Gerd Müller im Südsudan: Vor einer Woche noch witzelte er am Rednerpult: "Afrika ist und wird ein Kontinent der Jugend sein. Nicht wie das Parlament hier!" Nun aber ist dem Entwicklungsminister nicht mehr nach Scherzen zumute, denn es hat ihn mitten hinein nach Afrika verschlagen. Die Sonne brennt vom Himmel, es ist heiß, es stinkt. Der CSU-Politiker will eine Wende der deutschen Entwicklungspolitik: weniger Militär, mehr Zivil.
Chinas Präsident Xi Jinping ist am Freitag zu seinem ersten Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Bundespräsident Joachim Gauck empfängt den Staatspräsident mit militärischen Ehren und lobt den Reformwillen Chinas.
20 Jahre Deutschlandradio: Bundespräsident Joachim Gauck würdigt Deutschlands prägende Stimme. Intendant Willi Steul sieht die Zukunft des Senders in der digitalen Verbreitung.
20 Jahre Deutschlandradio: Bundespräsident Joachim Gauck würdigt Deutschlands prägende Stimme. Intendant Willi Steul sieht die Zukunft des Senders in der digitalen Verbreitung.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte mit Blick auf die Krim-Krise erklärt: "Jetzt ist für die Bündnispartner an den Außengrenzen wichtig, dass die Nato Präsenz zeigt." Später betonte sie, es gehe nicht darum, Truppen in die baltischen Staaten zu verlegen. Die Kritik an der Ministerin ist groß. In der Politik - und in der Presse.
Kampfeinsätze in Afrika erwartet kaum jemand von Deutschland. Aber mehr Ausbildung für Soldaten und Polizisten wie für andere Berufe wären auf dem Nachbarkontinent hoch willkommen. Wie ein neues Konzept auch aussehen könnte.
Russland schafft auf der Krim weiter Fakten: Die UNO rückt näher an Kiew, die Marine kapert das einzige ukrainische U-Boot. Außenminister Steinmeier wirf Moskau die Spaltung Europas vor.
Das Licht fällt aus auf dem Brussels Forum zur Krim-Krise und ein hoher russischer Diplomat scherzt: „Das ist Russlands Antwort.“ Als Ukrainer sprechen, verlassen Russen demonstrativ den Saal. Ein ermunterndes Ergebnis gibt es trotzdem: Es wird eine OSZE-Beobachtermission in die Ukraine entsandt.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier soll der Ukraine den europäische Beistand zusichern. Auch die OSZE hat sich nun zu einer Beobachtermission für die Ukraine durchringen können. Auch Deutschland könnte sich beteiligen.
Bisher fährt die deutsche Russland-Politik einen Deeskalationskurs. Nun verliert selbst Frank-Walter Steinmeier die Geduld mit Wladimir Putin und fordert eine OSZE-Beobachterkommission – nach Wochen der erfolglosen Diplomatie.
Außenminister und Literaturfreund Frank-Walter Steinmeier lädt zur Europäische Schriftstellerkonferenz, um über Europa zu diskutieren. Am Ende soll ein fantastisches Manifest stehen.
Joachim Gauck besucht ehrenamtliche Initiativen in mehreren Berliner Bezirken – er will ihr Verbündeter sein. Doch in Kreuzberg wird der Bundespräsident plötzlich von Demonstranten beschimpft.
Russlands Präsident hat die ersten Schritte des Gesetzgebungsverfahrens zur Aufnahme der Krim eingeleitet. Derweil signalisiert die EU der Ukraine eine Aufnahmebereitschaft. Verfolgen Sie hier die aktuellen Ereignisse in der Krim-Krise.
Auf der Buchmesse in Leipzig habe ich die „Erinnerungen an die Gegenwart“ vorgestellt. Es ist ein Buch über unsere verrückte Zeit, es beschreibt die letzten sechs Jahre, aber ein Kritiker schaute mich an, als hätte ich ein Buch über den Hundertjährigen Krieg vorgelegt.
Über 95 Prozent der Wähler beim Referendum auf der Krim haben für einen Beitritt zu Russland gestimmt, schon am Montag sollen Sondierungsgespräche aufgenommen werden. USA und EU halten das Referendum für illegal und kündigen Sanktionen an.
Der Ministerialdirigent im Auswärtigen Amt, Ekkehard Brose, sieht ein Umdenken in der deutschen Außenpolitik - nicht nur im Blick auf die Ukraine. Bisher aber fehlt ihm die breite öffentliche Debatte. Er schreibt als Gast der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Ernste Mienen, Schluss mit dem Gezänk von gestern. Die Ukraine-Russland-Krise lässt alle Parteien im Bundestag zusammenstehen. Und Angela Merkel nimmt ihre zentrale Rolle beim Umgang mit Putin an. Nur Gregor Gysi sagt: „Nato und EU machen alles falsch“.
Im Ukraine-Streit rücken allmählich Sanktionen näher. Moskau hat in dem Poker allerdings die schlechteren Karten, denn die Russen haben fast nur Rohstoffe zu bieten.
Ein Anschluss der Krim an Russland ist nach einem Referendum zu akzeptieren, und die Grünen sind blind für die "faschistischen Teile" der Übergangsregierung in Kiew - sagt die Linke Sahra Wagenknecht. Und äußert Verständnis für die Ängste Moskaus.
Angesichts der Krise auf der Krim müsste Europa den Frieden retten, eine Spaltung in Blöcke verhindern. Doch die EU spricht nicht mit einer Stimme, so kann sie weder die Politiker in der Ukraine beeindrucken noch Russlands Präsident Putin.
SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier kritisiert die Unabhängigkeitserklärung der Krim als „Beitrag zur weiteren Zuspitzung“ der Krise. Sollte das anstehende Referendum nicht verschoben werden, treten Montag neue Sanktionen der EU gegen Russland in Kraft.
Wegen der Krise in der Ukraine hat die Nato Awacs-Aufklärungsflüge über Polen und Rumänien angekündigt. Die EU könnte bald die Sanktionen verschärfen. Und sogar China geht jetzt auf Distanz zu Putin.
Die SPD-Minister mühen sich, der Großen Koalition ihren Stempel aufzudrücken, dennoch verharrt die SPD im Umfragetief. Die Sozialdemokraten regieren das Land, die Kanzlerin die Umfragen.
In der Krim-Krise gehen Deutschlands Politiker bis jetzt den diplomatischen Weg. Merkel appelliert an Russland, Steinmeier inspiziert die Lage im Baltikum und von der Leyen will Gesprächsräume schaffen. Doch die Verhandlungen über die Krim stecken trotz weiterer Sanktionen aus Brüssel fest.
In Polen und dem Baltikum schüren Medien Angst vor Russland. Nun hat die USA zwölf Kampfjets dorthin geschickt. In der Ukraine griffen pro-russische Aktivisten Demonstranten an. Außenminister Steinmeier erwartet verschärfte EU-Sanktionen gegen Russland.
Es wird fieberhaft nach einer diplomatischen Lösung gefahndet, doch während dessen vergrößern pro-russische Kräfte immer weiter ihren Einflussbereich. Wie die ukrainische Regierung mitteilte, wurden zwei weitere Flughäfen, ein militärischer und ein ziviler, auf der Halbinsel besetzt.
Im Oktober 1943 ermordete die Wehrmacht im griechischen Bergdorf Ligiades mehr als 80 Menschen, vor allem Frauen, Kinder und Greise. Jetzt hat Bundespräsident Joachim Gauck am Ort des Massakers um Verzeihung gebeten.
In Paris beraten Außenminister verschiedener Länder über die Krise in der Ukraine. Die Idee, eine Kontaktgruppe zu bilden, scheiterte allerdings. Zugleich ging die Nato auf Distanz zu Russland.
Angesichts der Krim-Krise wollen die EU-Staatschefs heute über Sanktionen gegen Russland entscheiden. Doch einige Länder zögern, sie fürchten negative Folgen für die eigene Wirtschaft. Wird es trotzdem dazu kommen?
Alle blicken auf Deutschland: Wegen der traditionell guten Beziehungen zu Russland traut man den Deutschen am ehesten eine tragfähige Vermittlerrolle zu. Wie läuft das Krisenmanagement in Berlin?
Nach einer tageslangen Zuspitzung des Krim-Konflikts nennt Russlands Präsident das Eingreifen auf der ukrainischen Krim am Dienstag derzeit nicht nötig. Außenminister Steinmeier sieht Gesprächsbereitschaft auf russischer Seite. Eine OSZE-Mission soll nun ins Land entsandt werden.
Die EU könnte bald Sanktionen gegen Russland verhängen, doch Berlin will vorher eine Lösung vermitteln. Merkel und Steinmeier ziehen im Hintergrund die Strippen.
Bundespräsident Joachim Gauck hat am Dienstagabend anlässlich der Feierstunde zum 60-jährigen Bestehen der Gedenkstätte Yad Vashem auf die deutsche Verantwortung für das Schicksal der Juden und des Staates Israel hingewiesen.
Bundespräsident Gauck reist nach Griechenland. Er könnte helfen, die Beziehungen zu entkrampfen - zumal er mit dem Besuch in Ligiades, wo die Wehrmacht ein Massaker verübte, ein versöhnliches Zeichen setzt.
Spitzendiplomaten versuchen weltweit, einen neuen Ost-West-Konflikt abzuwenden. Ungerührt baut Moskau auf der ukrainischen Halbinsel Krim seine Position aus. Kiew protestiert, die Lage wird täglich explosiver. Die USA bereiten Sanktionen gegen Russland vor.
Russlands Präsident Putin schaltet die Signale allmählich auf Krieg, Kerry warnt Russland daraufhin vor einem Verlust der G8-Mitgliedschaft - Steinmeier sieht das skeptisch. Nun äußern sich die G7-Staaten das erste Mal geschlossen.
Die EU und die USA haben Putin falsch eingeschätzt und unzureichend auf die Besetzung der Krim reagiert. Während Russland Machtpolitik betreibt, sagt der Westen: Aber bitte, so geht das doch nicht.