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Thema

Griechenland

Für acht Jahre muss der ehemalige Waffenlobbyist Schreiber wegen Steuerhinterziehung hinter Gitter. Das Urteil sollte ein Startsignal für mehr Transparenz und Aufklärung sein. Doch danach sieht es nicht aus.

Von Lars von Törne

SPD-Fraktionschef Steinmeier lässt die Haltung seiner Partei zu Merkels Rettungsplan offen und fordert stärkere Regulierung der Finanzmärkte. Die Linke kritisiert das Gesetz als Hilfe für Spekulanten.

Von Christoph Seils

Deutsche Banken erklären sich bereit, in der Griechenland-Krise zu helfen. Nur wie diese Hilfe konkret aussehen soll, ist nicht ganz klar.

Ein Opfer sieht anders aus. Einen „spürbaren, positiven Beitrag“ wollen die deutschen Banken und Versicherungen bei der Rettungsaktion für Griechenland leisten, „im Bewusstsein unserer europäischen Verantwortung“, heißt es in einer Erklärung.

In der Türkei betrachtet man die Krise des Erzrivalen Griechenland mit gemischten Gefühlen – und plant ein Gipfeltreffen noch im Mai.

Von Thomas Seibert

Sie hatten einen Plan in der CDU: Schwarz-Gelb wird in Nordrhein-Westfalen am sichersten wiedergewählt, wenn es keiner merkt. Deshalb hielt man sich in Berlin lange raus. Leider kommt die Euro-Krise dazwischen, und Merkel muss sich bekennen – am Mittwoch mit einer Regierungserklärung.

Von Robert Birnbaum

Die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland hat Anleger am Dienstag in Bundesanleihen getrieben. Der Bund-Future stieg um mehr als einen Punkt auf 125,61 Zähler.

Tissy Bruns

SPD und Grüne sollten der Kanzlerin eine klare Erklärung abfordern, wie sie es mit den Finanzmärkten hält. Und sich selbst nicht den Konflikt mit dem Teil der Öffentlichkeit, der von ihr ein bedingungsloses Ja zur Griechenlandhilfe fordert.

Von Tissy Bruns
Spekulanten wetten an den Börsen auch auf die mögliche Pleite von Staaten.

Griechenland ist nur der Anfang. In der Bankenkrise haben Staaten so hohe Schulden angehäuft, dass sie ihrerseits zum Krisenherd werden. Spekulanten setzen auf die nächsten Freikaufprogramme. Das kann nicht gut gehen.

Von Harald Schumann

Viele hatten vorher gerätselt: Kommt er oder kommt er nicht? Doch trotz Währungskrise und Griechenland-Debatte hielt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Wort und gab den Steuerberatern die Ehre. Die klagen über komplizierte Gesetze und verteidigen Selbstanzeigen

Von Heike Jahberg

Die erste Hürde ist genommen: Allein im laufenden Jahr stellt Deutschland den Griechen 8,4 Milliarden Euro an Krediten zur Verfügung. Das hat die Bundesregierung beschlossen - bis Freitag sollen Bundestag und Bundesrat das Gesetz durchwinken.

Mit bis zu 22 Milliarden Euro beteiligt sich Deutschland an der EU-Hilfe für Griechenland. Im Eiltempo wird in dieser Woche das Gesetz verabschiedet, der Bundestag kann dieses nur noch abnicken. Die Demokratie nimmt wieder einmal Schaden.

Von Christoph Seils

Dass die Griechen ein Problem mit ihrer Staatsfinanzierung haben, war den Beamten in Berlin spätestens im Herbst 2009 klar. Welches Ausmaß das Problem annehmen würde, darüber dachte jedoch noch niemand nach.

Von Antje Sirleschtov

Wie im Falle der Banken soll Hilfe wieder einmal Selbsthilfe sein, da ein abstürzendes Griechenland andere mit in den Strudel reißen und am Ende den Euro oder gar die europäische Gemeinschaft zerstören könnte. Leider kennt Europa kein Konkursgericht.

Von Alexander Gauland

Die Griechenland-Portugal-Spanien-Irland-Italien-Krise, kurz: die Krise der Europäischen Union, kann viel kosten. Institutionen, aber auch Politiker. In den genannten Ländern, Griechenland voran, und in anderen, in Deutschland. Hier zum Beispiel den Finanzminister das Amt.

Von Stephan-Andreas Casdorff
Ein schöner Plan, wenn er funktioniert: Bei positivem Wachstum will Griechenland sein Staatsdefizit zurückführen.

Nach der Einigung über ein hartes Sparpaket kann Athen mit Milliardenhilfen rechnen. Ist die Debatte um den Ausschluss aus der Eurozone beendet?

Von Albrecht Meier

Griechenlands Partner in Europa haben Milliardenhilfen für Athen beschlossen. Mit insgesamt 110 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren wollen die anderen Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) den drohenden Staatsbankrott Griechenlands abwenden.

Von Albrecht Meier

„Angst um den Euro: Die Krise wächst – die Hilfe auch / Bis 2013 mindestens 135 Milliarden Euro für Griechenland“ von Hans Monath, Antje Sirleschtov und Albrecht Meier vom 29. April und „Athen und der Euro / Letzter Ausweg Austritt“ von Alfons Frese vom 24.

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