Die Ex-Terroristen Christian Klar, Knut Folkerts und Brigitte Mohnhaupt sollen per Beugehaft zu Zeugenaussagen gezwungen werden. Michael Buback, der Sohn des ermordeten Generalbundesanwalts, reagierte mit Skepsis auf die Anordnung.
RAF
Der langjährige Daimler-Benz-Chef Edzard Reuter schreibt über "Begegnungen und Begebnisse" - und über sich.

Extreme in Deutschland: Die linke Szene hat nach dem G-8-Gipfel in Heiligendamm keinen Schub bekommen. Die Rechten setzen derweil ganz auf den Osten. Die NPD scheint Schritt für Schritt auch Teile des Bürgertums zu erreichen.

Das Chamäleon des Pop: Jan Delay beschließt in Berlin seine gefeierte Deutschland-Tournee und plant dabei schon wieder einen Neuanfang. Denn das Feuer hört für den Vollblutmusiker nie auf zu brennen.
Die Generalbundesanwältin will vier ehemalige RAF-Terroristen zu Aussagen über den Buback-Mord zwingen.
So schnell wie sie hat es in den vergangenen zwei Jahrzehnten kein neuer Juso-Chef und keine neue Juso-Chefin in die Schlagzeilen geschafft. Die 27-jährige Berlinerin Franziska Drohsel ist noch keine Woche im Amt, da steht sie schon im Zentrum einer heftigen politischen Debatte.

Die Bundeswehr bekommt in Berlin ein Ehrenmal. Wie gedenkt man der Soldaten, die im Ausland sterben? Eine Diskussion darüber fehlt.
Die ARD dokumentiert „Unsere 60er Jahre“
Offene Wunden: Die RAF, die Studentenbewegung und die Last des Nationalsozialismus
Der Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth über die Enttabuisierung der Gewalt: Die Apo war das klare Vorbild der RAF, findet er.
Unerfreuliches durch Verschweigen bekämpfen? Michel Friedman macht das einzig Richtige, um der NPD zu schaden: Er redet mit ihr. Auf fast 90 Seiten ist nun sein Interview mit dem Neonazi-Anwalt Horst Mahler einsehbar.
Kanadische Debatte über Deutsche im Weltkrieg
Gedenken als Kulturkampf: Warum die RAF so viele Anhänger fand und warum es falsch ist, rückblickend die 68er-Bewegung und linksliberale Strömungen mit der Terrororganisation in Verbindung zu bringen.

Geschichte wird gemacht: Das Deutsche Historische Museum in Berlin wird 20 - seine beiden Generaldirektoren erinnern sich.
RAF-Terror: Gedenkveranstaltung in Berlin beklagt Fixierung auf die Täter
22 Jahre lang saß der RAF-Terrorist Rolf Heißler im Gefängnis. An die 2000 Zusendungen hat er nicht erhalten, weil sie beschlagnahmt worden sind.
Eine Ausstellung zeigt Briefe an Rolf Heißler
22 Jahre saß Terrorist Rolf Heißler in Haft – eine Ausstellung zeigt jetzt beschlagnahmte Post an ihn
Es gehört zum Fluch von Jahrestagen, dass sie die Bühne für Leute bieten, die besser den Mund halten würden. Im links-sektiererischen Blättchen „Junge Welt“ hat jetzt der frühere RAF-Terrorist Rolf Clemens Wagner sagen dürfen, dass es im September 1977 richtig gewesen sei, Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer zu entführen.
18. Oktober 1977.
Vor 30 Jahren: Der Verleger Klaus Wagenbach spricht über seine Erfahrungen mit der RAF, ihre Sympathisanten und die deutsche Hysterie.
Der ehemalige RAF-Terrorist Rolf Clemens Wagner hat die Entführung von Hanns Martin Schleyer gerechtfertigt. Die Reaktionen darauf wirken wie eine Zeitreise in die ideologisch verhärtete Zeit der Siebziger.

Alexander Kluge im Tagesspiegel-Gespräch über den Film „Deutschland im Herbst“ und seine Angst um die Öffentlichkeit.
Noch ein Buch über den Deutschen Herbst – und ein erfrischend ernstes: Willi Winklers "Geschichte der RAF“ kann Herkunft und Abkunft der Terroristen erklären - aber immer mit gebührendem Abstand.
Am 18. Oktober 1977 bringen sich drei führende RAF-Mitglieder in ihren Zellen um. Ein Mythos entsteht. Wie kamen die Waffen ins bestgesicherte Gefängnis Europas? Und was wusste der Staat? Manche Fragen sind bis heute offen.
Theodor Prinzing wurde „Wurmfortsatz“ genannt und vom Richterstuhl geprügelt. Und dass Otto Schily später noch in die USA einreisen durfte, verwundert ihn.
Michael Köhlmeiers grandioser Roman „Abendland“ erzählt die Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Bühne des Terrors: Mit drei Uraufführungen startet das Schauspiel Stuttgart sein RAF-Theaterprojekt. Drei Wochen voller Doku-Theater, Musik und Diskussionen.
Horst Herold, der einstige Chef des Bundeskriminalamtes, ist, so sagt er selbst, der letzte Häftling im Volksgefängnis der RAF. Ein Besuch.
Verteidigungsminister Jung will Rechtsklarheit für Extremsituationen – das ist naiv.
Der "Karl May der RAF" tingelt durch die Talkshows. Doch ein idealer Zeitzeuge ist er nicht.
Der Deutsche Herbst liegt 30 Jahre zurück. Aber doch nicht so weit, als dass Stefan Aust die Zeit nicht doch knapp würde.
Terroristen der Roten Armee Fraktion hatten vor 30 Jahren auch die Entführung von Bundeskanzler Helmut Schmidt ins Auge gefasst. Das behauptet jetzt das frühere RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock.

Heute vor 30 Jahren wurde Hanns Martin Schleyer entführt. Damit begann der Deutsche Herbst. Regisseur Andres Veiel erinnert sich an ein unvergessliches Kapitel der deutschen Geschichte und seine Protagonisten.
30 Jahre Schleyer-Entführung: In den Lehrplänen taucht die RAF nicht auf. Aber die Schulen können das Thema freiwillig behandeln.
RAF IM UNTERRICHTKonkrete Vorgaben für die Behandlung der Roten Armee Fraktion im Unterricht werden in den Rahmenlehrplänen nicht genannt. Dennoch kann in Geschichte in der zehnten Jahrgangsstufe das Thema RAF in die Themenfelder „Konfrontation der Blöcke und die Deutsche Frage“ oder „Aktuelle weltpolitische Problemfelder“ eingebunden werden.

30 Jahre Deutscher Herbst. Eine Million bot man ihm 1977 für Details zur Schleyer-Entführung. RAF-Mitglied Knut Folkerts sagte Nein
Mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer begann vor knapp 30 Jahren der Höhepunkt des RAF-Terrors. Schicksalsfragen standen an in jener Zeit, buchstäblich. Die dringlichste lautete: Wie erpressbar ist der Staat?
Die Schauspielerin Fanny Ardant ist von konservativen und rechten italienischen Politikern aufgefordert wurde, den eben eröffneten 75. Filmfestspielen von Venedig fernzubleiben. Sie soll den früheren Brigadisten Renato Curcio als "Held“ bezeichnet haben.

Der Altkanzler Helmut Schmidt hat Schuldgefühle gegenüber der Familie von Hanns Martin Schleyer. Dennoch seien seine Entscheidungen während der Entführung richtig gewesen.