Bei Anschlägen und Kämpfen sind in Afghanistan mindestens vierzehn Menschen getötet worden. Allein in der Südprovinz Helmand kamen zehn Menschen ums Leben.
Taliban
Vor den Taliban gerettet: Das Pariser Museum Guimet zeigt die Kunstschätze Kabuls
Ein Selbstmordattentäter im südafghanischen Kandahar hat mindestens einen Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Die Bombe sei in der Nähe eines Isaf-Konvois explodiert, berichteten Augenzeugen.
Soldaten der Nato-geführten internationalen Schutztruppe haben in der südlichen Unruheprovinz Helmand nach eigenen Angaben mindestens 70 Taliban-Kämpfer getötet.
Nach einem Selbstmordanschlag auf Soldaten in Kandahar sind schwere Vorwürfe gegen die Isaf laut geworden. Nato-Kräfte sollen wild um sich geschossen und dabei mehrere Zivilisten getötet haben.
Im umkämpften Süden Afghanistan hat sich die Sicherheitslage weiter verschärft: Kämpfer der radikalislamischen Taliban schossen nach eigenen Angaben einen von der Nato gecharterten Hubschrauber ab.
Mit der Forderung nach einer kritischen Überprüfung der deutschen Afghanistan-Politik ist der Grünen-Bundesparteitag in Köln zu Ende gegangen. Priorität soll demnach der zivile Wiederaufbau des Landes haben.
Bei Kämpfen im Süden Afghanistans haben afghanische Sicherheitskräfte und Soldaten der internationalen Isaf-Truppe insgesamt 16 mutmaßliche Taliban getötet und zwei mutmaßliche Anführer gefasst.
Es heißt: Der Krieg in Afghanistan ist vorbei, das Land wird aufgebaut. Doch der Süden des Landes ist instabil, der Aufbau fraglich.
Einen Tag vor dem Nato-Gipfel in Riga, auf dem es um die Zukunft der Internationalen Schutztrupe für Afghanistan gehen wird, sind erneut Soldaten der Allianz bei dem von ihr kommandierten Einsatz getötet worden.
Zwei Tage vor dem Nato-Gipfel in Riga sind mindestens 50 mutmaßliche Taliban in Kämpfen mit Soldaten der Isaf-Schutztruppe gestorben. Bei einem Selbstmordanschlag in Urdun kamen mehrere Menschen ums Leben.
Von Christoph von Marschall
Die Bundesregierung gerät wegen ihrer Weigerung, Bundeswehrsoldaten in den Süden Afghanistans zu schicken, zunehmend in Bedrängnis. Denn immer klarer wird: Das Schicksal des Landes wird sich im Süden entscheiden.
Britischer Premier Blair appelliert bei Truppenbesuch an Staatengemeinschaft
Nato-Verbündete wollen, dass Berlin seine Soldaten auch im Süden Afghanistans einsetzt
Die Debatte um einen Einsatz der Bundeswehr in Südafghanistan wird schärfer. Es müsse möglich sein, deutsche Soldaten für eine Mission im Süden anfordern zu können, heißt es im Pentagon.
Berlin - Richtig geglaubt, sagt Rainer Stinner, hat er die Geschichte nicht. Aber als Indiz für die Stimmung unter den Alliierten will der FDP-Wehrexperte den Auftritt eines britischen Delegierten bei der Nato-Parlamentarierversammlung im kanadischen Quebec doch gewertet wissen.
Der Bremer Türke Murat Kurnaz hat im türkischen Fernsehen über die erlittenen Misshandlungen im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba berichtet.
Von Clemens Wergin
Der Bundestag hat der weiteren deutschen Beteiligung am internationalen Anti-Terror-Einsatz "Enduring Freedom" zugestimmt. Die Grüne und die Linkspartei stimmten gegen den Einsatz der Bundeswehr.
Drei Wochen nach seiner Verschleppung in Afghanistan ist der italienische Fotojournalist Gabriele Torsello wieder auf freiem Fuß. "Mir geht es gut", sagte der Italiener bei einem Telefonat mit seinen Angehörigen.
Die Bundeswehr muss abziehen – vom Balkan und aus Afghanistan Von Michael Wolffsohn
Die Nato verfügt nach eigenen Angaben in Afghanistan nicht über genügend Soldaten für einen baldigen Sieg über die aufständischen Taliban.
Bei einem der seit Monaten folgenschwersten pakistanischen Luftangriffe im Grenzgebiet zu Afghanistan sind nach Armeeangaben vermutlich bis zu 80 Menschen getötet worden.
Bei Nato-Luftangriffen gegen Taliban-Stellungen in Afghanistan sollen mindestens 60 Unbeteiligte getötet worden sein. Präsident Karsai hat eine Untersuchungskommission zur Klärung der Vorwürfe eingerichtet.
Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, sieht nach der mutmaßlichen Totenschändung die Sicherheit der deutschen Soldaten in Afghanistan gefährdet.
Der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz gibt an, während seiner Haft in US-Gefangenenlagern von Bundeswehrsoldaten misshandelt worden zu sein. Eine Chronologie des Falls.
Die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) hat sich auf Bitten von Stammesführern aus einem Unruhebezirk im Süden des Landes zurückgezogen. Die Aktion könnte laut Nato ein Modell auch für andere Bezirke sein.
Afghanistan könnte zu einem zweiten Irak werden – und dann? Von Ulrich Speck
Bei verschiedenen Gewalttaten in Afghanistan sind zwölf Menschen ums Leben gekommen. Ein Gouverneur entging nur knapp einem Anschlag.
Berlin - Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe, warnt davor, dass Afghanistan wieder zu einem „Sicherheitsproblem“ werden könnte, wenn sich die wirtschaftliche Situation der Menschen nicht schnell verbessert. Die Menschen misstrauten „allem Westlichen“ sagte sie dem Tagesspiegel: „Die Sicherheit der Mitarbeiter ist heute stärker gefährdet als unter den Taliban.
Der Oberkommandierende in Afghanistan kritisiert, der Wiederaufbau komme zu langsam voran
N24-Reporter Ralf Finke über Afghanistan und den Krieg als Job
Nach dem Mord an den zwei deutschen Journalisten im Norden Afghanistans hat die dortige Polizei die Fahndung eingeleitet. Unterdessen sprach Außenminister Steinmeier von einem "schrecklichen Verbrechen" und forderte, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
„Mit Sicherheit bedroht“ vom 29. September 2006 Die Entscheidung des Bundestages, den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr zu verlängern, halte ich für falsch.
Bushs Umgang mit Terrorgefangenen ist illegal, sagt die Kanzlerin. Doch ihre eigenen Experten zweifeln an der deutschen Praxis
Erstmals seit der Befreiung Afghanistans von den Taliban vor fünf Jahren sind deutsche Journalisten in dem Land getötet worden. Die beiden Journalisten waren offenbar auf eigene Faust durchs Land gereist.
Die Internationale Schutztruppe (Isaf) hat die Kontrolle über den Osten Afghanistans übernommen. Ihren Kommandobereich dehnt die Nato damit auf das ganze Land aus. Der Truppe unterstehen rund 31.000 Soldaten.
Berlin/Bremen - Der als „Bremer Taliban“ bekannt gewordene und Ende August aus Guantanamo freigelassene Bremer Türke Murat Kurnaz erhebt schwere Vorwürfe gegen deutsche Soldaten. Nach seiner Gefangennahme im Herbst 2001 in Afghanistan sei er in Kandahar – in US-Gefangenschaft – von zwei Soldaten mit der deutschen Flagge auf dem Ärmel misshandelt worden.
Bundesregierung sagt Prüfung der Vorwürfe zu. Opposition verlangt Aufklärung im BND-Ausschuss