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Selenskyj nach Verhandlungen in Paris: Vereinbarung über Sicherheitsgarantien praktisch „fertig“ für eine Absegnung durch Trump
Söder beklagt hohe Kosten und Belastung durch Ukraine-Krieg + Bundesregierung baut in Bemühungen um Frieden weiter auf USA + Großflächige Stromausfälle in der Ukraine + Der Newsblog.
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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Sicherheitsabkommen mit den USA ist laut Selenskyj praktisch fertig zur Vorlage bei Trump
Das bilaterale Sicherheitsabkommen zwischen der Ukraine und den USA steht laut Präsident Wolodymyr Selenskyj kurz vor dem Abschluss mit US-Präsident Donald Trump.
Die Vereinbarung ist laut Selenskyj praktisch „fertig“ für eine Absegnung durch Trump. „Das bilaterale Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten“, erklärte Selenskyj am Donnerstag im Onlinedienst X.
Bei Treffen von Vertretern beider Länder am Mittwoch in Paris seien „komplexe Fragen“ des Rahmenwerks zur Beendigung des Krieges erörtert worden, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. „Wir gehen davon aus, dass die amerikanische Seite mit Russland in Kontakt treten wird, und wir erwarten eine Rückmeldung, ob der Aggressor wirklich bereit ist, den Krieg zu beenden.“ (Reuters/AFP)
Russland meldet Einnahme von „taktisch wichtiger“ Ortschaft in Dnipropetrowsk
Russland hat die Einnahme einer weiteren Ortschaft in der Region Dnipropetrowsk gemeldet. Das 80 Kilometer von der Stadt Saporischschja entfernte Dorf Brazke sei erobert worden, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die Ortschaft habe eine „große taktische Bedeutung“, hieß es weiter.
Moskau hat die Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson für annektiert erklärt – die Region Dnipropetrowsk jedoch nicht. Dort rückten die russischen Truppen im Sommer gegen eine zahlenmäßig unterlegene, schlechter ausgerüstete ukrainische Armee vor. (AFP)
Im besetzten Mariupol werden offenbar provisorische Kriegsgräber zerstört
Nach Angaben des ukrainischen Abgeordneten Serhij Mahera lässt die russische Besatzungsverwaltung in Mariupol zerstörte Wohngebiete räumen, um neue Häuser zu bauen, schreibt der Politiker auf Facebook.
Dabei werden auch die provisorischen Gräber geöffnet, in denen 2022 während der Belagerung Zivilisten hastig beerdigt wurden, weil reguläre Bestattungen unter Beschuss nicht möglich waren.
Mahera zufolge werden die Überreste ohne Identifizierung an den Stadtrand gebracht und dort in Massengräbern verscharrt. Wie viele Menschen betroffen sind, ist unklar, dürfte aber im Tausenderbereich liegen. Auf den geräumten Flächen errichtet die Besatzung neue Wohnanlagen für russische Zuzügler, während Ersatzwohnungen für die bisherigen Einwohner kaum entstehen.
Mahera bewertet dies als Versuch, Spuren möglicher Kriegsverbrechen zu beseitigen und die demografische und historische Identität der Stadt zu verändern. (Yulia Valova)
Ukrainische Rüstungsproduktion wächst um 50 Prozent
Die ukrainische Rüstungsindustrie hat ihre Produktion 2025 deutlich gesteigert. Laut ukrainischem Verteidigungsminister Denys Schmyhal nahm die Herstellung im staatlichen Konzern um etwa 50 Prozent zu. Der Wert der produzierten Waffen und Militärtechnik stieg damit von rund 3 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf etwa 4,5 Milliarden Euro 2025. Auch die Zahl staatlicher Aufträge legte um mehr als die Hälfte zu, was die Fabriken stärker auslastete und den Ausbau der Kapazitäten vorantrieb.
Schmyhal bezeichnete dieses Wachstum als Reaktion auf die Anforderungen des laufenden Krieges und als Zeichen dafür, dass ukrainische Waffen zunehmend die nationale Sicherheit tragen.
Zusätzlich ließ das Verteidigungsministerium „2025 mehr als 1300 neue Waffen- und Technikmodelle“ zu – etwa ein Viertel mehr als im Vorjahr. Besonders stark vertreten waren Drohnen, Munition, Fahrzeuge, gepanzerte Technik und neue Handfeuerwaffen. (Yulia Valova)
Merz: Müssen für Russland den Preis für den Krieg erhöhen
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen, um zu einem Kriegsende in der Ukraine zu kommen. Ein Waffenstillstand stehe nach wie vor nicht auf der Tagesordnung, sagt Merz auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Russland wolle ihn offenbar nicht.
„Wir werden deshalb den Preis für diesen Krieg weiter erhöhen müssen. Russland muss erkennen, dass es keinen Sinn hat, ihn fortzusetzen“, sagt Merz. Dafür zähle er auf die Solidarität der Europäer und der US-Regierung. (Reuters)
Öltanker im Schwarzen Meer offenbar von Drohnen angegriffen
Ein Öltanker auf dem Weg nach Russland wird im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen. Das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff „Elbus“ bittet die türkische Küstenwache um Hilfe und ändert seinen Kurs, wie der Branchendienst Lloyd's List Intelligence und ein maritimer Sicherheitsdienst melden. Demnach zielt der Angriff auf den Maschinenraum. Verletzte unter der 25-köpfigen Besatzung oder eine Umweltverschmutzung werden nicht gemeldet. (Reuters)
Verfassungsschutz warnt vor verdecktem russischen Rüstungserwerb in Deutschland
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor einer verdeckten Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland gewarnt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse schlägt der Verfassungsschutz Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zum Erwerb militärisch nutzbarer Technik in Deutschland: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern sowie an so genannten „proliferationsrelevanten Produkten“ – also Technologien für Massenvernichtungswaffen – erhöht, und Russland umgehe dabei EU-Sanktionen.Trotz der Sanktionen und umfassender Exportkontrollen suche Russland immer wieder neue Wege, die Schutzmechanismen zu umgehen – häufig verdeckt, über verborgene Netzwerke und mithilfe der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde. Als weitere Staaten, die so vorgehen, nennt der Verfassungsschutz China, Iran, Nordkorea und Pakistan.
„Die Anzahl und Professionalität der Beschaffungsbemühungen ausländischer Staaten in Deutschland liegt insgesamt auf einem hohen Niveau – mit steigender Tendenz“, heißt es in der Analyse, über die zuerst das „Handelsblatt“ berichtet hatte. (AFP)
Starmer macht gegenüber Trump Position zu Grönland deutlich
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über dessen Besitzansprüche auf Grönland gesprochen. Starmer habe dabei seine Position zum Thema der US-Ansprüche auf Grönland deutlich gemacht, hieß es in einer Mitteilung des Londoner Regierungssitzes 10 Downing Street.Großbritannien vertritt wie Deutschland und andere europäische Verbündete den Standpunkt, dass nur die Grönländer selbst und Dänemark über die Zukunft des autonom verwalteten Territoriums entscheiden sollen. US-Präsident Trump erhebt hingegen Ansprüche auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel.
Söder: „Es wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt“
Russland nennt westliche Truppen in der Ukraine „legitime Kampfziele“
Russland betrachtet alle Truppen, die von westlichen Regierungen in die Ukraine entsendet würden, als „legitime Kampfziele“. Die Warnung folgt auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren. Das russische Außenministerium bezeichnet die „militaristischen Erklärungen“ der Ukraine-Unterstützer-Staaten der sogenannten Koalition der Willigen in einer Erklärung als zunehmend gefährlich.Besetzte Krim offenbar unter nächtlichen Drohnenangriffen
Der krimtatarische Telegram-Kanal „Krimskyj Witer“ meldete in der Nacht zum 8. Januar zahlreiche Explosionen und Drohnenüberflüge auf der besetzten Krim. Betroffen waren demnach mehrere Regionen, darunter Feodosija, Kertsch sowie die Gebiete um Saky und Jewpatorija. Über Jalta sollen Augenzeugen schnelle, offenbar reaktive Drohnen beobachtet haben, die von russischen Kampfflugzeugen abgefangen wurden.
Am Morgen wurde erneut eine Explosion nahe Kertsch gemeldet, mutmaßlich aus Richtung der Krim-Brücke. In sozialen Netzwerken tauchten Bilder eines möglichen Einschlagkraters in einem ländlichen Gebiet auf. Lokale Kanäle berichteten zudem, dass in Sewastopol der zivile Fährverkehr zeitweise ausgesetzt wurde.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte später, über der Krim seien 14 ukrainische Drohnen abgeschossen worden; unabhängige Bestätigungen dafür lagen zunächst nicht vor. (Yulia Valova)
Russische Truppen besetzen offenbar Andrijiwka in der Region Sumy und Nowomarkowe in der Region Donezk
SPD-Politiker Stegner hält Debatte über deutsche Mandate für verfrüht
Der SPD-Außenexperte Ralf Stegner hält eine Debatte über Bundeswehrmandate zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands im Ukraine-Krieg für verfrüht. „Man darf den vierten Schritt nicht vor dem ersten tun“, sagte er dem Sender Phoenix laut Vorabmeldung vom Mittwochabend. „Und der erste Schritt muss sein, einen Waffenstillstand herbeizuführen, denn ohne den gibt es keine Vereinbarung.“
„Deswegen sollten wir jetzt nicht über deutsche Mandate reden, sondern darüber, was wir dazu beitragen können, damit es zu einem Waffenstillstand kommt“, fuhr der SPD-Außenpolitiker fort. Ein solcher Einsatz der Bundeswehr müsse außerdem vom Bundestag beschlossen werden. „Und das sehe ich im Augenblick in die Richtung von Beteiligung von deutschen Truppen noch überhaupt nicht.“
Zugleich sei klar, dass Deutschland bei einer Waffenstillstandslösung nicht grundsätzlich zuschauen könne, sagte der Politiker Phoenix weiter. Notwendig sei eine enge Einbindung der USA, damit der Krieg beendet werde. „Ohne Sicherheitsgarantien Amerikas wird es am Ende nicht funktionieren.“ (AFP)
Hunderttausende sind in der Ukraine von der Stromversorgung abgeschnitten
Russische Angriffe haben in der Nacht zu massiven Stromausfällen im Süden der Ukraine geführt. Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast vollständig von der Stromversorgung getrennt. Noch etwa 800.000 Verbraucher waren demnach am Morgen im Gebiet Dnipropetrowsk weiterhin davon abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauerten den Angaben nach an. Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängerte die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage.
Im Gebiet Saporischschja ist die Strom- und Heizungsversorgung nach Behördenangaben wiederhergestellt. Gouverneur Iwan Fedorow sprach vom ersten totalen Blackout in der gesamten Region seit Jahren.
Neben den russischen Angriffen macht auch das Wetter der Energieversorgung der Ukraine zu schaffen. Dadurch seien Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom, hieß es vom Energieministerium. (dpa)
Ex-US-General Ben Hodges: Truppen der „Koalition der Willigen“ müssen in der Ukraine kampfbereit sein
Der frühere US‑General Ben Hodges warnte in einem Interview mit „The Guardian“, dass mögliche internationale Truppen in der Ukraine nach einem Waffenstillstand echte militärische Schlagkraft brauchen und nicht nur symbolisch präsent sein dürften. Russland würde solche Kräfte sofort testen – etwa mit Drohnen oder Provokationen – und deshalb müssten sie ohne Rückfragen in Hauptstädten wie Paris oder London reagieren können.
Hodges hält es für unrealistisch, darauf zu vertrauen, dass Moskau Vereinbarungen einhalten werde, und verweist auf frühere gebrochene Waffenstillstände seit 2014. Die Aussagen kommen inmitten von Debatten über mögliche britisch-französische Stabilisierungstruppen, während unter anderem die USA, Polen und Italien Bodentruppen ausschließen. Russland weist jede westliche Militärpräsenz in der Ukraine zurück. (Yulia Valova)
Die Ukraine bereitet neue Regeln für Wahlen vor
Die Ukraine hat offenbar ein Paket gesetzgeberischer Vorschläge beschlossen, das die Grundlagen für landesweite Wahlen nach dem Ende des Kriegsrechts schaffen soll. Die Zentrale Wahlkommission traf diese Entscheidung am 7. Januar und will damit Sicherheitsrisiken, Kriegsfolgen und die Lage der vielen Ukrainer im Ausland berücksichtigen.
Es geht dabei nicht um den sofortigen Start eines Wahlverfahrens. Vielmehr sollen die Vorschläge den rechtlichen Rahmen für verschobene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vorbereiten. Nach Angaben der Kommission dienen sie als Basis für weitere Beratungen im Parlament und eine breite öffentliche Diskussion – auch im Hinblick auf die EU‑Integration des Landes. (Yulia Valova)
Trump: „Wir werden immer für die Nato da sein“
Bundesregierung: Ukraine-Fortschritte ohne USA schwer vorstellbar
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