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Thema

Fußball

Nein, großflächige Werbeplakate, auf denen die Moderatoren und das Programm angepriesen werden, sind nichts für "94,8 metropol FM", dem türkischsprachigen Radiosender in Deutschland. Die Radioleute aus der Potsdamer Straße setzen lieber auf den "persönlichen Kontakt zu den Hörern", sagt der Programmleiter und Moderator Nizam Namidar.

Von Tanja Buntrock

Theater müsse wie Fußball sein, verkündete die Off-Szene der achtziger Jahre: hinaus aus der bürgerlichen Guckkasten-Bühne. Auf die Publikumsbeschimpfung folgten Mitbestimmung und Mitmachtheater.

Von Michaela Nolte

Die innige Liebe der englischen Fans zum FA Cup ist für Fans in anderen Ländern nicht immer nachvollziehbar. Auch in Deutschland nicht, wo der DFB-Pokal nur noch von unterklassigen Klubs ernst genommen wird.

Oliver Bierhoff hat vor fünf Jahren ein wichtiges Tor geschossen, das dem deutschen Fußball den letzten großen Erfolg seit Jahren beschert hat. Ganz nebenbei hat das Golden Goal im EM-Finale von Wembley gegen Tschechien Bierhoff und seinen Nachfahren materielle Sicherheit auf Generationen hinaus ermöglicht.

Von Sven Goldmann

Die ARD-Intendanten haben es eilig. Heute um neun Uhr morgens werden sie in einer Schaltkonferenz darüber abstimmen, ob sie dem Vertrag mit der Kirch-Gruppe über die Senderechte zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 zustimmen.

Von Joachim Huber

Pierre Littbarski hat die Kritik von Manfred Amerell zurückgewiesen und das Mitglied des Schiedsrichterausschusses des Deutschen Fußball-Bundes scharf angegriffen. "Die Strafen im deutschen Fußball spricht immer noch das Sportgericht aus und nicht er.

Die Diskussion über die Reform des Transfersystems im internationalen Fußball hat am Freitag bei der Europäischen Kommission in Brüssel den Status einer geheimen Kommandosache erhalten. Trotz der Wiederaufnahme der Verhandlungen an einem erst kurzfristig bestimmten und der Öffentlichkeit nicht bekannt gemachten Ort, war kein Durchbruch zu erkennen.

Der gestrige Besuch des Moskauer Oberbürgermeisters Jurij Luschkow in Berlin war kurz, aber intensiv. Mittags flog Luschkow ein, um im Kranzler-Eck Berlins Polizeipräsidenten sowie Polizei- und Verwaltungsbeamte mit dem Abzeichen "Für besondere Verdienste um die Städtepartnerschaft Berlin-Moskau" auszuzeichnen.

Von Amory Burchard

Fünfeinhalb Jahrzehnte hat es gedauert, bis sich der Deutsche Fußball-Bund dazu durchrang, seine Rolle in der Nazi-Zeit wissenschaftlich erforschen zu lassen. Zweieinhalb Jahrzehnte ist es her, dass der Politologe und Fußballfan Walter Jens auf der 75-Jahr-Feier des DFB sagte: "Fast scheint es, als habe es während der dreizehn Jahre der faschistischen Herrschaft nur ein einziges Problem gegeben: Wie bringen wir es fertig, die verschiedenen Spielsysteme, das kraftvolle im Altreich geübte WM-System und den eleganten Offensivfußball aus Wien, zu verbinden.

Beleuchten ist wohl das beste Wort für die jetzt einsetzende Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des deutschen Fußballs durch Verbände und Vereine. Denn nach bisheriger Lesart herrschte während der Jahre 1933 bis 1945 vor allem ein Elektrifizierungsproblem.

April 1933: Hitler ernennt den SA-Gruppenführer Hans von Tschammer und Osten zum "Reichssportkommissar" (später: "Reichssportführer"). Schon vorher hatte der Deutsche Fußball-Bund im Fachmagazin "Kicker" bekannt gemacht, dass er "Angehörige der jüdischen Rasse" in führenden Stellungen der Landesverbände und Vereine "nicht für tragbar" hält.

Ein britischer Forscher hat ein Patent entwickelt, mit dem Tätlichkeiten im Fußball künftig handfest nachgewiesen werden können: Sobald ein Spieler einen Gegner am Trikot zieht, löst sich ein Stofffetzen ab und liefert dem Schiedsrichter damit ein klares Beweisstück. Die von dem Erfinder Philip Perseval entwickelte Kleidung wird nur von dünnen Nähten zusammengehalten, wie der "New Scientist" berichtet.

Kein Ende der Rassismus-Skandale im italienischen Fußball: Giambattista Pastorello, Präsident des Erstligisten Hellas Verona, hat verlauten lassen, dass er Patrick Mboma, Nationalspieler Kameruns und derzeit beim AC Parma, nicht verpflichten werde, weil "die Anhänger meines Klubs keinen Spieler mit schwarzer Haut akzeptieren würden". Zwar nannte er das tags darauf einen "dummen Spruch", doch da hatte es bereits Proteste im ganzen Land gegeben, von der für den Sport zuständigen Kulturministerin Giovanna Melandri ("Ich mißbillige das aufs Schärfste") über den nationalen Fußballverband bis zum Nationalen Olympischen Komitee.

Von Werner Raith

Jürgen Röber (47) spielte Fußball für Werder Bremen, Bayern München, Calgary Boomers, Nottingham Forest, Bayer Leverkusen und Rot-Weiß Essen. Bevor er im Januar 1996 zu Hertha BSC wechselte, hatte er als Trainer den Zweitligisten Rot-Weiß Essen bis ins DFB-Pokalhalbfinale geführt und dann beim VfB Stuttgart gearbeitet - damals wie heute mit Manager Dieter Hoeneß.

Es ist nur ein paar Wochen her, da hat der deutsche Fußball ein kleines Zeichen setzen wollen mit roten Karten gegen den Fremdenhass. Auch hat Opel, Sponsor des FC Bayern München, mit einer netten Plakataktion die Folgen von Ent-Fremdung auf dem Sportplatz demonstriert: Aus Münchens erster Elf war da ohne ihre Ausländer schnell eine erste Drei geworden.

Von Helmut Schümann

Auch Eishockey-Trainer können heute - wie die Kollegen beim Fußball - kaum noch in Ruhe arbeiten, zumal in Berlin. Uli Egen, zurzeit mit dem EHC Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sehr erfolgreich, weiß, dass in Zeiten solcher Erfolge der Jubel im Umfeld nicht allzu ernst genommen werden sollte.

Von Claus Vetter

Im Fußball ist es so: Die Kölner sind arme Schlucker, die Berliner schwimmen im Geld. Deswegen spucken die von Hertha gerne auch mal große Töne, erzählen, mit welchen Stars sie für die Zukunft planen, und dass sie eigentlich auch schon Meister sind; wenn nicht in diesem, dann spätestens im nächsten Jahr.

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