zum Hauptinhalt
Thema

RAF

"Ein, zwei Tage" wird es nach Ansicht des österreichischen Sicherheits-Generaldirektors Michael Sika dauern, bis die Ermittler die näheren Umstände beim Aufenthalt des mutmaßlichen Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF), Horst Ludwig Meyer, in Wien aufklären können. Der 43-jährige Deutsche war am Mittwoch bei einem Schusswechsel mit der Polizei in Wien-Donaustadt getötet worden.

Nach dem Tod des mutmaßlichen RAF-Mitgliedes Horst Ludwig Meyer in Wien bemüht sich die Bundesanwaltschaft um die Auslieferung seiner ebenfalls jahrelang als Mitglied der Rote-Armee-Fraktion gesuchten Begleiterin Andrea Klump. Der 42-Jährigen werde Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Beteiligung an einem elf Jahre zurückliegenden Sprengstoffanschlag auf eine spanische Diskothek vorgeworfen, erklärte die Sprecherin des Generalbundesanwalts, Eva Schübel, am Donnerstag in Karlsruhe.

Die juristische Barriere vor der "Anerkennung" einer terroristische Vereinigung ist recht anspruchslos: Drei politische Schwerverbrecher reichen aus, und alle Alarmanlagen von Karlsruhe - Bundesanwaltschaft - bis Köln - Bundesamt für Verfassungsschutz - springen an. Selbst diese nicht gerade steile Bedingung erfüllten die zwei Männer der Antiimperialistischen Zellen (AIZ) nicht.

"Simpelwelten" nennt Antje Dorn ihr Sujet. Ihre Bilder zeigen figürlich-simple Männeken, Haushaltsgeräte, Apparate und deren sprachliche Befehlscodes: Reset, Start, Normal.

Ein Drama an vier Schauplätzen: Heinrich Breloer hat die Ereignisse um die Entführung Hanns-Martin Schleyers 1977 zu einem zweiteiligen Film verarbeitet: "Todesspiel" - das Fernsehereignis des JahresVON HELLMUTH KARASEKAn vier Schauplätzen fanden die blutig-dramatischen Ereignisse statt, die die Bundesrepublik 1977 in ihre größte Zerreißprobe stürzten und die inzwischen als "Deutscher Herbst" Einlaß in die Geschichtsbücher gefunden haben: Es war die Auseinandersetzung zwischen einer sozial-liberalen Bundesregierung mit dem Kanzler Helmut Schmidt und den Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF), die Deutschland in hybrider Selbstüberschätzung zu einem Guerilla-Kampffeld umwandeln wollten. Der erste Schauplatz war das "Volksgefängnis", wie die Terroristen die Wohnung und den Schrank nannten, in die sie den Industriellen Hanns-Martin Schleyer sperrten, nachdem sie in einem blutigen Überfall drei Polizisten und den Fahrer ermordet und den Spitzenmanager in ihre Gewalt gebracht hatten.

console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })