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Thema

Nina Warken

Die von Gesundheitssenatorin Beate Hübner (CDU) geforderte Bundes-Nothilfe für die hochverschuldeten regionalen Krankenkassen AOK und Betriebskrankenkasse (BKK) Berlin ist offenbar politisch nicht durchsetzbar. Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) spricht sich zwar für einen zusätzlichen Finanzausgleich zwischen West- und Ostkassen in Höhe von 1,3 Milliarden im nächsten Jahr aus, Berlin gilt jedoch in der Sozialversicherung als Westland und müsste demnach eher draufzahlen, anstatt etwas zu bekommen.

Der Satz stammt von Peter Struck und beschreibt demokratische Routine. "Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es eingebracht wird", hatte der SPD-Fraktionschef seinerzeit erklärt und sich damit viel Ärger eingebrockt.

Das Bundesgesundheitsministerium und die Fachpolitiker der rot-grünen Koalition wollen bei einem Treffen an diesem Freitag in Berlin nach Wegen suchen, den Streit mit den Ärzten um die Arzneimittelbudgets beizulegen. Auch der Kompromissvorschlag des SPD-Sozialexperten Rudolf Dreßler wird dabei eine Rolle spielen.

Die Krankenkassen müssen nach Vorstellung der Arbeitgeber im Zuge der Gesundheitsreform mehr und nicht weniger Kontroll- und Einflussmöglichkeiten bekommen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnte Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer am Montag in Köln davor, ihre Reformpläne aufzuweichen.

Jetzt ist das passiert, womit alle gerechnet haben. Der Friedensschluss zwischen Bundesgesundheitsministerin Fischer, den Krankenkassen und den Ärzte währte nicht lange.

Verbände und Experten sind weiter uneins über das von Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) geplante Globalbudget im Gesundheitswesen. Während die Vertreter der Krankenkassen und der Gewerkschaften die dadurch angestrebte Deckelung der Medizin-Ausgaben bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags begrüßten, lehnten die Sprecher der Heilberufe es weiter ab und forderten die Ministerin auf, ihren Gesetzentwurf zurückzunehmen.

In der Ärzteschaft ist ein Streit um das Aktionsprogramm für die Arznei- und Heilmittel ausgebrochen. In einem dem Tagesspiegel vorliegenden Brief wirft der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg, Werner Baumgärtner, dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Winfried Schorre, "übertriebenes Harmoniebedürfnis", "Einknicken vor der Politik" und zudem "politische Naivität" vor.

Privat Krankenversicherte müssen im Zuge der Gesundheitsreform angeblich demnächst höhere Beiträge bezahlen. Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) wolle die Privatkassen verpflichten, einen "Alterszuschlag" von zehn Prozent auf den Krankenversicherungsbeitrag zu erheben, berichtete die "Bild"-Zeitung am Mittwoch.

Im Streit um die Gesundheitsreform scheint sich zwischen Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) und den Ärzten eine Lösung anzubahnen. Nach Informationen des Tagesspiegels aus Ministeriumskreisen sind sich beide Seiten bei einem Spitzengespräch am Mittwochabend näher gekommen.

Die Krankenkassen rechnen bis zum Jahresende mit einem Ausgleich ihrer derzeitigen Einnahmedefizite. Führende Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen bestätigten am Freitag ferner die tags zuvor geäußerte Erwartung von Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer, dass die Beitragssätze in diesem Jahr nicht angehoben und auch im kommenden Jahr stabil bleiben würden.

Der Kompromiss mit Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer im Streit um das Arzneimittelbudget kostet den Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Winfried Schorre, unter Umständen sein Amt. Fünf regionale Kassenärztliche Vereinigungen haben eine außerordentliche Vertreterversammlung beantragt, auf der Schorre abgewählt werden könnte.

Das Bundesministerium für Gesundheit "schweigt und nimmt zur Kenntnis". Aber Gesundheitsministerin Andrea Fischer zeigt sich doch befremdet über "Stil und Inhalt" einer offensichtlich innerhalb der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) neu entflammten Auseinandersetzung um die am Dienstagabend gefundene Einigung über das Arznei- und Heilmittelbudget für 1999.

Einen Tag vor dem zweiten Spitzengespräch mit Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) zum Arzneibudget haben sich Ärzte und Krankenkassen einen heftigen Schlagabtausch geliefert. In scharfer Form prangerten Ärzte am Montag eine "Explosion der Verwaltungskosten" der Kassen an.

Kompromisse sind ein mühsames und delikates Geschäft - besonders im Gesundheitswesen. Nächste Woche gibt es einen neuen Anlauf: Gesundheitsministerin Fischer und die Mediziner wollen über das umstrittene Arzneibudget reden.

Zwischen Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) und der Kassenärztlichen Bundesvereingigung (KBV) droht eine offene Machtprobe. Fischer will das von der KBV geplante "Notprogramm" gegen eine Überschreitung des Arznei- und Heilmittelbudgets notfalls verbieten.

Einen derartigen Empfang hatte sie sich wohl nicht vorgestellt: Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) bezog am Montag offiziell ihren Berliner Dienstsitz - und musste, fast eine Viertelstunde lang den kiloschweren Begrüßungskuchen der Berliner Grünen stemmend, für Fotografen und Kameras posieren. Regina Michalik und Andreas Schulze, die Landesvorstandssprecher, hatten den Kuchen als "berlintypisches Geschenk" mitgebracht.

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