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Thema

Kosovo

Mit hauchdünner Mehrheit haben die Serben Präsident Boris Tadic im Amt bestätigt und sich damit für einen pro-europäischen Kurs in der Außenpolitik entschieden. Sein ultranationalistischer Herausforderer gestand seine Niederlage ein.

Tomislav Nikolic

Kurz vor der serbischen Präsidentschaftswahl am Sonntag sehen die jüngsten Umfragen den proeuropäischen Amtsinhaber Boris Tadic hauchdünn vor seinem ultranationalistischen und russlandorientierten Gegenkandidaten Tomislav Nikolic. Premierminister Vojislav Kostunica verweigert seinem Koalitionspartner Tadic jedoch die Unterstützung.

Ein Gutachten von deutschen Ex-Generälen zeigt Missstände bei Auslandseinsätzen auf. Zu bemängeln sind vor allem Führungsfehler, fehlende Abstimmung und übertriebene Bürokratie. Die Mißstände können schwere Folgen haben.

Von Sarah Kramer

Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci will „innerhalb von Tagen“ Klarheit über das Datum der Unabhängigkeitserklärung seines Landes schaffen. Dies kündigte er am Donnerstag in Brüssel nach einem Gespräch mit EU-Chefdiplomat Javier Solana an.

Kostunica

Serbiens Premier Kostunica setzt den Präsidentschaftsbewerber Tadic unter Druck: Dieser müsse seinen Pro-Europa-Kurs aufgeben, sonst werde er seinen Koalitionspartner nicht unterstützen. Will Kostunica mit den Ultranationalisten zusammengehen?

Knapp zwei Monate nach den Wahlen in der abtrünnigen südserbischen Provinz Kosovo haben die beiden größten Albanerparteien am Mittwoch eine Koalitionsregierung gebildet. Das Parlament wählte den ehemaligen Rebellenführer Hashim Thaci mit klarer Mehrheit zum neuen Ministerpräsidenten.

Türkische Zyprer hoffen auf ein Ende der Isolation, wenn sich die serbische Provinz für unabhängig erklärt. Die Regierung im griechisch kontrollierten Süden der Insel sträubt sich deshalb gegen eine Anerkennung..

Von Gerd Höhler
Rauchverbot

Von Arbeitslosigkeit über Rauchverbot bis Zuwanderung – welche politischen Themen die Bevölkerung 2007 als am wichtigsten bewertet hat.

Von
  • Ruth Ciesinger
  • Christian Tretbar

Serbien hat seinen Anspruch auf die abtrünnige, seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltete Provinz Kosovo durch ein Resolution bekräftigt. Das Land droht mit dem Abbruch aller Beziehungen zu Staaten, die das Kosovo anerkennen wollen.

vatikan

Katholische und evangelische Würdenträger fordern in ihren Weihnachtsansprachen mehr Einsatz für Familie und Kinder. Der Berliner Bischof Huber nimmt Eltern und Gesellschaft gleichermaßen in die Verantwortung.

Slowenien übernimmt am 1. Januar den EU-Vorsitz / Lösung der Kosovofrage als Hauptaufgabe

Von Albrecht Meier

In Mitrovica im Norden des Kosovo teilen die Fluten des Flusses Ibar nicht nur die Stadt, sondern seit 1999 zwei Völker und Welten - kritisch beäugen sich Serben und Albaner. Die Gefahr eines Gewaltausbruchs gilt noch als gering.

Der Streit um die Anerkennung eines von Serbien unabhängigen Kosovos spaltet die Europäische Union. Die 27 Mitgliedstaaten waren beim EU-Gipfel weiter denn je von der angestrebten gemeinsamen Haltung entfernt.

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten treffen sich heute in Brüssel zu einem ungewöhnlich kurzen Treffen. Nur einen Tag lang wollen sie verhandeln. Schwierige Themen werden ausgeklammert.

Im Ringen um die Zukunft der serbischen Republik Kosovo will Belgrad nun ein Eilverfahren vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag erwirken. Europa sucht in dieser Frage weiter nach einer gemeinsamen Position.

Kosovo

Die Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo sind gescheitert. Experten rechnen damit, dass sich die albanische Führung in den nächsten Wochen gegen den Willen der Serben unabhängig erklärt. Droht dann wieder ein Krieg mitten in Europa?

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