• Die Ambitionen von Berlins Regierendem Bürgermeister: Michael Müller möchte gern Bundesbauminister werden

Die Ambitionen von Berlins Regierendem Bürgermeister : Michael Müller möchte gern Bundesbauminister werden

Berlins Regierender Bürgermeister will die Themen Bauen und Wissenschaft im Bundestag voranbringen. Er äußerte sich auch zur Konkurrenz mit Sawsan Chebli.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller möchte Themen wie Wohnen, Integration und Wissenschaft prominent im Bundestag platzieren.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller möchte Themen wie Wohnen, Integration und Wissenschaft prominent im Bundestag...Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa (c) dp

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) möchte nach der nächsten Bundestagswahl Minister werden. Auf die Frage, welches Ministeramt in einer Bundesregierung er gerne übernehmen würde, sagte Müller der "Bild am Sonntag": "Natürlich Wissenschafts- oder Bauminister!"

Als Bundestagsabgeordneter will Müller "die Großstadtthemen Wohnen, Integration und Wissenschaft" prominent im Bundestag platzieren und seine Erfahrung einbringen. 

"Wir brauchen definitiv deutschlandweit ein Mietrecht, das den Mieter besser vor überzogenen Mieten bei Neuverträgen und vor Luxussanierungen schützt. Berlin geht mit dem Mietendeckel einen umstrittenen, aber sehr entschlossenen Weg", sagte Müller.

Der 55-Jährige will bei der Bundestagswahl im Herbst 2021 für den Bundestag kandidieren. Da Juso-Chef Kevin Kühnert in seinem Heimat-Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg antritt und er auf Charlottenburg-Wilmersdorf ausweichen musste, sieht Müller gelassen: "Kühnert hat genauso wie ich in Tempelhof seinen Lebensmittelpunkt, wir sind hier im gleichen Krankenhaus geboren. Ich habe als Regierender Bürgermeister so ein großes Themenspektrum, dass ich auch in anderen Wahlkreisen sehr gut sichtbar bin." 

Reserviert reagierte Müller auf die Ankündigung seiner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD), gegen ihn im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf anzutreten. Gegenkandidaturen werde er gelassen aushalten, sagte er.

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Auf der Landesliste will Müller weiter vorn stehen. "Ein Ministerpräsident, der ohne Skandal mit einer erfolgreichen Bilanz aus dem Amt geht, wird nicht auf einem hinteren Listenplatz kandidieren. Das wäre bundesweit einmalig und wird insofern nicht stattfinden", so Müller.

Müller regiert in Berlin in einem rot-rot-grünen Bündnis. Er ließ offen, ob er diese Koalition auch deutschlandweit für empfehlenswert hält: "In Berlin ist es das richtige Bündnis. Hier gibt es viele inhaltliche Schnittstellen und Vertrauen zwischen dem Führungspersonal. Ob das im Bund 2021 funktioniert, kann man erst rund um die Bundestagswahl anhand der Themen und Personen beurteilen." (dpa)

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