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Die Straße, die zum Präsidentenpalast Miraflores in Caracas führt.

© ARCHIVBILD/REUTERS/LEONARDO FERNANDEZ VILORIA

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Lage angeblich unter Kontrolle: Zeugen berichten von Schüssen beim Präsidentenpalast in Caracas

Delcy Rodríguez als Interimspräsidentin bestätigt + Nicolás Maduro plädiert vor US-Gericht auf nicht schuldig + Russland und China verurteilen US-Angriff auf Venezuela + Der Blog.

Stand:

In einer beispiellosen Militäroperation haben US-Eliteeinheiten Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro in der Nacht zu Samstag in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht. Über alle aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie im Liveblog.

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Zeugen: Schüsse nahe Präsidentenpalast in Venezuela 
Zwei Tage nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA und nur Stunden nach der Vereidigung von Interimspräsidentin Delcy Rodríguez sind nach Angaben von Augenzeugen Schüsse in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores in Caracas zu hören gewesen. Die Lage sei unter Kontrolle, hieß es am Montagabend aus der Regierung nahestehenden Kreisen. 

Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Unbekannte Drohnen seien in der Nähe des Präsidentenpalastes geflogen, daher hätten Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Auch dem Tagesspiegel wurde von Quellen vor Ort bestätigt, dass es Unruhen im Regierungsviertel gebe. 

Im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Straßen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Ein argentinischer Nachrichtenkanal auf Youtube zeigte zudem Bilder von Personen nahe des Präsidentensitzes, die in der Nacht von Sicherheitskräften offenbar nach Hause geschickt wurden. 

In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schießereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich – aber mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Tage ist das Land besonders nervös. (mit dpa)
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Viktoria Bräuner
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Hartes Durchgreifen: Venezuela sucht nach Kollaborateuren des US-Angriffs
Nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela fahndet die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, wurde über ein am Montag (Ortszeit) veröffentlichtes Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands erklärt.

Angeblich sollen auch in den Straßen Autos und Handys sowie Social-Media-Accounts von Passanten durch Sicherheitskräfte durchsucht werden. Jeder, der über den Angriff der USA spreche, sei potenziell verdächtig, heißt es in den Sozialen Netzwerken.

In verschiedenen US-Medien hieß es zuvor, dass das US-Militär bei der Kommandokation am Wochenende offenbar Unterstützung vor Ort hatte. Unter anderem soll eine Person im direkten Umfeld von Maduro konstant Informationen über seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort übermittelt haben. 

Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen. (mit dpa)
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab. „Ich werde nicht ruhen, bis Frieden und Ruhe für die Republik gewährleistet sind“, sagte die 56-Jährige bei ihrer Vereidigung durch ihren Bruder, den Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez. 

Sie tue dies „im Namen aller Venezolaner“, sagte Rodríguez. Sie verurteilte erneut die „Entführung“ Maduros und seiner Ehefrau Cilia Flores, die von den USA als „Geiseln“ festgehalten würden. 
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nimmt am 5. Januar 2026 in Caracas an einer Sitzung der Nationalversammlung teil, um als Präsidentin Venezuelas vereidigt zu werden.
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nimmt am 5. Januar 2026 in Caracas an einer Sitzung der Nationalversammlung teil, um als Präsidentin Venezuelas vereidigt zu werden.   Bild: AFP/Frederico Parra
Venezuelas Oberster Gerichtshof hatte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Sonntag den autoritären Präsidenten Maduro in Caracas gefangenen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht.

Die venezolanische Regierung betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Staatschef und kritisierte seine Festnahme durch die USA als völkerrechtswidrige Entführung. Laut der venezolanischen Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar. (dpa/AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Einer Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge befürwortet jeder dritte US-Bürger – 33 Prozent – den Militäreinsatz in Venezuela. Zugleich äußern 72 Prozent die Sorge, die USA könnten sich zu sehr in dem südamerikanischen Land engagieren. Die Erhebung von Sonntag und Montag zeigt eine parteipolitische Spaltung: Während 65 Prozent der Republikaner den von Präsident Donald Trump befohlenen Einsatz unterstützen, sind es bei den Demokraten elf Prozent und bei den Unabhängigen 23 Prozent. In den USA finden Anfang November Kongresswahlen statt, bei denen Trumps Republikaner ihre vergleichsweise knappe Mehrheit in beiden Kammern verteidigen müssen. (Reuters)
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Daniel Krause
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Vor dem Gerichtsgebäude in New York haben sich Unterstützer von Nicolás Maduro versammelt und fordern dessen Freilassung.
Menschen protestieren vor dem Gerichtsgebäude gegen US-Angriffe auf Venezuela und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.
Menschen protestieren vor dem Gerichtsgebäude gegen US-Angriffe auf Venezuela und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.   Bild: REUTERS/Shannon Stapleton
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.   Bild: AFP/Timothy A. Clary
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.
Demonstranten halten vor dem Gerichtsgebäude Schilder zur Unterstützung des gestürzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hoch.   Bild: AFP/Timothy A. Clary
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Daniel Krause
Author Daniel Krause
Venezolanische Abgeordnete skandieren Parolen zur Unterstützung Maduros
Die Abgeordneten aus dem Regierungslager haben am Montag im venezolanischen Parlament Parolen zur Unterstützung des in den USA festgehaltenen Präsidenten Nicolás Maduro skandiert. „Vamos Nico!“ (deutsch: „Auf geht’s, Nico!“) riefen zahlreiche Abgeordnete bei der konstituierenden Sitzung des Parlaments nach der umstrittenen Wahl im vergangenen Mai. „Vamos Nico“ war einer der Slogans von Maduros Parteienbündnis bei der Wahl.

Der Alterspräsident des venezolanischen Parlaments, Fernando Soto Rojas, sprach angesichts der Festnahme Maduros von einer „barbarischen, hinterlistigen und feigen Attacke faschistischer Art“. Der „Imperialismus“ der USA sei der „wichtigste und grundlegendste Feind des venezolanischen Volkes, der Region und der Welt“, fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump gebe vor, „Staatsanwalt, Richter und Polizist der Welt zu sein“, sagte der Alterspräsident und betonte, Venezuela werde „alle Solidarität mobilisieren“, um den „legitimen“ Präsidenten Maduro in den venezolanischen Präsidentenpalast zurückzuholen.

Unter den Abgeordneten befand sich auch Maduros Sohn, Nicolás Maduro Guerra, genannt „Nicolasito“ (deutsch: „kleine Nicolás“), der im Parlament unter Applaus empfangen wurde.  „Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher. Heute ist es Venezuela, morgen kann es jedes andere Land sein, das sich nicht unterwirft“, sagte Maduro Guerra im Parlament. „Ohne Völkerrecht gilt in der Welt wieder das Recht des Stärkeren.“ Maduro Guerra sprach der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez seine „bedingungslose Unterstützung“ aus und sagte, Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores würden „eher früher als später“ nach Venezuela zurückkehren.

Rodríguez’ Bruder Jorge wurde während der Sitzung am Montag als Parlamentspräsident wiedergewählt. Das Regierungsbündnis dominiert die Nationalversammlung und stellt 256 der 285 Abgeordneten. (AFP/dpa)
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Daniel Krause
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Update (19 Uhr): Maduro plädiert vor US-Gericht auf nicht schuldig

Der von den USA entmachtete und inhaftierte Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, hat bei einem ersten Gerichtstermin in New York die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurückgewiesen. „Ich bin unschuldig, ich bin nicht schuldig“, sagte der unter anderem wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ angeklagte 63-Jährige am Montag nach Angaben von US-Medien. Er sei von den USA aus Venezuela „entführt“ worden, sagte Maduro den Berichten zufolge und betonte: „Ich bin immer noch der Präsident meines Landes.“

Der autoritäre Präsident ist unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt. Er soll sein wegen Wahlfälschung illegal erlangtes Amt genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen und soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben. Die US-Justiz wirft ihm vor, ein Kokain-Schmuggelnetzwerk geleitet zu haben, das mit gewalttätigen Gruppen wie den mexikanischen Kartellen Sinaloa und Zetas zusammengearbeitet habe. Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores plädiert auf nicht schuldig wegen Drogenvergehen. Die nächste Anhörung wurde auf den 17. März terminiert. Richter Alvin Hellerstein sagte, es sei sein Job, dass es zu einem fairen Prozess komme. (dpa/AFP/Reuters)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Update (19.25 Uhr): Russland und China verurteilen US-Angriff auf Venezuela

Russland und China haben den US-Angriff auf Venezuela vom vergangenen Wochenende scharf verurteilt. In einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates bezeichnete Russland das Vorgehen der USA als „Vorbote einer Rückkehr in eine Ära der Gesetzlosigkeit und US-Dominanz durch Gewalt, Chaos und Willkür“. China kritisierte: „Kein Land kann als Weltpolizei agieren, und kein Staat kann sich anmaßen, der internationale Richter zu sein“. Beide Länder sind ständige Mitglieder des Weltsicherheitsrates. Sie forderten die Freilassung des von den USA gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau.

Die USA würden als selbsternannter globaler Richter aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Motiven handeln, kritisierte Russland. Dafür gebe es keine Rechtfertigung, sagte die UN-Sprecherin des Landes. Schweigen im Rat käme einer Erosion der internationalen Ordnung gleich. Der chinesische Vertreter betonte, militärische Mittel seien keine „Lösung von Problemen“. Der willkürliche Einsatz von Gewalt werde nur zu einer größeren Krise führen. 

Der UN-Botschafter Venezuelas hat vor dem Sicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts angeprangert. Verletzt worden seien die UN-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts. Die UN-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.

Die USA entgegneten, die Festnahme Maduros sei eine „chirurgische Strafverfolgungsmaßnahme“ gegen einen „Drogenterroristen“ gewesen, er sei nicht das legitime Staatsoberhaupt. Wer Maduro unter Berufung auf die UN-Charta gleichbehandle, missbrauche diese Charta. 

Die USA führen nach den Worten ihres UN-Botschafters Mike Waltz keinen Krieg gegen Venezuela. US-Präsident Donald Trump habe Maduro mehrere diplomatische Auswege angeboten, die dieser jedoch ausgeschlagen habe. Die Beweise für Maduros Verbrechen würden in einem US-Gerichtsverfahren offengelegt, erklärt der Diplomat weiter. Die USA würden beim Schutz ihrer Bürger vor dem Narko-Terrorismus nicht nachlassen und strebten nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für das Volk von Venezuela. (dpa/Reuters)
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, spricht während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats über US-Luftangriffe und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, USA, am 5. Januar 2026. 
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, spricht während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats über US-Luftangriffe und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, USA, am 5. Januar 2026.    Bild: REUTERS/Brendan McDermid
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Daniel Krause
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Sicherheitsinteressen dürfen nach Auffassung der EU-Kommission von Ursula von der Leyen niemals ein Vorwand für die USA sein, sich Grönland einzuverleiben. „Wir möchten daran erinnern, dass Grönland ein Verbündeter der USA ist und zudem unter den Schutz des Nato-Bündnisses fällt“, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Die Fälle Venezuela und Grönland seien in keiner Weise vergleichbar. (dpa)
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Mexikos Präsidentin: USA erwägen nicht ernsthaft eine Invasion

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum geht nach eigenen Angaben ungeachtet jüngster Aussagen ihres US-Amtskollegen Donald Trump nicht von einem Einmarsch der USA aus. „Ich glaube nicht, dass es eine Invasion geben wird“, sagte Sheinbaum am Montag. „Ich glaube nicht einmal, dass es etwas ist, das sie ernsthaft in Erwägung ziehen.“ Trump habe zwar mehrmals darauf bestanden, ⁠dass die US-Armee in Mexiko einmarschieren dürfe. „Wir haben sehr entschieden Nein gesagt – erstens, weil ‌wir unsere Souveränität verteidigen, und zweitens, weil es nicht notwendig ist.“ Mexiko sei ein souveränes Land, das mit den USA im Kampf gegen den Drogenschmuggel und in Sicherheitsfragen zusammenarbeite.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hört sich während ihrer täglichen morgendlichen Pressekonferenz nach den US-Angriffen auf Venezuela am 5. Januar 2026 im Nationalpalast in Mexiko-Stadt eine Frage an.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hört sich während ihrer täglichen morgendlichen Pressekonferenz nach den US-Angriffen auf Venezuela am 5. Januar 2026 im Nationalpalast in Mexiko-Stadt eine Frage an.   Bild: AFP/Alfredo Estrella
Trump hatte am Wochenende einen Militäreinsatz ‍in Mexiko zur Bekämpfung von Drogenkartellen angedeutet. Dem Sender Fox News sagte er, nicht Sheinbaum habe die Kontrolle in Mexiko, sondern die Drogenkartelle. „Sie hat ​große Angst vor den Kartellen.“ Die USA hätten mehrfach angefragt, ob Sheinbaum wolle, dass man diese ausschalte, aber sie habe Nein gesagt. „Also müssen wir bezüglich Mexiko etwas unternehmen“, sagte Trump dem Sender unter Verweis auf die Drogentoten in den USA. Die Aussagen fielen vor dem Hintergrund des jüngsten US-Militäreinsatzes ‌in Venezuela, bei dem Präsident ​Nicolás Maduro ​gefangengenommen und in ⁠die USA gebracht wurde.

Trump hat bereits seit Längerem ein militärisches Vorgehen gegen die in Mexiko operierenden ‌Drogenkartelle angedeutet. Kurz nach seiner Rückkehr ins Präsidentenamt im vergangenen Jahr stufte seine Regierung das Sinaloa-Kartell und andere Drogenbanden als terroristische Organisationen ein. US-Außenminister Marco ‍Rubio erklärte im August, das Militär könnte gegen mexikanische Kartelle eingesetzt werden. ‍Trumps früherer Verteidigungsminister Mark Esper schrieb in seinen Memoiren, Trump habe während seiner ersten Amtszeit im Jahr ​2020 mindestens zweimal gefragt, ob das Militär „Raketen nach Mexiko schießen könne, um Drogenlabore zu zerstören“. (Reuters)
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Daniel Krause
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UN-Generalsekretär António Guterres zeigt sich besorgt über den US-Militäreinsatz in Venezuela und eine mögliche Zunahme der Instabilität im Land. Die Operation zur Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro habe nicht die Regeln des Völkerrechts respektiert, heißt es in einer dem UN-Sicherheitsrat übermittelten Erklärung. Guterres ruft alle Akteure in Venezuela zu einem Dialog auf und erklärt sich bereit, Bemühungen um eine friedliche Lösung zu unterstützen. (Reuters)
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Daniel Krause
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Bei Ölaktien setzen Anleger auf Venezuela

An den US-Aktienmärkten haben die Anleger am ersten Handelstag nach der Maduro-Festnahme auf Ölwerte gesetzt. Am Montag im frühen Handel profitierten die Aktien der Öl- und Gasindustrie von der Aussicht auf gute Geschäfte in und mit Venezuela in der Zukunft. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann derweil in den ersten Handelsminuten 0,8 Prozent auf 48.784 Punkte und näherte sich dem Rekordhoch von Mitte Dezember stark an.

Der Angriff der USA auf Venezuela sorgt an den US-Märkten ebenso wenig für Verunsicherung wie an anderen Börsen weltweit. (dpa)
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Bundesregierung weist Trumps Besitzansprüche auf Grönland zurück

Die Bundesregierung hat die Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf die Arktisinsel Grönland entschieden zurückgewiesen. „Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet, das zu Dänemark gehört“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. „Grenzen dürfen nicht mit Gewalt verschoben werden, Gebiete dürfen nicht zwangsweise annektiert werden.“ 

Bundesregierung verweist auf Grundsätze des Völkerrechts 
Hille betonte in Berlin, für die Bundesregierung gälten die Grundsätze des Völkerrechts, wie sie in der UN-Charta niedergelegt seien. Zu allen Fragen um das Thema Grönland befinde sich die Regierung in einem engen Gespräch mit Dänemark und den anderen europäischen Partnern. Diese teilten die deutsche Sicht. „Wir sind in unserer Kommunikation gegenüber den USA dahingehend klar“, sagte Hille. (dpa)
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Orbán sieht US-Angriff auf Venezuela als „Phänomen einer neuen Welt“

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sieht im US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von dessen Präsidenten Nicolás Maduro das „kraftvolle Phänomen einer neuen Welt“. Er betrachte dies nicht von einem moralischen Standpunkt aus, sondern sehe nur darauf, was gut ist für Ungarn, sagte er auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.

Für Ungarn ist es eine gute Nachricht, dass die USA die Erdölvorkommen Venezuelas unter ihre Kontrolle bringen werden und dadurch der Weltmarktpreis für Öl sinken wird“, fügte er hinzu. Deswegen habe Ungarn auch als einziges EU-Mitgliedsland nicht die Stellungnahme der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas unterstützt. (dpa)
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán spricht bei seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán spricht bei seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.   Bild: dpa/-/Marton Monus
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Macron zur Entmachtung Maduros: Methode war „nicht gebilligt“

Nach seiner anfangs zurückhaltenden Reaktion auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron leichte Kritik am Vorgehen der USA geübt. Frankreich habe „die angewandte Methode weder unterstützt noch gebilligt“, sagte Macron nach den Worten der Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montag in Paris. „Wir verteidigen das Völkerrecht und die Freiheit der Völker“, habe Macron während der Kabinettssitzung hinzugefügt.

Frankreich unterstütze die Souveränität des Volkes, die sich in der Wahl von 2024 in Venezuela ausgedrückt habe. „Wenn es einen Übergang gibt, dann muss der Wahlsieger von 2024 dabei eine zentrale Rolle spielen“, sagte Macron mit Blick auf den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia. Dieser hatte den Sieg für sich beansprucht, war dann aber von den Behörden des südamerikanischen Landes als Wahlbetrüger verfolgt worden und ins spanische Exil geflohen. 

Macron war in die Kritik geraten, als er nach der Festnahme Maduros durch US-Streitkräfte zunächst lediglich bemerkt hatte, dass das venezolanische Volk nun „Grund zur Freude“ habe, da es „von der Diktatur von Nicolás Maduro befreit“ sei. Zum vielfach als völkerrechtswidrig eingeschätzten Vorgehen der USA hatte der französische Präsident zunächst nichts gesagt. (AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat: Angst in Venezuela ist groß

Nach dem Militärschlag der USA und der Inhaftierung von Staatschef Nicolás Maduro ist die Lage in Venezuela weiter angespannt. „Die Menschen haben Angst“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier, am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Essen. „Niemand traut sich, auf der Straße offen zu sprechen, schon gar keine Kritik am Regime zu äußern.“

Dort führten nach wie vor die sogenannten Colectivos, die Schlägertrupps der weiterhin regierenden Administration, Kontrollen durch, sagte Maier. „Die Menschen befürchten, dass die Repression noch weiter steigt, und ihre Situation noch dramatischer wird. Deswegen kam es bereits zu Hamsterkäufen.“

Situation an Grenze zu Kolumbien unklar
Ob es an der Grenze zum Nachbarland Kolumbien zu neuen Migrationsbewegungen komme, sei bislang unklar, sagte der Adveniat-Hauptgeschäftsführer. „Natürlich kann die Angst vor Repression durch das nach wie vor regierende Regime oder vor weiteren Angriffen der USA dazu führen, dass noch mehr Menschen das Land verlassen.“ Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass bereits mehr als acht Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner infolge der schweren Staats- und Wirtschaftskrise nach dem Amtsantritt von Maduro geflohen seien. „Wer also die Möglichkeiten hatte, ist nicht mehr im Land.“

Adveniat gelingt es nach Maiers Angaben weiter, den Menschen in dem südamerikanischen Land zu helfen. Als Lateinamerika-Hilfswerk der Kirche arbeite Adveniat direkt mit den kirchlichen Institutionen und den Pfarrgemeinden in Venezuela zusammen. Das sei auch schon in den vergangenen Jahren von großem Vorteil gewesen. (KNA)
Eine Frau geht an einem Militärfahrzeug vorbei, als sie die Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien überquert (Symbolbild).
Eine Frau geht an einem Militärfahrzeug vorbei, als sie die Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien überquert (Symbolbild).   Bild: REUTERS/Luisa Gonzalez
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