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Ronaldo in der ersten Halbzeit und Ronaldo in der zweiten Halbzeit im Spiel gegen die USA in Manaus.
© dpa

WM 2014 im Live-Blog: Portugal - USA: Cristiano Ronaldo kommt in Manaus ins Schwitzen

Am elften Turniertag wird in unserem WM-Blog eifrig über das deutsche 2:2 gegen Ghana diskutiert. Die Verletzungen von Sami Khedira und Jerome Boateng erweisen sich als nicht so schlimm und schließlich überrascht Cristiano Ronaldo mit seiner Kleiderwahl im Match USA gegen Portugal.

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02.10 Uhr: Mit dem Spielbericht zu USA gegen Portugal verabschieden wir uns für heute vom WM-Blog. Nach dem durchwachsenen Gefühl am gestrigen Abend ist heute aus deutscher Sicht vieles schon nicht mehr ganz so tragisch. Die Verletzungen von Jerome Boateng und Sami Khedira sind wohl weniger schlimm, ein Einsatz im letzten Gruppenspiel gegen die USA scheint möglich. Und dort ist Druck nach dem Unentschieden der Klinsmann-Truppe gegen Portugal nun auch nicht mehr ganz so groß. Mehr zur WM am Montag, dann fallen die Entscheidungen in den Gruppen A und B. Darüber und über alles andere berichten wir natürlich wieder von früh bis spät für Sie!

01.55 Uhr: Schluss in Manaus! Am Ende wird's dramatisch, Portugal gleicht in letzter Sekunde aus - 2:2! Das freut eher die deutsche Mannschaft und die US-Boys müssen auch nicht allzu traurig sein. Nun reicht ein Unentschieden im Gruppenspiel der beiden Teams gegeneinander am kommenden Donnerstag.

01.40 Uhr: Mit langem Arm lief's besser. Die USA haben das Spiel gedreht und führen jetzt 2:1 gegen Ronaldos Portugal.

01.05 Uhr: Zurück in Manaus. Und tatsächlich hat Cristiano Ronaldo mit Beginn der zweiten Halbzeit seine langen Ärmel in der Kabine gelassen. Da ist ihm wohl doch warm geworden oder will er vielleicht damit signalisieren, dass er jetzt aber mal richtig die Ärmel hochkrempeln will?

01.00 Uhr: Vor 40 Jahren kam es in Hamburg zu einem einzigartigen WM-Duell. Das Los hatte es damals so gewollt, dass die damalige DDR und auf die damalige BRD in der Vorrunde treffen sollte. Am 22. Juni 1974 entwickelte sich ein legendäres Spiel, das untrennbar mit dem Namen des Siegtorschützen verbunden ist. Im Tagesspiegel erinnert sich Jürgen Sparwasser an das deutsch-deutsche Duell. Lesen Sie hier seinen Gastbeitrag.

00.47 Uhr: Halbzeit in Manaus. Portugal führt durch das frühe Tor von Nani 1:0 gegen die USA. Spannende Frage für die zweiten 45 Minuten: Wechselt Cristiano Ronaldo sein Trikot?

00.20 Uhr: Ghanas Verband muss mal wieder ein Dementi herausgeben. Diesmal geht es um vermeintlichen Wettbetrug, wie dpa meldet: Die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" hatte von einer gemeinsamen Undercover-Aktion mit dem Fernsehsender Channel 4 berichtet. Mit der Hilfe von Mittelsmännern habe man Ghanas Verbandschefs dazu bringen können, einen Vertrag mit einem vermeintlichen Wettbetrugssyndikat zu unterzeichnen. Ziel sollte sein, Freundschaftsspiele des Nationalteams zu manipulieren. "Wir möchten der Öffentlichkeit versichern, dass wir solche Fehldarstellungen nicht tolerieren, und wir werden uns um harte Sanktionen gegen diese Personen bemühen", hieß es am Sonntagabend in einer Stellungnahme von Ghanas Verband.

00.00 Uhr: Cristiano Ronaldo spielt in einem langärmeligen Trikot - offenbar als einziger Feldspieler. Die Partie findet in Manaus statt, bei rund 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Hat Ronaldo womöglich Angst vor Mücken?

23.50 Uhr: Und auch das letzte Nightmatch der WM gibt es natürlich wieder live in unserem Ticker. Alles zum Duell USA - Portugal jetzt hier.

23.40 Uhr: Bei den US-Kollegen von ESPN, wo das Spiel gegen Portugal in den Staaten gleich live übertragen wird, glauben sie fest an einen Sieg der US-Boys. Der würde auch der deutschen Mannschaft durchaus ins Konzept passen, denn dann wäre das Achtelfinale schon so gut wie sicher. Auch ein Unentschieden wäre okay, nur ein Sieg der Portugiesen würde die Gruppe G noch mal richtig spannend machen. Na, dann schauen wir mal.

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23.30 Uhr: Gleich geht's weiter mit in der deutschen Gruppe mit dem Duell USA gegen Portugal. Es ist das letzte Nachtspiel bei dieser WM. Das gröbste in Sachen Schlafmangel und Augenringe dürfte also überstanden sein. Ab Montag sind die Anstoßzeiten immer um jeweils 18.00 Uhr und 22.00 Uhr.

23.15 Uhr: Wie steht es eigentlich in unserem Tippspiel? Oder besser: Wie halten sich die vermeintlichen Experten des Tagesspiegels gegen die Leser? Zumindest einer hält sich richtig gut. Armin Lehmann, der zwischenzeitlich sogar führte, liegt derzeit auf einem starken vierten Rang. Und hofft natürlich noch auf mehr.

22.55 Uhr: Algerien schlägt Südkorea am Ende 4:2 und liegt in der Gruppe H nun hinter den schon qualifizierten Belgiern auf Rang zwei. Die Spielbericht können Sie hier lesen. In der letzten Partie geht es für die Nordafrikaner am Donnerstag gegen Russland. Dann könnte schon ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen, wenn Südkorea gegen Belgien nicht plötzlich über sich hinauswächst.

22.25 Uhr: Louis van Gaal hat heute wieder einmal bewiesen, dass er ein ziemlicher Sturkopf sein kann und auch vor Kritik an der Fifa nicht zurückschreckt. Dass Brasilien am Montag erst um 22 Uhr spielt und die von van Gaal trainierten Niederländer schon um 18 Uhr ran müssen, findet er zumindest mal seltsam. Brasilien weiß so nämlich schon vor dem Anpfiff, wer möglicher Achtelfinalgegner wird. "Das ist kein Fair Play und eine merkwürdige Entscheidung der Fifa", sagte van Gaal. Die Kritik ist durchaus nachvollziehbar, weil die Gruppe A mit Brasilien bisher immer vor der Gruppe B gespielt hat.

Aber van Gaal stört sich auch noch an ganz anderen Sachen, zum Beispiel den Pressekonferenzen. Wie die Nachrichtenagentur berichtet, brachte der 62-Jährige am Sonntag in Verteidiger Bruno Martins Indi einen Spieler mit zur offiziellen Pressekonferenz, den er aufgrund einer Gehirnerschütterung definitiv nicht gegen Chile aufstellen wird. Das ist ein Verstoß gegen die Fifa-Maßgabe, den Medien einen Tag vor einem Spiel ausschließlich "wichtige Spieler" zu präsentieren. Van Gaal sagt dazu: "Die Fifa hat diese Pressekonferenz vor dem Abschlusstraining angesetzt, was ich für keine gute Idee halte. Die Spieler sollen sich auf das Training konzentrieren. Also haben wir uns dazu entschieden, einen Spieler mitzubringen, der auf keinen Fall spielen wird."

21.47 Uhr: Algerien führt zur Pause gegen Südkorea 3:0 und ist damit zumindest mal virtuell Zweiter in der Gruppe H. Sollte Deutschland die Gruppe G gewinnen und Algerien auch nach dem letzten Vorrundenspiel Platz zwei belegen, käme es zu einem Achtelfinalduell zwischen Deutschland und Algerien. Und dann wird sicher wieder in den Archiven gekramt. War da nicht mal was? Genau, 1982 siegten die Nordafrikaner bei der WM in Spanien 2:1 gegen die DFB-Elf. Zum Weiterkommen in der Vorrunde reichte es damals aber nicht, weil sich später die damalige Bundesrepublik Deutschland und Österreich zur Schmach von Gijon verabredeten. Darüber könnte vielleicht noch mal zu reden in den kommenden Tagen.

Es war einmal. 1982 verliert Deutschland mit Kapitän Karl-Heinz Rummenigge das Auftaktspiel bei der WM 1:2 gegen Algerien.
Es war einmal. 1982 verliert Deutschland mit Kapitän Karl-Heinz Rummenigge das Auftaktspiel bei der WM 1:2 gegen Algerien.
© dpa

20.55 Uhr: Zweites Spiel des Abends. Südkorea trifft auf Algerien. Der Tatort, der parallel in der ARD läuft, könnte da Vorteile haben. Oder entpuppt sich das Spiel wider Erwarten zum Klassiker?

20.50 Uhr: Oliver Bierhoff hat eben im ZDF nicht nur freundlich gelächelt, sondern auch etwas zu den Verletzungen von Sami Khedira und Jerome Boateng gesagt. "Die letzte Information ist, dass Jérôme morgen wieder trainieren kann, dass es eigentlich ganz gut aussieht". Boateng leidet an einer neurogenen Muskelverhärtung, Khedira hat sich beim 2:2 gegen Ghana eine Innenbandzerrung im linken Knie zugezogen. Ob er wieder am Montag trainieren kann, ließ Bierhoff zwar noch offen, betonte mit Blick auf Donnerstag aber: "Richtung Spiel gegen die Amerikaner wird er zumindest wieder zur Verfügung stehen."

Doch nicht so schlimm verletzt. Jerome Boateng (l.) und Sami Khedira könnten bis zum Spiel gegen die USA wieder fit sein.
Doch nicht so schlimm verletzt. Jerome Boateng (l.) und Sami Khedira könnten bis zum Spiel gegen die USA wieder fit sein.
© dpa

20.40 Uhr: Unser WM-Reporter Michael Rosentritt stellt in seiner Nachbetrachtung zum 2:2 von Deutschland gegen Ghana die Systemfrage. Muss Joachim Löw vor dem Spiel gegen die USA am Donnerstag womöglich umstellen oder sollte er dem neuen System mit vier Innenverteidigern in der Viererkette weiter vertrauen. Was meinen Sie, liebe Leserinnen und Leser?

20.20 Uhr: Das ZDF entschuldigt sich in Person von Katrin Müller-Hohenstein bei Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff für einen Beitrag, wonach deutsche Spielerfrauen per Hubschrauber ins WM-Quartier eingeflogen seien. Der Bericht entspreche nicht den Tatsachen. Bierhoff quittiert es mit einem Lächeln und schwebt über den Dingen. Oliver Kahn kann sich ein Grinsen nicht verkneifen und scherzt, dass es dafür früher sogar Learjets gegeben habe.

Doppelte Vergütung für 25 Fifa-Funktionäre?

20.00 Uhr: Belgien gewinnt letztlich 1:0 gegen Russland durch ein Tor kurz vor Schluss. Nach dem 2:1 gegen Algerien im ersten Spiel reicht das schon zum Achtelfinale. Den aktuellen Spielbericht unseres WM-Reporters Sven Goldmann können Sie hier lesen.

19.30 Uhr: Die Fifa muss sich einmal mehr mit unliebsamen Vorwürfen auseinander setzen. Die englische Zeitung "Sunday Times", die in den vergangenen Wochen mehrfach über Korruptionsverdacht gegen Fifa-Funktionäre im Zuge der WM-Vergaben 2018 und 2022 an Katar und Russland berichtet hatte, schrieb in ihrer neuesten Ausgabe, dass die Pauschalen der Exekutivkomiteemitglieder verdoppelt worden seien, als andere Bonuszahlungen gestrichen worden waren. Demnach sollen die 25 Funktionäre nun je 200 000 Dollar für ihren FIFA-Beschäftigung erhalten. Diese Zahlen wollten zwei Spitzenfunktionäre aber so nicht bestätigen, berichtet dpa. Ob der Vorwurf von der Fifa-Ethikkommission untersucht wird, war vorerst nicht bekannt. "Wir können das nicht beurteilen. Wir müssen abwarten, zu welchem Ergebnis die Untersuchungen der Ethikkommission unter der Leitung von Michael
Garcia kommt", sagte Fifa-Sprecherin Delia Fischer.

18.50 Uhr: Keine Tore in der ersten Halbzeit im Maracana zwischen Belgien und Russland. Furcht einflößend ist das nicht, was beide Teams zeigen. Im Achtelfinale könnte Deutschland möglicherweise auf die Belgier oder die Russen treffen. Es gibt schwerere Gegner, sagen wir mal ganz mutig.

18.30 Uhr: Tagesspiegel-Kollege Armin Lehmann ist ein Fan von Miroslav Klose. Für ihn ist der deutsche Rekordstürmer ein König der Bescheidenheit, aber auch der Allerschärfste. Die Liebeserklärung an Klose lesen Sie hier. Können Sie dieser Huldigung folgen oder wird Klose vielleicht überschätzt? Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!

18.15 Uhr: Bis zum Spiel Deutschland gegen die USA sind es zwar noch ein paar Tage, aber bei Twitter ist die Vorfreude bereits groß. Und bislang sind die US-Boys Favorit. Das kann natürlich einfach daran liegen, dass Twitter in den USA mehr Nutzer hat als in Deutschland. Aber mal sehen, vielleicht ändert sich das Bild ja nach diesem Eintrag.

17.55 Uhr: Fußball live jetzt aus Rio de Janeiro, wo Belgien und Russland den heutigen WM-Tag eröffnen.

17.45 Uhr: In Afrika ist die Weltmeisterschaft kein Fest. Islamistische Extremisten greifen in vielen Ländern Fußballfans an, wenn sie in Restaurants oder auf öffentlichen Plätzen die WM-Spiele sehen, schreibt unsere Afrika-Expertin Dagmar Dehmer. So ist Public Viewing beispielsweise in Teilen Nigerias aus Sicherheitsgründen sogar verboten, dabei hätten die Menschen dort nach dem 1:0-Sieg ihres Teams am Samstag gegen Bosnien-Herzegowina doch Grund zum Feiern gehabt. Für viele arme Afrikaner sind die öffentlichen Übertragungen normalerweise die einzige Möglichkeit überhaupt etwas von den Spielen mitzubekommen. Doch weil Fußball den Steinzeit-Muslimen von Al Schabaab oder Boko Haram zu westlich ist, macht die WM in bestimmten Gebieten Afrikas eben keinen Spaß - sondern Angst.

17.20 Uhr: Und hier die Zusammenfassung zur Partyhauptstadt für das Wochenende: Trotz Regens war halb Berlin auf den Beinen: Rund 500.000 Menschen feierten beim CSD, viele Tausende auf der Fanmeile zur WM 2014 und bei der Fête de la Musique. Auch Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger demonstrierte bei der Parade zum Christopher Street Day in Kreuzberg nach seinem Selbst-Outing mit.

17.10 Uhr: Zu den ersten Opfern der WM gehören Spanien und England. Wir erinnern uns, die waren mal (vor ein paar Tagen noch) Favoriten. Zu den ersten Qualifikanten für das Achtelfinale gehören Costa Rica und Chile. Wir erinnern uns, die hatte (vor ein paar Tagen noch) niemand auf der Liste. Das zeigt, wie wichtig Leidenschaft ist, schreibt unser WM-Reporter Sven Goldmann.

17.05 Uhr: Übrigens feiert sogar Google - zumindest in seiner deutschen Ausgabe - heute Miroslav Klose mit einem Google-Doodle, einem animierten Bildchen über dem Suchschlitz. Aus der 15, der Rekordzahl der geschossenen WM-Tore Kloses, löst sich die 1 geradezu klosehaft, macht den obligatorischen Salto und lässt sich von der 5 abklatschen. Schönet Ding!

16.45 Uhr: Sorgen in der medizinischen Abteilung der deutschen Mannschaft: Die dpa schreibt, dass der Einsatz von Sami Khedira und Jérôme Boateng im entscheidenden WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA gefährdet ist. Khedira habe sich beim 2:2 gegen Ghana eine Innenbandzerrung im linken Knie zugezogen, Boateng, der in Fortaleza nach einem Schlag gegen die Hüfte schon zur Halbzeit ausgewechselt wurde, leide an einer neurogenen Muskelverhärtung, wie der DFB am Sonntag mitteilte. Beide wurden im Teamquartier von der medizinischen Abteilung behandelt und müssen mit dem Training aussetzen. Thomas Müller, bei dem ein Cut an der Augenbraue mit fünf Stichen genäht wurde, trainierte dagegen.

16.32 Uhr: Die ARD streicht die Komplett-Übertragung des Spiels Brasilien – Kamerun am Montag aus dem Programm, wie das Onlineportal "digitalfernsehen.de" meldet. Da die letzten Gruppenspiele bekanntlich jeweils zeitgleich ausgetragen werden, wollten ARD und ZDF ursprünglich trotzdem alle Spiele zeigen, eines auf dem Hauptsender und das jeweils zweite Spiel auf Einsfestival bzw. ZDFinfo. Von diesen Plänen ist man nun offenbar, zumindest teilweise, abgerückt. Auf Einsfestival wird Kroatien gegen Mexico gezeigt, während auf ARD eine Konferenz der beiden Spiele laufen wird.

Begründet wird dies damit, dass drei Mannschaften, nämlich Brasilien, Mexiko und Kroatien, noch Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale hätten. So ganz nachvollziehbar scheint die Entscheidung trotzdem nicht.

16.20 Uhr: Den Kollegen von dpa entgeht auch wirklich nichts: Eben melden sie, das sich Thomas Müller nicht nur über seine WM-Tore und einen blutig erkämpften Punkt gegen Ghana, sondern auch über einen Sieg seines Galopprennpferdes „El Tren“ freuen kann. Der dreijährige Hengst gewann soeben in Bremen-Vahr mit Jockey Jozef Bojko im Sattel beim dritten Start schon sein zweites Rennen. „El Tren“ gehört einer Besitzergemeinschaft der Fußballer Müller, Claudio Pizarro und Tim Borowski. 5000 Euro betrug die Siegprämie für das von Andreas Wöhler in Gütersloh trainierte Pferd.

"El Tren"? Da war doch was. Die Älteren unter uns erinnern sich: So wurde Adolfo Valencia genannt, der in der Saison 1993/1994 für die Bayern immerhin 11 Tore in 26 Spielen erzielt hatte und mit den Bayern Meister wurde. Dieser "El Tren" gehörte zur kolumbianischen "Goldenen Generation" um René Higuita und Carlos Valderrama. Ist dieser Zusammenhang etwa den sonst so gut informierten dpa-Kollegen entgangen? Wir stellen diese Info gern zur Verfügung.

Kabeldiebe legen den S-Bahn-Verkehr am Samstagabend lahm

16.00 Uhr: Sind Sie gestern Nacht (nach dem Fanmeilen-Besuch) ordentlich nach Hause gekommen? Wenn Sie die S-Bahn nutzen wollten, vielleicht nicht. Bedanken Sie sich bei den Kabeldieben, die jetzt schon mitten in der Stadt ihr Unwesen treiben. Nach einem außergewöhnlichen Vorfall am Samstagabend war der Bahnhof Brandenburger Tor – wie die anderen Stationen des Nord-Süd-Tunnels von der Oranienburger Straße bis zum Anhalter Bahnhof nach Angaben einer Bahnsprecherin seit 21.45 Uhr gesperrt, weil der Zugverkehr unterbrochen war. Noch bis jetzt gibt es auf einer Strecke Probleme.

15.55 Uhr: Morgens in der U-Bahn sind sie sehr gut voneinander zu unterscheiden. Jene, die am Vorabend noch kurz vor 22 Uhr zu einem guten Buch gegriffen haben, um dann alsbald das Licht zu löschen. Und jene, die sich doch noch dazu entschieden haben, um Mitternacht die Schlagerpartie der Gruppe E zwischen Ecuador und Honduras anzuschauen. Schlecht frisiertes Haupthaar, nachlässige Kleidung, Augenlider auf Halbmast. Und doch meint man ein stolzes Glitzern in den Augen zu erkennen. Weil sie durchgehalten haben. Weil sie noch im Rennen sind. Denn es gibt sie tatsächlich, die Allesgucker.

15.45 Uhr: Die Deutschen sahen ihre Leistung gegen Ghana übrigens sehr selbstkritisch: "Natürlich müssen wir hundert Prozent an die Sache rangehen. Man sieht, wenn man ein bisschen nachlässig wird, dass man auch gegen Ghana direkt zwei Tore kassiert“, sagte laut dpa der weiterhin um seine Topform ringende Mesut Özil. Trotz der etwas kuriosen Führung durch Mario Götze, dessen Kopfball erst ans eigene Knie und dann ins Tor der Ghanaer ging, verlor das Löw-Team die Kontrolle über die Partie. Der Bundestrainer sprach von einem „irrsinnigen Tempo“, von „Dramatik und Spannung“ pur und von einem „offenen Schlagabtausch“, vor dem er noch ausdrücklich gewarnt hatte. Ohne Kloses Ausgleichstor "wäre es wahrscheinlich noch wilder geworden“, räumte der rechtzeitig von einer Oberschenkelblessur genesene Mats Hummels ein. "Die letzte Viertelstunde war Harakiri“, sagte Toni Kroos.

„Wir waren nicht so kompakt, haben das taktisch nicht gut gelöst“, sagte Sami Khedira. „Ein Schritt zu wenig auf der einen Seite, ein Schritt zu wenig da. Die Mannschaft von Ghana hat nie aufgesteckt, sie waren aggressiv, laufstark. Da waren sie uns ein Stück weit überlegen.“ Gegen die wuchtigen Afrikaner traten auch Khediras Defizite nach einer langen Verletzungspause zutage. „Bei diesem Tempo und bei diesen Bedingungen ist Sami Khedira körperlich ein bisschen an die Grenzen gekommen. Alle Mittelfeldspieler mussten viel arbeiten nach hinten“, analysierte Löw. „Wir wirkten nicht ganz so frisch und spritzig, um einfach den Gegner so unter Druck zu setzen, wie wir es eigentlich machen wollten“, kommentierte Teammanager Oliver Bierhoff.

Für Philipp Lahm waren fehlende Aggressivität und Cleverness sowie Probleme im eigenen Aufbauspiel die Gründe dafür, dass es lange nicht so gut wie gegen die Portugiesen lief. „Die Raumaufteilung hat nicht so gut funktioniert. Wir haben wenig Überzahl kreieren können in den entscheidenden Phasen“, bemerkte der Münchener, der Teil des Problems war. Dem 30-Jährigen, der bei seinem sechsten Turnier erstmals in der Mittelfeldzentrale agiert, gelang der Beweis in Brasilien noch nicht, dass er im DFB-Team dort wertvoller sein kann als auf der Außenverteidigerposition.

Eine System-Diskussion aber wollten weder Kapitän noch Bundestrainer zulassen. „Vor fünf Tagen war alles gut. Mal läuft es besser, mal schlechter. Es ist kein generelles Problem, wir haben gesehen, dass es funktioniert“, sagte Lahm. „Wir haben gute Moral gezeigt, sind bei diesen Temperaturen nach dem Rückstand nochmal zurückgekommen“, hob Löw hervor.

15.05 Uhr: Als Hilfestellung für das allseits beliebte Tabellen-Gerechne, hier noch einmal die offiziellen Regeln für diese WM: Sind zwei Mannschaften punktgleich, ist zunächst mal das Torverhältnis ausschlaggebend, nicht der direkte Vergleich. Damit unterscheidet sich das Regelwerk von dem in der Champions League oder bei einer Europameisterschaft, wo der direkte Vergleich zwischen zwei oder mehr Teams vor der Tordifferenz herangezogen wird. Bei dieser WM kann es sich also bezahlt machen, viele Tore zu schießen. Der offizielle Schlüssel der Fifa liest sich wie folgt:

Gestern noch die WM-Helden, heute alles Mist? Bundestrainer Joachim Löw verzweifelt während dem Spiel seiner Mannschaft gegen Ghana.
Gestern noch die WM-Helden, heute alles Mist? Bundestrainer Joachim Löw verzweifelt während dem Spiel seiner Mannschaft gegen Ghana.
© dpa

1. die Anzahl der Punkte aus allen Gruppenspielen; 2. die Tordifferenz aus allen Gruppenspielen; 3. die Anzahl der in allen Gruppenspielen erzielten Tore; 4. die Anzahl der Punkte aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams; 5. die Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams; 6. die Anzahl der in den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams erzielten Tore; 7. Losentscheid durch das Fifa-Organisationskomitee

14.46 Uhr: Mit den Spielen am heutigen Abend (18. 00 Uhr: Belgien - Russland, 21.00 Uhr: Südkorea - Algerien, 00.00 Uhr: USA - Portugal) wird der zweite Spieltag der Vorrunde abgeschlossen, hier mal ein kurzer Zwischenüberblick: Spanien, Australien, England, Bosnien und Kamerun sind bereits vor dem dritten Gruppenspiel ausgeschieden. Die Niederlande, Chile, Kolumbien, Costa Rica und Argentinien stehen schon im Achtelfinale. Die ersten wirklichen Fakten dieser Weltmeisterschaften werden aber am Montag geschaffen. Denn dann stehen die ersten Abschlusstabellen fest – und damit auch die ersten Paarungen in der K.o.-Runde. Im direkten Aufeinandertreffen zwischen Chile und der Niederlande wird nur noch der erste Platz der Gruppe B ermittelt, in der Gruppe von Gastgeber Brasilien kann aber noch fast alles passieren.

14.30 Uhr: Wir sind alle Bundestrainer. Hätten Sie gestern Miroslav Klose früher ins Spiel gebracht? Hätte Deutschland vielleicht bessere Chancen gegen Ghana gehabt, wenn Joachim Löw frische Spieler gleich nach der Halbzeit aufs Feld geschickt hätte? Und warum haben eigentlich die vorher hoch gehandelten Durm oder Großkreutz das Nachsehen hinter Shkodran Mustafi? Sollte Schweinsteiger bei der letzten Vorrundenpartie der Gruppe G in der Startelf stehen? Welche Aufstellung führt zum Erfolg beim Spiel gegen das von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann trainierte Team USA am Donnerstag? Diskutieren Sie mit. Hier in der Kommentarleiste, und bei uns auf Facebook und Twitter.

14.00 Uhr: Der Fußball lebt von seinen Fans. Sie schwanken zwischen Melancholie und Euphorie, fallen durch Kreativität auf oder schwimmen im Mainstream der Werbe-Fan-Produkte. Fans weltweit fiebern mit, wenn der Ball in Brasilien rollt. Sie heulen, lachen, stolpern, rennen aufs Spielfeld, hängen ihr Schicksal an Cristiano Ronaldo, spielen selbst keinen Fußball, wissen aber besser Bescheid. Wir haben für Sie die stärksten Fan-Bilder zusammengestellt. Hier sehen Sie die entsprechende Bildergalerie dazu.

Gute Haltungsnoten obendrein, obwohl die Landung nicht ganz so überzeugend wirkte wie in früheren Jahren: Aber haben Fußballfans und Fußballjournalisten nicht immer was zu meckern? Miroslav Klose jedenfalls freut sich über sein Ausgleichstor beim unentschieden ausgegangenen Spiel Deutschland - Ghana bei der WM 2014 in Brasilien.
Gute Haltungsnoten obendrein, obwohl die Landung nicht ganz so überzeugend wirkte wie in früheren Jahren: Aber haben Fußballfans und Fußballjournalisten nicht immer was zu meckern? Miroslav Klose jedenfalls freut sich über sein Ausgleichstor beim unentschieden ausgegangenen Spiel Deutschland - Ghana bei der WM 2014 in Brasilien.
© Reuters

13.30 Uhr: Für Kevin-Prince Boateng war das Spiel gegen Deutschland und damit auch gegen seinen Bruder Jerome Boateng persönlich eher enttäuschend. Doch der Schalker Profi wollte danach anders als sonst hier und da keine großen Reden schwingen: „Ich denke jetzt nicht über mich nach, ich denke an das Team. Es geht nicht immer um mich“, sagte Boateng laut dpa.

„Der Trainer muss entscheiden und ich muss das akzeptieren", sagte der gebürtige Berliner und frühere Jungstar bei Hertha BSC über seine Auswechslung. "Ich möchte da nicht in seine Entscheidungen reinreden.“ Immerhin lobte ihn Trainer Kwasi Appiah für „eine gute Performance“. Und Kevin-Prince Boateng selbst blickte jetzt lieber nach vorn „Wir müssen gegen Portugal gewinnen, dann sehen wir weiter.“

12.55 Uhr: Die mit Recht so beliebten internationalen Pressestimmen sind da, wie immer umsichtig und liebevoll kuratiert von unseren Kollegen von der Deutschen Presse-Agentur. Eindeutiger Favorit diesmal: "El Mundo" aus Spanien mit folgender Sentenz: „Die deutschen Jungstars um Mario Götze stehen nun bei dem Altrocker Klose in der Schuld.“

12.45 Uhr: Die britische Satireseite "BBC Sporf" verbreitet per Twitter eine halbamtliche Statistik: "Geschossene Tore bei den letzten vier Weltmeisterschaften: Miroslav Klose 15, England 17." - "... and counting", fügen wir an, da wird weitergezählt bei dieser WM, die Engländer haben nur noch ein Spile und Klose könnte dann nach Ronaldo als Gesamttorschützenkönig bei Fußballweltmeisterschaften auch die Engländer in ihrer Vier-WM-Statistik als nächstes einholen. Nur noch zweii, nur noch zweii!

12:30 Uhr: Kathrin Tschorn kommentiert zu unserer Frage nach dem (vermeintlich) übertriebenen Gejubel und Gemecker bei Spielen der deutschen Mannschaft auf unserer Facebook-Seite: "Manchmal wird im Fußball ein bisschen überbewertet. Aber das ist doch das Tolle und Spannende am Sport: die Emotionen. Sonst würde es doch gar keinen Spaß machen zuzugucken."

12.25 Uhr: Gern können Sie auch auf unseren Social-Media-Seiten mitdiskutieren, bei Facebook, bei Twitter, bei Google+, zum Beispiel zum Thema Jubel und Genörgel über das deutsche Team. Grundsätzlich freuen wir uns auch dort über jeden Kommentar zum Thema sowie über Anregungen und Kritik zu unserer Berichterstattung.

Bruder mein, kämpf mit mir: Jerome Boateng, Deutschland, rangelt mit seinem Bruder Kevin-Prince Boateng, Ghana, bei ihrem zweiten Spiel in der Gruppe G bei der WM 2014 in Brasilien.
Bruder mein, kämpf mit mir: Jerome Boateng, Deutschland, rangelt mit seinem Bruder Kevin-Prince Boateng, Ghana, bei ihrem zweiten Spiel in der Gruppe G bei der WM 2014 in Brasilien.
© AFP

11.50 Uhr: Bei Twitter, unter dem Hashtag #GERGHA, der Tweets zum WM-Spiel Deutschland - Ghana zusammenfasst, las es sich gestern nach dem Führungstreffer für die Ghanaer zeitweise so, als sei Deutschland soeben ausgeschieden und Joachim Löw so gut wie geschasst. Sind wir WM-Blogger die einzigen, denen dieses extreme Rauf und Runter auf die Nerven geht? Die kurze Strecke zwischen der Jubelei nach dem Portugal-Spiel und dem Genörgel gestern?

Nichts gegen differenzierte Kritik am Spiel der Deutschen, wie sie im Spielbericht unseres WM-Reporters Stefan Hermanns oder in unserer Einzelkritik oder auch sonst in unserer WM-Berichterstattung anklingt. Im Gegenteil, ohne Kritik von Fans wie von Reportern und Kommentatoren ist der Fußball als Kulturgut und dessen Weiterentwicklung gar nicht denkbar. Aber sind Nölköppe nicht eigentlich genauso nervig wie Jubelheinis?

Diskutieren Sie mit dem WM-Blogger Markus Hesselmann bei Twitter

Nicht ganz so flüssig lief es diesmal für Thomas Müller (l.) und auch für den Rest der DFB-Elf.
Nicht ganz so flüssig lief es diesmal für Thomas Müller (l.) und auch für den Rest der DFB-Elf.
© Reuter

Ja, wir wissen, auch "die Medien" machen da oft mit und auch wir selbst beim Tagesspiegel sind da durch die einen oder anderen Beiträge, Überschriften, Tweets oder Bildunterschriften angreifbar. Umso mehr würde uns Ihre Meinung dazu interessieren: Wollen Sie Ihre Fußballberichterstattung gern streng differenziert und ohne womöglich fußballtypische Zuspitzungen? Oder denken Sie, dass ein bisschen Debatten-Bambule beim Fußball einfach dazugehört? Kommentieren und diskutieren Sie mit! Nutzen Sie dazu bitte die Kommentarfunktion etwas weiter unten auf dieser Seite.

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11.30 Uhr: Ghanas Präsident John Dramani ist auf Twitter voll des Lobs für die Mannschaft seines Landes, wie unsere Afrika-Expertin Dagmar Dehmer aus der Politik-Redaktion beobachtet hat. Er sei "Stolz auf das gesamte Team", das "den Stolz Afrikas wieder hergestellt" habe, schrieb der Präsident und lobte dabei noch eine handvoll Spieler namentlich - nicht aber das gesamte Team. Lag wohl an der 140-Zeichen-Grenze.

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11.05 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund rechnet laut der Nachrichtenagentur dpa für das letzte Gruppenspiel am Donnerstag in Recife gegen die vom ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann betreute Mannschaft der USA ebenso mit einem Einsatz Thomas Müller, der eine Platzwunde davontrug, wie mit einem Mitwirken von Jerome Boateng. Der Defensivspieler, der seit dem 4:0 gegen Portugal wegen seines verletzten Daumens schon mit einer Spezialschiene am Finger spielt, musste wegen einer muskulären Verhärtung am linken Oberschenkel nach der Halbzeit durch Shkodran Mustafi ersetzt werden. „Wir mussten diesen Wechsel vornehmen, weil Jérome muskulär angeschlagen war“, erklärte Löw.

Jerome Boateng selbst gab Entwarnung. „Man muss jetzt die Tage abwarten, aber ich glaube, es ist kein Risiko fürs nächste Spiel“, erklärte der Abwehrspieler. Die Verletzung sei „nicht so schwerwiegend“. Wie Boateng hatte sich im ersten Spiel gegen Portugal auch Mats Hummels verletzt. Zwar war der Einsatz des Dortmunders für das Spiel gegen die Afrikaner lange fraglich, aber der Innenverteidiger hatte nach dem Schlusspfiff keine Beschwerden.

10.50 Uhr: An dieser Stelle möchten wir noch ein schönes Zitat von Otto Pfister von vor dem Spiel in die Nachwelt retten: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mannschaft dem deutschen Tempofußball gewachsen ist. Wenn sie mich fragen: Ghana ist ohne jede Chance. Aber man weiß das ja vorher nie", sagte der ehemalige Trainer diverser afrikanischer Nationalmannschaften und Afrika-Experte im 11-Freunde-Interview.

"Das war insgesamt zu wenig" - Die Stimmen zum Deutschland-Spiel

10.16 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw lobt die Moral seiner Teams, für Sami Khedira war es "insgesamt zu wenig" und Miroslav Klose gibt zu, lange nicht mehr Salto trainiert zu haben. Noch mehr Reaktionen auf das Spiel haben wir hier in einer Bildergalerie zusammengestellt.

10.05 Uhr: Auf Twitter war Miroslav #Klose spätestens nach seinem WM-Torschützenrekord ganz oben auf der Trendliste. Zunächst herrschte aber Skepsis in der Crowd. „Alle reden über #Klose, doch den WM Torrekord holt sich doch eh #Müller!“ Doch nachdem Klose sein 15. Tor bei einer WM erzielte, herrschte Freude im Kurznachrichtendienst. Einige konnten sich eine Bewertung für den traditionellen und diesmal nicht so ganz akrobatischen Salto von Klose nicht verkneifen:  

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Ex-Fußballer Ronaldo, der ebenfalls mit 15. WM-Toren auf der Liste steht, gratulierte Klose in verschiedenen Sprachen auf seinem Account: „Willkommen im Klub #Klose“, schrieb er. Und noch eine prominente Unterstützerin hat der deutsche Torjäger gefunden. Sängerin Rihanna fieberte auf mit der deutschen Mannschaft mit, schrieb mal „well well“ oder nur „Gooooooaaaalllll“ und ärgerte sich lange, dass Ghana so stark sei. Noch mehr hat sie gestört, dass lange kein Tor fiel: „Goal keepers getting phucking sleepy“, twitterte sie zwischendurch. In der 71. Minute hatte sie dann aber endlich Grund, sich vor ihren 36 Millionen Followern mit Rekord-Klose zu schmücken:   

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Zum Hintergrund dieses Fotos wissen übrigens die Kollegen von der "Süddeutschen Zeitung" mehr. Die haben nämlich einen vier Jahre alten Artikel der "Bild" hervorgekramt, in dem das Bild zu sehen ist. Demnach sei es bei einem Dinner im Berliner Nobelrestaurant "Paul" am Kurfürstendamm zu einer zufälligen Begegnung der beiden Stars gekommen. Der Wirt stellte die beiden einander vor, sie sollen sich prächtig verstanden haben.

09.41 Uhr: Mehr als 24 Millionen Fans haben das Spiel zwischen Deutschland und Ghana am Samstagabend im Fernsehen geschaut (Marktanteil 76,3 Prozent), einer davon war unser Autor Helmut Schümann. Und der war sehr angetan von Kommentator Tom Bartels. Sachlich, emotional nur dort, wo es nicht störte und insgesamt sehr wohltuend habe der ARD-Mann durch das Spiel geführt, schreibt Schümann in seiner TV-Rezension. Und wie fanden Sie die Kommentierung von Bartels und die restliche Aufbereitung der ARD mit Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl?

09.11 Uhr: Bei aller Diskussion über die Leistung der Deutschen darf natürlich auch der Gegner nicht vergessen werden. Ex-Nationalspieler Arne Friedrich jedenfalls gratuliert auf Twitter dem Gegner der DFB-Mannschaft für ihren Einsatz und Willen - und prophezeit, dass dem Team von Joachim Löw jetzt weitere Spiele dieser Art bevor stehen. Und was glauben Sie? Werden die USA und mögliche weitere Gegener ähnlich motiviert und furchtlos gegen die deutsche Mannschaft zu Werke gehen? Hat Ghana vorgemacht, wie man gegen Deutschland agieren muss?

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08.44 Uhr: Die Stimmung auf der Fanmeile in Berlin und allen anderen Public-Viewing-Orten in Deutschland war trotz des nicht ganz so tollen Ergebnisses gut. Nach dem nervenaufreibenden Spiel hätten "Hunderttausende Fans ihre Anspannung weggefeiert", schreiben die Kollegen von der dpa. Bundesweit wurde in Biergärten, Bars, Kneipen, Clubs und Discos weitergefeiert und über die entscheidenden Spielszenen diskutiert. Für einen Autokorso nach einem glücklichen Unentschieden seien die Fans inzwischen aber doch zu verwöhnt, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei.

08.20 Uhr: Die Deutsche Mannschaft ist im WM-Alltag angekommen. Nach dem teilweise berauschenden 4:0-Auftaktsieg gegen Portugal gab es gegen Ghana einen sichtbar schwerfälligeren Auftritt der Jungs von Bundestrainer Joachim Löw - und ein mühevolles 2:2. Sicher kein Weltuntergang, aber möglicherweise ein kleiner Stimmungsdämpfer - der wiederum auch hilfreich sein kann bei einem solchen mehrwöchigen Projekt wie der Fußball-WM. Denn auch bei den vergangenen Weltmeisterschaften taten sich die Deutschen im zweiten Spiel sehr schwer (erinnert sei an den mühevollen Sieg gegen Polen 2006 oder an die Niederlage gegen Serbien 2010), um danach dann wieder furios aufzuspielen.

Und damit herzlich willkommen zu diesem WM-Tag und unserem Liveblog, der wie immer von früh bis spät für Sie unterwegs sind sich heute zunächst mit der deutschen Mannschaft und der Nachbetrachtung des Spiels gegen Ghana beschäftigen wird. Was waren Ihrer Meinung nach die wesentlichen Unterschiede zum Spiel gegen Portugal, liebe Leserinnen und Leser? Lag es am Gegner? Am Wetter? Oder wurde die Leistung aus dem Portugal-Spiel vielleicht in der Nach-Bewertung überhöht, wie es auch Mats Hummels im Interview nach der Partie anmerkte? Haben wir gestern das wahre Leistungsvermögen der deutschen Mannschaft gesehen oder haben die Spieler nur einen etwas schwächeren Tag erwischt? Was meinen Sie? Kommentieren und diskutieren Sie mit, nutzen Sie dazu bitte die Kommentarfunktion etwas weiter unten auf dieser Seite.

Und alles was gestern in Brasilien rund um die Fußball-Weltmeisterschaft, das Spiel der deutschen und alle anderen WM-Schauplätze passiert ist, können Sie auch hier noch einmal im Liveblog des gestrigen Tages nachlesen.

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