zum Hauptinhalt
Thema

Frank-Walter Steinmeier

Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Flüchtlingscamp Tomping im Südsudan.

Gerd Müller im Südsudan: Vor einer Woche noch witzelte er am Rednerpult: "Afrika ist und wird ein Kontinent der Jugend sein. Nicht wie das Parlament hier!" Nun aber ist dem Entwicklungsminister nicht mehr nach Scherzen zumute, denn es hat ihn mitten hinein nach Afrika verschlagen. Die Sonne brennt vom Himmel, es ist heiß, es stinkt. Der CSU-Politiker will eine Wende der deutschen Entwicklungspolitik: weniger Militär, mehr Zivil.

Von Hans Monath
Lichtgestalt? Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in der vergangenen Woche im Bundestag.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte mit Blick auf die Krim-Krise erklärt: "Jetzt ist für die Bündnispartner an den Außengrenzen wichtig, dass die Nato Präsenz zeigt." Später betonte sie, es gehe nicht darum, Truppen in die baltischen Staaten zu verlegen. Die Kritik an der Ministerin ist groß. In der Politik - und in der Presse.

Von Lutz Haverkamp
Die Skyline von Abidjan, dem größte städtischen Ballungsraum der Elfenbeinküste. Der Bezirk liegt in der Region Lagunes am Golf von Guinea.

Kampfeinsätze in Afrika erwartet kaum jemand von Deutschland. Aber mehr Ausbildung für Soldaten und Polizisten wie für andere Berufe wären auf dem Nachbarkontinent hoch willkommen. Wie ein neues Konzept auch aussehen könnte.

Von Dagmar Dehmer
Als Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen spricht, fällt der Strom aus. Ein hoher russischer Diplomat scherzt: „Das ist Russlands Antwort.“

Das Licht fällt aus auf dem Brussels Forum zur Krim-Krise und ein hoher russischer Diplomat scherzt: „Das ist Russlands Antwort.“ Als Ukrainer sprechen, verlassen Russen demonstrativ den Saal. Ein ermunterndes Ergebnis gibt es trotzdem: Es wird eine OSZE-Beobachtermission in die Ukraine entsandt.

Von Christoph von Marschall
Frank-Walter Steinmeier hat die Geduld mit Wladimir Putin verloren.

Bisher fährt die deutsche Russland-Politik einen Deeskalationskurs. Nun verliert selbst Frank-Walter Steinmeier die Geduld mit Wladimir Putin und fordert eine OSZE-Beobachterkommission – nach Wochen der erfolglosen Diplomatie.

Von Albrecht Meier

Auf der Buchmesse in Leipzig habe ich die „Erinnerungen an die Gegenwart“ vorgestellt. Es ist ein Buch über unsere verrückte Zeit, es beschreibt die letzten sechs Jahre, aber ein Kritiker schaute mich an, als hätte ich ein Buch über den Hundertjährigen Krieg vorgelegt.

Von Moritz Rinke
Dramatische Lage. „Beklemmend“ nennt Kanzlerin Angela Merkel die Konfliktsituation in Osteuropa.

Ernste Mienen, Schluss mit dem Gezänk von gestern. Die Ukraine-Russland-Krise lässt alle Parteien im Bundestag zusammenstehen. Und Angela Merkel nimmt ihre zentrale Rolle beim Umgang mit Putin an. Nur Gregor Gysi sagt: „Nato und EU machen alles falsch“.

Von Antje Sirleschtov
Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi

Ein Anschluss der Krim an Russland ist nach einem Referendum zu akzeptieren, und die Grünen sind blind für die "faschistischen Teile" der Übergangsregierung in Kiew - sagt die Linke Sahra Wagenknecht. Und äußert Verständnis für die Ängste Moskaus.

Von Matthias Meisner
Ein mutmaßlicher russischer Soldat auf der Krim.

Angesichts der Krise auf der Krim müsste Europa den Frieden retten, eine Spaltung in Blöcke verhindern. Doch die EU spricht nicht mit einer Stimme, so kann sie weder die Politiker in der Ukraine beeindrucken noch Russlands Präsident Putin.

Von Stephan-Andreas Casdorff
Kanzlerin und Vize-Kanzler auf der Regierungsbank

Die SPD-Minister mühen sich, der Großen Koalition ihren Stempel aufzudrücken, dennoch verharrt die SPD im Umfragetief. Die Sozialdemokraten regieren das Land, die Kanzlerin die Umfragen.

Von Christoph Seils
Angela Merkel nennt die Situation auf der Krim "besorgniserregend".

In der Krim-Krise gehen Deutschlands Politiker bis jetzt den diplomatischen Weg. Merkel appelliert an Russland, Steinmeier inspiziert die Lage im Baltikum und von der Leyen will Gesprächsräume schaffen. Doch die Verhandlungen über die Krim stecken trotz weiterer Sanktionen aus Brüssel fest.

Zwei F-16-Kampfjets

In Polen und dem Baltikum schüren Medien Angst vor Russland. Nun hat die USA zwölf Kampfjets dorthin geschickt. In der Ukraine griffen pro-russische Aktivisten Demonstranten an. Außenminister Steinmeier erwartet verschärfte EU-Sanktionen gegen Russland.

Von Paul Flückiger
Pro-russische Bürger der Krim bei einer Demonstration in Sewastopol.

Es wird fieberhaft nach einer diplomatischen Lösung gefahndet, doch während dessen vergrößern pro-russische Kräfte immer weiter ihren Einflussbereich. Wie die ukrainische Regierung mitteilte, wurden zwei weitere Flughäfen, ein militärischer und ein ziviler, auf der Halbinsel besetzt.

Gedenken. Bundespräsident Gauck, seine Lebensgefährtin Schadt und Griechenlands Präsident Papoulias (rechts) am Ort des Wehrmachtsmassakers. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Im Oktober 1943 ermordete die Wehrmacht im griechischen Bergdorf Ligiades mehr als 80 Menschen, vor allem Frauen, Kinder und Greise. Jetzt hat Bundespräsident Joachim Gauck am Ort des Massakers um Verzeihung gebeten.

Von Gerd Höhler

Angesichts der Krim-Krise wollen die EU-Staatschefs heute über Sanktionen gegen Russland entscheiden. Doch einige Länder zögern, sie fürchten negative Folgen für die eigene Wirtschaft. Wird es trotzdem dazu kommen?

Von
  • Albrecht Meier
  • Claudia von Salzen
Bundespräsident Joachim Gauck.

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Dienstagabend anlässlich der Feierstunde zum 60-jährigen Bestehen der Gedenkstätte Yad Vashem auf die deutsche Verantwortung für das Schicksal der Juden und des Staates Israel hingewiesen.

Von Antje Sirleschtov
Gedenken in Distomo. 218 Zivilisten starben hier 1944 bei einem Massaker der Wehrmacht.

Bundespräsident Gauck reist nach Griechenland. Er könnte helfen, die Beziehungen zu entkrampfen - zumal er mit dem Besuch in Ligiades, wo die Wehrmacht ein Massaker verübte, ein versöhnliches Zeichen setzt.

Von Gerd Höhler
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })