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Thema

Geisteswissenschaften

Mit Architektur aus dem Mittelalter ist Englands zweitgrößte Stadt nicht eben reich gesegnet, dafür erhebt sich inmitten des parkähnlichen Universitätscampus ein Bauwerk, das auf der ganzen Insel einzigartig ist: Wenn Birminghams Studenten morgens dem Hauptgebäude zustreben, führt ihr Weg an einer aus Backstein errichteten Kopie des eleganten Rathausturms in der toskanischen Stadt Siena vorbei.Rund 19 000 Studierende sind gegenwärtig an der größten Lehrstätte der englischen Midlands eingeschrieben, mehr als ein Viertel davon bewältigt ein Graduiertenstudium.

Gottes Mühlen mahlen langsam, und die der TU und des Senats ebenso. Wer die Geschichte des Frankreich-Zentrums an der Technischen Universität verfolgt hat, kann sich einer gewissen Ungeduld nicht erwehren: 1993 wurde die Idee geboren, dann gab es jahrelang Streit um die Konzeption und um Personen.

Von Dorothee Nolte

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 -1716), der große Gelehrte, das Universalgenie, der rätselhafte und verwirrende Mann, der rastlose Pläneschmied, Junggeselle, Fürstendiener und Fürstenberater, ein Visionär, fanatischer Arbeiter, weithin berühmt im Leben und doch fast vergessen gestorben, steht am Anfang der jetzt 300-jährigen Geschichte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW).Von Leibniz sagt man, dass er Vieles begonnen und Nichts zu Ende gebracht habe, da er aus dem Umstand, dass er alles konnte - und zwar meistens besser als alle anderen - ableitete, dass er sich auch in alles einmischen solle.

Brandenburgs Hochschulen sollen nach Meinung der CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Reiche auf Kernbereiche konzentriert werden. Diese sollten Biowissenschaften, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Medien und die Geisteswissenschaften sein, sagte sie in einem Interview mit den "Potsdamer Neueste Nachrichten" am Montag.

Die Volkswagen-Stiftung möchte Impulse für die fachübergreifende und internationale Zusammenarbeit von Wissenschaftlern geben. Bei der Jahrespressekonferenz im Wissenschaft Forum Berlin stellte die Kuratoriumsvorsitzende Helga Schuchardt sechs 1999 eingerichtete Förderinitiativen vor.

Was habe ich eigentlich in zahllosen Seminaren über Hegels und Schlegels Philosophie gelernt, was mich für die Berufswelt interessant macht? Welche praktischen Kompetenzen Geisteswissenschaftler im Studium erlangt haben, diskutierten Studenten mit Berufspraktikern an der Humboldt-Uni.

Der Wissenschaftsrat setzt mit seinen Empfehlungen neue Akzente für die Berliner Hochschulpolitik. Der lange vorherrschende Leitgedanke, die Humboldt-Universität zu einer Elite-Universität zu machen, der Freien Universität aber die Funktion der Massenausbildung ohne besonderen Anspruch zuzuordnen, ist nicht nur an der dramatischen Haushaltsentwicklung gescheitert, sondern auch an der bemerkenswerten Leistungssteigerung der Freien Universität und dem Reputationsgewinn.

Wer andere um Rat bittet, muss sich nicht wundern, wenn dieser Rat kritisch ausfällt. Der Berliner Senat hat, nachdem er den Hochschulen die Rosskur einer Einsparung von nahezu einer Milliarde Mark verordnet hat, den Wissenschaftsrat gebeten, die daraus folgende Neuordnung der Berliner Hochschullandschaft zu bewerten.

Mit einem Streich hat es die TU Berlin geschafft, ihren Frauenanteil auf Anhieb zu verdoppeln: Ab dem Sommersemester 2000 lehren zwölf hochqualifizierte Gastprofessorinnen aus dem In- und Ausland.Laut Vizepräsident Jürgen Sahm, der die Gäste im Namen der Universität begrüßte und der universitären Öffentlichkeit vorstellte, ist es der erklärte Wunsch der Hochschule, auch in Zukunft das Image der TU zu verbessern, die immer noch als fast frauenfreie Männerdomäne erscheint.

Der Zivilrechtler will die Rektorenkonferenz der deutschen Hochschulen unabhängig machenJens-Peter Meincke (64) kandidiert für das Präsidentenamt der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Der Zivilrechtler wurde 1975 an die Universität Köln berufen.

"Das mit den Büchern ist eine Hassliebe", sagt Michael Schrottmeyer und lässt den Blick über seine Regale schweifen. Schrottmeyer ist Antiquar aus Leidenschaft - und das ist sein Verhängnis: Die Lederausgaben, Bildbände und Taschenbücher bereiten ihm viel Arbeit, und er verdient nur wenig an ihnen.

Der Herausforderer kommt aus Amerika. Professor Gerhard Fischer bringt von dort die Einschätzung mit, "an den deutschen Universitäten ist der Wille zur Veränderung schwach", eine Identifikation der Studenten und Professoren mit ihrer Universität "ist kaum erkennbar".

Wichtige Personalentscheidungen brauchen Geduld: Im Konzil der Humboldt-Universität (HU) begannen gestern die dreitägigen Anhörungen der acht Kandidaten für das neue Präsidium. Die Vorschläge für die Kandidaten stammen aus dem Kuratorium der Hochschule.

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Hartmut Schiedermair, hat sich für den Erhalt der Habilitation als wissenschaftliche Basisqualifikation für eine Professur ausgesprochen. "Sie hat sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Verfahren zum Nachweis bewährt, dass der Habilitand seinen künftigen Aufgaben in Forschung und Lehre gewachsen ist", erklärte Schiedermair.

Die ganze Welt ist im Aufbruch. Nur die deutschen Sozial- und Geisteswissenschaften liegen im Tiefschlaf und laufen Gefahr, von den neuen Entwicklungen überrollt zu werden - so lautet zugespitzt die düstere Einschätzung des Göttinger Sinologen Michael Lackner und des Pariser Literaturwissenschaftlers Michael Werner, die in einer Studie die Lage der deutschen Kulturwissenschaften aus der Vogelperspektive betrachten.

Von Anja Kühne

Vor dem Regal mit den kleinen Stoffmäusen stand ein Mädchen und blickte sich ängstlich um. Sie hob verschiedene Mäuse an und streichelte über ihr braunes Fell, dann hielt sie sich eine Maus ganz dicht vor die Augen, als sei sie kurzsichtig, sie drückte ihre spitze Nase in den Bauch der Maus, legte sie wieder hin und sah erneut in meine Richtung.

Das Großbritannienzentrum der Humboldt-Universität (GBZ) wurde im Sommer 1995 gegründet und wird zur Zeit von Jürgen Schläger geschäftsführend geleitet. Es entstand durch den Wunsch des Landes Berlin, nach dem Abzug der Westalliierten die Verbindungen zu Großbritannien zu erhalten.

Mit Mühe und Not hat die Große Koalition in den vergangenen Jahren ihre Ziele in der Hochschul- und Forschungspolitik erreicht. Nachdem den Berliner Hochschulen auferlegt worden war, bis zum Jahr 2003 etwa 900 Millionen Mark zu sparen, hat es eines enormen Zeitaufwandes bedurft, um wenigstens ein Minimum an Sicherheit zurückzugewinnen.

Das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen-und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin hat nach dreijähriger Arbeit nun erstmals Bilanz gezogen. In dem Tätigkeitsbericht zeigt sich die Leiterin des Zentrums, Karin Hausen, insgesamt zufrieden über die bisher geleistete Arbeit.

Dreimal in diesem Jahrhundert ist die öffentliche Berufung auf Goethe und die Weimarer Klassik mit einem epochalen Zeitenwechsel in der Geschichte der Deutschen verbunden gewesen: 1919 mit Friedrich Eberts Rede auf der Nationalversammlung in Weimar, seiner Beschwörung des "Geistes von Weimar" als Kontrapunkt zum "Geist von Potsdam" nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs. 1932 mit der Feier von Goethes 100.

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