Robert Ide über den Fußball-Konsum im Freizeitpark Deutschland Helmut Kohl hatte doch Recht. Der Altkanzler hat die Deutschen einst geziehen, in einem kollektiven Freizeitpark zu leben.
Helmut Kohl
Zu tiefsten Mauerzeiten war’s, als kein Mensch ahnen konnte, wie nah die Einheit war. Sicher auch der amerikanische Präsident Ronald Reagan nicht, als er am 12.
Man kann nicht nur Freunde haben. Jene friedens- und ökologiebewegte Epoche, da wir ernsthaft glaubten, uns mit jedermann gut stellen und selbst den ekligsten Nachbarn nett finden zu müssen, liegt zum Glück hinter uns.
Ja, Angela Merkel hat sich verändert, seit sie im Jahre 1989 aus ihrem beschaulichen physikalischen Institut in die Politik geschleudert wurde. Auf den Fotos von damals zeigt sie oft, sehr oft ihr Was-kostet-die-Welt-Lachen.
Nur wenige wussten Bescheid. Nur ein ganz kleiner Kreis wusste, dass Bernhard Servatius seinen Abschied ankündigt.
Das ist ein Menetekel - wie schon die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor vier Jahren! Am 26.
Der Pfälzer Helmut Kohl käme womöglich gerade aus der Haft frei, der Kölner Norbert Rüther könnte die Zelle nach ihm beziehen - durchaus denkbare Szenarien, wäre das neue Parteiengesetz schon vor Jahren in Kraft gewesen. Am Freitag hat der Bundestag die Neuregelung beschlossen, die zum ersten Mal bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe für Spenden-Vertuscher und Schwarzgeld-Jongleure der Parteien vorsieht.
In der Schwarzgeldaffäre der hessischen CDU gibt es offenbar neue Hinweise auf die illegale Herkunft der 1983 in die Schweiz verschobenen Millionen. "Der Spiegel" berichtete, Frankfurter Justizakten belegten, dass die CDU-Schatzmeisterei in der Zeit davor viel weniger Parteispenden verbucht habe, als von Ministerpräsident Roland Koch offiziell erklärt.
Aus dem Hause Marianne Birthlers gab es in dieser Woche drei Neuigkeiten. Erstens: Die Beauftragte für Stasi-Unterlagen arbeitet künftig mit dem polnischen Institut des Gedenkens zusammen.
Herr Schmude, wie haben Sie reagiert, als Ihre Partei Sie bat, sich um die Klärung der Vorgänge in NRW zu kümmern?Erschrocken, zögernd, nicht glücklich, aber dann doch einsichtig.
Die Beauftragte für Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, fürchtet nach dem Stasi-Akten-Urteil neue Einschnitte bei der Aufarbeitung. Neben der eingeschränkten Aufklärung über das Wirken von DDR-Funktionären seien Daten über die westdeutsche Neonazi-Szene nicht mehr zugänglich, sagte Birthler.
DDR-Bürgerrechtler haben das von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) angeregte Ende der Stasi-Überprüfung im öffentlichen Dienst heftig kritisiert. Thierse sei ahnungslos, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Werner Schulz bei einer von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstalteten Podiumsdiskussion am Montagabend.
Aus, Ende, Akte zu. Der Schlussstrich unter der Aufarbeitung der DDR-Diktatur wurde in Berlin gezogen und trägt die Unterschriften geschichtsblinder Richter.
Das Urteil zur Nutzung der Stasi-Akten hat drastische Folgen: Die Unterlagen-Behörde schloss vorübergehend ihre sämtlichen Informationszentren und legte alle Forschungsanfragen auf Eis, wie sie am Dienstag mitteilte. Gleichzeitig brach eine Grundsatzdebatte über den künftigen Umgang mit den Dokumenten des DDR-Geheimdienstes aus.
"Wir verlangen von jedem Mandatsträger, dass er sauber ist." Diese Parole hatte der nordrhein-westfälische SPD-Chef Harald Schartau ausgegeben.
Bundeskanzler Gerhard Schröder rechnet nicht mit einer Ausweitung der SPD-Spenden-Affäre. "Die Kölner Geschichte ist eine auf Köln begrenzte Angelegenheit", sagte er auf dem Parteitag der ostdeutschen Landesverbände in Magdeburg.
Die Entscheidung wird oben getroffen. Eine breite Wendeltreppe führt hinauf zum Senatssaal des Bundesverwaltungsgerichts.
Die Stasi-Akte über Altkanzler Helmut Kohl (CDU) darf nicht veröffentlicht werden. Das entschied am Freitag das Bundesverwaltungsgericht in Berlin in letzter Instanz.
Der Bürger Helmut Kohl hat gestern vor Gericht einen wichtigen Prozesserfolg erzielt. Das Bemühen um Durchleuchtung und Aufklärung des SED-Unrechts hat im selben Verfahren eine empfindliche Niederlage erlitten.
Am 4. Juli 2001 bekam es Behördenchefin Marianne Birthler deutlich gesagt: Die Herausgabe der Kohl-Akten an Journalisten wäre rechtswidrig.
Marianne Birthler sitzt heute in ihrem Büro in Berlin-Mitte und trinkt Tee. Mit ein paar Akten will sich die Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen am Freitag einen "normalen Arbeitstag machen", wie sie sagt.
Als ehemalige Politikerin weiß Jutta Limbach, welche soziale und politische Sprengkraft im Thema Rente liegt. Sowohl die Unionsregierung unter Helmut Kohl als auch die Sozialdemokraten unter Gerhard Schröder fürchteten jede Veränderung am Altersvorsorgesystem, die zur Verunsicherung älterer Menschen oder gar zur Beschneidung der Alterseinkünfte führen könnte.
Mittleres Management nennt er das, was er tut. Und er ist stolz darauf.
Was ist denn zurzeit so schlimm an der Außenpolitik, dass Sie sich so sehr auf die Innenpolitik und den Wahlkampf freuen?Außenpolitik ist eines der faszinierendsten Metiers für einen Politiker, zumal wenn er in der Verantwortung ist und mitgestalten kann.
Atomausstieg, Rentenreform, doppelte Staatsbürgerschaft, Homo-Ehe - die Liste der Leistungen kann jeder in der Koalition vorbeten. Voran der Kanzler.
Es gibt Bilder, Momentaufnahmen historischer Ereignisse, die von solcher Eindringlichkeit und Symbolkraft sind, dass sie mehr als viele Worte sagen. Die Proklamation Wilhelms I zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles.
Die Kritiker der US-Angriffsdrohungen gegen den Irak haben am Mittwoch Unterstützung von Bundespräsident Johannes Rau erhalten. In seiner einzigen politischen Rede während seines US-Aufenthaltes warnte Rau in Detroit die US-Regierung indirekt vor einem Alleingang und vor einer "Politik einsamer Entschlüsse".
Da lächelt der Kanzler und sagt, dass die Länder, in denen er war, die Probleme gern hätten, die wir gerade haben. Das sagt er - und meint es ernst!
Dies ist ein bayerischer Tag, einer wie sonst keiner. Der Politische Aschermittwoch in der Passauer Nibelungenhalle: Da hocken sie beisammen im Loden, in Tracht, eine Maß Bier in der Hand, der Saal ist rauch- und rauschgeschwängert, Weiß-Blau dominiert, der Redner zieht vom Leder.
Auslandskorrespondenten meiner Generation hassen Sentimentalitäten. Wir nehmen uns Philip Marlowe als Vorbild, rauchen zwei filterlose Zigaretten gleichzeitig (was nicht so einfach ist, wie es klingt) und gurgeln mit Whiskey, um Zahnpasta zu sparen.
Katarina Witt war ein Star. Die Eiskunstläuferin holte für die DDR olympische Medaillen und lieferte den Ostdeutschen ein paar kleine Träume von der großen Welt.
Als Katarina Witt zum ersten Mal ihre Stasi-Akte einsah, war sie geschockt. "Manchmal musste ich lachen, manchmal musste ich weinen", erinnert sich die ostdeutsche Eiskunstläuferin an jenen Tag, an dem sie acht Bände durchging, die die DDR-Staatssicherheit über sie angelegt hatte.
Kerstin Müller sprach ein offenes Wort. Zusammenarbeit mit der PDS, warum nicht?
In der V-Mann-Affäre sieht sich Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" sollen in den beim Verfassungsgericht eingereichten NPD-Verbotsanträgen zwei weitere NPD-Spitzenfunktionäre auftauchen, die zugleich Verbindungsleute des Verfassungsschutzes seien.
Im "Spectator", einer konservativen britischen Zeitschrift, beliebt vor allem bei Intellektuellen, erschien nach dem Freitod von Hannelore Kohl ein Aufsatz. Der Autor Andrew Gimson wunderte sich über die deutsche Presse.
Der Bundeskanzler war wütend. Er sei es leid, erklärte der Kanzler seinem Kanzleramtschef, dass ihm auf der einen Seite vorgehalten werde, die Tarifautonomie zu missachten, auf der anderen Seite aber, dass er nicht genügend Druck auf die Tarifpartner ausübe, damit es neue Arbeitsplätze gebe.
Der Vorschlag kam von IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Seine Gewerkschaft werde sich mit Lohnerhöhungen in Höhe der Inflationsrate begnügen, wenn die Arbeitgeber im Jahr zuvor 100 000 neue Stellen schaffen, sagte er im November 1995.
So viele Namen waren nie. Würde Otto Schily sein Amt niederlegen, wäre er Schröders achter Minister, der in der laufenden Legislaturperiode zurücktritt.
Das Bundesverwaltungsgericht will am 14. März über den Umgang mit den Stasi-Akten über Altkanzler Helmut Kohl (CDU) entscheiden.
Johannes B. Kerner traf den "Parteisoldaten" Helmut Kohl (so nannte er sich selbst) in einer guten Stunde und in einer guten politischen Stimmung.