an der der Designer nur noch eine Minderheit hält, noch nicht für börsenfähig, sagte er dem "Manager Magazin" einer Vorabmeldung vom Dienstag zufolge.
Ende gut, alles gut? Wer weiß.
Genau drei Wochen nach ihrer Schließung durch das Wirtschaftsamt hat die Szene-Videothek "Videodrom" an der Mittenwalder Straße gestern wieder ihre Türen öffnen können. Vorausgegangen waren Gespräche mit Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) und dem Wirtschaftsamt, bei denen die Betreiber versicherten, dass Jugendschutzbestimmungen und andere gesetzliche Vorschriften "weiterhin und noch stärker befolgt" würden.
Der Schauspieler Dietmar Schönherr ist Träger des diesjährigen Heinz-Galinski-Preises der gleichnamigen Stiftung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Ausschlaggebend für die Wahl war seine Rede bei der Verleihung des Fernsehpreises "Goldene Kamera" im vergangenen Februar.
Bei einer Durchsuchungsaktion in einer auf Horror- und Science-Fiction-Filme spezialisierten Videothek an der Mittenwalder Straße in Kreuzberg hat die Polizei am späten Dienstagnachmittag nach eigener Aussage gewaltverherrlichende Schriften und Filme sichergestellt. Das Geschäft wurde bis auf weiteres auf richterliche Anordnung versiegelt.
Berlin im Jahre 2030. Europa liegt in Schutt und Asche.
Zeittunnel waren in der Science-Fiction-Literatur immer schon beliebt. Welch herrlicher Gedanke, sich aus dem durchgestressten Büroalltag in eine von Weisheit und lustiger Lebensart getragene Schäferidylle zu beamen.
Die seit Jahrzehnten ungenutzte, aber denkmalgeschützte Verkehrskanzel auf dem Joachimstaler Platz beherbergt bis zum 3. Januar ein Kunstprojekt: Unter dem Motto "Countdown y2k" präsentieren zehn junge, in Berlin lebende Künstler Licht-, Video- und Klanginstallationen.
Infantilität ist längst kein Schimpfwort mehr. Seit Wallace & Grommit, ein Hund und sein Junggeselle aus Knetgummi, vor wenigen Jahren im Kino eine Fangemeinde deutlich über 18 Jahren erobern konnten, erlauben sich auch die Künstler wieder mehr, sich ihren Hang zum Kneten, Friemeln und Basteln einzugestehen.
Die Gestaltung von neuen Beschäftigungsverhältnissen ist nach den Worten von Klaus Mangold, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler Services (debis) AG der Schlüssel zur Überwindung der Arbeitslosigkeit. Das sagte Mangold vor Teilnehmern des debis-Kongresses am Donnerstag in Berlin.
Georg Kleins Debüt "Libidissi" war im letzten Jahr von der Kritik zu Recht einhellig mit Begeisterung aufgenommen worden. Nun legt er mit Erzählungen nach.
Grit Poppe, deren 1998 erschienener Debütroman "Andere Umstände" von der Kritik vor allem wegen seiner dichten Atmosphäre, seiner Skurrilität und seinem rabenschwarzen Humor gelobt wurde, erweist sich jetzt in ihrem ersten Kinderbuch, dem vierhundert Seiten starken Fantasyroman "Alabusch oder das Herz des Vulkans", auch als Meisterin sprachlicher Bilder, die nicht nur poetisch, originell und oft auch komisch sind, sondern auch so sinnlich, dass Kinder sie unmittelbar verstehen können. Ganze Bildwelten hat Grit Poppe für "Ala-busch" entworfen.
Fremde Intelligenzen, die in das Innere eines anderen Lebewesens schlüpfen und es in einen willenlosen Sklaven ihrer eigenen Interessen verwandeln: Was auf den ersten Blick wie ein Science-Fiction-Film der 50er Jahre wirkt, ist im Dauerkrieg zwischen Parasiten und ihren Wirtsorganismen grausame Realität. Viele Schmarotzer sind darauf perfektioniert, wie an einem Schaltpult am Nervensystem ihrer ahnungslosen Opfer herumzupfuschen.
Julie Thompson kann noch die Stelle sehen, wo sie vor zwei Stunden auf die Straße eingebogen ist. "Eine Strecke von drei Stunden wird heute wohl eher zehn Stunden dauern", sagt die Urlauberin, die auf dem Weg von ihrem Ferienort Myrtle Beach ins Landesinnere im Stau steht.
Es gibt Leute, die den Philosophen Peter Sloterdijk nicht verstehen, und ihre Zahl hat spätestens seit der Veröffentlichung des ersten Bandes seiner "Sphären" zugenommen. Es gibt aber auch welche, die ihn nicht verstehen wollen.
Als Journalist kommt man sich manchmal vor wie die Prinzessin aus "Rumpelstilzchen", die Stroh zu Gold spinnen soll. Denn wie schreibt man über etwas, das noch gar nicht existiert.
Ein Athlet stemmt sich am Bühnenrand in den Handstand. Ein zweiter testet ein Halteseil, das unter dem riesigen roten Zeltdach über dem Messestand befestigt ist.