
Drei Bundeswehrsoldaten sterben bei einem Gefecht mit den Taliban. Ex-Verteidigungsminister Rühe kritisiert den Afghanistan-Einsatz.

Drei Bundeswehrsoldaten sterben bei einem Gefecht mit den Taliban. Ex-Verteidigungsminister Rühe kritisiert den Afghanistan-Einsatz.
Seit Beginn der deutschen Beteiligung an der Nato-Truppe Isaf im Januar 2002 wurden in Afghanistan bei Gefechten und Anschlägen 22 Bundeswehrsoldaten getötet. Dazu starben 17 Soldaten bei Unfällen. Im Folgenden ein Überblick über die folgenschwersten Angriffe.
Überraschungsbesuch in Kabul: Bei seiner ersten Afghanistan-Reise als Präsident kritisiert Barack Obama seinen Amtskollegen Karsai. Die Ankunft Obamas war aus Sicherheitsgründen lange geheim gehalten worden. Wenige Stunden später beschießen die Taliban eine Militärbasis.
Eigentlich wollten die amerikanischen Streitkräfte ihr Militärgefängnis im afghanischen Bagram Anfang 2011 in die Kommandogewalt afghanischer Sicherheitskräfte übergeben. Doch ob der Plan in dieser Form jemals in die Tat umgesetzt wird, ist nun ungewiss.
Neu-Delhi - Die Suche nach einem friedlichen Ende des achtjährigen Krieges in Afghanistan gewinnt an Fahrt. Präsident Hamid Karsai nahm am Montag erste Friedensgespräche mit einer der drei großen Milizengruppen auf.

Entscheidender Tag für Barack Obama: Vor der Abstimmung über die Gesundheitsreform ist die Mehrheit des US-Präsidenten ungewiss.
Bei Selbstmordanschlägen im afghanischen Kandahar sind am Wochenende Dutzende Menschen getötet worden. Die aufständischen Taliban bekennen sich zu dem Terror.
Bei zwei Bombenexplosionen in der ostpakistanischen Millionenmetropole Lahore sind zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Die Attacken richteten sich gegen Armeefahrzeuge.
Erneut trifft ein Anschlag eine Sondereinheit der pakistanischen Polizei.
Nach dem umstrittene Luftschlag von Kundus hat das Verteidigungsministerium offenbar gezielt versucht, Informationen zurückzuhalten.
Der Kundus-Untersuchungsausschuss setzt die Vernehmungen fort. Spitzenmilitärs sollen über die Melde- und Befehlswege aussagen.

Ex-Nato-Generalsekretär Robertson beklagt eine mangelnde Entschlossenheit beim Einsatz in Afghanistan – und warnt vor einer Ermutigung der Taliban.
Frauen an die Uni, neue Technik fürs Land: Wie Hochschulen in Kabul und Herat den Neustart wagen – mit der Hilfe von Deutschen.

Mit dem Kampfeinsatz in Helmand wachsen in Deutschland Zweifel an der neuen Afghanistan-Strategie.
Die Bundestagsdebatte zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr war eine Lager übergreifende Debatte. Vor allem war sie aber eine ehrliche Debatte: Jetzt wissen wir nicht nur, dass Krieg ist und Deutschland mittendrin - jetzt geben wir es zu.

Frank Jansen über die Erfolge im Afghanistankrieg

Ein Selbstmordkommando der Taliban hat am Freitag ein Hotel und ein Gästehaus im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul attackiert und mindestens elf Menschen getötet. Unter den Opfern sollen mehrere Ausländer sein. Anwohner wurden per Lautsprecher aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Der Kundus-Ausschuss befragt weitere Zeugen. Besonders gespannt waren die Abgeordneten auf die Aussage von "Red Baron".
Die internationale Schutztruppe Isaf will nach eigenen Angaben das Taliban-Aussteigerprogramm der afghanischen Regierung massiv unterstützen und schätzt die Stärke des Gegners auf 25.000 bis 36.000 Kämpfer und 900 Kommandeure ein.
Er hat Gefechte trainiert und die Einsatzregeln auswendig gelernt. Bald muss er nach Kundus. Über einen jungen Gebirgsjäger, der bald gegen die Taliban kämpfen muss.
Der Taliban-Chef in Kundus wurde gefasst. Er soll auch Morde an deutschen Soldaten befohlen haben.
Einer der wichtigsten Taliban-Führer soll in Pakistan gefasst worden sein. Laut des Gouverneurs von Kundus, Mohammad Omar, sei Mullah Abdul Salam in der südwestpakistanischen Stadt Quetta festgenommen worden.
Es gibt viele hässliche Meldungen vom Kampf der westlichen Truppen gegen die Taliban. Bei der am Wochenende gestarteten Offensive gegen die Rebellen sind bereits Zivilisten getötet worden, durch einen Luftangriff abseits der Operation kamen ebenfalls Afghanen ums Leben, die offenbar nicht zu den Taliban gehörten.
Die Nummer zwei der Taliban, Mullah Baradar, wurde verhaftet. Das nährt die Hoffnung, dass Pakistan sich endlich entschließt, die Rebellen fallen zu lassen.
Ein Erfolg wird von jenseits der Grenze zu Pakistan vermeldet: Pakistanische und US-Regierungsvertreter bestätigten einen Bericht der "New York Times" zur Festnahme des bedeutendsten Taliban-Anführers seit Beginn des Krieges in Afghanistan.

Frank Jansen über die Nato-Offensive in Afghanistan
Mullah Baradar gilt als Nummer zwei in der Taliban-Hierarchie und als enger Vertrauter von Osama bin Laden. Der pakistanische Geheimdienst soll nun an seiner Festnahme beteiligt gewesen sein - die die Taliban allerdings bestreiten.
Die Internationale Schutztruppe Isaf hat am Montag erneut versehentlich Zivilisten in Südafghanistan getötet. Die Nato-geführte Isaf teilte mit, bei einem Luftangriff in der Provinz Kandahar seien fünf Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt worden.
Amerikanische, britische und afghanische Truppen haben zwei Taliban-Hochburgen erobert. Dort jedoch gefährden Heckenschützen und Sprengfallen die Alliierten.

Bei der Großoffensive gegen die aufständischen Taliban im Süden Afghanistans sind zwölf Zivilisten getötet worden. Zwei Raketen verfehlten ihr Ziel. Der Nato-Kommandeur entschuldigte sich bei Präsident Karsai.
Bei der Großoffensive gegen Taliban-Krieger im Süden Afghanistans haben zwei Raketen der internationalen Schutztruppe Isaf ihr Ziel verfehlt und zwölf Unbeteiligte getroffen. Präsident Karsai ordnete eine Untersuchung an.
Colin Powell lässt grüßen: „Overwhelming force“ war dessen Devise im ersten Irakkrieg zur Befreiung Kuwaits 1990/91. Wer mit erdrückender militärischer Überlegenheit angreift, muss im Zweifel kaum noch kämpfen und hat nur wenig Gefallene zu beklagen.
„Oberst Klein: Ich trauere um die Menschen / Aussage zu Luftangriff in Kundus / Bundesregierung bewertet Konflikt in Afghanistan jetzt als Bürgerkrieg“vom 11. FebruarDieser Krieg ist von Anfang an ein „falscher“ Krieg, weil die Zielsetzung nicht erreichbar ist.

Die neuerliche Offensive "Muschtarak" dürfte auch zum Ziel haben, den Druck auf die Taliban zu erhöhen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Doch die Uhr tickt gegen die Staatengemeinschaft.
Internationale und afghanische Truppen sind in eine der letzten Hochburgen der Radikalislamisten eingerückt. Mit 15.000 Soldaten ist es die größte Offensive seit 2001.
Guido Westerwelle poltert und tobt – und vertreibt damit noch mehr Wähler
Guido Westerwelle poltert und tobt – und vertreibt so noch mehr Wähler.
Ruslan Auschew war Kommandeur bei den Sowjettruppen in Afghanistan. Mit dem Tagesspiegel spricht er über Kriege am Hindukusch, die Erfolgsaussichten der US- und Nato-Truppen, den Drogenhandel und die Taliban.

Oberst Klein hat zu den Bomben von Kundus Auskunft gegeben. Wissen die Parlamentarier jetzt mehr?

Der Bundeswehroberst Georg Klein hat bei einem Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages die Bombardierung zweier Tanklaster in Nordafghanistan verteidigt. Die Bundesregierung bewertet Konflikt in Afghanistan jetzt als Bürgerkrieg.
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