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Thema

Nina Warken

Bei der Umsetzung der Gesundheitsreform herrscht weiter Dissens zwischen Ländern und Regierung

Von
  • Carsten Brönstrup
  • Antje Sirleschtov

Nach der Kritik am Gesundheitsfonds betreiben Union und SPD gemeinsam Schadensbegrenzung

Von
  • Hans Monath
  • Antje Sirleschtov

Berlin - Im Tauziehen um die Gesundheitsreform stehen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt anstrengende Wochen bevor: Die SPD-Politikerin muss nicht nur einen Gesetzentwurf ausarbeiten, der in der Koalition mehrheitsfähig ist, sondern auch dem Proteststurm der zahlreichen Lobbyverbände standhalten. Wie die Regierung – und vor allem sie selbst – im Machtkampf da steht, hat die Ministerin nun von der Beratungsfirma „A&B One“ analysieren lassen, dir ihr beim Krisenmanagement zur Seite steht.

Von Cordula Eubel

In der Debatte um die Gesundheitsreform hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zu mehr Sachlichkeit gemahnt. Schmidts Entwurf zu den Beitragserhöhungen für privat Versicherte war zuvor heftig kritisiert worden.

Potsdam - Die Gesundheitswirtschaft in Brandenburg hat nach einer Studie ein erhebliches Wachstumspotenzial. Die Krankenhäuser könnten bis 2020 mit einer um mehr als 16 Prozent steigenden Nachfrage rechnen, heißt es in der Expertise des IGES Institut für Gesundheits- und Sozialforschung Berlin, die Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) am Mittwoch in Potsdam vorstellte.

Die Bundesregierung vertraut im Bemühen um den Nichtraucherschutz auf eine fraktionsübergreifende Initiative mehrerer Abgeordneter. Findet die eine Mehrheit, will Gesundheitsministerin Schmidt einen entsprechenden Gesetzentwurf erarbeiten.

Prävention ist die bessere Medizin, sagt die Gesundheitsministerin und will es belohnen, wenn die Deutschen gesund leben. Was muss man also tun, um Karies, Krebs, Diabetes oder Osteoporose gar nicht erst zu bekommen? Hier kommt, was Experten raten

Im Streit um die geplante Informationskampagne gegen die Gesundheitsreform hat die Vorsitzende des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), Margret Mönig-Raane, eine sachliche Aufklärung zugesichert.

Das Festhalten der Krankenkassen an ihrer Kampagne gegen die geplante Gesundheitsreform ist in der großen Koalition auf scharfe Kritik gestoßen. Ulla Schmidt bezweifelte, dass die Kampagne den Versicherten diene.

Berlin - Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben ihre Differenzen über die geplante Informationskampagne der Kassen in einem dreistündigen Spitzengespräch nicht beilegen können. Schmidt sagte, man sei sich einig gewesen, dass es Aufgabe der Kassen sei, über Gesetzesänderungen zu informieren.

Auch nach einem Treffen mit Ministerin Schmidt wollen die Krankenkassen gegen die geplante Gesundheitsreform Stimmung machen. In der Koalition gibt es derweil neuen Streit um die Versorgung von Kindern der privat Versicherten.

Besser ließe sich kein Drehbuch schreiben: Pünktlich vor dem geplanten Spitzentreffen zur Gesundheitsreform am kommenden Dienstag artet der Streit zwischen Bundesregierung und Krankenkassen immer weiter aus. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt droht inzwischen damit, die Vorstände der Kassen persönlich haftbar machen zu wollen, falls sie die Beitragsgelder der Versicherten für Kampagnen verwenden.

Berlin - Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will die Vorstände der gesetzlichen Krankenkassen haftbar machen, wenn sie für eine Kampagne gegen die Gesundheitsreform Beiträge der Versicherten rechtswidrig verwenden sollten. „Ich will genau wissen, was welche Aktion kostet und woraus sie bezahlt wird“, sagte die Ministerin im RBB-Inforadio.

Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will die Vorstände der Krankenkassen bei Beitragsmißbrauch für Kampagnen gegen die Reform notfalls haftbar machen. Noch hofft sie aber auf eine gütliche Einigung.

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