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Thema

Polen

Die Außenpolitik kann gewaltigen Zugzwang auf Regierungen ausüben - SPD und Grüne erleben es gerade. Das hilft vielleicht, einen Vorgang zu verstehen, der von ähnlicher Tragweite ist wie der Kampf gegen den Terror, auch wenn er seit dem 11.

Von Albrecht Meier

Der Traum von der Profi-Karriere in Europa schien für Emmanuel Olisadebe rasch als Albtraum zu enden. Zwei Monate lang tingelte der 18-Jährige durch Polen von Probetraining zu Probetraining.

Ostpreußen: Das sind die Russen, die in Kaliningrad mit Suppenlöffeln nach Relikten von Königsberg graben. Das sind die Initiatoren der polnischen Kulturgemeinschaft "Borussia", die seit elf Jahren von Olsztyn (Allenstein) aus nach der "Metaphysik des Ortes, an dem wir leben", sucht.

Von Amory Burchard

Eine von Eko Stahl geplante Millionen-Investition in Polen ist nach Zeitungsberichten gefährdet, weil die französische Eko-Mutter Usinor noch immer kein grünes Licht für das Vorhaben gibt. Dabei hat der Aufsichtsrat des Eisenhüttenstädter Unternehmens - so Eko-Sprecher Jürgen Schmidt - das Polen-Projekt bereits genehmigt.

Der ehemalige Finanzsenator Peter Kurth (CDU), der mit dem Bruch der Großen Koalition zwangsweise aus der Berliner Regierungspolitik ausgeschieden ist, wechselt in die private Wirtschaft. Am 1.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Die Reaktion auf die Terroranschläge in den USA haben das Interesse auf die Situation der Menschen in Afghanistan gelenkt. Flüchtlinge von dort wurden noch vor wenigen Monaten nur in Ausnahmefällen anerkannt.

Von Sandra Dassler

Der Streit der Zwangsarbeiter-Stiftung mit den polnischen Partnern schien so gut wie beigelegt: Nach den Kursverlusten in Millionenhöhe sollten die polnischen NS-Opfer eine Ausgleichszahlung bekommen. Die Stimmen in Polen, die den Deutschen die Schuld an dem Finanzdebakel gaben, waren leiser geworden.

Schon 1987 hatte Armand Mergen festgestellt: "Als das Bundeskriminalamt mit Beamten besetzt wurde, ließ man Nazi-Vergangenheit mit SS-Zugehörigkeit, Kriegseinsätze mit Polizeigräueltaten, Berufsausübung unter dem Zeichen des Totenkopfes ruhen." Auch die zwielichtige Rolle des selbst ernannten "Gründungsvaters" und späteren Präsidenten des BKA, Paul Dickkopf, ist vielfach beleuchtet worden, weil er vielen "Kameraden" aus dem Reichskriminalamt den Weg in die Wiesbadener Behörde geebnet hatte.

Von Christoph Schmidt Lunau

Der Durchbruch in eine neue Zeitrechnung ist immer ein Höhepunkt in der Leichtathletik-Historie. Eines der einprägsamsten Beispiele lieferte Roger Bannister 1954 in Oxford: Der Engländer lief die Meile als Erster unter vier Minuten.

Von Jörg Wenig

Der Wähler ist grausam, nicht nur in Hamburg. In Polen hat er, erstens, der Ex-Solidarnosc, der das Land die Wende verdankt, den Wiedereinzug ins Parlament verwehrt.

Die beiden Flohmarkthändler haben es fast geschafft bis an ihr Ziel. Am Samstagabend waren sie in Krakau gestartet, sind durch die Nacht gefahren, doch nun, vormittags um elf, als der alte Wagen Marke "Polonez" endlich in der Karlshorster Gundelfingerstraße steht, muss doch noch schnell der Benzinschlauch repariert werden.

In unserer schnelllebigen Zeit nennen marketing-orientierte Menschen schon Tradition, was jemand zum zweiten Mal tut. So kann man auf der website des Bundeskanzlers lesen, seine traditionelle Sommerreise führe ihn diesmal durch die Regionen an der deutsch-polnischen und der deutsch-tschechischen Grenze.

Poltergeist Martin Schmitt ist im Hochsommer die Nummer 1 der Skispringer. Bei 25 Grad, inmitten grüner Wälder und vor insgsamt 30 000 begeisterten Fans in Hinterzarten sicherte sich der 23-Jährige mit den Plätzen zwei und drei die Gesamtführung im Sommer-Weltcup.

Merkwürdig vertraut wirken die Bilder der verzweifelten Menschen, die derzeit von der Hochwasserkatastrophe an der Weichsel über die TV-Schirme flimmern. Wie bei den Oder-Überschwemmungen vor vier Jahren scheinen die Polen die Kontrolle über die entfesselten Naturgewalten längst verloren zu haben.

Der einen Leid, der anderen Freud: Während die Hochwasserkatastrophe an der Weichsel zehntausende von Menschen im Süden und Osten Polens um ihre Existenz bangen lässt, hat der steigende Wasserpegel bei den Bewohner der Hauptstadt Warschau für launige Party-Stimmung gesorgt. Tausende von Schaulustigen säumten in der Nacht zum Dienstag in der 1,7-Millionen-Einwohner-Metropole die Flussgestade und Brücken, um sich an überfluteten Ausflugsterassen und Uferwiesen zu ergötzen.

So lange in Deutschland warmes Sommerwetter herrscht, besteht für die Hochwasserregion Südpolens nur wenig Hoffnung. Auf diese kurze Formel bringt der Präsident des Brandenburger Landesumweltamtes, Professor Matthias Freude, die Erklärung für die Katastrophe entlang der Weichsel.

Von Claus-Dieter Steyer
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