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Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.
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Potsdam HEUTE, Freitag, 1. April 2022: Vereint gegen Ost-West-Vorurteile

Die wichtigsten Termine, die interessantesten Themen und News. Alles, worüber Potsdam spricht, im PNN-Newsletter "Potsdam Heute". 

Guten Morgen,

Scheiss Ossis, Scheiss Wessis und alle ossimilierten Wessis, zu denen ich mich selbst zähle. Eine tolle Begrüßung, was? Aber die hat natürlich ihre Berechtigung. Ich will Sie damit auf ein innerdeutsches Musikduell hinweisen, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Campino, Sänger der Düsseldorfer Punkrock-Ikonen Die Toten Hosen und Marteria, Deutschrapper aus Rostock, sind seit langem dicke Freunde und machen jetzt musikalisch gemeinsame Sache gegen Ost-West-Vorurteile. Vor einer Woche erschien ihre neue Doppel-Single "Scheiss Wessis/Scheiss Ossis". Das ist nicht nur hörens- sondern auch sehenswert. In den Musikvideos dabei: Kati Witt (netter Ossi) und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (grüner Wessi).

Während Campino sich selbst und den Westen auf die Schippe nimmt (hier geht's zum Video), besingt Marteria in seiner Hymne "Scheiss Ossis" (hier der Link) auch Brandenburg. "Nie wieder Florida-Reisen, wir haben Tropical Islands" und "Ja, wir sind von gestern, aber wer hat hier die Tesla-Fabrik?" Und schließlich: "Ja, ihr fühlt euch ganz groß, doch wir haben auch ein Frankfurt."

In genau diesem Frankfurt an der Oder trafen sich diese Woche das Brandenburger Kabinett und der Berliner Senat zu einer gemeinsamen Sitzung. Beide Länder werden die Bewerbung des Ost-Frankfurts für das Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit unterstützen, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (Ossi) und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (Ossi, geboren in Frankfurt (Oder)) erklärten. Das Zentrum, eine Empfehlung aus dem Abschlussbericht der Einheitskommission der Bundesregierung, soll Forschungs,- Kultur- und Begegnungsstätte werden, den europäischen Gedanken leben - und dürfte unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs eine besondere Bedeutung bekommen.
Auch Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und die Folgen spielten bei der gemeinsamen Sitzung der Länder eine wichtige Rolle, schließlich kommen in Frankfurt (Oder), über die Stadtbrücke mit dem polnischen Slubice verbunden, viele Geflüchtete aus der Ukraine an. Woidke und Giffey forderten in der deutsch-polnischen Doppelstadt eine faire Verteilung der Kriegsflüchtlinge in ganz Deutschland. "Es geht darum, dass die Menschen dort untergebracht werden, wo sie auch am besten integriert werden können", sagte Woidke.  

Ihre Ossi-Wessi-Songs haben Campino und Marteria vor drei Monaten geschrieben und eingespielt. "Damals war die Welt noch eine andere", erklärte Campino vor der Veröffentlichung der Single. "Seit dem Angriffskrieg von Putin in der Ukraine ist nichts mehr so, wie es vorher war und auch unsere beiden Lieder erscheinen in dem neuen Kontext anders als gedacht.“ Dennoch, es bleibe dabei: „Unsere Songs sind ein Plädoyer für das Zusammenstehen, für Gemeinsamkeiten und für Freundschaft. Deshalb passen sie vielleicht doch besser in diese Zeit, als man auf den ersten Blick erkennen kann.“

Auch im heutigen Newsletter

  • Metropolishalle als Heim: Wie Potsdam die Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine organisieren will 
  • Ein Jahr später fertig: Das neue Potsdamer Kreativquartier soll erst 2024 öffnen 
  • Empörte Eltern: Der Stopp der Brandenburger Kitareform sorgt für große Aufregung 
  • Potsdams Unterwelt: Wo sich die Schutzräume der Landeshauptstadt befanden
  • Tipps für Unternehmungen
  • ...und jede Menge mehr

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