Die Bundesregierung hat die Entsendung der Tornados nach Afghanistan in Karlsruhe verteidigt. Die Linksfraktion hatte gegen den Einsatz Organklage erhoben. Fraktionschef Lafontaine kritisierte den Krieg erneut als völkerrechtswidrig.
Taliban
Bei einem Anschlag auf einen UN-Konvoi in der südafghanischen Stadt Kandahar sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Beim Vorbeifahren des Konvois detonierte ein Sprengsatz und traf ein Sicherheitsfahrzeug der Uno.
Der französische Geheimdienst hat die USA offenbar Monate vor den Anschlägen am 11. September 2001 vor einem "Flugzeugentführungsplan radikaler Islamisten" gewarnt. Dies berichtete die französische Zeitung "Le Monde".
Im nordafghanischen Bundeswehrstandort Kundus ist auf einem Trainingsgelände der Polizei ein Selbstmordattentat verübt worden. Mindestens acht afghanische Polizisten verloren dabei ihr Leben.
„Grüne gegen Ostermarschierer“ von Clemens Wergin vom 8. April In dem Kommentar wird die Forderung der Friedensbewegung nach einem Ende der Bundeswehreinsatzes als widersprüchlich und pauschal kritisiert, da „die Zukunft Afghanistans und insbesondere die junger Mädchen durch die Gotteskrieger bedroht“ sei und man durch Friedenstauben die Taliban nicht von der Wiedererlangung der Terrorherrschaft über Afghanistan abhalten wird.
Opposition fordert mehr Macht für das Parlament
Nach der jüngsten Freilassung des italienischen Journalisten Daniele Mastrogiacomo aus afghanischer Geiselhaft währte die Freude nur kurz. Aus Washington, London und den Haag hagelte es Kritik.
Sie mag nicht besonders geschickt gewesen sein, die Forderung des Kurt Beck nach Verhandlungen mit den Taliban, doch der Hohn seiner Gegner über den Mainzer Provinzpolitiker ist es noch weniger. Denn seit Deutschland am Hindukusch verteidigt wird, ist es allemal legitim, danach zu fragen, gegen wen und wie lange noch.
Während die Nato gegen die Taliban kämpft, erobern ehemalige Kriegsherren politischen Einfluss zurück
Sechs Soldaten der Nato sind am Sonntag bei einer Explosion im Süden Afghanistans ums Leben gekommen. Ein weiterer Soldat wurde verletzt, als das Fahrzeug der Männer auf einen Sprengsatz fuhr.
Im Süden von Afghanistan ist ein Soldat der Nato-geführten internationalen Schutztruppe Isaf bei der Explosion eines Sprengsatzes ums Leben gekommen.
Ein Selbstmordattentäter hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul bei einem Bombenanschlag mindestens vier Menschen mit in den Tod gerissen. Der Angreifer sprengte sich mit seinem Fahrzeug in der Nähe des Parlaments in die Luft.
Alle sechs Aufklärungs-Tornados der Bundeswehr sind wohlbehalten in Afghanistan angekommen. Zunächst sollen die Flugzeuge dort Trainingsflüge absolvieren.
Die beiden in Afghanistan vermissten französischen Helfer und ihre afghanischen Begleiter sind von der Taliban verschleppt worden. Dies bestätigte ein Sprecher der radikalislamischen Milizen.
SPD-Chef Kurt Beck will eine Friedenskonferenz für Afghanistan - unter Beteiligung gemäßigter Vertreter der radikal-islamischen Taliban. Während SPD-Politiker die Idee begrüßten, kam von der Union harsche Kritik.
Der SPD-Chef will sich außenpolitisch profilieren – diesmal ohne Erfolg
Berlin - SPD-Chef Kurt Beck hat mit seinem Vorschlag für eine Afghanistan-Friedenskonferenz unter Einbeziehung der Taliban heftige Kritik der Union auf sich gezogen. Beck hatte in Afghanistan dafür geworben, Friedenschancen „unter Einbeziehung von Taliban“ auszuloten und Deutschland als Konferenzort angeboten.
Dass der handwerklich durchaus begabte Kurt Beck die aus den Fugen geratene Welt nicht an einem Tag wird kitten können – nun, das hat im Ernst auch keiner von ihm erwartet. Immerhin, Beck hat von seiner jüngsten Bildungsreise nach Afghanistan für die Daheimgebliebenen etwas zur allgemeinen Horizonterweiterung mitgebracht: den „gemäßigten Taliban“ nämlich.
Afghanistanexperten warnen vor einer Aufwertung der Extremisten und fordern lokale Verhandlungen
Hochkarätige Besetzung, ernste Gesichter: Der Verteidigungsminister verabschiedet zehn Bundeswehr-Tornados nach Afghanistan. Manchen ist es mulmig zu Mute. Eine Reportage von Rieke Beckwermert
Hohe Gäste, ernste Mienen: Wie der Verteidigungsminister deutsche Tornados nach Afghanistan entsendet
Die Bundeswehr-Tornados sind in ihren umstrittenen Einsatz im umkämpften Süden Afghanistans gestartet. Auf dem Fliegerhorst in Jagel in Schleswig-Holstein hoben am Mittag sechs Maschinen ab.
David Hicks, der erste Angeklagte im US-Lager Guantanamo, hat ein mildes Urteil erhalten. Der „australische Taliban“ darf die Reststrafe daheim absitzen, vor Jahresende ist er frei.
Afghanistans Industrieminister über die Schwierigkeiten beim Wiederaufbau
Washington - Das erste Strafverfahren gegen einen Terrorverdächtigen im Militärlager Guantanamo wird wohl noch in dieser Woche mit einem Urteil enden. Der „australische Taliban“ David Hicks bekannte sich am Montagabend schuldig, die Terrororganisation Al Qaida unterstützt zu haben.
Zu Beginn des ersten Militärverfahrens gegen einen Guantanamo-Häftling hat sich der Australier David Hicks der Unterstützung des Terrorismus schuldig bekannt. Er hofft offenbar auf eine Überstellung nach Australien.
Anklage im Gefangenenlager Guantanamo richtet sich gegen den „australischen Taliban“ David Hicks
Im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba wird heute die erste Anklage verlesen. Das Militär-Sondertribunal will den Australier David Hicks formal wegen "Unterstützung des Terrorismus" anklagen.
Die Bundesregierung drängt die afghanische Regierung auf größere Zusammenarbeit im Fall des am 8. März erschossenen Entwicklungshelfers Dieter Rübling. Deutsche Fahnder sollen vor Ort ermitteln dürfen.
Rom - Zwei Tage nach der Freilassung des Journalisten Daniele Mastrogiacomo aus der Geiselhaft der Taliban sieht sich die italienische Regierung wachsender Kritik ausgesetzt. Die USA, Großbritannien und die Niederlande haben die Freilassung von fünf Talibankämpfern offen kritisiert.
Auszüge aus dem Bericht des gekidnappten Journalisten Daniele Mastrogiacomo
Nach Paris, Moskau und Kairo haben die "Müllmenschen" des Kölner Aktionskünstlers HA Schult nun auch in Rom Einzug gehalten. Sie erregten schon bald die Aufmerksamkeit und Verwunderung der Römer.
Der freigelassene italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo hat seine zweiwöchige Geiselhaft in den Händen der afghanischen Taliban als ein Martyrium beschrieben. Die Geiselnehmer hatten seinen Fahrer vor seinen Augen getötet.
Afghanistans Präsident setzt im Kampf gegen die Taliban auf seine Armee – um Vertrauen zurückzuerobern
Afghanistans Präsident setzt im Kampf gegen die Taliban auf seine Armee – um Vertrauen zurückzuerobern
Ein in Afghanistan verschleppter italienischer Journalist befindet sich nach zwei Wochen Geiselhaft im Gewahrsam einer Hilfsorganisation. Angeblich wurden im Gegenzug mehrere Taliban-Sprecher aus der Haft entlassen.
Die italienische Regierung hat Berichte dementiert, wonach der in Afghanistan entführte Journalist Daniele Mastrogiacomo wieder frei ist. Offenbar laufen immer noch Verhandlungen mit den Taliban.
Von Malte Lehming
1300 völkerkundliche und archäologische Kulturgüter will die Bundeswehr am Freitag dem Nationalmuseum von Kabul übergeben. Die Kunstschätze lagerten bislang im Exil-Museum in der Schweiz und werden von der Bundeswehr nach Afghanistan geflogen.
Welthungerhilfe zieht Mitarbeiter in Kabul zusammen / Auch Einschränkungen für übrige deutsche Helfer