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Thema

Helmut Kohl

Vom Niemandsland zum lebendigen Viertel – eine Bauzeit voller Ereignisse und am Ende ein erfülltes Versprechen

Von Lars von Törne

(fk/Tsp). Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Altbundeskanzler Helmut Kohl „und noch jemanden“ wegen Äußerungen vor dem ParteispendenUntersuchungsausschuss.

Über Behörden wird nicht viel gestritten in Deutschland, über jene, die er zehn Jahre lang geführt hat, schon. Joachim Gauck galt den einen als Synonym für das historische Unterfangen, das Treiben eines diktatorischen Spitzelstaats bis zu seinen Handlangern auszuleuchten.

Für juristische Laien mutet das Ergebnis widersprüchlich an: Der Vorsitzende Richter weist Helmut Kohls Begehren zurück, seine Akten auch nach der Novellierung des Stasi-Unterlagengesetzes unter Verschluss zu halten. Aber die Birthler-Behörde kann zunächst dennoch keine Akten über den Ex-Bundeskanzler herausgeben, weil das Urteil noch keine Rechtskraft hat.

Von Matthias Schlegel

Wir leben im Zeitalter des Chamäleons: Marxisten werden zu Neoliberalen, Terroristen werden zu Staatsmännern. Und so bin ich einigermaßen stolz darauf, ziemlich im Einklang mit dem Zeitgeist zum Feminismus zu konvertieren.

Von Roger Boyes

Ost-Politiker wollen den Stasi-Check für ihre West-Kollegen – Marianne Birthler und Helmut Kohl auch

Von Hans Monath

Unter seinen SPD-Vorgängern hat er gerade erst sein politisches Vorbild Willy Brandt überholt, da wird schon spekuliert, ob der 59-jährige Kanzler die Republik ewig regieren wolle. Tatsächlich ist Gerhard Schröder im Begriff, die erste Hälfte seiner zweiten Amtszeit über die Runden zu retten.

Schröder geht es nicht um eine bestimmte Dauer seiner Amtszeit. Er will einen Punktgewinn gegen die Union

Von Robert von Rimscha

Peter Laudenbach verspeist die eine und andere Sachertorte Die Salzburger Festspiele sind immer eine Freude. Selbst wenn die Theateraufführungen uns einmal nicht vom Sessel reißen, kann man sich mit einer Sachertorte im Café Tomaselli trösten, an freien Tagen in die Berge fahren oder die Perversion des „Jedermann“Spektakels als Sakral-Trash genießen.

Die Sache als solche ist alles andere als unbekannt, nur das knallige Etikett „konspirativ“, das der „Spiegel“ jetzt darauf geklebt hat, ist in der Tat neu. Die Sache, das ist der „Andenpakt“.

Mit einer Mischung aus Grandezza, Eleganz und Lässigkeit feierten die Italiener die Eröffnung ihrer Botschaft. Die innenarchitektonischen Details sind so schön, dass viele der 600 Gäste Erinnerungsfotos machten

Von Elisabeth Binder

Die Ehrenhaftigkeit unseres Ministerpräsidenten (Berlusconi) nimmt seit geraumer Zeit ab; ein Mann in einem Amt mit so viel Verantwortung hätte sein Verhalten darauf ausrichten sollen, möglichst bald einen klaren Urteilsspruch zu haben und nicht den Prozess zu verzögern, um die Verjährung zu erreichen. Das Beispiel Helmut Kohl, der alle Ämter in der CDU niederlegte, als er nicht etwa wegen Richterbestechung, sondern wegen der weniger schlimmen Tat der Parteifinanzierung angeklagt wurde, ist ein wirksames Modell für den Schutz der Ehrenhaftigkeit eines Politikers.

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