Vom Balkan nach Afghanistan: Eine Begegnung mit US-Sonderbotschafter Richard Holbrooke.
Taliban

Er galt der CIA als wertvolle Quelle. Dann richtete er seine Waffe gegen die eigenen Leute: Al Balawi, der Sprengstoffattentäter, war ein Al-Qaida-Mann.
Die USA wollen ihre Präsenz im Bundeswehr-Einsatzgebiet im Norden-Afghanistans offenbar massiv ausbauen.
Dass über den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan leidenschaftlich diskutiert wird, liegt in der Natur der Sache. Auch dass es für gegensätzliche Ansichten starke Begründungen geben kann.
Bei ihrer Kriegskritik lässt es Bischöfin Margot Käßmann an Urteilskraft fehlen.
Fast 100 Tote hat ein Selbstmordanschlag am Neujahrstag in Pakistan gefordert. Bekannt hat sich noch niemand zu dem Attentat .
Sawahiri, der Vizechef von Al Qaida, schmäht und hetzt unermüdlich – sein übles Werk treibt er schon seit Jahrzehnten.
Bei einem verheerenden Selbstmordanschlag auf einem Sportplatz in Pakistans unruhiger Nordwest-Grenzprovinz sind am Neujahrstag dutzende Zivilisten, darunter viele Kinder, ums Leben gekommen.
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine US-Basis im Osten Afghanistans sind am Mittwoch mindestens acht Amerikaner getötet worden. Nach Medienberichten handelt es sich um CIA-Mitarbeiter. Zu der Tat bekannten sich die Taliban.
Mehr als 1000 Männer werden in das neu eingerichtete Gefangenlager der US-Armee auf Guantanamo verlegt. Die meisten wurden im Kampf gegen die Taliban und Al Qaida in Afghanistan festgenommen.
Was muss das für ein Gefühl sein! Nach fünf Jahren unter der Schreckensherrschaft der Taliban kann diese junge Afghanin in Kabul das erste Mal den Schleier ablegen und ihr Gesicht zeigen.

Was muss das für ein Gefühl sein! Nach fünf Jahren unter der Schreckensherrschaft der Taliban kann diese junge Afghanin in Kabul das erste Mal den Schleier ablegen und ihr Gesicht zeigen.

Mehr als 1000 Männer werden in das neu eingerichtete Gefangenlager der US-Armee auf Guantanamo verlegt. Die meisten wurden im Kampf gegen die Taliban und Al Qaida in Afghanistan festgenommen.
Die Spur des Beinahe-Anschlags auf ein Flugzeug führt in den Jemen. Ist das Land ein neuer Hort des Terrors?
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Prozession von Schiiten sind in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.
Der Befehl des Oberst Klein, zwei entführte Tanklastzüge und um sie versammelte Personen bombardieren zu lassen, war falsch. Seitdem kann weder die deutsche Politik noch die Öffentlichkeit länger die Augen verschließen vor dem, was den Menschen in allen anderen Ländern, die Truppen stellen, schon lange bewusst ist: Das ist Krieg, und unsere Soldaten töten auch Zivilisten.
Der Auftrag lautet: Die Taliban sind vernichtend zu schlagen. Elitetruppen der US-Streitkräfte gehen forciert gegen die radikalislamischen Gotteskrieger in Afghanistan vor.

Der Vater hat die Katastrophe kommen sehen: Im November nahm der nigerianische Banker und Ex-Minister Umar Abdulmutallab zur US-Botschaft in Nigeria Kontakt auf, um die dortigen Diplomaten vor den Umtrieben seines eigenen Sohnes zu warnen. Doch die Warnung konnte den unheilvollen Plan nicht verhindern.

Der Minister warnt davor, das Land nach westlichem Vorbild ausrichten zu wollen: “Afghanistan eignet sich nicht als Vorzeige-Demokratie“. Man müsse Realitäten anerkennen.
Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan haben ein Video veröffentlicht, das einen verschleppten US-Soldaten zeigt. Die Internationale Schutztruppe Isaf verurteilte das am ersten Weihnachtsfeiertag ins Internet gestellte Video scharf.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat eine Rückzugsstrategie der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert.
Markus Kaim von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik über Afghanistan, die Taliban und den Bürgerkrieg.
Menschenrechte, Demokratie? In Afghanistan geht es um Stabilität und Sicherheit
Den Vorschlag, in Afghanistan „die Möglichkeit der nationalen Versöhnung unter Einbeziehung der Taliban“ auszuloten, brachte 2007 dem damaligen SPD-ChefKurt Beck scharfe Kritik ein: Der außenpolitische Sprecher der Union,Eckart von Klaeden, heute Staatsminister im Bundeskanzleramt, sagte: „Es gibt keine moderaten Taliban. Wären sie moderat, wären sie keine Taliban.
Die Vorschläge, mit Taliban zu verhandeln, stoßen in Politik und Sicherheitskreisen auf Skepsis.
Menschenrechte, Demokratie? In Afghanistan geht es um Stabilität und Sicherheit,
In der Debatte über Friedensverhandlungen mit Taliban-Führern hat der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, klare Grenzen angemahnt. „Eine Friedenslösung, die ehemalige Kriegsverbrecher stärkt, kann dauerhaft nicht funktionieren", sagte Nooke dem Tagesspiegel.

Die Bundesregierung rückt in Afghanistan offenbar von ihren bisherigen menschenrechtlichen Zielen ab.
Der Verteidigungsminister will Obamas Wunsch nach mehr Soldaten nicht ohne weiteres erfüllen. Erst sei eine Strategie für Afghanistan nötig, dann rede man über Truppen.

Die Guantanamo-Häftlinge sollen nach Illinois verlegt werden – aber der Umzug ist umstritten, viele US-Bürger fürchten Anschläge.
Oberst Georg Klein soll bei seiner Entscheidung über den Luftangriff auf die Tanklaster im Kundus auch auf Bildmaterial der Bundeswehr zurückgegriffen haben. Das Video zeigt offenbar die Augenblicke vor dem Angriff.
Berichterstattung über „Kunduz-Affäre“Der Bundesverteidigungsminister hat recht, wenn er jetzt „auf Angriff“ schaltet: Leider hat erst zu Guttenberg den Ausdruck „kriegsähnliche Zustände“ erstmals benutzt. Aber auch er vermied es, festzustellen, dass die Bundeswehr sich im Krieg befindet.

Drei Karrieren hat die Kundus-Affäre schon beendet. Ob es weitere werden – das untersucht ab jetzt ein Parlamentsausschuss. Es geht dabei kaum mehr um das, was genau in Afghanistan geschah. Sondern darum, wer wann wem was und warum gesagt hat – oder eben nicht

Die SPD attackiert die Bundesregierung in der Kundus-Affäre.

Der langjährige SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose hält gezielte Bundeswehr-Angriffe auf Taliban-Kämpfer für gerechtfertigt. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel sagte Klose: „Mir gefällt der Begriff 'gezielte Tötung' nicht. Aber die Bekämpfung hochrangiger Taliban-Kämpfer halte ich für zulässig."

Die Bombardierung der entführten Tanklaster in Kundus erschüttert die Politik der Bundesrepublik. Aber das ist längst nicht alles. Sie hat in Afghanistan Angst und Misstrauen ausgelöst – und nun sagen manche Menschen zu den deutschen Soldaten: "Bleibt weg! Tötet uns nicht!"
Offenbar entlädt sich im "Fall Kundus" die tiefe Skepsis der Bevölkerung über den Sinn des gesamten Krieges. Das erklärt die kaum noch steuerbare Eigendynamik der Diskussion, die wiederum das allgemeine Unbehagen verstärkt. Die Kanzlerin müsste diesen Teufelskreis durchbrechen. Doch ist sie selbst ein Teil der unheilvollen Entwicklung.
Die Opposition weiß seit Anfang November, dass auch Taliban Ziel des Luftschlags waren, sagt der Verteidigungsminister.
Karl-Theodor zu Guttenberg geht gegen die Opposition an. Das Ziel des Luftschlags von Kundus bleibt allerdings unklar. Ebenso wie die Definition, was den Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan genau erlaubt ist. Was ist verhältnismäßig und angemessen?
Der von der Bundeswehr befehligte Angriff in Kundus am 4. September 2009 soll möglicherweise nicht vorrangig den Tanklastzügen gegolten haben, sondern Taliban-Kämpfern. Spricht militärisch etwas dafür?