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Thema

Griechenland

Das Sparprogramm der griechischen Regierung zur Bekämpfung der tiefgreifenden Haushaltskrise hat am Mittwoch erneut Proteste ausgelöst. Vor dem Finanzministerium in Athen demonstrierten verärgerte Anwärter auf Posten im Staatsdienst, außerdem legten Lehrer die Arbeit nieder.

Portugal wehrt sich gegen die Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Das Land müsse sich „gegen diesen Angriff der Märkte“ zur Wehr setzen, erklärte Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos am Mittwoch in Lissabon.

Wenn die SPD der Bundesregierung Vorhaltungen macht, in Sachen Griechenlandhilfe taktiert zu haben, dann muss sie sich womöglich bald selbst diesen Vorwurf gefallen lassen. Jedenfalls scheinen auch die Sozialdemokraten nicht verstanden zu haben, dass mit jedem Tag, an dem in Deutschland über Hilfskredite diskutiert wird, die Kreditwürdigkeit Griechenlands an den Finanzmärkten weiter abnimmt.

Wenn es einen Franzosen gibt, der mit der Entstehungsgeschichte des Euro und den unterschiedlichen mentalen Einstellungen zur Gemeinschaftswährung in Deutschland und Frankreich bestens vertraut ist, dann ist es Dominique Strauss-Kahn. Der heutige Chef des Internationalen Währungsfonds war im Mai 1998 in Brüssel dabei, als Deutschland und Frankreich darum rangen, ob denn nun ein Niederländer oder ein Franzose auf den neu zu vergebenden Spitzenposten der Europäischen Zentralbank (EZB) gehoben werden sollte.

Von Albrecht Meier

Sorgen um die Zahlungskraft Portugals und Griechenlands haben den Dax am Dienstag deutlich unter Druck gesetzt. Der Leitindex konnte nicht an die gute Entwicklung der vergangenen Handelstage anknüpfen und gab zum Handelsschluss um 2,7 Prozent auf 6159 Punkte nach, der M-Dax der Nebenwerte verlor 3,5 Prozent auf 8343 Punkte.

Die Diskussion um die Milliardenhilfen für das vom Bankrott bedrohte Griechenland belastet weiter die Märkte. Doch trotz der dramatischen Lage müssen deutsche Anleger sich derzeit keine Sorgen um ihr Erspartes machen.

Von Jahel Mielke
Dominique Strauss-Kahn

Dominique Strauss-Kahn kennt sich aus mit dem Euro. Der frühere französische Finanzminister ist inzwischen Chef des IWF - und kann mit dem Zögern Angela Merkels in der Griechenlandfrage wenig anfangen.

Von Albrecht Meier

Mit jedem Tag, an dem in Deutschland über Hilfskredite diskutiert wird, sinkt die Kreditwürdigkeit Griechenlands an den Finanzmärkten. Das müsste auch der SPD klar sein.

Von Fabian Leber

Glückwunsch, Josef Ackermann! Die Deutsche Bank hat ein bombiges Quartalsergebnis hingelegt und dabei im Investmentbanking so viel Geld verdient wie nie zuvor.

Rückkehr zur Drachme. Deutsche Politiker wünschen sich, dass Griechenland aus der Euro-Zone aussteigt. Anleger steigen derzeit aus Anleihen aus und in Aktien ein. Foto: imago

Der Streit um Hilfszusagen für Griechenland in der deutschen Politik hat an den Finanzmärkten zu großer Nervosität geführt. Die Börse reagierte prompt – mit einem Jahreshoch beim Dax.

Von Carsten Brönstrup

Den Griechen stehen harte Zeiten bevor. Sie müssen die Neuverschuldung bis 2013 auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken. Wie ist die Stimmung im Land?

Von Gerd Höhler
Ulrich Schröder

Am Frankfurter Palmengarten ist man vorbereitet. 70 bis 75 Milliarden Euro wird die hier beheimatete bundeseigene KfW-Bankengruppe in diesem Jahr am Kapitalmarkt aufnehmen.

Von Rolf Obertreis

Es hilft nichts: Jetzt müssen die Euro-Länder Geld mobilisieren, und zwar Deutschland vorneweg: aus eigenem Interesse. Denn alles andere wäre ungleich teurer.

Von Moritz Döbler

In Deutschland herrscht Skepsis wegen der Griechenlandhilfen. Das ist in anderen Euro-Staaten anders. Wie wird dort debattiert? Ein Blick nach Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

Von
  • Andrea Dernbach
  • Albrecht Meier
  • Ralph Schulze
  • Hans-Hagen Bremer

Die Probleme Griechenlands könnten bald auch auf Deutschland zukommen. Denn die deutsche Bevölkerung wird immer älter, kleiner, unqualifizierter und schuldenreicher. Ein Gastkommentar.

Von Gunnar Heinsohn

Den deutschen Banken drohen im Falle einer Beteiligung von Gläubigern am griechischen Rettungspaket massive Schockwellen. Denn die Branche hat griechische Engagements in zweistelliger Milliardenhöhe in den Büchern.

Milliarden für Griechenland. Damit ist nicht jeder in Deutschland einverstanden.

Die Bundeskanzlerin will an der Milliardenhilfe für Griechenland festhalten - allerdings nur, wenn Athen ein glaubwürdiges Sparprogramm vorlegt. Für die FDP ist die deutsche Entscheidung über die Notfallhilfen hingegen noch völlig offen.

Von
  • Antje Sirleschtov
  • Albrecht Meier

Soll jeder Staat in Europa, der leichtfertig haushaltet, eine zweite Chance erhalten? Im Falle Griechenlands könnte das der Beginn eines kollektiven wirtschaftlichen Ruins sein.

Von Gerd Appenzeller
Gut zu tun hat IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in diesen Monaten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf die Zusammenarbeit mit internationalen Wirtschafts- und Finanzorganisationen bei der Schaffung neuer Regeln für die Finanzmärkte. Die Chefs von OECD, Internationalem Währungsfonds (IWF), Weltbank, Welthandelsorganisation und der Internationalen Arbeitsorganisation sind am Mittwoch ins Bundeskanzleramt eingeladen.

Niemand erwartet von Onkeln, Tanten, Schwestern und Brüdern, dass sie sich wegen der finanziellen Abenteuer eines Verwandten ruinieren. Nicht einmal Eltern haften für ihre volljährigen Kinder.

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle in Köln auf dem FDP-Parteitag. -

Guido Westerwelle hat einen Politikwechsel für Deutschland verlangt. Der FDP-Chef bedankt sich bei den rund 600 Delegierten auf den Bundesparteitag in Köln für ihre Solidarität - und räumt Anfangsschwierigkeiten ein.

Von Christian Tretbar
Heikles Thema. FDP-Landeschef Andreas Pinkwart nähert sich in seiner Rede auf dem Kölner Parteitag mithilfe von Schautafeln der Steuerfrage.

Steuerstreit, Griechenland-Hilfe und ein abwesender Vorsitzender – die Strategen des FDP-Treffens hatten so ihre Probleme.

Von
  • Hans Monath
  • Antje Sirleschtov

Frankfurt am Main – Die Börse nimmt die Probleme mit dem gesperrten Luftraum und die desolate Lage in Griechenland erstaunlich gelassen. Auch die Klage gegen die US-Großbank Goldman Sachs, die Anleger um eine Milliarde Dollar geprellt haben soll, sorgte nicht für große Erschütterungen.

Von Rolf Obertreis

Zahlreiche positive Nachrichten haben am Freitag dem deutschen Aktienmarkt kräftig Auftrieb gegeben. Starke Quartalsberichte und Konjunkturdaten aus Deutschland sowie Neuigkeiten zu Griechenland trieben den Dax um 1,5 Prozent auf 6259 Punkte nach oben.

Kurz und knapp: Griechenland bittet um Hilfe.

Das hoch verschuldete Griechenland hat finanzielle Hilfe vom Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union beantragt. Wie geht es nun weiter?

Von
  • Carsten Brönstrup
  • Albrecht Meier
  • Gerd Höhler
  • Antje Sirleschtov

Zahlreiche positive Nachrichten haben am Freitag dem deutschen Aktienmarkt kräftig Auftrieb gegeben. Starke Quartalsberichte und Konjunkturdaten aus Deutschland sowie Neuigkeiten zu Griechenland trieben den Dax bis zum Abend um 1,4 Prozent auf 6257 Punkte nach oben.

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