Für acht Jahre muss der ehemalige Waffenlobbyist Schreiber wegen Steuerhinterziehung hinter Gitter. Das Urteil sollte ein Startsignal für mehr Transparenz und Aufklärung sein. Doch danach sieht es nicht aus.
Griechenland
SPD-Fraktionschef Steinmeier lässt die Haltung seiner Partei zu Merkels Rettungsplan offen und fordert stärkere Regulierung der Finanzmärkte. Die Linke kritisiert das Gesetz als Hilfe für Spekulanten.

Die Lügen sollen ein Ende haben: Das Statistikamt der EU will künftig Datenquellen prüfen können. Wie das gehen könnte, erklärt Eurstat-Chef Walter Radermacher im Interview.

Mit Pathos in der Stimme verteidigt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag den Rettungsplan für Griechenland. Die Lage ist in ihren Augen dramatisch - nicht nur für die Griechen.
Deutsche Banken erklären sich bereit, in der Griechenland-Krise zu helfen. Nur wie diese Hilfe konkret aussehen soll, ist nicht ganz klar.
Berlin hat fristgerecht alle Investitionsvorhaben des 632 Millionen Euro umfassenden Konjunkturpaketes II auf den Weg gebracht. Das Geld kann auch voll ausgeschöpft werden. Trotzdem muss die Stadt weiter hart sparen.
Die Bereitschaft der Finanzinstitute, jetzt Anleihen bei der staatlichen KfW-Bank zu zeichnen, ist kein Opfer. Eher ist es Augenwischerei.
Manche Bilder sind verzerrt: Wie die Deutschen über die Griechen denken – und umgekehrt.
Ein Opfer sieht anders aus. Einen „spürbaren, positiven Beitrag“ wollen die deutschen Banken und Versicherungen bei der Rettungsaktion für Griechenland leisten, „im Bewusstsein unserer europäischen Verantwortung“, heißt es in einer Erklärung.
In der Türkei betrachtet man die Krise des Erzrivalen Griechenland mit gemischten Gefühlen – und plant ein Gipfeltreffen noch im Mai.
Sie hatten einen Plan in der CDU: Schwarz-Gelb wird in Nordrhein-Westfalen am sichersten wiedergewählt, wenn es keiner merkt. Deshalb hielt man sich in Berlin lange raus. Leider kommt die Euro-Krise dazwischen, und Merkel muss sich bekennen – am Mittwoch mit einer Regierungserklärung.
Die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland hat Anleger am Dienstag in Bundesanleihen getrieben. Der Bund-Future stieg um mehr als einen Punkt auf 125,61 Zähler.
Die Lügen sollen ein Ende haben: Das Statistikamt der EU will künftig Datenquellen prüfen können
Deutsche-Bank-Chef Ackermann sagt "beträchtliche Summen" zu, Finanzminister Schäuble würdigt den "spürbaren Beitrag". Die Opposition spricht von einer "Nullnummer".
Deutsche Banken helfen – nur wie, ist nicht ganz klar

SPD und Grüne sollten der Kanzlerin eine klare Erklärung abfordern, wie sie es mit den Finanzmärkten hält. Und sich selbst nicht den Konflikt mit dem Teil der Öffentlichkeit, der von ihr ein bedingungsloses Ja zur Griechenlandhilfe fordert.
Rund 8,5 Milliarden Euro stellt Deutschland den Griechen allein im laufenden Jahr an Krediten zur Verfügung. Nun sind auch die Banken bereit, ihren Beitrag zu leisten. Wie hoch dieser sein soll, verraten sie jedoch nicht.

Die Debatte über die Griechenland-Hilfen, die der Bundestag in dieser Woche verabschieden soll hält an. Auch in den Regierungsfraktionen gibt es Kritik. Die SPD will am Donnerstag entscheiden.

Vor der NRW-Wahl pokert die SPD hoch um ihr Ja zu den Finanzhilfen. Derweil wird bekannt, dass der Bedarf der Griechen offenbar noch höher ist.
Athen drückt beim Sparprogramm aufs Tempo – die griechischen Gewerkschaften antworten mit einer Welle von Streiks und Protesten.

Griechenland ist nur der Anfang. In der Bankenkrise haben Staaten so hohe Schulden angehäuft, dass sie ihrerseits zum Krisenherd werden. Spekulanten setzen auf die nächsten Freikaufprogramme. Das kann nicht gut gehen.
Heinrich Haasis (65) ist Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), der die 438 deutschen Sparkassen vertritt. Mit dem Tagesspiegel sprach er über Griechenland.
Für Arroganz ist kein Platz: Nicht nur Athen hat Fehler gemacht

Für Arroganz ist kein Platz: Nicht nur Athen hat Fehler gemacht.

Noch herrscht Unsicherheit an den Märkten. Die Deutsche Bank koordiniert ein privates Rettungspaket.
Viele hatten vorher gerätselt: Kommt er oder kommt er nicht? Doch trotz Währungskrise und Griechenland-Debatte hielt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Wort und gab den Steuerberatern die Ehre. Die klagen über komplizierte Gesetze und verteidigen Selbstanzeigen
Lange Zeit galten die Türken als Hungerleider am Rande Europas. Nun stehen sie wirtschaftlich besser da als die Griechen. Trotzdem kann Ankara nicht ganz sorgenlos zuschauen, was in Athen geschieht.
Die erste Hürde ist genommen: Allein im laufenden Jahr stellt Deutschland den Griechen 8,4 Milliarden Euro an Krediten zur Verfügung. Das hat die Bundesregierung beschlossen - bis Freitag sollen Bundestag und Bundesrat das Gesetz durchwinken.
Mit bis zu 22 Milliarden Euro beteiligt sich Deutschland an der EU-Hilfe für Griechenland. Im Eiltempo wird in dieser Woche das Gesetz verabschiedet, der Bundestag kann dieses nur noch abnicken. Die Demokratie nimmt wieder einmal Schaden.
Dass die Griechen ein Problem mit ihrer Staatsfinanzierung haben, war den Beamten in Berlin spätestens im Herbst 2009 klar. Welches Ausmaß das Problem annehmen würde, darüber dachte jedoch noch niemand nach.
Wie im Falle der Banken soll Hilfe wieder einmal Selbsthilfe sein, da ein abstürzendes Griechenland andere mit in den Strudel reißen und am Ende den Euro oder gar die europäische Gemeinschaft zerstören könnte. Leider kennt Europa kein Konkursgericht.

Der Tourismus in Griechenland leidet unter den Streiks und Protesten wegen der Finanzkrise. Das drückt auf die Preise. Auch aus Deutschland gehen die Buchungen zurück. Und das ist nicht nur schmerzlich für Hoteliers und Tavernenwirte.
Immer dann, wenn die Sache nach dem Urteil aller billig und gerecht Denkenden ziemlich klar liegt, rufen die Politiker populistisch dazwischen. So auch jetzt wieder im Falle Griechenlands.
Die Griechenland-Portugal-Spanien-Irland-Italien-Krise, kurz: die Krise der Europäischen Union, kann viel kosten. Institutionen, aber auch Politiker. In den genannten Ländern, Griechenland voran, und in anderen, in Deutschland. Hier zum Beispiel den Finanzminister das Amt.
Im Blickpunkt: Wolfgang Schäuble. Wird der Finanzminister allmählich mürbe gemacht?
Alba Berlin beendet die Hauptrunde der Basketball-Bundesliga als Zweiter – und gibt den Schiedsrichtern die Schuld dafür

Nach der Einigung über ein hartes Sparpaket kann Athen mit Milliardenhilfen rechnen. Ist die Debatte um den Ausschluss aus der Eurozone beendet?
Griechenlands Partner in Europa haben Milliardenhilfen für Athen beschlossen. Mit insgesamt 110 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren wollen die anderen Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) den drohenden Staatsbankrott Griechenlands abwenden.
Die Europäische Union sieht den Weg frei für das Hilfsprogramm für Griechenland. Für die Steuerzahler besteht kein unmittelbares Risiko, meint Bundeskanzlerin Angela Merkel.
„Angst um den Euro: Die Krise wächst – die Hilfe auch / Bis 2013 mindestens 135 Milliarden Euro für Griechenland“ von Hans Monath, Antje Sirleschtov und Albrecht Meier vom 29. April und „Athen und der Euro / Letzter Ausweg Austritt“ von Alfons Frese vom 24.