Hamburgs RAF-Travestie zum Theatertreffen-Start
RAF
Das Treffen von Bundespräsident Horst Köhler mit Ex-Terrorist Christian Klar hat die Gemüter neu erhitzt. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht darin eine übermäßige Fürsorge des Staates für Schwerstverbrecher.
Nicolas Stemann inszeniert das Jelinek-Stück mit Lust an politischer und ästhetischer Provokation. Dafür muss sich der Regisseur vom Hamburger Thalia Theater auch Buh-Rufe anhören.
Bundespräsident Köhler traf inzwischen den früheren Terroristen Klar – und entscheidet nächste Woche über das Gnadengesuch
Gefangene in ihrer eigenen Welt: Warum Terroristen der RAF noch immer über ihre Taten schweigen
Vom Mord am Polizisten Norbert Schmid 1971 bis zum Anschlag auf Deutsche-Bank-Chef Herrhausen 1989: Den Ermittlern fehlen wichtige Erkenntnisse über Attentäter und Hintermänner
Deutscher Herbst, Rasterfahndung, Terroristische Vereinigung
Warum Innenminister weiter nach RAF-Tätern fahnden wollen
Bremen - Die SPD-geführten Bremer Senatsressorts für Justiz und Bildung haben am Freitag die Beschäftigung der Ex-RAF-Terroristin Susanne Albrecht als Sprachlehrerin für ausländische Grundschüler verteidigt. In einer Sondersitzung des Rechtsausschusses der Bürgerschaft berief sich Justiz-Staatsrat Ulrich Mäurer dabei auch auf das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart.
Ganz am Ende der fulminanten RAF-Revue „Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek, die heute das Theatertreffen in Berlin eröffnet, sitzt der Regisseur Nicolas Stemann auf der Bühne, ein Textblatt in der Hand, eine blonde Zopfperücke auf dem Kopf. Stemann spielt Jelinek, die Ulrike Meinhof spielt – das ist typisch für seine stets mehrfach ironisch gebrochenen Inszenierungen, die schwindelfrei mit einer Handvoll Bedeutungsebenen auf einmal zu jonglieren verstehen.
Von Harald Martenstein
Berlin - Er steht da, die angegrauten Haare zum Pferdeschwanz zusammengebunden, und agitiert die Menge auf dem Lausitzer Platz in Kreuzberg. Ralf Reinders, Ex-Terrorist der „Bewegung 2.
Bei der „Revolutionären 1.-Mai-Demo“ haben auch Ex-Terroristen mitgemischt
Berlin - Bei der „Revolutionären 1.Mai-Demo“ in Kreuzberg hat am Dienstagabend Ex-Terrorist Ralf Reinders zwei Opfer der RAF diffamiert.
Auch 30 Jahre nach dem Mord an Siegfried Buback ist völlig unklar, wer die tödlichen Schüsse auf den früheren Generalbundesanwalt abgegeben hat. Laut Michael Buback deutet inzwischen vieles auf eine Frau hin.
„Nie wieder!“ hört man nur zum „Dritten Reich“
Stefan Raab bietet ausgeschiedenem DSDS-Kandidaten Buskohl neue Bühne – das sieht RTL gar nicht gern
Margarethe von Trotta über ihren Ensslin-Film, das Sympathisantentum und deutsche Kontinuitäten
Der Ex-RAF-Terrorist Stefan Wisniewski hat der Bundesanwaltschaft seine Kooperationsbereitschaft signalisiert, nachdem diese wegen des Attentats 1977 auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback wieder ermittelt.
Stefan Wisniewski, der einer Aussage des früheren RAF-Terroristen Boock zufolge Schütze beim Attentat auf Siegfried Buback gewesen sein soll, muss nach Ansicht seiner Anwältin kein neues Verfahren fürchten.
Berlin - Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wollte sich nach Informationen des Tagesspiegels umbringen, nachdem eine Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz im Frühjahr 1982 nicht in ihrem Sinne verlaufen war. Die 1977 zu lebenslanger Haft verurteilte Becker hatte von sich aus den Kontakt zum Verfassungsschutz gesucht und dabei den Tathergang des Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback geschildert.
"Das Opfer und der Terrorist" - so lautete der Titel der Sendung, in der Michael Buback und Peter Jürgen Boock gemeinsam aufgetreten sind. Welche Bedeutung hat dieses Zusammentreffen? Von Frank Jansen
Es ist noch nicht vorbei, hat Generalbundesanwältin Monika Harms am Mittwoch sinngemäß gesagt – und hinzugefügt sei: Es wird so schnell wohl nicht vorbei sein. Der RAF-Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird allem Anschein nach noch einmal aufgerollt, 30 Jahre nach der Tat.
Generalbundesanwältin ermittelt wieder gegen RAF. Stand Wisniewski schon 1982 unter Verdacht?
Acht Jahre nach seiner Entlassung ist der Ex-RAF-Terrorist Stefan Wisniewski wieder ins Visier der Bundesanwälte geraten. Generalbundesanwältin Monika Harms hat Ermittlungen gegen Wisniewski aufgenommen.
Generalbundesanwältin Monika Harms ermittelt wegen des Mordes an ihrem Vorgänger Siegfried Buback vor 30 Jahren gegen den früheren RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. Es handele sich um einen Anfangsverdacht, sagte Harms.
Günther Beckstein hat sich enttäuscht über die Lockerung der Haftbedingungen des Ex-RAF-Terroristen Christian Klars geäußert. Der bayerische Innenminister lehnte eine Begnadigung von Klar erneut ab.
Sie haben es wieder geschafft, die Republik in eine schwierige, auch verstörende Debatte zu treiben. Als mordende Mitglieder der „Roten Armee Fraktion“ forderten Peter-Jürgen Boock und seine „Genossen“ den Rechtsstaat so massiv heraus, dass er sich seiner Grenzen im Kampf gegen das politisch motivierte Verbrechen nicht mehr sicher war.
Hafterleichterung für Ex-Terroristen der RAF
Der seit 24 Jahren inhaftierte Ex-RAF-Terrorist Christian Klar erhält Hafterleichterungen. Das hat das Landgericht Karlsruhe beschlossen. Über Sonderurlaub und Freigang wird noch entschieden.
Mord an Buback: Verfassungsschutz legte Anfang der 80er Dossier über Aussage der Terroristin Becker an
Wie es Anfang der 80er Jahre zur Vernehmung der RAF-Terroristin Verena Becker kam
Muss der Deutsche Herbst neu bewertet werden? Politisch ja, juristisch nein
Die RAF-Terroristin Verena Becker hat offenbar bereits Anfang der 80er Jahre intensiven Kontakt zum Bundesamt für Verfassungsschutz unterhalten. Belegt wird diese Zusammenarbeit durch ein 44-seitiges Papier, das der Verfassungsschutz jetzt im eigenen Archiv wiedergefunden hat.
Kanzlerin Angela Merkel hat eine vollständige Aufklärung des RAF-Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback vor 30 Jahren verlangt. Einem Medienbericht zufolge sollen die Geheimdienste seit Jahren wichtige Hinweise auf die Attentäter zurückgehalten haben.
Die RAF hat mit "gezielt tödlichen Aktionen" führende "Repräsentanten aus Wirtschaft und Staat" ermordet. Auch 30 Jahre nach dem Terrorjahr 1977 ist in vielen Fällen nicht geklärt, wer den Finger am Abzug hatte oder die Bomben zündete.
Angehörige von RAF-Opfern haben sich gegen den Vorschlag von Michael Buback gewandt, Christian Klar zu begnadigen. Der Ex-Terrorist habe keine Reue gezeigt, hieß es in der Begründung.
Von Axel Vornbäumen
Haft oder Hilfe: Wie ehemalige Mitglieder der RAF und der Bewegung 2. Juni jahrelang mit Therapeuten sprachen
Verfassungsschutz soll Anfang der 80er von Schüssen des RAF-Terroristen Wisniewski gewusst haben / Klar fuhr offenbar Fluchtauto