
Bankenrettung, Griechenrettung, ausufernde Staatsverschuldung. Beispiellose Geldmengen haben Notenbanken und Regierungen in Umlauf gebracht. Ein Ende ist nicht absehbar. Steuern wir auf eine große Inflation zu?

Bankenrettung, Griechenrettung, ausufernde Staatsverschuldung. Beispiellose Geldmengen haben Notenbanken und Regierungen in Umlauf gebracht. Ein Ende ist nicht absehbar. Steuern wir auf eine große Inflation zu?
Das Sparprogramm der griechischen Regierung zur Bekämpfung der tiefgreifenden Haushaltskrise hat am Mittwoch erneut Proteste ausgelöst. Vor dem Finanzministerium in Athen demonstrierten verärgerte Anwärter auf Posten im Staatsdienst, außerdem legten Lehrer die Arbeit nieder.
Portugal wehrt sich gegen die Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Das Land müsse sich „gegen diesen Angriff der Märkte“ zur Wehr setzen, erklärte Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos am Mittwoch in Lissabon.
Die linksliberale Zeitung spanische Zeitung "El Pais" weist darauf hin, dass das Vertrauen der Anleger auch gegenüber Spanien und Portugal erschüttert sei. Weil auch diese Länder nicht angemessen auf die Krise reagieren.
Die liberale italienische Tageszeitung "La Stampa" schlägt sich in der europaweiten Debatte um das deutsche Zögern in der Griechenland-Krise auf die Seite der Bundeskanzlerin.
Angesichts der dramatischen Lage Griechenlands hat EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy einen Krisengipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurogruppe angekündigt. Das Treffen solle „um den 10. Mai herum“ stattfinden.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf Ramsch-Niveau gesenkt und große Besorgnis in dem Land ausgelöst. Die EU plant einen Sondergipfel.
Die Aktienbörse in Tokio ist am Mittwoch wegen der dramatische Schuldenkrise in Griechenland abgesackt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging mit einem schweren Verlust von 287,87 Punkten oder 2,57 Prozent beim Stand von 10 924,79 Punkten aus dem Handel.

Die Euro-Zone droht zusammenzubrechen. Nach Griechenland bekommt nun auch Portugal Schwierigkeiten am Kapitalmarkt. Deutschland muss nun schnelle Hilfe ermöglichen. Ein Kommentar.
Wenn die SPD der Bundesregierung Vorhaltungen macht, in Sachen Griechenlandhilfe taktiert zu haben, dann muss sie sich womöglich bald selbst diesen Vorwurf gefallen lassen. Jedenfalls scheinen auch die Sozialdemokraten nicht verstanden zu haben, dass mit jedem Tag, an dem in Deutschland über Hilfskredite diskutiert wird, die Kreditwürdigkeit Griechenlands an den Finanzmärkten weiter abnimmt.
Wenn es einen Franzosen gibt, der mit der Entstehungsgeschichte des Euro und den unterschiedlichen mentalen Einstellungen zur Gemeinschaftswährung in Deutschland und Frankreich bestens vertraut ist, dann ist es Dominique Strauss-Kahn. Der heutige Chef des Internationalen Währungsfonds war im Mai 1998 in Brüssel dabei, als Deutschland und Frankreich darum rangen, ob denn nun ein Niederländer oder ein Franzose auf den neu zu vergebenden Spitzenposten der Europäischen Zentralbank (EZB) gehoben werden sollte.
Sorgen um die Zahlungskraft Portugals und Griechenlands haben den Dax am Dienstag deutlich unter Druck gesetzt. Der Leitindex konnte nicht an die gute Entwicklung der vergangenen Handelstage anknüpfen und gab zum Handelsschluss um 2,7 Prozent auf 6159 Punkte nach, der M-Dax der Nebenwerte verlor 3,5 Prozent auf 8343 Punkte.
Die Diskussion um die Milliardenhilfen für das vom Bankrott bedrohte Griechenland belastet weiter die Märkte. Doch trotz der dramatischen Lage müssen deutsche Anleger sich derzeit keine Sorgen um ihr Erspartes machen.

Dominique Strauss-Kahn kennt sich aus mit dem Euro. Der frühere französische Finanzminister ist inzwischen Chef des IWF - und kann mit dem Zögern Angela Merkels in der Griechenlandfrage wenig anfangen.
Mit jedem Tag, an dem in Deutschland über Hilfskredite diskutiert wird, sinkt die Kreditwürdigkeit Griechenlands an den Finanzmärkten. Das müsste auch der SPD klar sein.
Glückwunsch, Josef Ackermann! Die Deutsche Bank hat ein bombiges Quartalsergebnis hingelegt und dabei im Investmentbanking so viel Geld verdient wie nie zuvor.

Der Streit um Hilfszusagen für Griechenland in der deutschen Politik hat an den Finanzmärkten zu großer Nervosität geführt. Die Börse reagierte prompt – mit einem Jahreshoch beim Dax.
Jorgo Chatzimarkakis, Abgeordneter der FDP im EU-Parlament, über den Ernst der Lage, die Sparziele Griechenlands und billiges Geld von der Europäische Zentralbank.
Den Griechen stehen harte Zeiten bevor. Sie müssen die Neuverschuldung bis 2013 auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken. Wie ist die Stimmung im Land?
Matthies über Finanzhilfen für Griechenland, die Bedrohung durch Stachelschwanz-Aliens und Guido Westerwelles Forderung nach freien Mitteln zur Entlastung des Mittelstands.

Am Frankfurter Palmengarten ist man vorbereitet. 70 bis 75 Milliarden Euro wird die hier beheimatete bundeseigene KfW-Bankengruppe in diesem Jahr am Kapitalmarkt aufnehmen.
Es hilft nichts: Jetzt müssen die Euro-Länder Geld mobilisieren, und zwar Deutschland vorneweg: aus eigenem Interesse. Denn alles andere wäre ungleich teurer.
In Deutschland herrscht Skepsis wegen der Griechenlandhilfen. Das ist in anderen Euro-Staaten anders. Wie wird dort debattiert? Ein Blick nach Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.
Die Probleme Griechenlands könnten bald auch auf Deutschland zukommen. Denn die deutsche Bevölkerung wird immer älter, kleiner, unqualifizierter und schuldenreicher. Ein Gastkommentar.
Den deutschen Banken drohen im Falle einer Beteiligung von Gläubigern am griechischen Rettungspaket massive Schockwellen. Denn die Branche hat griechische Engagements in zweistelliger Milliardenhöhe in den Büchern.
Auch die Deutschen werden einmal vor der Staatspleite stehen

Die Bundeskanzlerin will an der Milliardenhilfe für Griechenland festhalten - allerdings nur, wenn Athen ein glaubwürdiges Sparprogramm vorlegt. Für die FDP ist die deutsche Entscheidung über die Notfallhilfen hingegen noch völlig offen.
Soll jeder Staat in Europa, der leichtfertig haushaltet, eine zweite Chance erhalten? Im Falle Griechenlands könnte das der Beginn eines kollektiven wirtschaftlichen Ruins sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf die Zusammenarbeit mit internationalen Wirtschafts- und Finanzorganisationen bei der Schaffung neuer Regeln für die Finanzmärkte. Die Chefs von OECD, Internationalem Währungsfonds (IWF), Weltbank, Welthandelsorganisation und der Internationalen Arbeitsorganisation sind am Mittwoch ins Bundeskanzleramt eingeladen.
Niemand erwartet von Onkeln, Tanten, Schwestern und Brüdern, dass sie sich wegen der finanziellen Abenteuer eines Verwandten ruinieren. Nicht einmal Eltern haften für ihre volljährigen Kinder.
"Zeit"-Herausgeber Josef Joffe über gute "Europayer" und unbeugsame Katholiken.

Guido Westerwelle hat einen Politikwechsel für Deutschland verlangt. Der FDP-Chef bedankt sich bei den rund 600 Delegierten auf den Bundesparteitag in Köln für ihre Solidarität - und räumt Anfangsschwierigkeiten ein.
Den Griechen wird geholfen. Nur: ob die Milliardenkredite ihnen tatsächlich helfen, ist nicht sicher.
Europa gilt unter den Finanzverantwortlichen der Welt als Sorgenkind – nicht nur wegen Athen.

Steuerstreit, Griechenland-Hilfe und ein abwesender Vorsitzender – die Strategen des FDP-Treffens hatten so ihre Probleme.
Frankfurt am Main – Die Börse nimmt die Probleme mit dem gesperrten Luftraum und die desolate Lage in Griechenland erstaunlich gelassen. Auch die Klage gegen die US-Großbank Goldman Sachs, die Anleger um eine Milliarde Dollar geprellt haben soll, sorgte nicht für große Erschütterungen.

95,6 Prozent Zustimmung: Auf dem FDP-Parteitag wird Christian Lindner zum Generalsekretär gewählt und als "zweite Lichtgestalt neben Westerwelle" gefeiert.
Zahlreiche positive Nachrichten haben am Freitag dem deutschen Aktienmarkt kräftig Auftrieb gegeben. Starke Quartalsberichte und Konjunkturdaten aus Deutschland sowie Neuigkeiten zu Griechenland trieben den Dax um 1,5 Prozent auf 6259 Punkte nach oben.

Das hoch verschuldete Griechenland hat finanzielle Hilfe vom Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union beantragt. Wie geht es nun weiter?
Zahlreiche positive Nachrichten haben am Freitag dem deutschen Aktienmarkt kräftig Auftrieb gegeben. Starke Quartalsberichte und Konjunkturdaten aus Deutschland sowie Neuigkeiten zu Griechenland trieben den Dax bis zum Abend um 1,4 Prozent auf 6257 Punkte nach oben.
öffnet in neuem Tab oder Fenster