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Ein Notarzt im Libanon.

© AFP/MAHMOUD ZAYYAT

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„Terrorziele“ in vier Dörfern: Israel greift wieder Ziele im Libanon und im Gazastreifen an

Irael will weiterhin keinen unabhängigen Medien-Zugang nach Gaza + Irans Präsident mahnt Sicherheitskräfte zu gemäßigtem Vorgehen + Der Newsblog.

Stand:

Seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 mit etwa 1200 Todesopfern und mehr als 3000 Verletzten führte Israel Krieg gegen die Terrororganisation im Gazastreifen. Dabei wurden mehr als 61.000 Menschen getötet. Mitte Oktober 2025 ist eine Waffenruhe in Kraft getreten, im Rahmen eines Abkommens sind die verbliebenen Geiseln der Hamas freigelassen worden. Alle aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten finden Sie in unserem Newsblog.

Hinweis: Angaben der Regierungen und Armeen sowie Bilder und Videos aus der Region lassen sich oft nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten zu vermitteln.

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Israel greift Ziele im Libanon und im Gazastreifen an

Die israelische Armee hat am Montag erneut Luftangriffe im Süden und Osten des Libanon geflogen. Nach Evakuierungswarnungen für die Einwohner von vier Dörfern seien „Terrorziele“ der mit dem Iran verbündeten Milizen Hisbollah und Hamas bombardiert worden, teilte die israelische Armee mit.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete Angriffe auf die Orte Ain al-Tineh, al-Manara und Annan. Die israelische Armee nannte in zwei separaten Mitteilungen im Onlinedienst X überdies das Dorf Kfar Hatta. Demnach richteten sich die Angriffe in Kfar Hatta und Ain al-Tineh gegen Hisbollah-Stützpunkte und in Annan und al-Manara gegen Hamas-Ziele. NNA zufolge wurde in al-Manara das Haus des 2024 von Israel getöteten Hamas-Funktionärs Scharhabil Sajed angegriffen.

Auch im Gazastreifen erweist sich ‌eine im Oktober vereinbarte ​Feuerpause als ​brüchig. Bei ⁠einem israelischen Luftangriff auf Chan Junis wurden Mitarbeitern des Nasser-Krankenhauses zufolge mindestens zwei Palästinenser getötet, darunter ein ‌Mädchen. Das israelische Militär erklärte, der Angriff habe einem Hamas-Kämpfer gegolten, der einen Anschlag auf israelische Truppen geplant habe. (AFP, Reuters) 

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Syrien und Israel treffen Vereinbarung zur Vermeidung künftiger Konflikte
Israel und Syrien setzen die Politik einer vorsichtigen diplomatischen Annäherung fort: Beide Seiten vereinbarten einen Mechanismus, der es ihnen unter US-Aufsicht ermöglicht, etwa Geheimdienstinformationen auszutauschen und auf eine militärische Deeskalation vor Ort hinzuwirken, wie das US-Außenministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Demnach sollen auch „diplomatische Kontakte und Handelsmöglichkeiten erleichtert“ werden.

„Dieser Mechanismus wird als Plattform dienen, um etwaige Streitigkeiten umgehend zu klären und Missverständnisse zu vermeiden“, hieß es laut State Department in der gemeinsamen Erklärung beider Länder. Ausgearbeitet wurde die Erklärung bei Gesprächen in Paris, zu denen der syrische Außenminister Asaad al-Schaibani anreiste.  

Syrien und Israel befinden sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand, hatten nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 aber direkte Gespräche aufgenommen. Seither haben sich Vertreter beider Länder mehrfach getroffen.

Der jahrzehntelange Konflikt zwischen beiden Ländern dreht sich vor allem um die von Israel besetzten Golanhöhen. Im Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatte Syrien erfolglos versucht, das von Israel im Sechstagekrieg 1967 eroberte Gebiet zurückzuerlangen - 1974 einigten sich beide Länder mit dem sogenannten Truppenentflechtungsabkommen auf einen Waffenstillstand. Die UNO richtete eine Pufferzone auf den Golanhöhen ein. (AFP)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
EU kritisiert Arbeitsverbot für Hilfswerke in Palästinensergebieten
Die EU ermahnt Israel, internationalen Hilfsorganisationen die Arbeit im Westjordanland und im Gaza-Streifen zu ermöglichen. „Wir fordern Israel auf, internationalen NGOs zu erlauben, in Palästina zu arbeiten und lebensrettende Hilfe für Zivilistinnen und Zivilisten in Not zu leisten“, erklärten die EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und die zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib am Dienstag. Nach dem humanitären Völkerrecht müssten alle Konfliktparteien den raschen und ungehinderten Durchgang humanitärer Hilfsgüter ermöglichen.

Ende Dezember hatte die israelische Regierung 37 internationalen Hilfsorganisationen ihre Lizenzen entzogen. Bis Ende März müssen diese ihre Arbeit in den Palästinensergebieten endgültig einstellen. Unter anderem „Ärzte ohne Grenzen“ und der internationale Caritas-Dachverband sind davon betroffen. Grundlage dafür waren im März 2025 erlassene Regeln für Hilfsorganisationen, die unter anderem die Pflicht zur Weitergabe umfangreicher Daten von Mitarbeitern und Partnern an israelische Stellen vorsehen. Viele Organisationen lehnen diese als gesetzeswidrig ab. (epd)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Verletzte bei israelischem Militäreinsatz auf Universitätsgelände im Westjordanland
Auf dem Gelände einer Universität im besetzten Westjordanland sind fünf Menschen bei einem israelischen Militäreinsatz durch Schüsse verletzt worden. Die Gesamtzahl der Verletzten liege bei elf, teilte der Palästinensische Rote Halbmond am Dienstag mit. Fünf Menschen seien durch Schüsse verletzt worden, vier durch das Einatmen von Gas und zwei durch Stürze. Mehrere Menschen wurden auf dem Campus der Universität Bir Seit von Rettungskräften versorgt.

Der Grund für den Militäreinsatz war zunächst nicht bekannt. Die israelische Armee erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, sie werde sich „informieren“.

Am späten Vormittag seien Fahrzeuge der israelischen Armee auf den Campus gefahren, erzählten mehrere Zeugen der Nachrichtenagentur AFP. Der Leiter der großen Universität in der Nähe von Ramallah, Talal Schahwan, bestätigte die Angaben. Die Verletzten seien allesamt Studierende, teilte die Kommunikationsabteilung der Universität AFP mit. Die Studenten hätten Steine in Richtung der Armee geworfen, hieß es weiter.

In Onlinenetzwerken kursierten Videos, die den Einsatz zeigen, und AFP-Journalisten sahen, wie mehrere Militärfahrzeuge den Campus verließen und dabei von israelischen Soldaten zu Fuß begleitet wurden.

Die Universität sei schon mehrfach Ziel von Angriffen geworden, sagte der Präsident der Universität bei einer Pressekonferenz. Aber dieses Mal habe die „Brutalität“ alle Grenzen überschritten. Die Universität hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach das Gelände der Universität betreten, die als eine der besten in den palästinensischen Gebieten gilt. Im September 2024 hatte die israelische Armee dort nach Angaben der Universität beispielsweise Eigentum des Studentenrats konfisziert. 

Israel hat das Westjordanland seit 1967 besetzt. Seit dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Gewalt auch im Westjordanland deutlich zugenommen. Seit dem Beginn des Gazakrieges infolge des Hamas-Angriffs wurden im Westjordanland mehr als 1000 Palästinenser von israelischen Soldaten oder Siedlern getötet, wie eine AFP-Zählung auf Grundlage von Zahlen der palästinensischen Gesundheitsbehörden ergab. Mindestens 44 Israelis - Soldaten und Zivilisten - wurden nach offiziellen israelischen Zahlen in dem Zeitraum im Westjordanland getötet. (AFP)
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Irael will weiterhin keinen unabhängigen Medien-Zugang nach Gaza

Die israelische Regierung will ausländischen Medienvertretern weiterhin den Zugang nach Gaza verweigern. Das geht aus einer Stellungnahme des Justizministeriums an das Oberste Gericht des Landes hervor. Wie die „Times of Israel“ am Montag berichtete, werden darin Sicherheitsaspekte als Gründe genannt. Trotz des offiziellen Waffenstillstands stelle „der Zugang von Journalisten ohne Eskorte“ in das Gebiet nach der Einschätzung der Armee „weiterhin ein Sicherheitsrisiko dar“, zitierte das Blatt aus der Stellungnahme.

Dass Israel keinen unabhängigen Zugang von Medienvertretern nach Gaza zulässt, wird seit Kriegsbeginn kontrovers diskutiert und von Journalistenorganisationen wie Reporter ohne Grenzen massiv kritisiert. Die Vereinigung der Auslandsjournalisten in Israel (FPA) hatte bereits 2024 gegen die mediale Blockade vor dem Obersten Gerichtshof geklagt. (KNA)

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Irans Präsident mahnt Sicherheitskräfte zu gemäßigtem Vorgehen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian fordert das Innenministerium zu einem „freundlichen und verantwortungsvollen“ Umgang ⁠mit den Demonstranten auf. Die Gesellschaft lasse sich ‌nicht mit Gewalt überzeugen oder beruhigen, wird er von staatlichen Medien zitiert. Dies sind die bislang versöhnlichsten Töne der iranischen ‍Führung, die zwar die wirtschaftliche Not der Bevölkerung anerkannt hat, aber gewaltsam gegen die ​Proteste vorgeht. Bei den seit einer Woche andauernden Unruhen sind nach Angaben von Bürgerrechtlern bislang mindestens 16 Menschen getötet und Hunderte festgenommen worden. (Reuters)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Palästinenser: Israel tötet drei Menschen im Gazastreifen

Israelische Streitkräfte haben am Sonntag im Gazastreifen nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden mindestens drei Palästinenser getötet. Es handele sich um einen 15-jährigen Jungen, einen Fischer und einen weiteren Mann. Sie seien bei drei ⁠unterschiedlichen Vorfällen rund um Chan Junis im Süden ‌des Küstengebiets getötet worden, wie die Behörden mitteilten. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.

Seit einem im Oktober in Kraft ‍getretenen Waffenstillstand hat Israel wiederholt Luftangriffe geflogen. Nach Angaben Israels sollen damit Angriffe verhindert oder ​Infrastruktur von militanten Kräften zerstört werden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen wurden seit Beginn des Waffenstillstands 420 Palästinenser getötet, während Extremisten drei israelische Soldaten töteten. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig ‌Verstöße gegen das ​unter US-Präsident ​Donald Trump ⁠ausgehandelte Abkommen vor. (Reuters)
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Sandra Lumetsberger

53 Hilfsorganisationen warnen vor Arbeitsverbot durch Israel

Zahlreiche internationale humanitäre Organisationen warnen vor den Folgen eines faktischen Tätigkeitsverbots in den von Israel besetzten Gebieten. Neue israelische Registrierungsvorschriften drohten die Arbeit zu einem Zeitpunkt zu unterbinden, an dem die Zivilbevölkerung im Gazastreifen unter akuter Not leide, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von 53 Hilfsorganisationen, die am Freitag unter anderem in Berlin verbreitet wurde.

Hintergrund ist ein neues israelisches Gesetz, das von internationalen Nichtregierungsorganisationen die Preisgabe sensibler Personendaten verlangt. Kurz vor Jahreswechsel erhielten laut der Mitteilung 37 Organisationen die behördliche Information, dass ihre Registrierungen ausliefen und sie binnen 60 Tagen ihre Arbeit im Gazastreifen und im Westjordanland einschließlich Ostjerusalem einzustellen hätten. (KNA)

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Sandra Lumetsberger

Ärzte ohne Grenzen: Israel verschärft Angriffe auf humanitäre Hilfe

Israels Drohung mit einem De-facto-Bann für internationale Organisationen ist laut Ärzte ohne Grenzen ein „zynischer Versuch“, Hilfe im israelisch besetzten Westjordanland und im Gazastreifen zu unterbinden. Damit verstoße Israel gegen seine Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht, kritisierte die Hilfsorganisation am Freitag in Berlin.

„Die israelischen Behörden verschärfen damit ihre schweren Angriffe auf die humanitäre Hilfe und bedrohen direkt die medizinische Versorgung der Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland“, erklärte die Organisation weiter. Sie sprach von einer empörenden Form „kollektiver Bestrafung“.

Israelische Anschuldigungen, dass Ärzte ohne Grenzen mutmaßliche Terroristen beschäftige, wies die Organisation zurück. „Die Berichte darüber, was Teams von Ärzte ohne Grenzen mit eigenen Augen in Gaza sehen – Tod, Zerstörung und die Folgen genozidaler Gewalt – mögen schwer erträglich sein, die Verantwortung dafür liegt aber bei jenen, die diese Gräueltaten begehen, und nicht bei jenen, die darüber Zeugnis ablegen“, hieß es in der Erklärung weiter. (KNA)

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Christoph Zempel

Israel greift mehrere Ziele im Süden des Libanons an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Die Armee habe in mehreren Gebieten im Süden des Nachbarlandes auf Einrichtungen der Hisbollah gezielt, teilte das Militär mit. Dabei sei auch ein Gelände getroffen worden, das eine Eliteeinheit der vom Iran unterstützten Miliz zum Training nutze. Ein weiteres Ziel sei ein Gebäude gewesen, das der Hisbollah als Waffenlager gedient habe. 

Lokale Medien meldeten Dutzende Angriffe, Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Augenzeugen berichteten, über der Hauptstadt Beirut Kampfflugzeuge gesehen zu haben. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden Kampfflugzeuge auch im Osten des Landes gesichtet.

Nach mehr als einem Jahr gegenseitiger Angriffe infolge des Hamas-Massakers in Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg hatten sich Israel und die Hisbollah auf eine Waffenruhe geeinigt, die seit November 2024 gilt. In den vergangenen Wochen haben die Spannungen zwischen Israel, der Hisbollah und der libanesischen Regierung jedoch wieder deutlich zugenommen. 

Israel will die Entwaffnung der Hisbollah erreichen. Die libanesische Regierung hatte zugesagt, dies zu unterstützen und die erste wichtige Phase der Entwaffnung bis zum Ende des vergangenen Jahres zu vollziehen. Bisher wurde der Abschluss der ersten Phase jedoch nicht verkündet.

Israel wirft der Hisbollah vor, sich neu aufzustellen und aufzurüsten und begründet damit auch die nahezu täglichen Angriffe auf Ziele im Nachbarland. Nach UN-Angaben wurden dabei seit Inkrafttreten der Waffenruhe auch mehr als 100 Zivilisten getötet.

Die Hisbollah hat dem Zeitplan zur Entwaffnung nie selbst zugestimmt. Generalsekretär Naim Kassim betont immer wieder, die Miliz halte sich anders als Israel an die Waffenruhe. Die Hisbollah fordert zudem den Rückzug der israelischen Truppen aus fünf verbleibenden Posten im Südlibanon. (dpa)

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Christoph Zempel

Hollywood-Star Angelina Jolie besucht Grenzübergang Rafah

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat am Freitag die ägyptische Seite des Grenzübergangs Rafah zum Gazastreifen besucht. Sie sprach dort mit Vertretern der Hilfsorganisation Roter Halbmond und mit Lastwagenfahrern, die humanitäre Hilfe in das Palästinensergebiet bringen. Die ehemalige Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) war in Begleitung einer US-Delegation. 

Örtlichen Medienberichten zufolge interessierte sich die Schauspielerin für den Zustand von verletzten Palästinensern, die nach Ägypten gebracht werden, sowie für den Transport der humanitären Hilfen in das Palästinensergebiet. Jolie hatte zwischen 2012 und 2022 das Amt als UNCHR-Sonderbotschafterin inne. (AFP)

Die US-amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie trifft im
Rahmen ihres Besuchs im Gouvernement Nordsinai am ägyptischen Grenzübergang
Rafah ein.
Die US-amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie trifft im Rahmen ihres Besuchs im Gouvernement Nordsinai am ägyptischen Grenzübergang Rafah ein.   Bild: AFP
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Christoph Zempel

UN-Vertreter warnt Israel vor Einführung der Todesstrafe

Israel muss nach den Worten von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk ein geplantes Gesetz, das für terroristische oder rassistisch motivierte Morde die Todesstrafe vorschreibt, fallen lassen. Der in erster Lesung gebilligte Entwurf sei ein Schlag ins Gesicht für das internationale Recht auf mehreren Ebenen, erklärte Türk am Freitag in Genf.

Die Vorschläge weckten „ernste Bedenken hinsichtlich der Diskriminierung von Palästinensern“ und der Rechtsstaatlichkeit, aber auch der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts, so Türk. Faktisch käme das von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem rechtsextremen Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, gewollte Gesetz nur für palästinensische Angeklagte zur Anwendung.

Türk: Keine fairen Verfahren

Menschenrechtskommissar Türk betonte, eine solche Vorschrift würde Israels Verpflichtungen gegenüber dem internationalen Recht zuwiderlaufen. Neben dem diskriminierenden Charakter verwies er auf das Fehlen eines Ermessensspielraums für Gerichte. Schon jetzt würden viele Palästinenser ohne faires Verfahren verurteilt. Auch diese Rechtspraxis in Gebieten unter israelischer Militärkontrolle stelle teils ein Kriegsverbrechen nach den Genfer Konventionen dar. (KNA)

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Christoph Zempel

Hilfsorganisationen vor Lizenzentzug - Kritik an Israel hält an

Israels Ankündigung, Dutzenden in palästinensischen Gebieten tätigen Hilfswerken die Lizenz zu entziehen, stößt international auf anhaltenden Widerstand. Nach der entsprechenden Mitteilung des Diaspora-Ministeriums am Dienstagabend hielt die Empörung an. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt, auch aus Israel, forderten eine sofortige Rücknahme der Entscheidung. Sie warnten vor verheerenden Folgen für die notleidende Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Dort sei die Lage trotz des Waffenstillstands zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas weiter kritisch.

Bereits zuvor hatten sich zehn westliche Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich und die Schweiz, in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Entscheidung der israelischen Regierung gewandt: Jeder Versuch, die Arbeitsfähigkeit internationaler NGOs einzuschränken, sei „inakzeptabel“. Ohne den Beitrag der betroffenen Organisationen sei es unmöglich, die Hilfsarbeit in der Region im erforderlichen Maße fortzusetzen.

Kritik kam auch von der EU: Die zuständige Kommissarin Hadja Lahbib warf Israel vor, lebensrettende Hilfe zu blockieren. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk mahnte, dies sei „der jüngste Fall einer Reihe von unrechtmäßigen Beschränkungen des humanitären Zugangs“. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, dagegen vorzugehen und Druck auf Israel auszuüben.

37 Hilfswerke betroffen

Das israelische Diaspora-Ministerium hatte angekündigt, aufgrund veränderter Vorgaben zum Jahreswechsel 37 Hilfsorganisationen die Lizenzen zu entziehen, die im Westjordanland, in Ostjerusalem und im Gazastreifen tätig sind. Die Anforderungen in puncto Sicherheit und Transparenz seien - im Gegensatz zu anderen Organisationen - nicht erfüllt, so die Begründung. Betroffen sind unter anderen mehrere Zweigstellen von Ärzte ohne Grenzen und Oxfam, der Norwegische Flüchtlingsrat, World Vision sowie die kirchliche Dachorganisation Caritas Internationalis und Caritas Jerusalem.

Die neuen Bestimmungen sehen einen Lizenzentzug etwa bei „Aktivitäten zur Delegitimierung Israels“ oder bei Verwicklung in terroristische Aktivitäten vor. Auch wer den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 leugnet, soll demnach keine Lizenz mehr erhalten. Zudem müssen den Behörden Listen der palästinensischen Mitarbeiter vorgelegt werden. Wer die Vorgaben nicht einhalte, verliere die Zulassung und müsse die Tätigkeit bis zum 1. März einstellen.

Ziel sei es, jene internationalen Organisationen auszuweisen, die mit der Hamas in Verbindung stünden. Explizite Vorwürfe der Terrorverwicklung wurden gegen Ärzte ohne Grenzen erhoben. Trotz wiederholter Aufforderung sei keine Mitarbeiterliste zur Überprüfung vorgelegt worden. Ein Sprecher sagte indes der Zeitung „Haaretz“, man habe erst durch die Ministeriumsmitteilung von den Terrorismusvorwürfen gegen eigene Mitarbeiter erfahren. (KNA)

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Israel entzieht Dutzenden Hilfsorganisationen die Lizenz

Ungeachtet von Protesten hat Israel Dutzenden internationalen Hilfsorganisationen die Lizenzen entzogen. Die israelischen Behörden haben für die Arbeit ab 1. Januar 2026 eine Registrierung gefordert, die viele Organisationen als gesetzeswidrig ablehnen. Sie müssen ihre Aktivitäten nach Angaben des Außenministeriums bis März endgültig einstellen, dies betrifft auch Tätigkeiten im vom Krieg zwischen Israel und der Hamas weitgehend zerstörten Gazastreifen. Betroffen sind 37 Organisationen, unter anderem Ärzte ohne Grenzen und Oxfam. 

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hatte Israels Vorgehen als „empörend“ bezeichnet. Das israelische Außenministerium hatte erklärt, die Registrierung diene dazu, „die Beteiligung terroristischer Elemente zu verhindern und die Integrität der humanitären Arbeit zu schützen“. 

Israels Botschafterin in Belgien, Idit Rosenzweig-Abu, rechtfertigte das Vorgehen in einem Post auf der Plattform X. Mehr als hundert Organisationen hätten vorschriftsgemäß einen Antrag auf Registrierung gestellt, davon seien nur neun abgelehnt worden, schrieb sie. Die 37 betroffenen Organisationen hätten das Verfahren nicht abgeschlossen, da sie sich weigerten, eine Liste ihrer Ortskräfte vorzulegen. Israel wirft Ärzte ohne Grenzen vor, mindestens ein Mitarbeiter sei in terroristische Aktivitäten verwickelt gewesen.

„Die 37 Organisationen sind weiterhin ausdrücklich eingeladen, das Registrierungsverfahren abzuschließen, wie es andere Organisationen getan haben“, schrieb Rosenzweig-Abu. Die betroffenen Organisationen hätten während der Waffenruhe keine Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht, und auch zuvor habe sich ihr Beitrag nur auf ein Prozent des gesamten Hilfsvolumens belaufen. 

Kritiker sehen in den israelischen Registrierungsauflagen für internationale Hilfsorganisationen unklare Bestimmungen, die willkürliche Entscheidungen ermöglichen. Organisationen sollen demnach auch vertrauliche Informationen über palästinensische Mitarbeiter offenlegen und auf Verlangen Mitarbeiter entlassen, ohne dass dafür Gründe genannt werden. Die Beteiligung einer Konfliktpartei an der Personalüberprüfung wird als Verstoß gegen humanitäre Grundsätze wie Neutralität und Unabhängigkeit bewertet. Angebote zur Überprüfung durch neutrale Stellen seien bislang abgelehnt worden. (dpa)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Bericht: USA und Israel setzen Hamas Frist für Waffenabgabe

Die USA und Israel sollen eine zweimonatige Frist für die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas vereinbart haben. Darauf hätten sich US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei ihrem Treffen in Florida geeinigt, bestätigte eine mit dem Thema vertraute Quelle. Zuvor hatte die Zeitung „Israel Hajom“ darüber berichtet. 

Fachteams beider Länder arbeiten nach Angaben des Blattes daran, „klare, einvernehmlich festgelegte Kriterien zu erarbeiten, die definieren, was als praktische Entwaffnung der Hamas gelten würde“. Nach Medienberichten könnte die Hamas möglicherweise dazu bereit sein, schwere Waffen wie Raketen abzugeben, aber leichte Waffen zu behalten. 

Israelische Vertreter zeigen sich laut „Israel Hajom“ besorgt, dass die Hamas versuchen könnte, den Großteil der Waffen und militärischen Fähigkeiten, über die sie derzeit verfügt, zu behalten. Sowohl Israel als auch die USA seien sich jedoch einig, dass ein solches Szenario inakzeptabel wäre. 

„Sollte sich die Hamas – wie in Israel weithin erwartet – nicht entwaffnen, läge die Verantwortung für die nächsten Schritte wieder bei Israel und der israelischen Armee“, hieß es in dem Bericht. (dpa)
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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Proteste in Somalia nach Israels Anerkennung von Somaliland

In Somalia haben landesweit Menschen gegen Israels Anerkennung der Republik Somaliland protestiert. Tausende versammelten sich nach Angaben eines dpa-Reporters allein zu einer Kundgebung in einem Stadion in der Hauptstadt Mogadischu. Israel hatte vor wenigen Tagen die faktisch seit Jahrzehnten unabhängige Region Somaliland im Norden des muslimischen ostafrikanischen Staats Somalia als weltweit erstes Land als souveränen Staat anerkannt.

„Wir sind bereit, unser Blut für unser Land zu opfern, um gegen die Juden und ihre Führer wie Netanjahu zu kämpfen“, sagte der prominente somalische Geistliche Scheich Ali Wajiis, einer der Organisatoren der Proteste, bei einer Rede in dem Stadion. Unter den Teilnehmern waren neben Männern und Frauen aller Altersstufen auch Kinder, religiöse Führer sowie Gemeindeälteste. In Sprechchören riefen sie antiisraelische und propalästinensische Slogans.

Schulen und Unis geschlossen

Der junge Aktivist Abdisalam Muse warf Israel vor, das Land zu spalten. „Wir protestieren aus Liebe zu unserem Land und natürlich, um unsere Besorgnis über die Übergriffe Israels zum Ausdruck zu bringen“, sagte er. 

Auch in mehreren weiteren Städten kam es zu Demonstrationen, darunter auch in der Stadt Laascaanood im Nordosten, die sich 2023 von Somaliland wieder abgespalten und nach schwerem Beschuss aus Somaliland faktisch zurück unter die Kontrolle der somalischen Regierung geraten war. Mehrere Schulen und Universitäten im Süden und Zentrum des Landes blieben geschlossen, damit die Schüler und Studenten an den Protesten teilnehmen konnten.

In Somaliland wurde die Ankündigung Israels von vielen Einwohnern in Hargeisa, der Hauptstadt der separatistischen Verwaltung, dagegen begrüßt. In Boroma, einer Stadt in Somaliland etwa 55 km westlich von Hargeisa, kam es dagegen zu Protesten gegen eine Abspaltung von Somalia und gegen Israel. (dpa)

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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Trump und Netanjahu über das Thema Westjordanland nicht ganz einig

US-Präsident Donald Trump sagt nach einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu, beide seien in der ⁠Frage des von Israel besetzten Westjordanlands nicht ganz ‌einer Meinung. Bei einer Pressekonferenz in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida sagt der US-Präsident auf die Frage, ob er für Netanjahu eine Botschaft zum ‍Westjordanland habe und ob er besorgt sei, dass die Gewalt der Siedler im Westjordanland den ​Frieden untergraben könnte: 

„Wir haben eine Diskussion, eine große Diskussion über das Westjordanland geführt, und zwar seit langem. Und ich würde nicht sagen, dass wir uns zu 100 Prozent über das Westjordanland einig sind. ‌Aber wir werden ​zu einer ​Lösung ⁠für das Westjordanland kommen.“ In welchen Punkten sich die beiden uneinig sind, ‌sagt Trump nicht. (Reuters)
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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Trump droht der Hamas im Fall einer Weigerung zur Entwaffnung

US-Präsident Donald Trump hat der islamistischen Terrororganisation Hamas mit „Konsequenzen“ gedroht, sollte sie nicht wie im „Gaza“-Friedensplan vereinbart ihre Waffen niederlegen. Die USA legten es nicht auf eine Eskalation an, sagte der Republikaner bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Er stellte aber klar: „Sie müssen sich innerhalb einer relativ kurzen Zeit entwaffnen.“ Trump ergänzte, für den Fall, dass die Hamas dem nicht nachkomme, wäre das „schrecklich“ für sie. „Es wird wirklich, wirklich schlimm für sie werden.“ 

Trump: Andere Nahost-Staaten bereit dazu, Hamas zu „vernichten“

Trump betonte, dass andere Staaten im Nahen Osten bereits ein Einschreiten angekündigt hätten, sollte sich die Hamas nicht wie vereinbart entwaffnen. „Wenn sie jetzt nicht ihre Waffen niederlegen, werden diese Länder sie vernichten“, sagte er.

Israel und die islamistische Terrororganisation Hamas hatten im Oktober dem von den USA vorangetriebenen „Friedensplan“ zugestimmt. Seit dem 10. Oktober herrscht eine Waffenruhe, doch es kommt weiter zu tödlicher Gewalt. (dpa)

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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Netanjahu kündigt Auszeichnung Trumps mit Israel-Preis an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Auszeichnung von US-Präsident Donald Trump mit dem Israel-Preis angekündigt. Netanjahu sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump in Florida, Trump habe „viele Konventionen gebrochen“. Dann hätten Menschen zu ihrer Überraschung aber doch gemerkt, „vielleicht hatte er nach allem doch recht“. 

Daher werde auch Israel eine Konvention brechen und Trump mit einem Preis auszeichnen, der noch nie an einen Menschen ohne israelische Staatsangehörigkeit verliehen worden sei. Dies habe der israelische Erziehungsminister Joav Kisch während des Mittagessens telefonisch mitgeteilt. 

Trump solle mit dem Preis für „seine herausragenden Verdienste“ für Israel und das jüdische Volk ausgezeichnet werden. Dies sei das „überwältigende Gefühl der Israelis über das gesamte Spektrum hinweg“. Der Israel-Preis ist die höchste Auszeichnung des Landes. (dpa)

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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Update 7.16 Uhr: Trump unterstützt mögliche israelische Angriffe auf Iran

US-Präsident Donald Trump unterstützt israelische Angriffe auf den Iran, sollte das Land ein Abkommen ablehnen und seine Raketen- und Atomprogramme fortsetzen. Er befürworte einen Schlag, falls der Iran weiter Raketen baue, sagte Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. 

Noch dringlicher ist aus Sicht des Republikaners ein Eingreifen, falls diplomatische Versuche scheitern und der Iran sein Nuklearprogramm fortsetzt. „Wir werden es sofort tun“, sagte er zu möglichen Angriffen in dem Fall und stellte damit eine US-Beteiligung in Aussicht. Kurz zuvor hatte Trump gesagt, man werde dem Iran harte Schläge versetzen, sollte Teheran wieder aufrüsten. 

Trump sagte, ‌der Iran arbeite nach dem massiven US-Angriff im Juni möglicherweise an der Wiederherstellung seiner Waffenprogramme. „Ich habe gelesen, dass sie Waffen und andere Dinge aufbauen“, sagte Trump. „Wir wissen genau, wohin sie gehen und was sie tun. Ich hoffe, sie tun es nicht, denn wir wollen keinen Treibstoff für eine B-2 verschwenden“, fügte er mit Blick auf den ‍bei dem früheren Angriff eingesetzten Bombertyp hinzu. (dpa/Reuters)
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Christoph Zempel

Herzog: Noch keine Entscheidung zu Begnadigung Netanjahus

Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat deutlich gemacht, dass es nach dem Antrag des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf Begnadigung noch keine Entscheidung dazu gibt. Herzogs Büro reagierte damit auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Netanjahu in Florida, die nahelegten, dass eine Begnadigung „unterwegs“ sei. Trump sagte, Herzog habe ihm dies bei einem Gespräch gesagt. Netanjahu sei immerhin ein Kriegsheld, erklärte Trump. Es sei daher undenkbar, ihn nicht zu begnadigen. 

Herzogs Büro teilte dagegen mit: „Seit Einreichung des Begnadigungsantrags hat es kein Gespräch zwischen Präsident Herzog und Präsident Trump gegeben.“ Bei einem Gespräch zwischen Herzog und einem Vertreter Trumps vor einigen Wochen habe der israelische Staatspräsident diesem lediglich erklärt, jede Entscheidung werde „gemäß den festgelegten Verfahren getroffen“. 

Netanjahu hatte Herzog in einem Schreiben offiziell um Begnadigung gebeten. Es ist unklar, wann es dazu eine Entscheidung des Präsidenten geben wird. Gegen den Regierungschef läuft seit mehr als fünf Jahren ein Korruptionsprozess. Er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Trump hatte Herzog wiederholt dazu aufgefordert, Netanjahu zu begnadigen. Herzog sagte daraufhin, Israel sei ein souveränes Land, und man respektiere das israelische Justizsystem. (dpa)

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