"Schaffe mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich", so hatte die biblische Sarah ihrem Mann Jakob zugerufen. Seit mehreren Jahrzehnten schon ist die ungewollte Kinderlosigkeit für betroffene Paare eher ein Grund, diesen Ruf an die Reproduktionsmedizin zu richten.
Nina Warken
Zehn Jahre alt ist das Embryonenschutz-Gesetz. Es verbietet Forschern und Pharmazeuten, mit dem Menschen in seiner frühesten Form zu arbeiten, genauer: ein Menschlein zu benutzen.
Was Für Ein Horror. Zumindest in dieser Einschätzung waren sich die Leitung des Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und ihr ehedem prominentester Angestellter Rolf Rosenbrock gestern einig.
In der Diskussion um die Reform des Gesundheitswesens haben die deutschen Apotheker die Abschaffung der Budgetierung gefordert. "Die Budgetierung der Arzneimittelausgaben ist in einer Sackgasse angelangt", sagte Hans-Günter Friese, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) in Berlin.
Im Dauerkonflikt mit den Ärzten hat Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) noch einmal ausdrücklich ihre Gesprächsbereitschaft über die Gesundheitsreform angeboten. Sie verteidigte das Reformpaket zwar am Dienstag zum Auftakt des 103.
Mit der Forderung nach einem radikalen Umbau des Gesundheitssystems hat der Marburger Bund in Köln die traditionelle Ärztewoche eröffnet. Auf der Hauptversammlung des Verbandes der Krankenhausärzte verlangte der Vorsitzende Frank Ulrich Montgomery am Wochenende, den Arbeitgeberanteil am Kassenbeitrag den Beschäftigten als Zuschlag zum Lohn auszuzahlen.
Arbeitgeber rechnen ohne eine radikale Gesundheitsreform mit Beitragssätzen von 22 ProzentDie Arbeitgeber haben vor einer "Zeitbombe" in der Krankenversicherung wegen der wachsenden Zahl von Rentnern gewarnt. Ohne radikale Reformen werde der Beitragssatz der Kassen von heute 13,6 Prozent bis zum Jahr 2030 im Schnitt auf mindestens 22 Prozent ansteigen.
Als "Kongress der Wahrhaftigkeit und der Transparenz" bezeichnete der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Professor Lothar Weißbach, den am Montag im Berlin ICC eröffneten 24. Deutschen Krebskongress.
Eine Milliarde Mark, wie schön. Doch die gesetzlichen Krankenkassen hantieren jährlich mit einer satten Viertel-Billion.
Eigentlich galt das Problem längst als ausgestanden: "Der Uterus wird nicht verliehen", verkündete vor drei Jahren Gesundheitsministerin Rosy Bindi, und da bisher weder die Links- noch die Rechtsopposition Anstalten machte, anderes vorzuschlagen, blickte man eher von oben herab auf diese merkwürdigen Amerikaner und Engländer ("und leider", wie Bindi gequält anmerkte, "auch auf die Spanier"), die "auch noch aus Mutterschaft und Kinderkriegen ein Geschäft machen". Leihmütter, die Kinder anderer austragen, darf es im Lande der Zitronenblüte und der 98 Prozent eingetragener Katholiken einfach nicht geben.
Die Bundesregierung wird gegen das umstrittene Gen-Patent zur Manipulation von Embryonen Einspruch einlegen. Dies kündigte Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/Grüne) am Mittwoch im Kabinett an.
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich erneut gegen die Forderung nach höheren Ausgaben im Gesundheitswesen ausgesprochen. Das Solidarsystem setze der marktwirtschaftlichen Steuerung enge Grenzen, sagte sie am Dienstagabend bei der öffentlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) in Berlin.
Es war eine spontane Aktion. Anfang der letzten Woche verbot die grüne Gesundheitsministerin Andrea Fischer den Anbau von "Gen-Mais" der Firma Novartis in Deutschland.
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/Grüne) will die Leistungen der Pflegeversicherung ausweiten. Wer demenzkranke, also geistig verwirrte, Angehörige zu Hause pflegt, soll künftig ein Mal pro Woche einen Tag zum Ausspannen bekommen.
Gentechnisch veränderter Mais darf in Deutschland bis auf weiteres nicht angebaut und vertrieben werden. Darauf haben sich am Mittwoch die Bundesministerien für Landwirtschaft, Gesundheit, Umwelt und Forschung verständigt.
Trotz der Entscheidung der Bundesregierung, das Importverbot für britisches Rindfleisch aufzuheben, schließt die EU-Kommission eine Klage gegen Deutschland noch nicht aus. Dies erklärte gestern eine Sprecherin des EU-Verbraucherkommissars David Byrne nach einem Besuch von Gesundheitsministerin Andrea Fischer.
Wegen des Verdachts der Spionage für die Staatssicherheit der DDR wurde dem Gesundheitsforscher Rolf Rosenbrock am 21. Januar vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WBZ) fristlos gekündigt.
Im Streit um die Aufhebung des deutschen Einfuhrverbots für britisches Rindfleisch will Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) weiter auf eine europaweite Regelung dringen. Wie ihr Ministerium am Donnerstag in Berlin bestätigte, trifft sich Fischer am Montag in Brüssel mit EU-Verbraucherkommissar David Byrne.
Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) will weitere Arzneimittel aus dem Kassenkatalog streichen und dafür die seit 1990 geltende Negativliste für als unwirtschaftlich eingestufte Medikamente erweitern. Wie ihr Ministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, wird die bereits unter Fischers Amtsvorgänger Horst Seehofer (CSU) begonnene Neufassung der Negativliste derzeit weiter aktualisiert.
Alle, fast alle Bundesminister kamen gestern Abend nach Potsdam (mit Ausnahme von Gesundheitsministerin Andrea Fischer, die dem Vernehmen nach mit einer Grippe das Bett hüten musste), um der von Bundeskanzler Schröder auf der letzten Kabinettsitzung vor Weihnachten ausgesprochenen Einladung zum Dinner Folge zu leisten. Auch Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck wurde zur "Tafelrunde" geladen - und folgte dem Kanzlerruf ebenso.
Patienten, die unter ärztlichen Behandlungsfehlern zu leiden haben, sollen künftig mehr Rechte bekommen. Das erwägt nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne).
Die massive Kritik an der Gesundheitsreform 2000 ebbt auch eine Woche nach Inkrafttreten des Gesetzespakets nicht ab. "Kein einziges ernsthaftes Strukturproblem wurde gelöst", monierte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), Herbert Rebscher.
CDU-Verbände fusioniertFriedrichshain / Kreuzberg. Im Vorfeld der Fusion von Friedrichshain und Kreuzberg hat die CDU den ersten Vorstand des gemeinsamen Kreisverbands gewählt.
Die EU-Kommission macht Ernst. Im Streit um das französische BSE-Embargo will Brüssel jetzt eine so genannte begründete Stellungnahme nach Paris schicken.
Berliner Kassenärzte fordern ihre Patienten auf, per Brief oder Fax an Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) gegen das Arzneimittelbudget zu protestieren. "Es kann doch nicht angehen, dass mein Arzt in finanzielle Probleme gerät, nur weil er ordnungsgemäß seine Arbeit tut" heißt es in Vordrucken der Kassenärztlichen Vereinigung, die an alle 6000 Praxen geschickt wurden.
Trotz Widerstands mehrerer Bundesländer wird Deutschland sein Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch voraussichtlich im Februar aufheben. Parallel wird aber eine gesonderte Kennzeichnungspflicht für britisches Rindfleisch und Rindfleischprodukte bis zur Ladentheke eingeführt.
Trotz des bisher aufgelaufenen Milliardendefizits werden die gesetzlichen Krankenkassen das Jahr 1999 nach einer Prognose des Gesundheitsministeriums mit schwarzen Zahlen abschließen. Die Krankenkassen hätten ihr Defizit bis Ende September auf 2,3 Milliarden Mark abgebaut.
Der Bundesrat hat am Freitag zu mehreren Gesetzen den Vermittlungsausschuss angerufen. Damit sind das Gesetz zur Familienförderung, die Kindergelderhöhung im nächsten Jahr, der kleinere Teil der Spargesetze und die künftige Besteuerung von Lebensversicherungen zunächst blockiert.
Britisches Rindfleisch darf bei einem Verkauf in deutschen Metzgereien nach Angaben der EU- Kommission so gekennzeichnet werden, dass es für die Verbraucher klar als britisches Produkt erkennbar ist. Die Europäische Kommission teilte am Freitag in Brüssel mit, die Exportvorschriften für britisches Rindfleisch erlaubten solche Kennzeichnungen bis hinunter zur Ladentheke.
Die EU-Kommission hat in ihrem Kampf gegen die Gefahren des Rauchens volle Rückendeckung der EU-Gesundheitsminister erhalten. Auf ihrer Sitzung in Brüssel begrüßten die Minister am Donnerstag einhellig den Richtlinienvorschlag, mit dem die Schadstoffgehalte in Zigaretten weiter verringert und die Warnhinweise auf den Packungen deutlicher gekennzeichnet werden sollen.
Im Streit um das deutsche Einfuhrverbot für britisches Rindfleisch zeichnet sich ein Kompromiss ab. Gesundheitsministerin Andrea Fischer sagte nach einem Treffen mit EU-Gesundheitskommissar David Byrne in Brüssel, Deutschland wolle anders als Frankreich juristische Schritte der Kommission vermeiden.
Die Sozialdemokraten wollen im kommenden Jahr notwendige zusätzliche Ausgaben im Gesundheitswesen ohne höhere Beiträge und Zuzahlungen finanzieren. Das geht aus einem Brief der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD, Gudrun Schaich-Walch, an die Fraktion hervor, der dem Tagesspiegel vorliegt.
Die Koalition will bei der Gesundheitsreform Teile ihres Gesetzespakets auch ohne die Zustimmung des Bundesrats verabschieden. Das ist das Ergebnis eines Treffens am Donnerstag in Berlin, an dem Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne), Vertreter der Koalitionsfraktionen und der SPD-Länder teilnahmen.
Kommt endlich der große Aufbruch? Gut ein Jahr sind die Bündnisgrünen Regierungspartei im Bund, die Kleinarbeit wird von Tag zu Tag zermürbender.
So schnell kann es gehen. Das Nein der Union zur Gesundheitsreform klingt immer noch in den Ohren.
Die Union hat am Freitag ein von Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) angebotenes Gespräch über eine gemeinsame Gesundheitsreform abgelehnt. CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Schäuble erklärte nach Angaben eines Sprechers, er sehe nach der Verabschiedung der rot-grünen Reform im Bundestag "weder eine Basis noch eine Notwendigkeit" für ein Gespräch.
Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) hat erneut signalisiert, dass sie bei der Gesundheitsreform zu Gesprächen und Kompromissen bereit ist. In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel sagte Fischer: "Wir brauchen Strukturveränderungen.
Politik: Kassenexperten fürchten hohe Verluste - Ausgleichsfonds braucht 1,5 Milliarden Mark Reserve
Das Sparpaket zur Haushaltssanierung bringt nach Ansicht von Versicherungs- und Kassenexperten der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung Mindereinnahmen in Milliardenhöhe. Die Pflegeversicherung habe ab 2000 jährlich 400 Millionen Mark Mindereinnahmen, klagten Vertreter der Kassen am Dienstag bei der Anhörung des Haushaltsausschusses des Bundestages zum Haushaltssanierungsgesetz der rot-grünen Koalition.
Da standen sie im Herbst 1998, frisch an der Macht, und konnten es kaum glauben. Die Regierung war rot-grün.
Trotz der von Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) in Aussicht gestellten Milliardenspritzen für die Ost-Kassen will die Union die Gesundheitsreform 2000 im Bundesrat scheitern lassen. Unionschef Wolfgang Schäuble dementierte am Freitag in Baden-Baden Berichte, wonach einige Ost-Länder aus der Unionslinie ausscheren und die Reform wegen der Finanzhilfen für die Ost-Kassen unterstützen wollten.