
Selten zuvor war eine Regierungspartei in einer solch schwierigen Lage. Die FDP muss bei ihrem Parteitag mit ihren eigenen Ansprüchen, Hilfen für Griechenland und toten Soldaten zurechtkommen.

Selten zuvor war eine Regierungspartei in einer solch schwierigen Lage. Die FDP muss bei ihrem Parteitag mit ihren eigenen Ansprüchen, Hilfen für Griechenland und toten Soldaten zurechtkommen.

Den Griechen wird geholfen, keine Frage. Aber sind die Milliarden der Partner, für die Griechenland nur halb so viele Zinsen zahlen muss wie auf dem Markt, auch gut investiert?
Die Deutsche Bahn geht dem Verdacht eines größeren Korruptionsfalles nach. Mitarbeiter der Tochtergesellschaft DB International sollen Entscheidungsträger im Ausland bestochen haben, etwa in Griechenland, Algerien und Ruanda, wie das Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilte.
Die Bundesregierung hat sich zu rascher Hilfe für das in Finanznot geratene Griechenland bereit erklärt, knüpft dies jedoch an strenge Sparauflagen für das Euro-Land. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begründete ihre Bereitschaft mit der Sicherung der Stabilität des Euro.

"Man muss den Kollaps des Eurosystems vermeiden." DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann über die Finanzpolitik der Deutschen und der Griechen.

Was haben die milliardenschweren Hilfen für Griechenland mit der NRW-Wahl zu tun? Viel. Für Bundeskanzlerin Merkel sogar sehr viel. Sie wollte die Finanzspritze für das klamme EU-Land so lange wie möglich hinauszögern - und schadet damit allen Beteiligten.

Das Haushaltsdefizit war im vergangenen Jahr noch höher als gedacht - es war offenbar zu hoch: Griechenland muss bereits jetzt Antrag auf internationale Finanzhilfe stellen. Ursprünglich sollte sich das Land zunächst auf dem freien Markt Kredite besorgen.
Die Rendite für zehnjährige griechische Staatsanleihen ist am Donnerstag erneut gestiegen und klettert auf 8,38 Prozent. Griechenland muss also immer höhere Zinsen für am Finanzmarkt aufgenommene Kredite zahlen.
Die ausufernde Schuldenkrise in Griechenland hat am Donnerstag den deutschen Leitindex unter Druck gebracht. Der Dax, der am Morgen nach positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone bis auf rund 6286 Punkte gestiegen war, sank zum Handelsschluss um ein Prozent auf 6168 Punkte.

In Griechenland häufen sich die Proteste gegen die Sparpolitik / Noch mehr Schulden als bislang gedacht

Die EU-Statistikbehörde korrigiert das öffentliche Defizit Griechenlands auf 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nach oben. Unterdessen häufen sich die Proteste im Land.
Es wird immer unwahrscheinlicher, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seine Pläne umsetzen kann, sich vom Bundestag eventuelle Zinshilfen für Griechenland rasch und unkompliziert genehmigen zu lassen.
Gewinne und Schulden steigen
Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch leichte Verluste verbucht. Nach freundlichem Start drehten die Börsen ungeachtet weiterer starker Quartalsbilanzen ins Minus.
Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag auch dank vorläufiger Zahlen von Daimler deutliche Gewinne verbucht. Nachdem der Dax an zwei vorangegangenen Handelstagen noch Verluste verzeichnet hatte, gewann er zum Handelsschluss 1,7 Prozent auf 6264 Punkte.

Die Lage in Griechenland wird prekärer. Zwar verkündete der Finanzminister am Dienstag erste Erfolge der Sparbemühungen. Doch erneut konnten die Griechen Staatsanleihen nur mit hohen Risikoprämien am Markt platzieren.
Während sich das Hilfspersonal um eine Therapie bemüht, verschlechtert sich der Zustand des Patienten. Am Ende bleibt dann nur der große Eingriff.
Während sich das Hilfspersonal um eine Therapie bemüht, verschlechtert sich der Zustand des Patienten. Am Ende bleibt dann nur der große Eingriff.
Natürlich kann man der Meinung sein, dass Griechenland geholfen werden muss – nicht im griechischen Interesse, sondern in unserem. Deutschland profitiert von der Eurozone mehr als andere.

Natürlich kann man der Meinung sein, dass Griechenland geholfen werden muss. Doch man kann das eben auch ganz anders sehen - mit guten Gründen. Denn die Hilfe für die Griechen verbaut uns die Zukunft.
Frankfurt am Main - Die Börsenwoche schien ein unspektakuläres Ende zu nehmen. Das Rettungspaket für Griechenland, gute Konjunktursignale aus den USA und aus China, die positive Prognose des Sachverständigenrates – die Stimmung der Börsianer hatte sich im Wochenverlauf aufgehellt.
Die Aschewolke legt die Berliner Flughäfen lahm, bis 20 Uhr geht geht voraussichtlich gar nichts in Tegel und Schönefeld. So ist die Lage vor Ort.

Forscher nennen Steuersenkungen "völlig unrealistisch" und verlangen von der Regierung Sparmaßnahmen.
Die Ruhe trügt: Deutsche Denkmalpfleger sichern die Überreste der gesprengten Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan.

Bill Gross, der US-Bond-Guru, glaubt zwar an ein nahes Ende der Anleihe-Hausse, nimmt von seiner negativen Prognose aber ausdrücklich Deutschland und Kanada aus.
Als Konsequenz aus der Griechenlandkrise will die EU-Kommission die Wirtschaftspolitik der Euro-Länder künftig besser kontrollieren. Das kündigte Wettbewerbskommissar Olli Rehn an. Was plant er genau?

Nicht nur griechische Anleihen bringen gute Zinsen / Angst vor Inflation
Die Euroländer wollen Athen notfalls so lange zur Seite stehen, bis die Haushaltsmisere gelöst ist. Auf Deutschland könnten zweistellige Milliardenbeträge zukommen.
Die EU-Unterstützung für Athen könnte 90 und nicht nur 30 Milliarden Euro kosten. Es geht nicht um einen einmaligen Hilfskredit, sondern um eine jahrelange Kredithilfe.
Als „eiserne Lady“ ließ sich Angela Merkel im Fall Griechenland feiern – das war voreilig
Der anfängliche Optimismus nach der Einigung auf einen Notfallplan für Griechenland ist an der deutschen Börse am Montag schnell verflogen. Der Dax musste seine Gewinne im Handelsverlauf zunächst wieder abgegeben. Erst am Abend drehte er wieder leicht in die Gewinnzone.

Das EU-Rettungspaket hat die Märkte beruhigt. Deutschland soll 8,4 Milliarden Euro beisteuern.
Auch Spanien und Portugal haben riesige Schulden. Nun müssen sie noch für die Griechen zahlen.
Als "eiserne Lady" ließ sich Angela Merkel im Fall Griechenland feiern – das war voreilig. Die hinhaltende Art, mit der die Kanzlerin die Probleme in der Euro-Zone lösen wollte, hat zu einer gefährlichen Eigendynamik geführt.

Der Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty spricht über die Krise der Währungsunion und einen Ausweg für Athen.

Die Länder der Währungsunion einigen sich auf ein Rettungspaket für die Griechen – es soll wieder Ruhe an die Finanzmärkte bringen.
Ein harter Sparkurs könnte Griechenland politisch destabilisieren und zu einer Radikalisierung führen - ähnlich wie in der Weimarer Republik, meint der tübinger Wirtschaftsprofessor Starbatty.
Frankfurt am Main - Griechenland scheint für die deutsche Börse weit weg. Während es am Anleihemarkt drunter und drüber ging, kamen Dividendentitel ungeschoren davon.

Der Druck auf Griechenland wächst, seine europäischen Partner und den IWF um Hilfe zu bitten. Denn das Land findet nicht genug Investoren. Muss nun der EU-Notfallplan greifen?

Es gilt als gesund und vielfältig im Aroma – mehr als die Hälfte der Produkte im Test schneidet aber nur befriedigend ab
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