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BVG

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Hoffen auf Sarrazin: Bei der BVG wird am Dienstag gestreikt - außer der Finanzsenator überrascht alle und legt am Abend noch ein verbessertes Angebot vor. Die Verkehrsbetriebe arbeiten unterdessen fieberhaft an einem Notfallfahrplan.

Die letzten Angebote im BVG-Tarifkonflikt hatte Verdi als inakzeptabel zurückgewiesen. Nun soll es zu einem Spitzengespräch unter der Führung von Finanzsenator Thilo Sarrazin kommen. Kommt es zu keiner Einigung droht ab Dienstag wieder Streik.

RÜCKFAHRTENGeprüft wird derzeit, ob es bei Einzelfahrscheinen wieder Rück- und Rundfahrten innerhalb von zwei Stunden geben soll. Diese Regelung war im August 2004 abgeschafft worden.

Im Tarifkonflikt bei der BVG ist überraschend ein Spitzengespräch beim Finanzsenator vereinbart worden, mit dem ein weiterer Streik verhindert werden soll. Die von Verdi bereits für Dienstag angekündigte Fortsetzung des Streiks wird damit immer unwahrscheinlicher.

Von
  • Stefan Jacobs
  • Klaus Kurpjuweit

Der lange BVG-Streik hat viele Berliner genervt. Eine Privatisierung würde Ausstände verhindern, sagt die Handelskammer. Aber nützt das auch Berlin? Ein Pro & Contra.

Von Christoph Stollowsky
Streik vorbei

Die Berliner können aufatmen: Der Streik der BVG ist seit Mitternacht vollständig beendet. Nachdem der Fahrbetrieb schon am Montag wieder aufgenommen wurde, kann nun auch in den Werkstätten wieder gearbeitet werden. Ab Dienstag soll es keinerlei Einschränkungen mehr geben.

Die Schulden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich stark reduziert. In den vergangenen drei Jahren sogar fast um die Hälfte. Das Lohnangebot soll aber nicht aufgestockt werden.

S_Bahn

Die BVG fährt wieder, aber jeder fünfte Bus fällt wegen fehlender Wartung aus. Der Verkehrsbetrieb manövriert sich bei den Berlinern weiter ins Abseits. Und die S-Bahn nutzt die Gunst der Stunde.

Von Jörn Hasselmann

Zwei Wochen Stillstand durch Streik bei der BVG? So nicht, meint die Berliner Industrie- und Handelskammer. Sie will die leicht erpressbaren Verkehrsbetriebe am liebsten gleich auflösen und alle Aufträge neu ausschreiben.

BVG

Die Ticketpreise bei der BVG werden nicht steigen, wenn die Angestellten eine bessere Bezahlung durchsetzen, sagt die rot-rote Regierung. Der Senat droht der Gewerkschaft stattdessen mit Personalabbau. Am Mittwoch wird über neue Arbeitsniederlegungen entschieden.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach
Bus

Am Montag läuft bei der BVG wieder vieles nach Plan. Am Mittwoch will die Gewerkschaft entscheiden, wie es nun weitergehen soll.

Die Berliner atmen erst einmal auf: ab Montag fahren wieder Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen. Doch aufgepasst: so reibungslos wie vorher wird der Transport nicht gehen. Verdi will es spannend halten.

alexanderplatz tramhaltestelle

Jetzt reden sie wieder : Nach dem Abbruch der Gespräche hat die Gewerkschaft Verdi ihre Forderungen von zwölf auf neun Prozent gesenkt. Falls sich die Parteien einigen, wäre ein Streikende am Sonntag möglich.

Von
  • Jörn Hasselmann
  • Christoph Stollowsky
Ostkreuz

Im Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben gehen beide Seiten aufeinander zu - doch ausgestanden ist der Arbeitskampf noch nicht. Die Gespräche gehen am Donnerstag weiter, der Streik auch.

BVG

Mindestens bis kommenden Freitag müssen die Berliner mit Streik rechnen. Verdi wirft dem Senat indes vor, sich nicht zu bewegen. Wenn kein neues Angebot vorgelegt wird, dann müssten die Berliner sogar über Ostern auf den Nahverkehr verzichten, so ein Verdi-Sprecher.

Von Matthias Lehmphul
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