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Menschen gehen über eine Brücke in der Nähe vom Bahnhof Warschauer Straße.

© dpa/Christophe Gateau

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Was Berliner jetzt wissen müssen: Deutscher Wetterdienst gibt vorsichtige Entwarnung – witterungsbedingte Störung bei der S-Bahn

Neuschnee, Wind und Glatteis machen die Straßen in Berlin und Brandenburg laut dem Deutschen Wetterdienst besonders gefährlich. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Stand:

Über Berlin und Brandenburg zieht am Freitag das Sturmtief „Elli“. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Unwetterwarnung am Morgen wieder auf. Trotzdem können bis Samstagmittag fünf bis zehn, lokal bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. Bei kräftigem Ostwind kann es zu markanten bis unwetterartigen Schneeverwehungen kommen. Der DWD sagt angesichts der Wetterlage glatte Straßen und winterliche Verkehrsbehinderungen voraus.

Behörden rufen zu besonderer Vorsicht auf. Kliniken stellen sich auf Verletzte nach Stürzen und Unfällen ein. Die Winterdienste in Berlin und Brandenburg sind gefordert.


12.25 Uhr: S-Bahn meldet „witterungsbedingte Störung“

Wegen einer witterungsbedingten Reparatur an einer Weiche in Westkreuz kann es auf den Linien S3, S7 und S9 zu Verspätungen kommen. Das teilt die S-Bahn Berlin auf ihrer Webseite mit. Die Linie S5 fährt nur zwischen Strausberg Nord/ Mahlsdorf <> Charlottenburg.

12.19 Uhr: Keine Fernzüge zwischen Berlin und NRW – Dauer der Einschränkungen offen

Fahrgäste müssen sich bis auf Weiteres auf erhebliche Beeinträchtigungen im Fern- und Regionalverkehr der Bahn im Norden Deutschlands einstellen. „Wie lange die Einschränkungen in Norddeutschland andauern, kann ich im Moment noch nicht sagen“, sagte ein Bahnsprecher am Vormittag in Berlin. Die Lage sei sehr dynamisch, eine seriöse Prognose nicht möglich. „Ich kann nur versprechen, dass wir alles dafür tun, die Strecken schnell und sicher freizubekommen“, betonte er. 

Die Bahn hatte zuvor den Zugverkehr im Großraum Hannover aufgrund des Wintersturms „Elli“, der mit geballten Schneeladungen übers Land zieht, eingestellt. Betroffen davon ist auch der Fernverkehr, vor allem Verbindungen von Hannover in Richtung Norden. Auch zwischen Berlin und NRW fahren derzeit keine Fernzüge. Es bringe nichts, Züge fahren zu lassen, die dann auf freier Strecke halten müssten, sagte der Bahnsprecher. Die Bahn könne Fahrgäste besser in den Bahnhöfen versorgen als draußen. 

11.40 Uhr: Sporthallen in Friedrichshain-Kreuzberg bleiben trotz milderer Warnung geschlossen

Obwohl das Sturmtief Berlin laut dem Deutschen Wetterdienst wohl weniger hart trifft als zunächst befürchtet, bleiben die Sporthallen in Friedrichshain-Kreuzberg am Freitag geschlossen. Darüber informierte das Sportamt des Bezirks. Am Samstag sollen die Hallen wieder öffnen.

9.55 Uhr: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr im Norden ein – auch Verbindungen von und nach Berlin betroffen

Wegen des Sturmtiefs hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden eingestellt. Die Sperrung des gesamten Schienenverkehrs im Großraum Hannover soll mindestens bis zum Mittag andauern, teilte die DB mit. Betroffen sind auch Verbindungen von und nach Berlin. 

Auf folgenden Strecken kommt es nach Bahn-Angaben zu Zugausfällen: 

  • Binz/Stralsund/Rostock <> Berlin
  • Hamburg <> Berlin
  • Hannover <> Berlin
  • Berlin <> Kassel-Wilhelmshöhe

Zudem wurde auf einigen Schnellfahrtstrecken die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert. Das betrifft unter anderem die Strecke Wolfsburg <> Berlin. Dadurch könne es zu Verspätungen kommen, teilte die Bahn mit. Anschlüsse könnten eventuell nicht erreicht werden.

Fahrgäste sollen prüfen, ob sie ihre Reise verschieben können, hieß es weiter. Alle, die bis einschließlich 7. Januar ein Ticket für eine Fahrt im Zeitraum vom 8. bis 10. Januar gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. 

9.39 Uhr: Fähre F10 eingestellt

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben am Freitag den Verkehr auf der Fährlinie F10 (Wannsee–Alt-Kladow) eingestellt. Darüber informiert das Unternehmen auf seiner Webseite. Bereits seit mehreren Tagen fahren auch die F11 (Baumschulenweg–Wilhelmstrand) und F12 (Grünau–Wendenschloß) witterungsbedingt nicht, hatte die BVG am Morgen mitgeteilt.

8.50 Uhr: Auch am Flughafen BER ist die Lage bisher entspannt

Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) läuft der Flugverkehr trotz des angekündigten Schneefalls bisher normal. „Wir haben kompletten Normalbetrieb“, sagte ein Sprecher des Flughafens am Morgen. Zwar gebe es vereinzelt Flugabsagen, diese könnten aber mit den Bedingungen an Zielflughäfen zu tun haben. Die Fluggesellschaften entscheiden in der Regel selbst über entsprechende Absagen. Die Wetterlage stelle sich bislang „deutlich entspannter als ursprünglich angekündigt“ dar.

8.31 Uhr: Verkehrslage am Morgen ruhig

Am frühen Morgen gibt es auf den Straßen in Berlin und Brandenburg nur wenige Unfälle. In Berlin war die Verkehrslage am frühen Morgen nach Angaben der Polizei ruhig. Doch der Berufsverkehr starte erst und man müsse auch die Wetterlage im Blick behalten, hieß es. In Brandenburg wurde laut Polizei von Mitternacht bis 7 Uhr morgens nur eine einstellige Zahl Verkehrsunfälle gemeldet. Dies entspreche dem Durchschnitt der letzten Tage.

8.21 Uhr: BVG: Verkehr ruhig angelaufen – Verspätungen möglich

Trotz des eisigen Wetters ist der Verkehr bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) am Freitagmorgen ruhig angelaufen. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen seien auf nahezu allen Linien im Einsatz, teilte die BVG mit. Wie bereits in den vergangenen Tagen verkehrten die Buslinie 218 (S Messe Nord–Pfaueninsel) sowie die Fähren 11 (Baumschulenweg–Wilhelmstrand) und 12 (Grünau–Wendenschloß) witterungsbedingt nicht, hieß es.

Wegen der Straßenverhältnisse kann es nach BVG-Angaben vor allem bei den Bussen zu Verspätungen kommen. Insgesamt sieht sich das Unternehmen aber gut vorbereitet.

7.39 Uhr: Meteorologen: Schlimmste Befürchtungen treten nicht ein

Der angekündigte Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Brandenburgs und Berlin nun aus. Es werde in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin deutlich weniger Schnee herunterkommen als vorhergesagt, sagte ein DWD-Sprecher. Die Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen sei für Berlin und Brandenburg aufgehoben. Nur für den Landkreis Prignitz im äußersten Nordwesten bestehe die Warnung noch.

„Wir sehen keine Gefahr von Leib und Leben“, betonte der Sprecher. Am Nachmittag soll es dennoch leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Von den schlimmsten Befürchtungen bleibt Berlin und die Nordhälfte Brandenburgs verschont. Kalt werde es aber weiterhin. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei minus 20 Grad liegen. Der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen.

7.27 Uhr: DWD hebt Unwetterwarnung wieder auf

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Amtliche Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg wieder aufgehoben. Es wird jedoch weiter vor markantem Wetter mit leichtem Schneefall, Schneeverwehungen, Frost und Windböen gewarnt. Auch in der NINA-Warnapp wurde die gestrige Warnung vor Schneefall aufgehoben.

7.19 Uhr: Wannsee fällt unter die 0-Grad-Marke

Nur weil es kalt ist, muss man nicht gleich die Schlittschuhe rausholen. Der Wannsee fällt erstmals unter die 0 Grad Wassertemperatur, der Flughafensee in Tegel ist noch eisiger (-3). An anderen Stellen sind die Havel und zum Beispiel der Glienicker See noch deutlich im Plus. 

7.14 Uhr: DWD warnt vor lokalen Unwettern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt heute vor regionalen Unwettern. „Lokal Unwettergefahr. Nur in der Uckermark bleibt es trocken“, erklärte der DWD am Freitagmorgen. Die Meteorologen rechnen demnach auch mit mehreren Zentimetern Neuschnee, der vom Südwesten kommend langsam gen Norden zieht.

Hinzu kommt „mäßiger bis frischer Ostwind mit Windböen“. Somit seien „Schneeverwehungen wahrscheinlich“, führte der DWD aus. Die Temperaturen liegen im Laufe des Tages unter null Grad Celsius.

7.00 Uhr: Apokalyptische Leere in der U2

In der U2 am Mendelssohn-Bartholdy-Park herrscht am Freitagmorgen apokalyptische Leere. Viele Berliner haben sich angesichts der angekündigten Wetterlage offenbar dazu entschieden, zu Hause zu bleiben.

In einem Zug der U2 ist es am Freitagmorgen gespenstisch leer. 

© Patrick Danner

6.00 Uhr: Obdachlose sollen nicht in BVG-Bahnhöfen übernachten

Trotz angekündigten Minustemperaturen wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aktuell ihre Bahnhöfe nicht als Bleibe für Obdachlose öffnen. „Aus Sicherheitsgründen können wir keine Bahnhöfe als Bleibe über Nacht zur Verfügung stellen“, sagte eine BVG-Sprecherin. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Sicherheit in sogenannten „Kältebahnhöfen“ nicht verlässlich gewährleistet werden könne. 

Die Mitarbeiter vor Ort seien aber angewiesen – „insbesondere in Phasen extremer Kälte –, selbstverständlich mit besonderer Sensibilität und Augenmaß“ zu handeln, führte die Sprecherin aus. Niemand werde achtlos aus einem Bahnhof verwiesen. „Unser Sicherheitspersonal ist gezielt für die Ansprache wohnungsloser Menschen geschult und bewertet die Situationen stets individuell und verantwortungsvoll.“


Donnerstag, 23.12 Uhr: Parks und Schlösser schließen

Die Parkanlagen und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Freitag (9. Januar) vorsorglich geschlossen. Grund sei Sturmtief „Elli“ und die damit einhergehende Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes, wie die Stiftung am Abend mitteilte. Die vorhergesagte Schneelast erhöht demnach die Gefahr von Astbruch. Auch Einschränkungen auf den Wegen und Straßen seien wahrscheinlich.

Donnerstag, 21.40 Uhr: Wetterdienst warnt vor Schneeverwehungen und eingeschränkter Sicht

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor „markanten bis unwetterartigen Schneeverwehungen“ in Berlin und Teilen Brandenburgs im Laufe des Freitags. Für Berlin, den Kreis Barnim, den Kreis Dahme-Spreewald, den Kreis Havelland, den Kreis Märkisch-Oderland, den Kreis Oberhavel, den Kreis Oder-Spree, den Kreis Ostprignitz-Ruppin, den Kreis Potsdam-Mittelmark, den Kreis Prignitz, den Kreis Teltow-Fläming, die Stadt Brandenburg und die Stadt Potsdam gaben die Experten deshalb eine Unwetterwarnung heraus. 

Jene Warnung gilt demnach von Freitagmorgen um 7.00 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht. Neben der Gefahr von starken Schneeverwehungen sei damit zu rechnen, dass es vielerorts glatt werde. Durch hohe Schneedecken, blockierte Verkehrswege und stark eingeschränkte Sichtweiten bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilten die Wetterexperten mit. Windböen erreichen demnach Geschwindigkeiten von rund 60 km/h.

Der RBB beruft sich indes auf einen Meteorologen des DWD, der die Wetterlage deutlich zurückhaltender einschätzt. Das Schneefallgebiet erreiche Berlin erst gegen 10 Uhr am Freitag und bringe „relativ wenig Schnee“. Zudem bleibe Regen aus, weshalb nicht mit überfrierendem Schnee zu rechnen sei, zitiert der RBB den Meteorologen.

Donnerstag, 21.30 Uhr: Musikschüler aus Marzahn-Hellersdorf empfehlen Song zum Warmhalten

Die Gruppe „Blockbox“, ein Projekt der Hans-Werner-Henze-Musikschule in Marzahn-Hellersdorf, empfiehlt Tagesspiegel-Lesern einen „Song zum Warmhalten“. Das Lied „Katze im Arm“ ist mit Kindern der 6. und 7. Klasse in einer Projektwoche an der freien Schule Mahlsdorf entstanden, wie die Gruppe mitteilt:

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Donnerstag, 21.20 Uhr: Tagesspiegel-Leser schicken Bilder aus dem Schnee

Vier Tagesspiegel-Leser schicken Bilder aus dem verschneiten Berlin:

Mit dem Schlitten zum Supermarkt und zurück: Dieses Bild teilt Tagesspiegel-Leserin Lena Marie Wagner.

© Lena Marie Wagner

Über Unterkühlung muss sich das Motiv dieses Bildes keine Sorgen machen. Die Aufnahme machte Tagesspiegel-Leser Marcel-Th. Jacobs auf dem Friedhof in Berlin-Friedenau (Stubenrauchstraße).

© Marcel-Th. Jacobs

Mit ihrem Federkleid sind diese beiden Krähen gut geschützt gegen eisige Temperaturen. Das Foto schickte Quintinus Torke dem Tagesspiegel.

© Quintinus Torke

Dieses Bild von der verschneiten Langenscheidtbrücke in Schöneberg schickte Tagesspiegel-Leserin Heide Waechter ein.

© Heide Waechter

Schicken Sie uns auch gern Bilder vom Schneegestöber per Mail an berlin@tagesspiegel.de.

Donnerstag, 21.19 Uhr: Wasserrohrbruch in Prenzlauer Berg – Wetter erschwert Reparatur

Wegen eines Wasserrohrbruchs ist die Storkower Straße in Prenzlauer Berg zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße in beiden Richtungen gesperrt. Auch die Buslinie 156 ist von der Sperrung betroffen, wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) mitteilt. Aufgrund der Witterungsbedingungen gehe man von einer vierwöchigen Sperrung aus, wie die Berliner „Morgenpost“ berichtet. Wegen des Frosts sei ein Deckenschluss der Straße nicht möglich.

Donnerstag, 21.05 Uhr: Sportplätze und Eisstadion in Charlottenburg-Wilmersdorf schließen

Wegen des angekündigten Schneefalls bleiben alle bezirklichen Sportplätze in Charlottenburg-Wilmersdorf am Freitag geschlossen. Man bedaure „die damit verbundenen Einschränkungen“ und bitte um Verständnis, teilt das Bezirksamt mit. Auch das Horst-Dohm-Eisstadion im Ortsteil Schmargendorf bleibt demnach geschlossen.

Donnerstag, 19.30 Uhr: BSR voraussichtlich rund um die Uhr im Einsatz

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) wird „aufgrund der Amtlichen Wetterwarnung und der zu erwartenden turbulenten Wetterlage mit Schneestürmen und Blitzeis“ voraussichtlich rund um die Uhr im Einsatz sein. Das teilt die Berliner Senatskanzlei mit. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Anlieger beziehungsweise Grundstückseigentümer für die Räumung und Streuung auf Gehwegen zuständig sind.

Donnerstag, 19.16 Uhr: Gefrorene Spree in Treptow-Köpenick

Tagesspiegel-Leser Jonas Werner teilt ein Bild der in Teilen gefrorenen Spree im Bezirk Treptow-Köpenick:

Dieses Bild der vereisten Spree hat ein Tagesspiegel-Leser eingeschickt.
Dieses Bild der in Teilen gefrorenen Spree hat ein Tagesspiegel-Leser eingeschickt.

© Jonas Werner

Haben Sie auch Bilder vom Schnee in Berlin? Schicken Sie sie uns gern per Mail an berlin@tagesspiegel.de.

Donnerstag, 19.07 Uhr: Vorbereitungen der BVG laufen „auf Hochtouren“

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wappnen sich für die Extremwetterlage. Die Vorbereitungen laufen „auf Hochtouren“, wie das Verkehrsunternehmen am Donnerstagabend mitteilte. „Die Weichenheizungen sind eingeschaltet, unsere E-Busse werden mithilfe der bestehenden Ladeinfrastruktur beheizt und unser Stromschienen-Schmierzug steht für seinen Einsatz bereit“. Da es dennoch zu kurzfristigen Einschränkungen kommen könne, empfiehlt die BVG, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Störungen zu informieren.

 07.02.2021,Berlin,Deutschland,GER, ein BVG Autobus M19 bei winterlichen Bedingungen am Kurfürstendamm. *** 07 02 2021,Berlin,Germany,GER, a BVG bus M19 in winter conditions at Kurfürstendamm
Berlin: ein BVG-Bus der Linie M19 bei winterlichen Bedingungen am Kurfürstendamm (Archivbild)

© imago images/Stefan Zeitz/stefan zeitz via www.imago-images.de

Ähnliches rät der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB): Vor Fahrtantritt lohne sich ein Blick in die Fahrinformation, heißt es in einer Mitteilung. Die Verkehrslage könne sich kurzfristig ändern, „erhebliche Einschränkungen“ seien nicht ausgeschlossen. „Bahnsteige und Haltestellen können glatt sein, daher ist an Haltestellen ein ausreichender Abstand zur Bahnsteigkante einzuhalten“, teilt der VBB mit.

Die S-Bahn Berlin habe sich „bestmöglich auf den Winter vorbereitet“, teilt ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Tagesspiegel-Anfrage mit und beschreibt Maßnahmen, die zur allgemeinen Wintervorbereitung gehören, wie die Instandsetzung von Heizungssystemen. Zur Extremwetterlage heißt es lediglich: „Das Personal in unserer Leitstelle haben wir in erhöhte Bereitschaft versetzt“. Über etwaige Störungen werde man Fahrgäste auf S-Bahnhöfen sowie auf der Webseite und in der App der S-Bahn informieren.

Donnerstag, 18.27 Uhr: Wetterdienst warnt vor „Extremwetterlage“

Am Donnerstag herrsche in Berlin und Brandenburg „weiter Dauerfrost“, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Tagsüber gelten demnach Höchstwerte zwischen zwei und sechs Grad unter null. In der Nacht auf Freitag sinken die Temperaturen dann auf Tiefstwerte von bis zu acht Grad unter null. „Allgemein Schnee- und Eisglätte“, schreibt der DWD.

Es bestehe eine „Gefahr für Leib und Leben“ durch eine stark erhöhte Schneedecke, die zu blockierten Verkehrswegen führen könne, sowie eine oftmals stark eingeschränkte Sichtweite, teilte der DWD über das Warn- und Informationssystem KatWarn mit. „Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden bzw. Verhalten im Straßenverkehr anpassen; auf Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen/Schließungen einstellen, notfalls Fahrweise anpassen, möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen“, gibt der DWD als Ratschläge mit. Die Warnung gilt demnach für das gesamte Berliner Stadtgebiet. Die Unwetterwarnung gilt ab Freitag früh (7 Uhr) bis 24 Uhr in der Nacht zu Samstag.

Donnerstag, 18.03 Uhr: Lage für vulnerable Personen laut Wohlfahrtsverbänden „lebensgefährlich“

Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin (LIGA Berlin) ruft alle Berlinerinnen und Berliner auf, offizielle Warnungen der Wetterdienste zu verfolgen und „notwendige Schutzmaßnahmen zu ergreifen“. Insbesondere für vulnerable Personen wie Obdachlose sei die Lage lebensgefährlich. Die Wohlfahrtsverbände bitten darum, Menschen in Notlagen zu helfen und gleichzeitig für die eigene Sicherheit zu sorgen.

„Die angekündigte Wetterlage lässt für morgen sehr schwierige Bedingungen erwarten“, teilt Oliver Bürgel, Federführer der LIGA Berlin und Geschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin, mit. „Gerade Menschen ohne festen Schutz sind bei solchen Wetterverhältnissen massiv gefährdet. Die Berliner Wohlfahrtsverbände, mit Unterstützung u. a. der Sozialsenatorin, Cansel Kiziltepe, stellen Angebote bereit, damit Menschen sich aufwärmen und in Sicherheit kommen können. Insbesondere für obdachlose Menschen, aber auch für alle, die akut Hilfe benötigen“, erklärt Bürgel.

Obdachlose haben bei eisigen Temperaturen und Schnee unter einer Brücke am Bahnhof Zoo ihr Lager errichtet. An der Wand ist der aufgesprühte «Home sweet home» zu lesen. +++ dpa-Bildfunk +++
Obdachlose haben bei eisigen Temperaturen und Schnee unter einer Brücke am Bahnhof Zoo ihr Lager errichtet. (Archivbid)

© picture alliance/dpa/Paul Zinken

Donnerstag, 17.46 Uhr: Die besten Bilder aus dem frostigen Berlin

Nicht nur Gefahrenwarnungen, sondern auch eindrucksvolle Bilder bringt der Schnee in Berlin mit sich. Eine Auswahl der besten Schnappschüsse:

An berlin@tagesspiegel.de können Leserinnen und Leser uns ebenfalls ihre Bilder schicken.

Donnerstag, 17.31 Uhr: Parks der SPSG könnten schließen

Angesichts des angekündigten Wetters behält sich die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) die Schließung ihrer Parks vor. „Parkschließungen sind nicht auszuschließen“, sagte ein Sprecher der Stiftung auf Anfrage. Man wolle die Vorhersagen und das Wettergeschehen genau beobachten und dann entscheiden. „Wir müssen gucken, was wirklich kommt.“

In den teils baumreichen Parks der SPSG brechen bei kräftigen Böen immer wieder Äste ab. Sie können eine Gefahr für Spaziergänger und Jogger darstellen. Erst im vergangenen Sommer war eine Frau im Neuen Garten in Potsdam von einer herabstürzenden Baumkrone lebensbedrohlich verletzt worden.

Donnerstag, 17.27: Obdachlose sind besonders auf Hilfe angewiesen

Über 6000 Menschen sind in Berlin obdachlos und dadurch bei eisigen Temperaturen besonders vulnerabel. Einige Tipps, wie Berlinerinnen und Berliner helfen können:

Donnerstag, 17.24 Uhr: Straßen seit Tagen glatt – wann Anlieger Schnee räumen müssen

In Berlin ist es auf vielen Bürgersteigen bereits seit Tagen gefährlich glatt, oft wird nicht ausreichend geräumt. Die Grünen wollen das mit einer Gesetzesänderung ändern: Die Stadtreinigung BSR soll künftig schrittweise auch den Winterdienst auf Geh- und Radwegen übernehmen, forderte die verkehrspolitische Sprecherin Oda Hassepaß.

09.01.2025, Berlin: Ein BSR-Einsatzfahrzeug ist zum Winterdienst in der Stadt unterwegs. Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Berlin: Ein BSR-Einsatzfahrzeug ist zum Winterdienst in der Stadt unterwegs.

© dpa/Sebastian Gollnow

Nach geltendem Recht muss geräumt werden, wenn nachts Schnee fällt – werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Zuständig sind die Anlieger – auch wenn sie Firmen beauftragen, kontrollieren müssen sie die Räumung trotzdem, heißt es auf der Homepage des Senats.

Donnerstag, 17.16 Uhr: Schulpflicht in Berlin ausgesetzt

Es sei noch nicht ganz klar, inwiefern Berlin vom Unwetter betroffen sein wird, sagte Berlins Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) am Donnerstag. Trotzdem wird die Schulpflicht in der Hauptstadt für Freitag ausgesetzt:

Donnerstag, 17.12 Uhr: Zoo und Tierpark bleiben geschlossen

Wegen des erwarteten Schneefalls bleiben der Berliner Zoo und der Tierpark am Freitag geschlossen. „Die Sicherheit der Tiere und Gäste hat oberste Priorität“, teilte eine Sprecherin mit. Hintergrund sei die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. „Die großen Schneemengen und herabfallende Äste des alten Baumbestands stellen eine Gefahr für die Besucherinnen und Besucher dar. Alle sensiblen Tiere, wie beispielsweise Giraffen, bleiben sicherheitshalber zunächst in ihren Stallungen“, erklärte die Sprecherin. Das Aquarium bleibe aber geöffnet.

Berlin: Ein Elefant greift sich im Gehege einen Tannenbaum. (Archivbild)
Ein Elefant greift sich im Gehege einen Tannenbaum.

© dpa/Elisa Schu

Donnerstag, 17.08 Uhr: Neukölln sperrt Sporthallen wegen Schneesturmwarnung

Das Bezirksamt sperrt alle Sporthallen in Neukölln – aus Sorge um die Tragfähigkeit der Dächer bei extremem Schneefall. Der Schulsport soll indes weitergehen:

Donnerstag, 17.07 Uhr: Heizungen im Südwesten funktionieren laut Innung weitestgehend

Für Anwohner in den bis Mittwochabend vom Stromausfall betroffenen Gebieten gibt es vor dem Sturmtief eine Entwarnung: Die Heizungsanlagen sind nach Angaben der Innung weitestgehend problemlos angelaufen. Nach Angaben von der für Energie zuständigen Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sind auch alle der rund 12.000 von dem tagelangen Stromausfall betroffenen Kunden an die Fernwärme wieder angeschlossen.

Der Geschäftsführer der Innung SHK Berlin, Andreas Koch-Martin, erklärte: „Die Anlagen sind weitestgehend relativ gut angelaufen. Es ist nicht das große Chaos ausgebrochen.“ Was in Einzelfällen vorgefallen sei, könne er nicht sagen. Aber Gas- und Ölheizungen seien nach seiner Kenntnis größtenteils automatisch angelaufen. Ansonsten gebe es die Möglichkeit, diese mit dem sogenannten Entstörungsknopf in Betrieb zu nehmen. 

„Dort, wo es nicht geklappt hat, sind es im Wesentlichen Fragen des Alters der Anlagen“, erklärte Koch-Martin. 45 Prozent der Gasheizungen in Berlin sind nach seinen Angaben älter als 25 Jahre, Ölanlagen seien oft noch älter.

Donnerstag, 16.53 Uhr: Berliner Unfallkrankenhaus vor Sturmtief bereits „am Anschlag“

Im Berliner Unfallkrankenhaus werden zurzeit zahlreiche Menschen nach Glatteis-Unfällen behandelt. Seit Tagen kämen Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden am Kopf oder Schädelhirntraumata in die Rettungsstelle, sagte Sprecherin Angela Kijewski. „Es gibt lange Warteschlangen, wir können nur empfehlen, jedes Risiko zu meiden.“ Sie empfehle, Spikes an den Schuhen zu befestigen, das sorge für einen besseren Halt.

„Passen Sie auch auf ihre Nachbarn auf oder fragen Sie, ob Sie für ältere Menschen Dinge besorgen können, um ihnen den Weg zu ersparen“, so die Bitte der Sprecherin. 

SCREENSHOT - 05.01.2026, Berlin: Außenansicht von dem Unfallkrankenhaus Berlin (ukb). 40 Menschen sind bei dem Feuer in einer Bar in Crans-Montana ums Leben gekommen. Die Überlebenden haben teils schwere Verletzungen erlitten - auch ein 18-Jähriger, der jetzt in Berlin behandelt wird. (zu dpa: «Opfer aus Crans-Montana wird in Berlin behandelt») Foto: Lutz Deckwerth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Außenansicht vom Unfallkrankenhaus Berlin (UKB)

© dpa/Lutz Deckwerth

Nicht nur wegen der Glätte, auch wegen Silvester und der zahlreichen Bölleropfer habe das Krankenhaus seit Tagen alle Hände voll zu tun. „Wir sind am Anschlag“, sagte Kijewski. Zum Glück gebe es am Unfallkrankenhaus eine Notdienstpraxis für Erwachsene der Kassenärztlichen Vereinigung, die sich um weniger schwer verletzte Menschen kümmere. 

Donnerstag, 16.50 Uhr: Aufenthalte im Freien laut DWD „unbedingt vermeiden“

Der DWD warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen in Berlin und Brandenburg. Die Warnung gilt ab 3 Uhr morgens am Freitag und ist voraussichtlich bis Samstagmorgen um 3 Uhr gültig, wie es in einer Mitteilung heißt.

Ab Freitagvormittag ziehe aus Südwesten anhaltender und teils kräftiger Schneefall mit markanten Neuschneemengen auf. Es müsse mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden. Bei starkem Schneefall und Schneeverwehungen empfiehlt der DWD, Aufenthalte im Freien und Fahrten unbedingt zu vermeiden. Nachbarn, Freunde und Angehörige sollten gegebenenfalls über die Gefährdungslage informiert werden.

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