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Thema

RAF

Das Treffen von Bundespräsident Horst Köhler mit Ex-Terrorist Christian Klar hat die Gemüter neu erhitzt. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht darin eine übermäßige Fürsorge des Staates für Schwerstverbrecher.

Gefangene in ihrer eigenen Welt: Warum Terroristen der RAF noch immer über ihre Taten schweigen

Von Axel Vornbäumen

Vom Mord am Polizisten Norbert Schmid 1971 bis zum Anschlag auf Deutsche-Bank-Chef Herrhausen 1989: Den Ermittlern fehlen wichtige Erkenntnisse über Attentäter und Hintermänner

Bremen - Die SPD-geführten Bremer Senatsressorts für Justiz und Bildung haben am Freitag die Beschäftigung der Ex-RAF-Terroristin Susanne Albrecht als Sprachlehrerin für ausländische Grundschüler verteidigt. In einer Sondersitzung des Rechtsausschusses der Bürgerschaft berief sich Justiz-Staatsrat Ulrich Mäurer dabei auch auf das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart.

Ganz am Ende der fulminanten RAF-Revue „Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek, die heute das Theatertreffen in Berlin eröffnet, sitzt der Regisseur Nicolas Stemann auf der Bühne, ein Textblatt in der Hand, eine blonde Zopfperücke auf dem Kopf. Stemann spielt Jelinek, die Ulrike Meinhof spielt – das ist typisch für seine stets mehrfach ironisch gebrochenen Inszenierungen, die schwindelfrei mit einer Handvoll Bedeutungsebenen auf einmal zu jonglieren verstehen.

Von Patrick Wildermann

Berlin - Er steht da, die angegrauten Haare zum Pferdeschwanz zusammengebunden, und agitiert die Menge auf dem Lausitzer Platz in Kreuzberg. Ralf Reinders, Ex-Terrorist der „Bewegung 2.

Auch 30 Jahre nach dem Mord an Siegfried Buback ist völlig unklar, wer die tödlichen Schüsse auf den früheren Generalbundesanwalt abgegeben hat. Laut Michael Buback deutet inzwischen vieles auf eine Frau hin.

Berlin - Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wollte sich nach Informationen des Tagesspiegels umbringen, nachdem eine Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz im Frühjahr 1982 nicht in ihrem Sinne verlaufen war. Die 1977 zu lebenslanger Haft verurteilte Becker hatte von sich aus den Kontakt zum Verfassungsschutz gesucht und dabei den Tathergang des Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback geschildert.

"Das Opfer und der Terrorist" - so lautete der Titel der Sendung, in der Michael Buback und Peter Jürgen Boock gemeinsam aufgetreten sind. Welche Bedeutung hat dieses Zusammentreffen? Von Frank Jansen

Es ist noch nicht vorbei, hat Generalbundesanwältin Monika Harms am Mittwoch sinngemäß gesagt – und hinzugefügt sei: Es wird so schnell wohl nicht vorbei sein. Der RAF-Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird allem Anschein nach noch einmal aufgerollt, 30 Jahre nach der Tat.

Acht Jahre nach seiner Entlassung ist der Ex-RAF-Terrorist Stefan Wisniewski wieder ins Visier der Bundesanwälte geraten. Generalbundesanwältin Monika Harms hat Ermittlungen gegen Wisniewski aufgenommen.

Generalbundesanwältin Monika Harms ermittelt wegen des Mordes an ihrem Vorgänger Siegfried Buback vor 30 Jahren gegen den früheren RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. Es handele sich um einen Anfangsverdacht, sagte Harms.

Sie haben es wieder geschafft, die Republik in eine schwierige, auch verstörende Debatte zu treiben. Als mordende Mitglieder der „Roten Armee Fraktion“ forderten Peter-Jürgen Boock und seine „Genossen“ den Rechtsstaat so massiv heraus, dass er sich seiner Grenzen im Kampf gegen das politisch motivierte Verbrechen nicht mehr sicher war.

Muss der Deutsche Herbst neu bewertet werden? Politisch ja, juristisch nein

Von Sebastian Bickerich

Die RAF-Terroristin Verena Becker hat offenbar bereits Anfang der 80er Jahre intensiven Kontakt zum Bundesamt für Verfassungsschutz unterhalten. Belegt wird diese Zusammenarbeit durch ein 44-seitiges Papier, das der Verfassungsschutz jetzt im eigenen Archiv wiedergefunden hat.

Kanzlerin Angela Merkel hat eine vollständige Aufklärung des RAF-Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback vor 30 Jahren verlangt. Einem Medienbericht zufolge sollen die Geheimdienste seit Jahren wichtige Hinweise auf die Attentäter zurückgehalten haben.

Die RAF hat mit "gezielt tödlichen Aktionen" führende "Repräsentanten aus Wirtschaft und Staat" ermordet. Auch 30 Jahre nach dem Terrorjahr 1977 ist in vielen Fällen nicht geklärt, wer den Finger am Abzug hatte oder die Bomben zündete.

Haft oder Hilfe: Wie ehemalige Mitglieder der RAF und der Bewegung 2. Juni jahrelang mit Therapeuten sprachen

Von Caroline Fetscher
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