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Thema

Sachsen-Anhalt

Die Direktorin der Quedlinburger Lyonel Feininger-Galerie, Ingrid Wernecke, kann seit dem Wochenende aufatmen. Sachsen- Anhalts Kulturstaatsminister Wolfgang Böhm sprach sich bei einem Treffen mit Vertretern des Landkreises, der Kommune und des Museumsverbands Sachsen-Anhalt für den Erhalt der Feininger-Galerie aus.

Nach dem Hochwasser ziehen die neuen Länder Bilanz: Die Schäden gehen in die Milliarden, der Wiederaufbau wird Jahre dauern.

Robert Ide über die fällige Umwidmung eines Förderprogramms Das Wasser fließt langsam ab. In Sachsen und Sachsen-Anhalt laufen die Aufräumarbeiten nach der großen Flut.

Niemand hat die freiwilligen Helfer beim Kampf gegen das Hochwasser gezählt. Aber die Fernsehbilder von den katastrophalen Schäden der Flut in Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten an den Brandenburger Abschnitten eine unglaubliche Wirkung.

Allein in Sachsen beklagt der Landesbauernverband durch das Hochwasser Schäden von mehr als 200 Millionen Euro. In Sachsen-Anhalt wird von der Staatskanzlei in Magdeburg die Belastung auf 37 Millionen Euro geschätzt, Brandenburg spricht von 32 Millionen.

In Grimma und Glashütte haben die Fluten ganze Häuser mit sich gerissen, und nicht nur dort haben sie auch Bauten zurückgelassen, die nach dem Abfließen des Hochwassers so einsturzgefährdet waren, dass ihnen nicht mehr mit dem Wischlappen, sondern nur noch mit der Abrissbirne zu helfen war. Tausende von Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben innerhalb weniger Tage nicht nur ihr Zuhause verloren, sondern teils auch ihre gesamte Existenz.

Zu Spenden für den Wiederaufbau der durch die große Flut beschädigten Kulturgüter in Sachsen und Sachsen-Anhalt haben der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Museumsbund und die Kulturstiftung des Bundes aufgerufen. Die Kulturstiftung selbst stellte aus ihrem Etat bereits zwei Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung, vom Bund kommen weitere drei Millionen Euro hinzu.

In Sachsen-Anhalt soll die Elbe an zwei Stellen ausgebaut werden. Oberhalb Magdeburgs soll der Fluss um 20 Zentimeter tiefer werden, damit er auch bei Niedrigwasser eine Fahrrinne von 1,60 Metern aufweist.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat das Treffen der vom Hochwasser betroffenen Ministerpräsidenten der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern auf dem Leipziger Flughafen am Sonnabend als CDU- und als Wahlkampfveranstaltung kritisiert. Er kommentierte das Treffen mit den Worten: „Von einer Veranstaltung der Länder ist mir nichts bekannt, es kann sich nur um eine CDU-Veranstaltung handeln.

Vom gegenwärtigen Jahrhundert-Hochwasser sind in Deutschland 24 Landkreise und kreisfreie Städte betroffen. Sachsen-Anhalt: Stadt Dessau (82700 Einwohner), Landkreis Bitterfeld (114000), Stadt Bitterfeld (16800).

Von Matthias Meisner Wolfgang Eckert hat Sprechstunde – aber nur für seine Patienten. In Sachen Schill-Partei mag der Rostocker Mediziner, der schon als Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nominiert war, nichts mehr sagen.

Die Orkanböen erreichten am Wannsee ein Tempo von 152 Stundenkilometern und richteten Millionenschäden an. In weiten Teilen Deutschlands wurden Tausende Bäume umgeknickt.

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