Die ersten Nachrichten vom Mauerfall mochte Tagesspiegel-Leser Martin Wurzel zunächst nicht glauben. Erst am 10. November machte er sich auf den Weg in den Ostteil der Stadt.
Helmut Kohl
Willy Brandt, Walter Momper, Hans-Dietrich Genscher, Helmut Kohl und andere wenden sich am Tag nach dem Fall der Mauer an die Berliner, die Deutschen und die ganze Welt. Einen schweren Stand hat der Bundeskanzler: Er wird am Rathaus Schöneberg zeitweise lautstark ausgepfiffen.
Die ARD wollte den Staatsbesuch Helmut Kohls in Warschau großflächig darstellen, deshalb fuhren wir dorthin, ließen uns im Hotel Marriott nieder. Nach einem Gespräch mit dem Erzbischof von Danzig kam ich ins Hotel zurück, dort ging alles drunter und drüber.

Vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer – Gorbatschows Berater Anatolij Tschernjajew hatte den Tag lange erwartet.

Am Sonntag eröffnet die Bundeskanzlerin die Villa Schöningen direkt an der Glienicker Brücke
Der US-Autobauer General Motors hat den Verkauf seiner deutschen Tochter Opel offiziell abgeblasen. Welche Konsequenzen hat die Entscheidung?
Für jene Beobachter, die nicht so genau zuhörten, weil sie dachten, sie wüssten schon, was gesagt werden wird, war es eine der in diesen Tagen häufig vorkommenden, weihevollen Gedenkreden. Wohlverdient für jene, deren Anteil am Fall der Mauer zu berühmen war.

Warum dem Bundespräsidenten die Beziehungen zu Russland eine Herzensangelegenheit sind.

Malte Lehming über Matthias Platzeck und die Waffen-SS.
Noch ist die Tinte unter dem Koalitionsvertrag nicht trocken, da machen schon zwei Vorwürfe an die neue Regierung die Runde. Die Rede geht vom lustlosen Beginn, vom Fehlen eines Projekts, einer Vision, und von der Umverteilung von unten nach oben.

Altkanzler Kohl und Ex-US-Präsident George Bush waren am Sonntag auf Überraschungsvisite in der Villa Schöningen
Über den gesellschaftlichen Nutzen und praktischen Wert dieser Regierung werden nicht Angela Merkel oder gar Guido Westerwelle, sondern der Finanzminister entscheiden. Wolfgang Schäuble ist der bürgerliche Projektmanager, und von ihm wird abhängen, wie schnell sich Enttäuschung im bürgerlichen Lager breitmacht.
Zum Jahrestag des Mauerfalls treffen sich in Berlin noch einmal die Väter der Deutschen Einheit: Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und George Bush.

Die Kanzlerin ist wiedergewählt, sie ist stärker als je zuvor. Und trotzdem sagt einer: "Die nächsten vier Jahre werden deutlich schwerer als die letzten vier." Nicht nur, weil neun Abgeordnete aus den eigenen Reihen ihre Zustimmung verweigert haben.
Bärbel Schäfer sagt, worüber sie sich in der vergangenen Woche geärgert und gefreut hat.

Wolfgang Schäuble soll Finanzminister werden. Warum er? Eine Analyse von Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegels.
Helmut Kohl gebührt Dank und Respekt, aber auch ohne ihn wären die Deutschen zusammengewachsen

Spekulationen über Gesundheit des Alt-Kanzlers / Noch keine Zusage für den Festakt am 9. November
Helmut Kohl gebührt Dank und Respekt, aber auch ohne ihn wären die Deutschen zusammengewachsen.
Die Spekulationen über den Gesundheitszustand des Alt-Kanzlers schießen ins Kraut. Noch steht eine Zusage für den Festakt am 9. November aus.
Die Partei sei in einem "katastrophalen Zustand", schreibt Sigmar Gabriel, der designierte Vorsitzende der SPD, an die Mitglieder. Er fordert innerparteiliche Reformen und rechnet mit seinen Vorgängern ab. In der Parteizentrale ist man über diese fundamentale Kritik nicht gerade amüsiert.

Das Kohl-Porträt im ZDF kann die Massen nicht mobilisieren, erntet bei Kennern aber Zustimmung. Einige wollen einen zweiten Teil.
Das Jahr 1989 ist in diesen Monaten gegenwärtig, Erinnerungen blitzen auf, so hell, als sei wieder "damals", als die Mauer fiel. Ein Film, allerdings ein bemerkenswerter, muss Helmut Kohl in unser Gedächtnis zurückrufen, den Kanzler, der länger als jeder andere an der Spitze dieses Landes gestanden hat.

„Der Mann aus der Pfalz“: Eine filmische Annäherung an Helmut Kohl.

Wie die Rolle seiner Mutter gezeigt werde, das sei "lächerlich und respektlos". Die ZDF-Produktion über den früheren Bundeskanzler soll am Dienstag ausgestrahlt werden.
Wie der frühere „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust die atemlosen Wochen des Umbruchs 20 Jahre später noch einmal an sich vorbeiziehen lässt.
Diese ruhige Kanzlerin kann Deutschland aus seiner Lethargie retten
Diese ruhige Kanzlerin kann Deutschland aus seiner Lethargie retten - und wenn die Deutschen sie nicht wollen, sollen sie sie bitte nach Amerika schicken!

Roman Polanski wird keine Kleinigkeit vorgeworfen. Harald Martenstein wundert sich über die Solidaritätsadressen aus der internationalen Kulturszene.

Es ist einer der Gänsehaut-Momente der deutschen Geschichten. Zum 20. Jahrestag seiner Rede in der Prager Botschaft erinnerte sich Genscher hier 2009 selbst an den Moment.
Oskar Lafontaine will gegen Angela Merkel kämpfen wie einst gegen Helmut Kohl - mit einer Blockadepolitik im Bundesrat. Doch damit dürfte er sich verschätzt haben.
Reinhard Appel: Journalisten statt Moderatoren
Der Journalist Martin E. Süskind ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Warum sogar Helmut Kohl den Redenschreiber von Willy Brandt bewunderte.
Wofür steht Angela Merkel – außer für sich selbst? Darauf wissen auch die katholischen Stammwähler der CDU keine Antwort.

Britische Geheimdokumente belegen die Skepsis Maggie Thatchers, aber auch des damaligen französischen Staatspräsidenten François Mitterrands gegenüber der Wiedervereinigung.
Das Desinteresse vieler Politiker am Internet wird zum Risiko für die Demokratie.
Das Atommüllendlager Gorleben bleibt weiter umstritten. Vor allem politisch. Denn jetzt soll es Belege dafür geben, dass die Regierung Kohl 1983 Studien gefälscht haben soll. Was ist dran an den Vorwürfen?

Die Unfähigkeit zu gedenken: Künstlern und Architekten fehlen die Mittel. Eine Ausnahme ist das Ehrenmal der Bundeswehr.
Die Regierung Kohl hat offenbar Gutachten zum Atommüllendlager Gorleben geschönt. Für den Chef des Bundesamts für Strahlenschutz war das nicht die einzige Ungereimtheit bei der Standortentscheidung.

Die Gutachten zum atomaren Endlager wurden offenbar unter Druck der Regierung Kohl manipuliert. Neue Dokumente belegen: Einige Risiken wurden bewusst verschwiegen.