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Thema

Polen

Die Ergebnisse von „Europreval“, der bisher größten Studie über die Häufigkeit von Krebserkrankungen, liegen jetzt vor. Veröffentlicht wurden die Daten in der Zeitschrift „Annals of Oncology“, herausgegeben von der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie.

Von Claus-Dieter Steyer Stettin (Szczecin). Nach einem längeren Blick in den Computer stellte der Polizist auf dem Hauptrevier der Hafenstadt Stettin eine bohrende Frage: „Sie waren in den vergangenen anderthalb Jahren drei Mal in Polen, und jedes Mal wurde Ihnen Ihr Auto gestohlen?

Von Thomas Roser, Warschau und Christian Böhme Es ging doch schneller als erwartet. Bisher haben 330 000 polnische Zwangsarbeiter einen Antrag auf Entschädigung gestellt – und 305 000 von ihnen haben bereits eine erste Rate von der deutschen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ erhalten.

Von Vivien Leue Lichtenberg.„Konzept ausgereift nicht unbedingt aber Programm schnell ausarbeiten Müller“ – so oder ähnlich sieht mal wieder die Mitschrift der Konferenz aus, und wer soll nun daraus schlau werden?

Mit einem neuen "Rekordjahr" rechnet das polnische Wochenblatt "Wprost" für die diesjährige "Arbeitsaison": Schätzungsweise eine Million Polen werden im Sommer und Herbst in ganz Europa als Erntehelfer, Aushilfskellner oder Zimmermädchen beschäftigt sein - nur ein Drittel davon legal. Ob auf badischen Spargelfeldern, in französischen Weinbergen, auf norwegischen Erdbeerbeeten, griechischen Olivenhainen oder auf niederländischen Tulpenfeldern: Ohne die eifrigen Helfer aus Polen hätten die Landwirte europaweit ihre liebe Mühe, die Ernte kostendeckend unter Dach und Fach zu bringen.

Deutsche Soldaten sollen künftig aus Kostengründen polnischen Zahnersatz erhalten. Das Verteidigungsministerium plant laut "Bild" ein Pilotprojekt in den Marine-Standorten Tarp (Kreis Flensburg) und Bremerhaven: Brücken und Kronen sollen ab Juli über einen deutschen Zwischenhändler kostengünstig aus polnischen Dentallabors beschafft werden.

Die EU-Kommission setzt Deutschland nun ein zweites Mal auf die Anklagebank - gleich neben Portugal. Im letzten Monat erhielten Deutschland und Portugal wegen ihrer hohen Haushaltsdefizite einen Rüffel.

13 Jahre nach dem Weltmeisterschaftssieg von Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner besitzt der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) wieder ein Gold-Doppel. Timo Boll und sein Klubkollege Zoltan Fejer-Konnerth aus Gönnern, der zum derzeitigen Zweitliga-Spitzenreiter TTC Karlsruhe-Neureut wechseln wird, wurden Europameister.

Die Flucht ins östliche Ausland gehört für viele Straftäter zum festen Plan. Wie die Geiselnehmer von Wrestedt erhoffen sie sich dort ein leichteres Untertauchen und eine größere Rendite für ihre bei Überfällen in Deutschland und Westeuropa gemachte Beute.

Von Claus-Dieter Steyer

Er hört es zwar nicht gern, aber das Klischee passt trotzdem: Nikolai Tomás sieht aus wie ein verwegener ungarischer Prinz. Der spitze Kinnbart, die urwüchsig in das Gesicht fallende Haarsträhne.

Wenige Tage nach den Vorwürfen gegen Erzbischof Juliusz Paetz gibt es in Polen einen weiteren Skandal. Die Staatsanwaltschaft hat einen 44 Jahre alten Priester wegen Vergewaltigung eines 60-jährigen Mannes angeklagt.

Der Streit um die Agrarbeihilfen für Polen nach dem EU-Beitritt spitzt sich zu und droht den Zeitplan für die EU-Erweiterung zu gefährden. Polens Außenminister Wlodzimierz Cimoszewicz nannte eine zehnjährige Übergangsperiode, in der Polen nicht zu gleichen Rechten am gemeinsamen Agrarmarkt teilnimmt, bei seinem ersten Berlin-Besuch nach dem Regierungswechsel im vergangenen Herbst "unakzeptabel".

Von Christoph von Marschall

Für eine "Versachlichung" der EU-Beitrittsverhandlungen hat sich Polens Außenminister Wlodimierz Cimoszewicz ausgesprochen. Vor seiner ersten Amtsreise nach Berlin am Dienstag warnte der Sozialdemokrat im Gespräch mit dem Tagesspiegel jedoch vor den "paradoxen" Folgen des Kommissionsvorschlags, den Landwirten in den Kandidatenländern nach dem EU-Beitritt zunächst nur 25 Prozent der Direktbeihilfen zu zahlen.

Hinterher haben einige von denen, die einmal mit dem 22-jährigen, ursprünglich aus Polen stammenden Deutschen Adam Labus zu tun hatten, zumindest immer geahnt haben wollen, zu was er fähig sei. Bekannte schildern ihn jetzt als bekennenden Waffennarren und Experten auf dem Gebiet härtester Killer-Videos.

Von Mirko Weber

Knapp zehn Tage nach Bekanntwerden des Klinikskandals in der polnischen Stadt Lodz hat die Staatsanwaltschaft bereits neun Tatverdächtige festnehmen lassen. Sie alle sollen in den mittlerweile als "Nekro-Business" bezeichneten Provisionshandel zwischen Mitarbeitern einer Unfallstation und Bestattungsunternehmern verwickelt sein.

Der Verteilungskampf zwischen der EU und den Beitrittskandidaten in Mittel- und Osteuropa um die Agrarbeihilfen aus Brüssel hat begonnen. Die EU-Kommission legte am Mittwoch in Brüssel eine Strategie zur Erweiterung der Union vor, wonach die Landwirte in den neuen Mitgliedstaaten zehn Jahre lang auf die vollen Beihilfen warten sollen.

Seit den Enthüllungen über den einträglichen Leichenhandel von Rettungsärzten mit Bestattungsunternehmen seien seine Mitarbeiter "vulgären" Telefonaten ausgesetzt, sagt Boguslaw Tyka, der Direktor der Lodzer Notfallzentrale. Rettungswagen wurden in den letzten Tagen mit Hakenkreuzen beschmiert und mit Steinen beworfen.

Der Klinik-Skandal in der polnischen Stadt Lodz bringt das Gesundheitswesen in Polen immer mehr in Verruf. Für Ärzte und Sanitäter wird die Arbeit immer mehr zum Spießrutenlauf, berichtete das polnische Fernsehen.

In Polen schlägt der Skandal um den Leichenhandel beim Notfalldienst in Lodz hohe Wellen. Nach Zeitungsberichten, wonach Rettungsärzte Patienten sterben ließen und gar ermordeten, um die Leichen-Provisionen von Bestattungsunternehmen einzustreichen, hat Gesundheitsminister Mariusz Lapinski seinen Urlaub abgebrochen und die landesweite Überprüfung aller Notfallsdienste angeordnet: "Wir müssen die Rettungdienste von den schwarzen Schafen säubern.

Diese Woche wird ausschließlich dem schönen Geschlecht gehuldigt. Das ist: erstens immer wieder angenehm, bringt: zweitens ordentlich Punkte, und liegt: drittens ganz im Trend, hat doch der Senat einem Womanizer das Frauenressort anvertraut.

Dass Zishe Breitbart, der jüdische Schmied aus einem polnischen Stetl, ein Mann mit riesigen Körperkräften, in Berlin landet, kann nicht ausbleiben. Denn das Berlin vom Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre konsumiert jede Sensation, jede Perversion, jede Subversion.

Von Peter W. Jansen

Die Oder führt in Brandenburg und Polen Hochwasser. Am Montagmittag sei für einige Abschnitte des Grenzflusses in den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch-Oderland die niedrigste Alarmstufe 1 ausgerufen worden, teilte das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) mit.

Angler aus Brandenburg und Polen können künftig wechselseitig die Gewässer im jeweils anderen Land nutzen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten am Sonnabend Vertreter des Landesanglerverbandes sowie der Verbände dreier Woiwodschaften in Frankfurt (Oder).

Ob auf Werbeplakaten, in TV-Spots, auf den Titelblättern der Gazetten oder Briefmarken: Der kleine Mann mit dem großen Helm ist in seiner polnischen Heimat auch in diesem Winter allgegenwärtig. Er hat selbst die erfolgreichen Kicker des Nationalteams von den Litfasssäulen und aus den Schlagzeilen verdrängt, die sich für die WM 2002 qualifizieren konnten.

128 neue Böller sind in diesem Jahr bei der Prüfung durchgefallen, nur 87 haben den Test der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) bestanden. Erlaubt seien an diesem Jahresende 1731 Feuerwerkskörper, teilte die BAM gestern mit.

Von Jörn Hasselmann

Ganz kurz vor den besinnlichen Weihnachtstagen übt sich die Bundesregierung noch in Barmherzigkeit: Kommenden Mittwoch will Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) seine Kabinettskollegen dazu überreden, schon ab Anfang Februar unbürokratisch tausenden Job suchenden aus Polen, Tschechien, der Slowakei und anderen Beitrittskandidaten Osteuropas die Chance auf einen Arbeitsplatz in Deutschlnd zu verschaffen. Doch nicht nur die Möglichkeit, den Osteuropäern zu harten Euro zu verhelfen, treibt Riester an.

Von Antje Sirleschtov

Die Betriebs- und Personalräte der Bankgesellschaft Berlin wollen alle Möglichkeiten nutzen, damit es bei dem Konzern nicht zu dem angedachten Abbau von bis zu 4000 der derzeit noch rund 14 900 Stellen bis zum Jahresende 2005 kommt. Bernd Reinhard, Betriebsrat der Berliner Bank und Mitglied im Aufsichtsrat erklärte am Montag gegenüber dem Tagesspiegel, bei diesem Überlegungen seien einfach angestrebte Einsparungen auf Stellen umgerechnet worden.

Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) plant eine Green Card für Pflegekräfte. Schon ab Januar sollen nach Angaben seines Ministeriums Pflegekräfte aus Polen und Tschechien legal nach Deutschland kommen können, um hier bis zu drei Jahre zu arbeiten.

Nach den am Dienstag vorgelegten "Fortschrittsberichten" der Europäischen Union (EU) dämpft das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) die Hoffnungen der EU-Anwärter auf einen raschen Beitritt. Bei der Vorstellung der neuen Konjunkturprognose für die Mittel- und Osteuropäischen Länder (MOEL) am Donnerstag erklärte der Wirtschaftsforscher Sándor Richter zu den vorgelegten Berichten aus Brüssel, die EU-Kommission lege es auf einen "Big Bang" im Beitrittsprozess an.

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