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Thema

Wohnen in Potsdam

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) für Städtebau, Wohnen und Verkehr Brandenburg weist für 1999 einen Fehlbetrag von 34 Millionen Mark aus und wird auch im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust erwirtschaften. Dies sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Clemens Appel, am Montag vor Journalisten in Potsdam und bestätigte damit einen Tagesspiegel-Bericht vom Sonnabend.

Brandenburgs SPD-Bauminister Hartmut Meyer gerät in Bedrängnis: Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), für deren Fachaufsicht er zuständig ist, entwickelt sich zum Millionengrab. Wie am Freitag aus Regierungskreisen in Potsdam verlautete, hat die LEG im vergangenen Jahr Verluste über 30 Millionen Mark eingefahren und schreibt tiefrote Zahlen.

Von Thorsten Metzner

Görlitzer Bahnhof: Nur noch der Name einer Berliner U-Bahn-Station erinnert an die historischen Bande zwischen der preußischen Metropole und der Provinzstadt an der Neiße. Im Dezember 1867 wurde die direkte Eisenbahnverbindung eröffnet.

Von Michael Bienert

Die Kindertagesstätten in Berlin nehmen ab sofort keine Kinder mehr auf, die in Brandenburg wohnen. Und alle neuen Betreuungsverträge müssen mit dem Passus versehen werden: "Der Vertrag endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, einen Monat nach Aufgabe des gewöhnlichen Aufenthalts des Kindes oder der Eltern in Berlin.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Beate Judisch schaut sich nachdenklich in ihrem neuen Zuhause um: Vor sieben Wochen packte die 72-Jährige in Berlin-Steglitz Kisten und Koffer, verkleinerte entschieden ihren Hausstand und zog in die Eineinhalb-Zimmer-Wohnung ins Augustinum nach Kleinmachnow. Den Weg vor die Tore der Hauptstadt wählte sie bewusst: "Berlin aufgeben wollte ich auf keinen Fall - ich wollte die Stadt vor der Haustür haben, aber nicht mehr drin wohnen.

Rund um den Potsdamer Platz werden in diesen Monaten die letzten Baupläne festgezurrt: Der größte Teil des so genannten Lenné-Dreiecks, bislang im Besitz der Hertie-Stiftung, wurde von dem Milliardär Otto Beisheim erworben, dem ehemaligen Hauptanteilseigner der Handelskette Metro. Neben dem Hochhaus von Sony baut die Delbrück-Bank einen - allerdings deutlich kleineren - Hochhausturm nach einem Entwurf des Berliner Architekten Hans Kollhoff.

Die israelischen Sicherheitskräfte, die bei der Jüdischen Gemeinde in Berlin beschäftigt werden, erhalten Gehälter etwa wie Oberregierungsräte. In der Vorlage des Senats sind für jede dieser 21 Stellen für "qualifiziertes Sicherheitspersonal aus Israel" jährlich 101 300 Mark an Personalkosten und 3000 Mark Sachkosten eingesetzt.

Von Amory Burchard

Marlies Wanjura (54), Bezirksbürgermeisterin und Dezernentin für Bürgerdienste, Gesundheit, Wirtschaftsförderung und Personal. Die gelernte Krankenschwester übernahm nach einer mehrjährigen Familienpause 1976 die Leitung eines sozialpflegerischen Dienstes und arbeitete als Referentin im Caritasverband.

Wenn es nach dem Gesetz der Serie ginge, müsste Robert Bartko vom Berliner Peugeot-Rad-Team heute Abend bei den Bahn-Weltmeisterschaften nach der Entscheidung in der 4000-m-Einerverfolgung wie im Vorjahr in Bordeaux wenigstens die Bronzemedaille umgehängt bekommen. Denn auch wie in der vorigen Saison patzte der 23-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften und wurde seiner Favoritenstellung mit Platz vier nicht gerecht.

Mit einem Netzwerk von Kapiteln, Unterkapiteln und Querverweisen macht uns Claudia Wahjudi mit mutigen und skurrilen Kulturentwürfen hinter der auf Hochglanz ausgestellten Hauptstadtkultur bekannt. Dabei lernen wir auch eine Handvoll Freunde kennen, die ihrerseits zwischen Beziehungsstress und Dissertationsdruck, Familienbesuch und Partygelaber wie optimistische Insekten in einem Spinnennetz zappeln.

Jin Mao - 278 800 qm, 1000 Parkplätze, ein sechsstöckiges Sockelgebäude mit einem großen Ballsaal und Einkaufspassagen.Bürofläche in den Etagen 1-50, Etagen 51 und 52 werden für Haustechnik benötigt, die Etagen 53-87 bezieht das Grand Hyatt 5-Sterne Hotel.

Es sind gut 500 Meter Luftlinie bis zum monströsen "Potsdam-Center", das der brandenburgischen Hauptstadt beinahe die rote Karte der Unesco einbrachte: Nun droht in der Speicherstadt am Ufer der Havel historischen Speicher-Bauwerken aus der Gründerzeit der Abriß, obwohl diese zumeist gut erhalten und erhaltenswert sind.Durch einen öffentlichen Bauherren, mit dem Segen des Potsdamer Rathauses, ohne Veto der Denkmalbehörden von Stadt und Land, ohne sonderlichen Widerstand von Öffentlichkeit und Stadtpolitik, die sich dieser Tage ganz auf die hiesigen Dauerbrenner "Potsdam-Center" und "Karstadt" konzentriert.

Von Thorsten Metzner

An Dresdens Straßburger Platz ist Elbflorenz ganz nahe und doch schon sichtbar erodiert.Hier heißt der Weihnachtsmarkt nicht Striezel wie sein Verwandter drüben am Altmarkt, hier heißt er "Weihnachtsevent", statt Mandeln riecht man den Dieselruß eines Generators.

Von Andreas Austilat
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