Der Westen glaubt an seine neue Afghanistan-Strategie – konkrete Abzugsdaten bleiben aber umstritten.
Taliban
Fünf Monate nach dem tödlichen Luftschlag im nordafghanischen Kundus hat die Verteilung von Hilfspaketen der Bundeswehr an bedürftige Familien in der Gegend begonnen.
Kaum sind die Teilnehmer der Afghanistankonferenz wieder aus London abgereist und ihre Worte verklungen, folgen die Taten. Die Offensive, die der Isaf-Sprecher nun ankündigt, kommt „bald“ und wird „viele tausend“ Soldaten der Internationalen Schutztruppe umfassen.
Die neue Afghanistan-Strategie des Westens ähnelt auf verblüffende Weise der alten
Mindestens acht US-Drohnen waren am Dienstag an einem massiven Luftschlag gegen radikal-islamische Taliban und El-Kaida-Kämpfer im Nordwesten Pakistans beteiligt.
Der Außenminister gibt den Pazifisten – und geht damit ein hohes Risiko ein
Außenminister Westerwelle gibt den Pazifisten – und geht damit ein hohes Risiko ein. Schlimmstenfalls droht ihm die außenpolitische Isolation.

Fausia Kufi, 35, ist eine unabhängige Abgeordnete im afghanischen Parlament. Im Interview spricht sie über Taliban, Aufständische und Mitläufer.
Die Bundeskanzlerin hat im Bundestag um Unterstützung für den Afghanistan-Einsatz geworben. Mit Erfolg?
Afghanistan ist eines der ärmsten Länder der Welt, unterentwickelt und vom Krieg gezeichnet. Da alle Eroberer dort bisher scheiterten, gilt es als "Grab der Imperien". Was bedeutet das für die internationale Mission am Hindukusch?
Bundeskanzlerin Merkel hat Afghanistan nach dem bis 2014 angepeilten Abzug der internationalen Truppen weitere Unterstützung zugesagt. Dies könne auch finanzielle Zusagen einschließen, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Karsai in Berlin.
68 Delegationen beraten am Donnerstag in London über die Zukunft Afghanistans. Welche Pläne haben Deutschlands Partner für den Wiederaufbau?
Nicht nur Taliban bekämpfen, sondern auch die Bevölkerung schützen. Wie soll die neue Strategie der Bundesregierung funktionieren?
Das ZDF-"auslandsjournal" mit einem ungewöhnlichen Beitrag aus Afghanistan.
Der Fall Afghanistan: Peinlich, dass die Bundesregierung nicht klar entscheidet
Afghanistan-Treffen in Istanbul: Die Türkei will Schulen bauen und Kontakte zu Taliban vermitteln.
Stephan-Andreas Casdorff über notwendige Entscheidungen in der deutschen Afghanistan-Politik.
Guido Westerwelle plant ein Aussteigerprogramm für Taliban. Der Außenminister will Mitläufern eine wirtschaftliche und soziale Perspektive bieten.
Guido Westerwelle plant ein Aussteigerprogramm für Taliban. Allerdings muss sich naiv schimpfen lassen, wer glaubt, damit die Lösung für die Probleme des Landes gefunden zu haben.
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will sich an Reintegrationsprogrammen für Taliban-Kämpfer und Sympathisanten beteiligen. Wie soll das genau funktionieren?

Am Donnerstag geht es in London auf der Afghanistan-Konferenz auch um den Umgang mit den Taliban. Wie ist die Situation in dem Krisengebiet?
Doppelstrategie: Ausstiegswillige Taliban-Kämpfer sollen Anreize erhalten, den bewaffneten Kampf aufzugeben. Denn viele kämpfen nicht aus Überzeugung, sondern aus wirtschaftlicher Not, erklärte Außenminister Guido Westerwelle.

Orientierungssuche vor der Afghanistankonferenz: Die Bundesregierung strebt eine breite Mehrheit für den Einsatz an
Die Entführung von zwei französischen Journalisten in Afghanistan vor drei Wochen hat zu einer öffentlichen Polemik geführt, die ein Schlaglicht auf das Verhältnis zwischen Regierung und Medien in Frankreich wirft. Der Elysée den Journalisten Leichtsinn vor.
… aber einer, der Schlimmeres vermeidet, sagt Militärhistoriker Herfried Münkler über Gespräche mit den Taliban – und mahnt zum Abschied von Illusionen.
Ein neues Buch eines ehemaligen Bundeswehroffiziers beschreibt, woran der deutsche Einsatz in Afghanistan auch krankt. Ein Auszug.

In Sachsen-Anhalts Heide werden Bundeswehrsoldaten auf ihren Einsatz am Hindukusch vorbereitet.
Am Tag nach dem Angriff der radikalislamischen Taliban auf das Regierungsviertel von Kabul hat der afghanische Präsident Hamid Karsai eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen angeordnet.

Zehn Tage vor Afghanistankonferenz greifen die Taliban Regierungsgebäude und ein Geschäftszentrum an.

Eine Gruppe von Talibankämpfern hat eine bewaffnete Offensive auf das Regierungsviertel von Kabul gestartet und Gebäude nahe des Palastes von Präsident Hamid Karsai besetzt. Sicherheitskräfte bekamen die Lage erst nach Stunden unter Kontrolle.
Bundeswehr-Soldaten haben am Sonntag in der nordafghanischen Stadt Kundus nach Polizeiangaben einen Zivilisten erschossen.
Der deutsche Oberst Georg Klein soll zugegeben haben, wissentlich falsche Aussagen gegenüber US-Militärs gemacht zu haben. Ein geheimer Nato-Bericht dokumentiert offenbar, dass Klein damit den Luftangriff auf zwei von den Taliban entführte Tanklaster erzwingen wollte.
Die USA setzen ihre Taktik gezielter Raketenangriffe auf ranghohe Taliban-Kämpfer in Pakistan fort. Unklar ist, ob Islamistenchef Mehsud die jüngste Attacke überlebt hat.

Amnesty und Grüne werfen dem Bremer Juristen Karim Popal Agitation und Geschacher vor.
Die Hinterbliebenen des Luftangriffs auf einen Tanklaster nahe Kundus können offenbar mit rascher Hilfe rechnen.
Es ist eine merkwürdige Debatte, die da zwischen Frau Margot Käßmann und ihren Kritikern stattfindet, eine Debatte, bei der sich rächt, dass nie so genau definiert wurde, was wir am Hindukusch suchen und wie wir es finden wollen. Denn wenn noch immer gilt, was einst Peter Struck so eindrücklich formuliert hat, dass es dort um die Sicherheit der Bundesrepublik gehe, dann müssten die Kritiker als Erstes sagen, wie und wann dieses Ziel militärisch zu erreichen ist.
Die Regierung will den Afghanistaneinsatz neu bewerten – doch entscheidend ist, was die Justiz sagt.
Margot Käßmann hat eine nützliche Debatte entfacht. Die Zweifel der Bischöfin an einer militärischen Lösung in Afghanistan lassen sie nach mehr politischer Fantasie und anderen Wegen rufen. Prompt werden ihr Vorhaltungen gemacht.
Zehn Tagen nach dem schweren Anschlag auf CIA-Agenten in Afghanistan ist ein Video des Selbstmordattentäters aufgetaucht. Darin begründet er seine Tat mit Rache.
Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, hält den Einsatz am Hindukusch für schlimmer, schwieriger und härter als den Vietnamkrieg. Vom Erfolg der Mission ist er dennoch überzeugt. Dieser sei "genauso im deutschen Interesse wie in unserem".