zum Hauptinhalt
Thema

Frank-Walter Steinmeier

Am 18. März soll er gewählt werden – doch schon jetzt brechen für Joachim Gauck spannende Zeiten an. Und auch im Schloss Bellevue ändert sich mit dem neuen Präsidenten einiges.

Von Antje Sirleschtov

Potsdam - Brandenburgs Linke-Fraktionschef Kerstin Kaiser hat das Verfassungsverständnis des designierten Bundespräsidenten Joachim Gauck infrage gestellt. Angesichts der Äußerungen Gaucks zu den Hartz-Reformen oder den Thesen von Thilo Sarrazin stelle sich die Frage, welche Auffassung Gauck vom Grundgesetz hat, sagte sie am Dienstagvormittag in Potsdam.

Zwei Begriffe prägen das Denken von Joachim Gauck: Freiheit und Verantwortung. Und er zehrt dabei ganz und gar von den Erfahrungen der Welt vor 1989. Vielen Problemen der Gegenwart wird er sich als Präsident noch stellen müssen.

Von Peter von Becker
Als Kandidat für das Bundespräsidentenamt wird Joachim Gauck von allen Seiten beleuchtet

Was Joachim Gauck einst sagte, wird dieser Tage wieder aktuell. Ob Sarrazin, Occupy, Hartz-IV oder Vorratsdatenspeicherung - frühere Äußerungen des designierten Bundespräsidenten erhitzen die Gemüter. Ein zweiter Blick kann helfen.

Präsidiale Debatte. Christian Wulff machte Integration zu seinem Thema. Was ist von Joachim Gauck zu erwarten? (Im Bild beide beim Gottesdienst im Rahmen der Bundespräsidentenwahl 2010.)

Es war Christian Wulffs großes Thema. Unter vielen Deutschen migrantischer Herkunft herrscht nun Skepsis, ob Joachim Gauck beim Thema Integration Akzente setzen wird - und wenn ja, welche?

Von
  • Andrea Dernbach
  • Markus Hesselmann

Über Christian Wulffs künftige Versorgung müsste letztlich Horst Seehofer entscheiden – oder Joachim Gauck. Denn der Ehrensold des Staatsoberhaupts ist Sache des Bundespräsidialamtes.

Von Albert Funk
Integrationspräsident? Christian Wulff machte Integration zum Thema seiner Amtszeit. Bei den Grünen herrscht die Vorstellung, dass Joachim Gauck sich in diese Linie stellt. Einige aber sind skeptisch. Foto: Friso Gentsch/dpa

Die Grünen sind mit Gauck zufrieden, einige stören sich aber an seinen Äußerungen zu Sarrazin und über Finanzmarktkritiker.

Von
  • Andrea Dernbach
  • Hans Monath

Die Erwartungen sind riesengroß. Ein Versöhner soll Joachim Gauck sein: zwischen Staat und Menschen, Oben und Unten, zwischen Links und Rechts. Natürlich wird er all das kaum einlösen, aber er kann etwas ganz Besonderes in die Waagschale werfen - sein eigenes Leben.

Von Antje Sirleschtov

Der Name Joachim Gauck ist seit Sonntagabend in aller Munde. Die Vorsitzenden von CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen wollen ihn als Bundespräsidenten. Doch wollen das auch die Nutzer im Web? Einige Stimmen gibt es hier.

Wer hat jetzt eigentlich gewonnen? Die Opposition, die ihren Wunsch-Kandidaten aus 2010 jetzt durchsetzen konnte - oder Angela Merkel, die strategische Kanzlerin?

Geschichte kann köstlich sein, meint Malte Lehming. Aktiv unterstützt von SPD und Grünen wird mit Joachim Gauck bald der konservativste Bundespräsident gewählt, den Deutschland je hatte. Denn: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. 

Von Malte Lehming

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Würde das Staatsoberhaupt in einer Direktwahl vom Volk bestimmt, würde alles auf Joachim Gauck zulaufen. Das jedenfalls belegen die Umfragen.

Von Matthias Schlegel

Er habe in seinem Leben Dinge erlebt, die als unwahrscheinlich galten, sagte Joachim Gauck bei seiner ersten Bewerbung. Was seitdem geschah, gehört dazu.

Von Antje Sirleschtov
Geht Bundeskanzlerin Angela Merkel am Ende als lachende Siegerin aus der Bundespräsidentenposse heraus?

SPD und Grüne haben Gauck hofiert, dabei spricht seine politischen Haltung eher der Linie Angela Merkels. Wer hat hier geblufft? Die Präsidentenposse ist noch lange nicht beendet, meint Malte Lehming, sie fängt gerade erst an.

Von Malte Lehming

Auf den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff reagierten die TV-Sender am Freitag auch in ihren Abendprogrammen. Das Zweite hob direkt nach der 19-Uhr-Ausgabe von „heute“ das „ZDF spezial: Rücktritt von Bundespräsident Wulff“ ins Programm.

Christian Wulff.

Sein Amtszeit als Bundespräsident war bestückt mit kleineren und größeren Affären. Trotz Handyverträgen, Sylturlauben und Krediten von Unternehmerfreunden sollte Christian Wulff den Ehrensold erhalten.

Von Jost Müller-Neuhof
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })