zum Hauptinhalt
Thema

Syrien

Rauch steigt über der Grenzstadt Kobane auf.

In den vergangenen Tagen waren die IS-Kämpfer in Kobane zurückgedrängt worden. Doch nun haben sie sich offenbar neu formiert. Die Türkei manövriert sich mit ihrer Zurückhaltung weiter ins politische Abseits.

Von Susanne Güsten
Heimatfront. Zehntausende Syrer leben in den Flüchtlingslagern von Arsal, immerhin: Sie dürfen auch abends ihre Zelte verlassen. In anderen Städten wurde eine Ausgangssperre verhängt.

„Dreckiger Syrer, du Terrorist!“, riefen die Männer, als sie auf ihn eintraten. Eine Million Flüchtlinge hat der Libanon aus dem Nachbarland aufgenommen. Gegen sie richtet sich die Angst und Wut der Bevölkerung. Die Regierung ist überfordert, jetzt nehmen Bürger das Recht in die Hand.

Von Theresa Breuer
Die Kurden halten weiter die von dem IS belagerten Stadt Kobane.

Nach einem Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama soll der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eingeknickt sein. US-Flugzeuge werfen Waffen und Munition über der belagerten Stadt Kobane ab, die von kurdischen Kämpfern gehalten wird.

Von Thomas Seibert
Militärbeobachter. Diese türkischen Soldaten betrachten dichte Rauchschwaden über Kobane, kurdische Verteidiger können momentan gegen den „Islamischen Staat“ bestehen.

Schnelle Vorstöße sicherten dem IS lange Zeit seine militärischen Erfolge – diese Taktik geht nicht mehr auf. Nun könnte Bagdad nächstes Angriffsziel werden.

Von Thomas Seibert
Auch in Europa gilt: Beim Geld hören viele Freundschaften auf.

Deutschland steht wegen seiner Führungsrolle innerhalb der EU unter Hegemonieverdacht. Und das zu einer prekären Zeit: Nie war das europäische Integrationsprojekt so gefährdet wie heute, schreibt der ehemalige Außenminister Joschka Fischer in einem Gastbeitrag.

Ministerin Leyen auf Truppenbesuch in der Türkei.

Seit fast zwei Jahren sind deutsche Soldaten in der Türkei stationiert. Sie sollen das Land vor Raketenangriffen des Assad-Regimes schützen. Doch das setzt kaum noch Raketen ein. Und der IS ebenfalls nicht.

Von Ulrike Scheffer
"Wir sind alle Kobane". In Nikosia demonstriert ein Mann für eine Unterstützung der Kurden in der nordsyrischen Stadt.

Die Türkei könnte sich möglicherweise bereit erklären, die Luftschläge der USA gegen die Dschihadisten im Norden Syriens zu unterstützen. Ein derartiger Schwenk könnte zu einer innenpolitischen Entspannung bei der Lösung des Kurdenproblems in der Türkei führen. Ein Kommentar.

Albrecht Meier
Ein Kommentar von Albrecht Meier
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })