Es wird gestreikt. Unbefristet. Als ob man das noch erwähnen müsste! Schon kapiert: Wenn die U-Bahn-Schächte verschlossen sind und die Busse nicht anrollen ist klar, dass da irgendwas im Busch ist.
BVG
Zwar hat die BVG mit hundert Bussen einen Ersatzverkehr organisiert, an den Haltestellen fehlen aber Informationen zu den Abfahrtszeiten. Das Problem: Die Mitarbeiter zum Aushängen von Fahrplänen streiken ebenfalls.
Wenn bei der BVG gestreikt wird, stehen auch die Besitzer der Läden in den U-Bahnhöfen vor verschlossenen Toren. Einige Kioskbesitzer sehen sich durch die Streiks gar in ihrer Existenz bedroht.
Keine Entspannung an der Streikfront: Heute beginnen auch Lehrer und Polizisten mit Arbeitsniederlegungen. Die BVG setzt ihren Streik fort. Unterdessen prüft die Verbraucherzentrale eine Musterklage für Zeitkarten-Inhaber.
Der Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat den öffentlichen Nahverkehr weitgehend lahmgelegt. Trotz heftigen Schneetreibens gibt es im morgendlichen Berufsverkehr bislang keine größeren Behinderungen. Wegen des BVG-Ausstands bleiben Busse, U-Bahnen und Trams in den Depots. Nur die S-Bahn fährt noch.
Mit einem Phantombild wird nach dem Angreifer gefahndet, der vorigen Montag, kurz nach 7 Uhr, einen Busfahrer bewusstlos prügelte. Er sei etwa 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß, habe kurze, mittelbraune bis braune Haare und eine sportliche, schlanke Figur.
Ein Mann wurde am Dienstagmorgen mit einem Messer angegriffen nachdem er im Bus einen Mann provoziert hatte. Er musste notoperiert werden. Es ist die fünfte Gewalttat innerhalb weniger Tage, die im öffentlichen Nahverkehr stattfand.

Jetzt schaltet sich auch Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch in die Diskussion um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr ein. Berlins oberster Ordnungshüter fordert von der BVG den Einsatz von mehr Personal und den Einbau von Sicherheitskabinen für Busfahrer.
Die BVG-Gewaltwelle reißt nicht ab: Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Dienstag bei Wurfattacken drei Busse der BVG schwer beschädigt. In allen Fällen sind nach Polizeiangaben die Täter flüchtig, Fahrer und Businsassen wurden nicht verletzt.
Auf Berlin kommen harte Tage zu. Der Arbeitskampf bei der BVG eskaliert, und auch in anderen öffentlichen Bereichen wird gestreikt. Die Müllmänner lassen schon heute die Tonnen stehen.
Berlins Nahverkehr soll sicherer werden. Das geplante Programm mit Langzeitarbeitslosen ist dabei nur als Ergänzung zum Gesamtkonzept vorgesehen.
Soziale Kontrolle statt Wachschutz: Wie ein Kriminologe Claudius Ohder Gewalttäter ausbremsen will.
Die BVG reagiert jetzt auf die Überfallwelle auf Busfahrer und Fahrgäste in Berlin: Mitarbeiter der BVG sollen zusammen mit Polizisten auf Streife gehen. Dadurch würde das "subjektive Sicherheitsgefühl" erhöht.

Die Serie brutaler Gewalttaten im Nahverkehr reißt nicht ab. In der U-Bahn wurde ein Mann zusammengetreten, der Frauen gegen Pöbeleien beigestanden hatte. Er war nicht das einzige Opfer am Wochenende. Jetzt soll mehr Personal die Sicherheit bei der BVG verbessern.
Polizei bietet Seminare zum richtigen Verhalten
26.Februar 2008Ein 28-Jähriger schlägt einem 52 Jahre altem Busfahrer in Lichterfelde ins Gesicht.
Ein 34 Jahre alter Busfahrer wollte pöbelnde Passagiere der Buslinie M 29 an die Luft setzen. Die stachen daraufhin mit einem Messer zu. BVG-Fahrer wollen sich nun mit dem Senat an einen Tisch setzen und über ihre Sicherheit sprechen.
Die Attacken auf Busfahrer nehmen zu. 200 von ihnen sind im letzten Jahr zu Opfern ihrer Fahrgäste geworden. Bewaffen dürfen sich die BVG-Mitarbeiter aber nicht. Einge von ihnen tun es trotzdem - heimlich.
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben droht der längste Streik seit dem Kriegsende. Die Gewerkschaft Verdi droht mit einem Ausstand bis Ostern. Auch die Stadtreinigung will am Dienstag nicht arbeiten.

Ulrich Zawatka-Gerlach über den Arbeitskampf im Berliner Nahverkehr
Unbekannte haben zwei Busse der BVG mit Steinen beworfen und durch Tritte beschädigt. Ein Fahrer erhielt einen Faustschlag ins Gesicht.

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen stimmen die BVG-Beschäftigten über einen unbefristeten Streik ab. Anfang März könnten Busse, Trams und U-Bahnen für unbestimmte Zeit ausfallen.
Im Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben will der Vorstandsvorsitzende Andreas Sturmowski hart bleiben und den Beschäftigten nur einen Inflationsausgleich anbieten.
Gestern wurde bei der BVG gestreikt. Busse und Bahnen fuhren trotzdem Heute gibt es Aktionen im Jüdischen Krankenhaus, nächste Woche bei der BSR.
Eine junge Frau wollte einen Weg über die Gleise abkürzen. Dabei wurde die 26-Jährige von einer Straßenbahn erfasst. Es ist bereits der zweite Unfall dieser Art binnen weniger Tage.
Im Tarifkonflikt der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kommt es erneut zu Warnstreiks. Die Große Tarifkommission entschied, die Arbeit am kommenden Mittwoch für zehn Stunden niederzulegen.
Innerhalb weniger Stunden sind in Berlin erneut zwei BVG-Busse durch bislang unbekannte Wurfgeschosse beschädigt worden.

Der Gewerkschaft Verdi reicht das neue Angebot der Arbeitgeber nicht – jetzt drohen weitere Warnstreiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben.
In Friedrichshain starb eine 19-Jährige, weil sie die Straßenbahn übersah. Bunte Farben und auffallende Muster an den Bahnen würden nach Ansicht der Polizei die Aufmerksamkeit erhöhen.

Thilo Sarrazin, Berlins Finanzsenator, ist verärgert über die Haltung der Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt bei der BVG. Er rechnet schon mal vor, was auf die Fahrgäste zukommt, wenn sich die Arbeitnehmer mit ihren Forderungen durchsetzen.
Im Tarifkonflikt bei der BVG zeichnet sich eine Zwischenlösung ab: Auch die Altbeschäftigten sollen mehr Geld erhalten. Damit sinkt auch die Gefahr eines weiteren Streiks – zumindest in den nächsten Tagen.

Prügelnde Jugendliche in U- und S-Bahnen, brutale Attacken auf Busfahrer: Es scheint, als wäre der öffentliche Nahverkehr in der Hauptstadt eine ausgewiesene Gefahrenzone. Doch die Berliner bleiben gelassen.
Die Mitarbeiter der BVG wollen zwischen acht und zwölf Prozent mehr verdienen. Eine Mehrheit von 73,4 Prozent der Teilnehmer an unserem Pro & Contra ist jedoch der Meinung, dass nicht alle BVGer höhere Gehälter bekommen sollten.

Das Gehaltsniveau von Berliner Busfahrern im öffentlichen Dienst bewegt sich leicht unter den Verdiensten in anderen Städten und Bundesländern. Berliner Busfahrer verdienen bis zu 1878 Euro – die Bayern kommen auf 2300 Euro.
Warum wurde so kurzfristig gestreikt? Verdi-Chefin Susanne Stumphusen zu den Forderungen für die BVG und über die Gefahr eines weiteren Arbeitskampfes im öffentlichen Dienst.

Ursula Weidenfeld über den Streik bei der BVG
Seit Mitternacht werden Busse, Straßen- und U-Bahnen bestreikt. Berliner aus dem Ostteil der Stadt, die kein Auto haben, sind am schwersten betroffen. Die Folgen des Warnstreiks bleiben damit an den Fahrgästen hängen - und nicht an den Arbeitgebern. Die Gewerkschaft schließt inzwischen auch unbefristete Streiks nicht mehr aus.
Berlin steht still - der Streik der Verkehrsbetriebe endet erst am Samstag um 15 Uhr. Schreiben Sie uns, wie Sie trotzdem durch die Stadt kommen.
Ès geht nicht mehr viel auf Berlins Schienen und Straßen. Ám Samstag wird die Situation nicht sehr viel anders aussehen. Trotzdem macht der Chef keine Ausnahme.
Vekehrschaos, Staus auf den Straßen, Schüler kommen zu spät zur Schule, Arbeitnehmer nicht pünktlich in den Betrieb. Der Warnstreik der BVG legt Freitagmorgen fast ganz Berlin lahm. S-Bahn und Polizei versuchen den Schaden in Grenzen zu halten.